Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt und sich stur auf überholte Vertriebswege versteift hat keine Daseinsberechtigung.
Lars154 schrieb:
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> Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt und sich stur auf überholte
> Vertriebswege versteift hat keine Daseinsberechtigung.
Dann mach doch mal einen Vorschlag, wie sich die NYT sonst finanzieren soll? Der bisherige Weg, das Online-Angebot über Werbung zu finanzieren, hat ja eindeutig nicht funktioniert.
Und gerade die Qualität der NYT ist nunmal nicht ohne erhebliche Kosten zu erreichen.
cu
trueQ
Bezahlte Onlineinhalte werden jedenfalls nicht aufgehen.
Dann sollen Sie sich halt auf Print konzentrieren. Hm?!? Geht auch nicht. Print wird ja nach Vorhersage eines anderen schlauen Kopfes in 20 Jahren tod sein. Was bleibt dann noch? Hinlegen und sterben...
So muss sich ein Schreiber gefühlt haben als der Buchdruck kam, einer vom Pony-Express als die Telegrafenmasten sich verbreiteten oder ein Hufschmied als sich die Autos immer mehr und mehr durchsetzten.
Mit "überholte Vertriebswege" meint er sicherlich den Geldfluß. Der ist aber nicht da, wenn alles kostenlos ist.
Produkt ist kostenlos ->
- Mitarbeiter sollen kostenlos arbeiten
- Reisekosten+Übernachtungen für Journalisten? Braucht man nicht, man lässt lokale Blogger schreiben ... und wenn keiner vor Ort ist dann hat man eben keinen Beitrag.
- Computer sind kostenlos
- Internetkosten für GB-Trafic pro Tag sind kostenlos
- Steuern zahlt man nicht, weil man ja auch nichts erhält
- Strom, Wärme, Bürofläche ist kostenlos denn Mitarbeiter arbeit zu Hause
- etc.
Kluge Reden, netzzeitung.de ist ja auch aus unerfindlichen Gründen nicht mehr dabei. Dabei haben sie sich so gegen Gebühren gewert.
Nun offenbar wird es in 20 Jahren nur noch Blogger geben und keine Journalisten mit Hintergrundinformationen.
Blabla ich sagte ja nicht das jeder Artikel von jedem Journalisten auf dem höchsten Niveau stattfindet. Was auch darin liegt, das die Verlage immer weniger Geld für Personal ausgeben können und dann eben ein Mitarbeiter nicht mehr 1 Artikel sonder 4 schreiben muß.
ichbinswarumauchnicht schrieb:
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> und keine
> Journalisten mit Hintergrundinformationen.
Das sind aber nur drei von 1000.
Erst durch das Internet wurde auch jedem außerhalb der Branche klar,
dass 997 nur Agenturmeldungen ab-/umschreiben oder Pressemeldungen an ihre Leserschaft durchreichen.
Ja, Qualität hat ihren Preis.
Diese wird aber von der großen Mehrheit der Publikationen nicht geliefert.
ichbinswarumauchnicht schrieb:
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> Produkt ist kostenlos ->
Dir sei hiermit die Lektüre des Buches 'What would Google do' von Jeff Jarvis eindringlich empfohlen.
Das entbindet dich ja auch davon, Gegenargumente zu bringen.
Dumm nur das google selbst überhaupt kein Produkt hat, sondern nur auf Produkte anderer verweist.
Somit ist das ein Dienstleister. Das dieser Beruf nie aussterben wird und es im Vergleich zu einem Produktanbieter leichter ist klar. Nur auf was will google verweisen, wenn nix da ist?
Google bekommt Geld durch Werbung. Und das klappt auch so schön weil es keine nennenswerte Konkurrenz gibt. Bei 5 großen Playern würden die Margen für Anzeigen deutlich kleiner ausfallen als heute.
Und bisher haben alle "ich will nix zahlen ist ja auch aus dem letzten Jahrhundert" nie eine Antwort gegeben womit denn Journalisten bezahlt werden können.
