Tag,
also normalerweise kommentiere ich bei golem nichts mehr … aber hier muss ich doch mal ne Ausnahme machen, da ich solch einen geistigen Dünnschiss schon lange nicht mehr gehört habe.
Die meisten angestellten „Softwareentwickler“ die ihr Geld damit verdienen sind entweder Freiberufler oder Angestellte. Wenn ich Angestellter bin und für meinen Arbeitgeber Software entwickle die dann an einen Kunden verkauft (ja damit verdient man Geld) wird, ist weder der Kunde noch mein Arbeitgeber daran interessiert diese Software unter irgendeine Open Source Lizenz zu stellen.
Wenn eine Spedition eine LKW kauft wird sie diesen ja auch nicht ihrem Konkurrenten zur Verfügen stellen.
Die Sprache für professionelle Softwareentwicklung ist eigentlich egal aber meiner Meinung nach ist C# und Java im Moment die beste Wahl.
Alles andere ist für mich veraltet oder nur noch was für Hobbyprogrammierer, Kleinprojekte oder Admins.
Gruß
Da blaest mal wieder einer die Lobbytrompete.
Wer eine industrietaugliche, stabile und skalierbare Loesung will, verlaesst sich eher auf GNU/Linux als auf proprietaere Modeerscheinungen.
Ich spreche hiermit als Anwender und Entwickler von komplexen Embedded-Loesungen und kann es mir nicht leisten, dass a) Programme abstuerzen, b) langsam laufen, c) Unmengen an Speicherplatz benoetigen, d) die Entwicklungstools schwergewichtig und teuer sind.
Wer mit C# spielen oder an der Uni Java lernen und spaeter ein paar Web-Apps machen will, dem sei die akademische Spielwiese gegoennt. Ich hingegen muss Grossprojekte in sinnvoller Zeit zueende kriegen und ziehe es vor, mich nicht mit den Bugs proprietaerer Tools herumzuschlagen.
OpenSource ist eine andere Geschichte, aber das hat Herr Bradley Kuhn ja hinreichend differenziert. Und offensichtlich weiss er genau, wovon er spricht.
Ob oder wie oft Programme abstürzen hängt nicht von der Programmiersprache oder dem Betriebssystem ab, sondern letztendlich von dem Entwickler ... das gleiche gilt für die Performance.
Zumindest bei Web und Desktopanwendungen ist der Speicherplatzbedarf heutzutage nicht mehr relevant.
Entwicklungstools werden vom Arbeitgeber gestellt oder sind einmalige Anschaffungen (bis auf die Updates).
Bei großen Projekten >= 100t EUR ist der Anschaffungspreis einer Entwicklungsumgebung zu vernachlässigen.
Nicht falsch verstehen ich bin kein Open Source Verfechter aber alles unter eine solche Lizenz zu stellen ist absoluter Schwachsinn.
Und Entwickeln mit vi und co ist für mich Programmier-Steinzeit.
> Die Sprache für professionelle Softwareentwicklung ist eigentlich egal aber
> meiner Meinung nach ist C# und Java im Moment die beste Wahl.
Deine Meinung interessiert keinen. Professionelle Softwareentwickler nehmen die Sprache, die für das Projekt am besten geeignet ist. C# / Java eignen sich nicht für alles. Reine VM- und GarbageCollection-Verführte Programmierer eigen jedoch sehr schnell dazu, diesbezüglich falsche Entscheidungen zu treffen. Insbesondere, wenn sie sich auf eine dieser Sprachen festgefahren haben. Was bei den meisten der Fall ist.
> Alles andere ist für mich veraltet oder nur noch was für
> Hobbyprogrammierer, Kleinprojekte oder Admins.
Eine festgefahrene und inflexible Meinung leisten sie sich dann zumeist auch noch ...
> Deine Meinung interessiert keinen
Wenn man einen Kommentar zu einem Thema schreibt ist die eigene Meinung durchaus gefragt oder hab ich da was falsch verstanden.
> C# / Java eignen sich nicht für alles.
Stimmt, wie gesagt für Kleinprojekte, Mobile-Anwendungen oder Homepages gibt es sicherlich auch andere Programmiersprachen. Wenn ich jedoch ein Desktop-Anwendung schreibe (Linux spielt bei Businessanwendungen keine Rolle) nehme ich C# und bei Web-Anwendungen nehme ich Java oder auch C#.
> Reine VM- und GarbageCollection-Verführte
> Programmierer eigen jedoch sehr schnell dazu, diesbezüglich falsche
> Entscheidungen zu treffen. Insbesondere, wenn sie sich auf eine dieser
> Sprachen festgefahren haben.
Man darf sich tatsächlich nicht Blind auf den Garbage-Kollektor verlassen. Wobei die Fälle wo man selbst Hand anlegen muss sehr sehr selten sind. Deshalb ist eine GarbageCollection eine feine und moderne Sache. Ich denke übrigens, dass vor allem die C und C++ Entwickler festgefahren sind und nicht von ihrer Sprache abrücken wollen. Diese Leute wollen ihren Guru-Status meist nicht aufgeben.
