Hauptsächlich geht es den Verantwortlichen (bei der NY Times und anderswo) doch jetzt darum, sich selber durch solche Pressemeldungen Mut zuzureden. Wenn es dann ein Flop wird, können die hinterher sagen "konnte eigentlich garnicht sein, wir haben alles genau ausrechnen lassen".
Die Werbung auf den Sites will man nicht verlieren und die wird nach Pageviews gezahlt. Selbst wenn alle Inhalte kostenlos bleiben aber es eine Registierungspflicht gibt (wie will man das sonst verifizieren), dürfte die Zugriffsrate um 20 oder 30% einbrechen - mit dann entsprechend geringeren Werbebannerpreisen.
Die trauen sich was.
Die Zahl-Kunden kann man werbemäßig teurer oder anders behalten. Man weiss ja auch, welche Artikel sie anklicken.
Sowas kann man vermutlich messen, aber schlecht vorhersagen.
Viel schlimmer sind die Fake-Preise für Werbung. Faktisch gibt es riesige Rabatte usw. Das ist im Prinzip als Mengenrabatt ok. "Buche Werbung in 12 Spiegel-Ausgaben, zahle 10". Aber die Verlagsbosse erwecken auf Kunden den Preis riesig hoher Werbepreise. Man könnte auch live realtime die Werbeflächen versteigern. Google macht es vor.
Warum soll das für Print-Zeitungen nicht auch funktionieren.
Ebenso dann für Online-Werbung.
Preistransparenz wäre im echten Markt normal.
Aber Transparenz ist der Feind der Misswirtschaft. Und die Verlags-Bosse machen vor, wie man sehend in den EReader-Abgrund fährt.
Die Zwischenhändler leihen den Verlagen vermutlich Geld. EReader machen das überflüssig. Das wird deutschen Zeitungs- und Zeitschriften-Verlagen u.U. einen Teil der Finanzierung entziehen.
Die NYT wird wohl nicht untergehen. Aber die Eigentümer sollten sich warm anziehen oder werden verkaufen müssen. An Murdoch o.ä.
Ich frage mich ob sie auf die Gratis-Leser angewiesen sind. Diese verursachen auch Kosten durch Traffic und höhere Auslastung der Infrastruktur.
darkfate schrieb:
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> Ich frage mich ob sie auf die Gratis-Leser angewiesen sind. Diese
> verursachen auch Kosten durch Traffic und höhere Auslastung der
> Infrastruktur.
Das Geschäftsmodell jeder Tageszeitung ist Leser an Anzeigenkunden zu verkaufen. Die Kosten einer Papierzeitung decken nicht mal Herstellung (ohne Redaktion) und Vertrieb.
Diese einfache und nicht ganz unwichtige Tatsache kannst du an einer deutschen Schule nicht lernen da Sie nicht auf dem Lehrplan steht. Rate mal warum.
C3PO III schrieb:
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> Diese einfache und nicht ganz unwichtige Tatsache kannst du an einer
> deutschen Schule nicht lernen da Sie nicht auf dem Lehrplan steht. Rate mal
> warum.
Mischkalkulation steht dort offensichtlich auch nicht auf dem Lehrplan. Mit Werbung alleine kann man eine hochwertige Zeitung nämlich auch nicht Produzieren.
Willst du mir tatsächlich erzählen dass ein 30.-€ / Monat Abo meiner Zeitung nicht die Papierkosten deckt? Anscheinend hast du eine nicht ganz unwichtige Tatsache an deiner nicht deutschen Schule ebenfalls nicht beigebracht bekommen. -> Denken bevor man kommentiert! Ach stimmt ja... Denken steht nicht überall auf dem Lehrplan.
darkfate schrieb:
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> Willst du mir tatsächlich erzählen dass ein 30.-€ / Monat Abo meiner
> Zeitung nicht die Papierkosten deckt?
Die Papierkosten, Druck und Transport-Kosten vielleicht. Für den Inhalt wird es dann aber nicht mehr reichen, sprich: die Schreiber wollen auch bezahlt werden, soofern du mehr als nur Kreuuzworträtsel aus dem Generator haben willst.
Hier herumzustreiten ist armselig. Davon freuen sich nur Volksvermögensverräter die die Landesbank-Verluste nicht aus ihren fetten Gehältern wiedergutmachen wollen.
Es ist üblicherweise eine Mischkalkulation. Aber viel Zeitschriften gibt es nur im Abo und die haben wenig Werbung. Manche Zeitschriften gibt es auch nur für Werbung. Die sprießen in guten Zeiten dann aus allen Ecken und geben dann meist auf, wenn die Werbe-Budgets sinken.
Bei meiner Zeitung standen auch die "Botenkosten" separat.
Italien hat quasi keine richtigen Tageszeitungen weil die den Transport nicht hinbekommen. Corriere de la sport ist halt eine Sport-Zeitung.
Im Schnitt hat in japan jeder Haushalt eine Zeitung abonniert.
...
Alles Infos die man hier und dort aufschnappen muss.
Und ihr vergesst die meist 2 kostenlosen "Käseblättchen" die zwei mal pro Woche erscheinen und im Briefkasten liegen. Hat mal jemand deren Werbe-Fläche flächen-mengen-mäßig mit der normalen Abo-Zeitung verglichen ?
Dort muss ja die Werbung den kompletten Druck+Verteilung bezahlen. Die Differenz bezahlt bei der Werbe-Zeitung Druck+Verteilung. Redaktion ist meist auch von der normalen Zeitung wiederverwendet.
Dann kann man hochrechnen, wie viel Prozent der Druck und Vertrieb usw. im Verhältnis zu Redaktion kosten. Aber so schlau ist die Schule wohl nicht mehr. Zwei Werte knackt man nach Gauss mit zwei linear unabhängigen Gleichungen.
Und die hätte man durch Kostenlos-Zeitung und Pay-Zeitung ja so !!!halbwegs!!!.
Es gibt je nach Glaubensrichtung dann unterschiedliche Rechenexempel. Z.B. das eine Zeitung viel viel mehr kosten müsste wegen dem ach so vielen Qualitäts-Journalismus der aus jedem Wort quillt....
Laut ARD müsste die GEZ ja auch 10 mal so hoch sein und nach Parteien müssten die Steuern 1000% sein usw. Die Gegner behaupten das Gegenteil.
Bei meedia im Blog gabs mal Hinweise auf Blogger, die Kalkulationen gemacht haben.
Merk Dir eine Regel: Jeder lügt und behauptet seine opportunistische Meinung. Da kann man auch SED-TV oder die heutigen Äquivalente schauen.
Streuner schrieb:
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>
> Mischkalkulation steht dort offensichtlich auch nicht auf dem Lehrplan. Mit
> Werbung alleine kann man eine hochwertige Zeitung nämlich auch nicht
> Produzieren.
Die Wirtschaftlichkeitsrechnung in ehren, aber Sie ist off-topic.
Es geht um Vertriebskosten. Diese sind im Internet sicherlich
geringer sind als im Bereich "Hardcopy". Die Aufteilung halte ich für gerechtfertigt.
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