Aso, wenn man natürlich so überklug ist und den darbenen jetzt-Zustand nicht im Verhältnis zum guten Journalismus vor 10 Jahren vergleicht dann natürlich lässt sich natürlich behaupten das die ganzen Blogger die Zeitungen überflüssig machen, ohne Qualitätsverlust.
Allerdings bin ich alt genug um sagen zu können "früher war alles besser". ;)
ThommyHommy schrieb:
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> Bezahlte Onlineinhalte werden jedenfalls nicht aufgehen.
>
> Dann sollen Sie sich halt auf Print konzentrieren. Hm?!? Geht auch nicht.
> Print wird ja nach Vorhersage eines anderen schlauen Kopfes in 20 Jahren
> tod sein. Was bleibt dann noch? Hinlegen und sterben...
>
> So muss sich ein Schreiber gefühlt haben als der Buchdruck kam, einer vom
> Pony-Express als die Telegrafenmasten sich verbreiteten oder ein Hufschmied
> als sich die Autos immer mehr und mehr durchsetzten.
Mit dem Buchdruck, dem Telegrafenmasten und den Autos ließ sich aber ne Menge Geld verdienen. Warum dann nicht auch mit den Onlineinhalten?
Touché? ;)
Das nicht bezahlen geht solange...wie es noch gute kostenlose Angebote gibt ;-).
und dann?
Erst wenn der Nutzer das Bedürfnis spürt, redaktionelle Inhalte zu konsumieren...die nicht mehr kostenlos sind...erst dann wird man Geld damit verdienen können.
Dir Frage ist...sind redaktionelle Artikel heute überhaupt noch nötig?
Jeder sogn. Expert veröffentlicht doch heute selbst Artikel über spezifische Inhalte.
Ich mein...ich lese keine Zeitung und kein spiegel.de zeugs oder sowas und bin trotzdem informiert.
Blogs, Foren, Twitter, Newsgroups, Firmenwebseiten etc.
Aber diese sogenannten Experten müssen ihre Informationen ja auch irgendwo herbekommen. Ok, die können natürlich auch direkt an der quelle sitzen. Aber das ist ja nicht immer so...
Auch die NYT kopiert nur was richtige Reporter von Presseagenturen recherchieren. Online-Werbung funktioniert bei denen die es begriffen haben bestens. Zudem gibt es genug Technologiepartnerschaften die ebenfalls Geld bringen und Kosten drücken.
Es steckt keine Magie dahinter, mit Online Print erfolgreich zu sein. Wenn die NYT es nicht schreibt macht dies ein anderer auf Basis der öffentlichen Pressemittelungen.
Wer sich aber noch riesige Verlagshäuser leistet und mit dem Geld um sich wirft wie ein kleines Kind, der muss sich nicht wundern, wenn die Bilanzen überwiegend rot sind. Zu den neuen Medien gehört auch knallharte Effizienz.
Lars154 schrieb:
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> Es steckt keine Magie dahinter, mit Online Print erfolgreich zu sein. Wenn
> die NYT es nicht schreibt macht dies ein anderer auf Basis der öffentlichen
> Pressemittelungen.
Oh doch. Übrigens kosten auch dpa Meldungen Geld, die eben nicht die Blogger von nebenan zahlen. Geld macht man im Internet nciht mit Qualtität.
> Wer sich aber noch riesige Verlagshäuser leistet und mit dem Geld um sich
> wirft wie ein kleines Kind, der muss sich nicht wundern, wenn die Bilanzen
> überwiegend rot sind. Zu den neuen Medien gehört auch knallharte Effizienz.
Es gibt ein Verlagshaussterben/-zusammenlegen in Deutschland. Genau dieses führt zu immer mehr Kauf der DPA Meldungen ohen eigene Reporter. Und dazu, dass über lokale Ereignisse weniger berichtet wird. Die erfolgreichsten Ausgaben die die NYT hatte waren aufwendige Eigenproduktionen - nicht effizienz gekauftes Zusatzmaterial. Ebenso ist es bei deutschen Zeitschriften wie dem Spiegel. National Geographics setzt sich davon ab als Printprodukt gut geschriebene Artikel mit guten Photos zu haben (keine Nachrichten, aber Reiseberichte gibts ja auch viele im Netz).
