....soll hier also weiterhelfen. Wo früher Streik und Arbeitsniederlegung üblich waren, steigt man hier auf ein Dach, damit die Medien darüber berichten. Heute spielt man über Bande und bindet die Medien ein, damit sich alle über die iPhones aufregen (und lieber Telefone vom Kriegswaffenhersteller kaufen, dessen Telefone übrigens vom Band nebenan kommen). Dass es auch eine Menge Chinesen gibt, die iPhones kaufen und über die hiesige Empörung nur mit dem Kopf schüttelt, erscheint dabei nicht wichtig.
Das sind mündige. Bürger, die keiner braucht.
Den Gipfel haben neulich russische Demonstranten abgeschossen, die neulich in den Nachrichten zu sehen waren - alle mit englischsprachigen (!) Plakaten. So zeigt man, dass man nicht demonstriert, um die eigene Führung zu treffen und das eigene Volk aufzuwecken, sondern dass das eine gelungene Medienaktion ist, auf die die Medien dann auch brav hereinfallen und berichten, wie bestellt.
Journalismus, wie man ihn nicht braucht.
Dass das wahre Leid sich nicht in China abspielt, sondern in Afrika, das wollen wir nicht wissen. Um einen berühmten Kabarettisten zu zitieren:"Neger sind uns egal". Dort macht die dt. Industrie prächtige Geschäfte - im Gefolge von Fr. Merkel auf Staatsreise.
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Ich glaube, du verwechselst hier ziemlich viele Dinge. Zum einen: nur weil es an einem Ort schlimmer ist als an einem anderen, der immer noch schlimm ist, sollte man darüber nicht berichten? Zum anderen nutzt es z.B. den Demonstranten in Syrien herzlich wenig, wenn Sie Ihre Plakate nur in arabischer Sprache verfassen, denn die Regierung interessiert sich einen Scheiss dafür, dafür ist es für die Menschen dort wichtig, dass das Ausland aufmerksam wird. In Russland ist das übrigens ähnlich.
Und schau doch einfach mal ein Stückchen weiter, dann findest du vielleicht auch diesen Artikel und da gehts nicht um China:
http://www.golem.de/news/handy-rohstoffe-fuer-ein-paar-kruemel-gold-1204-91452.html
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koelnerdom schrieb:
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> Ich glaube, du verwechselst hier ziemlich viele Dinge.
Das tue ich sicher nicht. Ich staune nur über die Schieflage. Jede Woche ein Bericht über China (wo die Arbeiter den Vorteil haben, dass es dort Medienpräsenz gibt) gegen ein müdes Artikelchen über Afrika. q. e. d.
> es an einem Ort schlimmer ist als an einem anderen, der immer noch schlimm
> ist, sollte man darüber nicht berichten?
"Nicht berichten" ist nicht das, was ich geschrieben habe.
> Demonstranten in Syrien herzlich wenig, wenn Sie Ihre Plakate nur in
> arabischer Sprache verfassen, denn die Regierung interessiert sich einen
> Scheiss dafür, dafür ist es für die Menschen dort wichtig, dass das Ausland
> aufmerksam wird. In Russland ist das übrigens ähnlich.
Dann sollte man das nicht "Demo", sondern Pressemitteilung nennen. Komisch, Demos haben schon funktioniert, als es noch kein Fernsehen gab - sogar in einheimischer Sprache.
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