War das Kabelnetz denn jemals vom Staat bzw. vom Bundesbürger per Steuern bezahlt? Denn das ist nämlich bei den Telekom-Hausanschlüssen der Fall! Und deshalb muß die Telekom fremde Anbieter auch ran lassen. Denn die Telekom hat die Leitungen nicht selber finanziert.
Anders ist es, wenn ein Anbieter die Infrastruktur aus eigener Tasche bezahlt hat. Dann kann man ihn nicht dazu verpflichten, fremde Anbieter rauf zu lassen.
Ich habe bei mir zu Hause zwei Telefon-Anschlüsse: der alte von der Telekom (der technisch funktioniert, aber abgemeldet ist), und einen extra Anschluß (mit eigener Vermittlungsstelle usw.) von unserem örtlichen Kommunikationsdienstleister. Und auf diesen Anschluß darf niemand rauf!
Wenn die Kabelanschlüsse der KDG nicht staatlich finanziert wurden, hat die telekom und Regulierungsbehörde darüber nicht zu bestimmen! Sonst ist das Enteignung.
Das Kabelnetz wurde auch finanziert durch den Steuerzahler, siehe Wikipedia.
"Das Breitbandkabelnetz in Deutschland wurde ab Anfang der 1980er-Jahre von der Deutschen Bundespost aufgebaut und betrieben. Zur Vorbereitung eines durch regulatorische Vorgaben erzwungenen späteren Verkaufs gliederte die Deutsche Telekom Mitte der 1990er-Jahre den gesamten Bereich Breitbandkabelnetze aus ihrem Unternehmen in die neu geschaffene Gesellschaft Kabel Deutschland GmbH aus."
> War das Kabelnetz denn jemals vom Staat
Das Kabelnetz wurde (zumindest Teilweise) von der damaligen Deutschen Bundespost gebaut. Die Kabelnetzbentreiber haben dies lediglich aktualisiert und neuere Beuteile eingebaut. Das aber hat die Telekom mit ihrem Netz auch schon längst gemacht, will heissen: Im Netz der Telekom steckt nicht mehr so arg viel von dem was mal "der Steuerzahler" bezahlt hat.
> Anders ist es, wenn ein Anbieter die Infrastruktur aus eigener Tasche bezahlt hat.
> Sonst ist das Enteignung.
Wie war das noch mal mit dem VDSL Ausbau?
BTW haben die Steuerzahler durch den Börsengang ihr Geld für die Kabel wiederbekommen. Somit hat die Telekom quasi das Netz abgekauft.
Und die Bundesnetzagentur darf Regulieren, die neuen Netze die die Telekom selbst baut, werden ja auch Reguliert.
Die Bundesnetzagentur kann fast machen was Sie will...
Oder warum denkst du sind auch die ganzen Tarife bei der Telekom so teuer? Weil die Bundesnetzagentur keine günstigeren Tarife erlaubt! Alle Tarife müssen vorher abgestimmt werden.
(NT)
ickedd schrieb:
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> BTW haben die Steuerzahler durch den Börsengang ihr Geld für die Kabel
> wiederbekommen.
*gröööööhl* wieviel ist ne Telekom Aktie gleich nochmal wert?
tribal-sunrise schrieb:
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> ickedd schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > BTW haben die Steuerzahler durch den Börsengang ihr Geld für die Kabel
> > wiederbekommen.
>
> *gröööööhl* wieviel ist ne Telekom Aktie gleich nochmal wert?
So ziemlich genau das was ich dafür bezahlt habe. Bei gleichzeitig fast 8% Dividende Jahr für Jahr.
Nur weil sich die Dummköpfe in Hype Zeiten das Papierchen zu Unsummen haben andrehen lassen ist es doch nicht falsch.
Goool schrieb:
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> > War das Kabelnetz denn jemals vom Staat
>
> Das Kabelnetz wurde (zumindest Teilweise) von der damaligen Deutschen
> Bundespost gebaut. Die Kabelnetzbentreiber haben dies lediglich
> aktualisiert und neuere Beuteile eingebaut. Das aber hat die Telekom mit
> ihrem Netz auch schon längst gemacht, will heissen: Im Netz der Telekom
> steckt nicht mehr so arg viel von dem was mal "der Steuerzahler" bezahlt
> hat.
>
> > Anders ist es, wenn ein Anbieter die Infrastruktur aus eigener Tasche
> bezahlt hat.
> > Sonst ist das Enteignung.
>
> Wie war das noch mal mit dem VDSL Ausbau?
Danke für den Beitrag. Kommt hier ja nicht mehr so oft vor, dass jemand denkt, bevor er schreibt ;)

doch genau das ist es - nur weil das Papier heute ein paar Cent abwirft hat der Steuerzahler doch nicht "DURCH DEN BÖRSENGANG sein Geld zurückbekommen"?! Aber ok wo gleich nochmal darf ich mir meine fest zugeteilten Anteilsaktien abholen?
Bei dem Herrn Finanzminister. Der hält nämlich noch 40% der Aktien^^
damals bei der privatisierung wurden schon entscheidene fehler gemacht. Und genau die selben fehler werden bei der Deutschen Bahn wiederholt.
Netz darf niemals von dem betrieben werden der dadrauf eigene produkte anbieten will.
Man hätte das Netz in einer Deutsche Netzinfrastruktur GmbH oder so integrieren sollen. Das einzige Produkt was die anbieten dürfen ist die vermietung des netzes an firmen wie 1und1, freenet und dann auch die Telekom. Parallel dazu das Deutsche Kabelnetz in eine Deutsche BreitbandKabel GmbH die ebenfalls das netz weitervermietet. Dann gäbe es schon 2 Konkurrenten auf dem Markt mit starken aber dennoch unterschiedlichen netzen. Wär das so gelaufen hätten wir schon alle preiswerte 100Mbit leitungen in jedem haus !
Genau so siehts aus.. die Infrastruktur gehört niemals privatisiert! Weder Straßen, Bahnschienen, Stromnetz, Wasser, Telefon und Internet. Das ging bisher immer für die Bürger schlecht aus. Aber unsere Politiker denken ja max 4 Jahre weit.
Willkommen in Krasnojarsk. Soweit denkst Du auch nicht, oder?
Loolig schrieb:
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> Genau so siehts aus.. die Infrastruktur gehört niemals privatisiert! Weder
> Straßen, Bahnschienen, Stromnetz, Wasser, Telefon und Internet. Das ging
> bisher immer für die Bürger schlecht aus. Aber unsere Politiker denken ja
> max 4 Jahre weit.
Ja ne ist klar. Die Infrastruktur in den Ländern der GUS, China, Kuba und Nordkorea ist ja auch so fortschrittlich. Ja genau, dass sind die Ländern, wo die Infrastruktur dem Staat gehört.
ickedd schrieb:
> BTW haben die Steuerzahler durch den Börsengang
> ihr Geld für die Kabel wiederbekommen.
Wie kriegen die "Ihr Geld" wieder die keine T-Aktien haben?
Und wieso kriege ich etwas zurück, wenn ich einer Firma mein Geld zur Verfügung stelle?
Ich bezweifle mal, das die bisher ausgeschüttete Rendite ausreichen würde das Netz zu kaufen.
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