Wirkliche Konkurenten für klassiche Verleger und der Zwang News kostenlos einzustellen sind eher Fremdanbieter wie t-online, die ebens dpa ddp usw. Meldungen kaufen und bringen, aber keinen Gewinn damit machen müssen, da sie die Portale als Eigenwerbung nutzen.
Die Tatsache, mit weniger Journalisten zu arbeiten, bringt die Nachrichtenqualität sehr runter. Wenn du z.b. hier einen Artikel fidest, bei dem ein Produkt nicht nur nach Herstellerangabe vorgestellt, sondern auch gestestet wurde ist das eine Riesenausnahme. Das passiert bei heise auch. Zudem verwendne immer mehr IT "Azubis?" in IT lastigen Portalen Begriffe falsch. Machen mehr Rechtschreibfehler beim Abschreiben.
Das ist die schöne neue Welt, wo die schlechtesten Abschreiber mit geringsten Kosten Geld aus Werbung machen.
offler schrieb:
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> Oh doch. Übrigens kosten auch dpa Meldungen Geld, die eben nicht die
> Blogger von nebenan zahlen. Geld macht man im Internet nciht mit
> Qualtität.
Pressemitteilungen sind frei und Meldungen von Presseagenturen im Verhältnis zu eigenen Reportern spott billig. Zudem beziehen diese Seiten auch Zugriff über und durch die Blogger.
Die NYT ist ein kleines unqualifiziertes Blatt. Eine weitere BILD Zeitung. Da ist ist nicht weit mit Qualität.
Man hat es einfach ignoriert, dass sich die Zeiten geändert haben. Zeitungen werden sterben, ohne Zweifel. Verlagshäuser werden dicht machen, das ist sicher. Wenn der Markt bereinigt und die fähigen Medienunternehmen sich entsprechend der Situation eingestellt haben ist auch Zeit und Geld für regionalen Journalismus da.
Es bringt nichts über veralterte sterbe Technik zu lamentieren, die Technik ist _tot_. Man muss nach vorne schauen und prüfen welche anderen Vertriebswege es gibt... und es gibt bessere Vertriebswege. Die Zeitungen hatten ihren Höhepunkt als sich Verlagshäuser riesige Türme in die Innenstadt stellen konnten und alle höheren Mitarbeiter mit den dicksten Autos umhergefahren sind. Vergangeheit.
Wer sich nicht anpasst wird aussortiert. Natürliche Evolution funktioniert halt auch in der Wirtschaft.
Weil ein Golem Redakteur hier n lächerliches IMHO hat fallen lassen?
Es ist absolut unglaublich was hier alles behauptet wird, einfach nur lächerlich. Die NYT geht ganz sicher nicht in die Insolvenz weils ein paar Sozis im Netz hat die für nix zahlen wollen.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.01.10 10:33 durch RaiseLee.
Danke, das trifft es wohl.
Sollen die nur machen. Vielelicht sterben dann die alten Panikblätter von Murdoch und Springer.
Da wird sich hoffentlich endlich mal eine Sparte selbst ausmendeln.
Ich bin froh, dass die sich selbst wegsperren.
Was heißt Journalisten. Ich sehe meißt einen Artikel in 5-10 Blättern einfach widerholt. Abgeschrieben ohne Recherche, manchmal gar mit dem selben Schreibfehler. Wer soll dafür bezahlen wollen?
hehe warte mal ab. Bezahlinhalte wird wohl nichts, oder hat sich BezahlTV rentiert?
Ich muss mich wiederholen, wieso?
Ich hab der Golem Redaktion schon einige male gesagt (und das ist ernst gemeint) das ich locker 5-10 Euro pro Monat für nen Premium Account zahlen würde damit ich diese unsägliche Werbung mal loswerd.
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