Entwickler ohne angemessenes Wissen und Können abseits von VM Targets lassen sich gerne dazu hinreißen Entwickler mit maschinennäheren Kenntnissen mit diversen Beschimpfungen zu belegen. Dabei sollten sie jedoch nicht vergessen, dass die VMs, die ihre Welt begrenzen von eben diesen Menschen gebaut werden.
Etwas mehr Respekt wäre deutlich angemessener, als überhebliche Angabe mit minderkomplexem Zusamengehacke von anspruchslosen Inhouse-Anwendungen, deren Benutzergruppe äußerst überschaulich, um nicht zu sagen lächerlich klein, ist ...
Interessant wie die Diskussion wieder am Kern der Sache vorbei geht und Glaubenskriege aus getragen werden ...
- Fakt; Softwarepatente sind Gift
- Fakt; Patente sind wichtige Instrumente im Kampf um Marktanteile
- Fakt; Patentierte Programmiersprachen sind ein Problem für Projekte und Produkte
- Fakt; Patentierung schützt/gefährdet Firmenwerte
- Fakt; Es ist nicht so einfach NEIN zu sagen
Strubi schrieb:
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> Da blaest mal wieder einer die Lobbytrompete.
>
> Wer eine industrietaugliche, stabile und skalierbare Loesung will,
> verlaesst sich eher auf GNU/Linux als auf proprietaere Modeerscheinungen.
> Ich spreche hiermit als Anwender und Entwickler von komplexen
> Embedded-Loesungen und kann es mir nicht leisten, dass a) Programme
> abstuerzen, b) langsam laufen, c) Unmengen an Speicherplatz benoetigen, d)
> die Entwicklungstools schwergewichtig und teuer sind.
> Wer mit C# spielen oder an der Uni Java lernen und spaeter ein paar
> Web-Apps machen will, dem sei die akademische Spielwiese gegoennt. Ich
> hingegen muss Grossprojekte in sinnvoller Zeit zueende kriegen und ziehe es
> vor, mich nicht mit den Bugs proprietaerer Tools herumzuschlagen.
> OpenSource ist eine andere Geschichte, aber das hat Herr Bradley Kuhn ja
> hinreichend differenziert. Und offensichtlich weiss er genau, wovon er
> spricht.
Selten so eine gequirlte Scheisse gelesen. Wenn Du wirklich mit "Grossprojekten" zu tun hättest, würdest Du IT Strukturen in großen Konzernen kennen und nicht so eine Sülze absondern.
HinweizerGZ schrieb:
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> Deine Meinung interessiert keinen. Professionelle Softwareentwickler nehmen
> die Sprache, die für das Projekt am besten geeignet ist. C# / Java eignen
> sich nicht für alles. Reine VM- und GarbageCollection-Verführte
> Programmierer eigen jedoch sehr schnell dazu, diesbezüglich falsche
> Entscheidungen zu treffen. Insbesondere, wenn sie sich auf eine dieser
> Sprachen festgefahren haben. Was bei den meisten der Fall ist.
Dummschwätz erster Güte ohne jegliche Aussagekraft!
Angestellter schrieb:
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> Ich denke übrigens, dass vor allem die C und C++ Entwickler festgefahren sind und
> nicht von ihrer Sprache abrücken wollen. Diese Leute wollen ihren
> Guru-Status meist nicht aufgeben.
Diese Feststellung habe ich auch gemacht. Viele verstehen auch einfach nicht, wie der Garbage-Collector funktioniert und zu steuern ist und wann IDisposable Sinn macht usw. usf. Dieses lustige Gespräch hatten wir erst vor einer Woche bei heise.
HinweiserGZ schrieb:
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> Entwickler ohne angemessenes Wissen und Können abseits von VM Targets
> lassen sich gerne dazu hinreißen Entwickler mit maschinennäheren
> Kenntnissen mit diversen Beschimpfungen zu belegen. Dabei sollten sie
> jedoch nicht vergessen, dass die VMs, die ihre Welt begrenzen von eben
> diesen Menschen gebaut werden.
>
> Etwas mehr Respekt wäre deutlich angemessener, als überhebliche Angabe mit
> minderkomplexem Zusamengehacke von anspruchslosen Inhouse-Anwendungen,
> deren Benutzergruppe äußerst überschaulich, um nicht zu sagen lächerlich
> klein, ist ...
Und Entwickler die VM Sprachen ablehnen verstehen einfach nicht, das die meisten der Entwickler die diese Systeme verwenden nicht gerade von der Uni gefallen sind, sondern sich im Gegensatz zu ihnen weiterentwickelt haben, weil sie die Vorteile verstanden haben. Dafür wäre noch viel mehr Respekt aufzubringen!
Die meisten die hier Java/.NET ablehnen haben doch im Leben noch keine echten Erfahrungen damit gemacht. Aber immer mal lospoltern!
dergenervte schrieb:
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> Und Entwickler die VM Sprachen ablehnen verstehen einfach nicht, das die
> meisten der Entwickler die diese Systeme verwenden nicht gerade von der Uni
> gefallen sind, sondern sich im Gegensatz zu ihnen weiterentwickelt haben,
> weil sie die Vorteile verstanden haben.
Das sehe ich auch so. Ich wäre lieber arbeitslos, als in die Pointer- und DLL-Hölle zurück zu müssen.
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