Hat sich da jetzt Golem oder das Ministerium geirrt? Es mag ohne Zweifel Internet- und/oder Gamesüchtige geben.
ABER ein Computer ist, genauso wie ein Spiel, keine verdammte Droge!!!
Mir geht diese Wortverwurschtelung voll auf den Sack! Wenn in der Politik oder in der Bevölkerung von Drogen gesprochen wird ist es meist immer das "Böse" abe jar nie der Alkohol oder andere akzeptierte, aber mitunter auch gefährliche, Stoffe.
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empfehlenswerte Literatur
Gefangen im Netz?: Onlinesucht: Chats, Onlinespiele, Cybersex
Gabriele Farke (Autor)
hab ich gestern und heute durchgelesen, sehr informativ
ein Kumpel von mir ist kurz vor Weihnachten an den Folgen seiner Onlinespielsucht (in Verbindung mit Nikotinsucht, Bewegungsmangel, schlechter Ernährung) gestorben.
GAME OVER.
der Spielort: World of Warcraft
die Droge: Achievements und Epics
der Dealer: Blizzard
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IT.Gnom schrieb:
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> empfehlenswerte Literatur
> Gefangen im Netz?: Onlinesucht: Chats, Onlinespiele, Cybersex
> Gabriele Farke (Autor)
Link wäre töfte.
> ein Kumpel von mir ist kurz vor Weihnachten an den Folgen seiner
> Onlinespielsucht (in Verbindung mit Nikotinsucht, Bewegungsmangel,
> schlechter Ernährung) gestorben.
>
> GAME OVER.
Tja das ist traurig. In mehrerlei Hinsicht... Ich kenne bzw. kannte Leute die sich auf Grund der Repressionspolitik unfreiwillig selber das Leben nahmen. Undzwar mit richtigen Drogen. Unfreiwillig, weil die Prävention (bzw. das was wir dafür halten) auf voller Länge versagt hat. Falsche Informationen und kein Weg sich Klarheit zu verschaffen führte dann schließlich zum Tod durch die Verwendung hochgiftiger Stoffe die in vielen Quellen als "is nicht so schlimm" beschrieben werden. Das tolle ist, es ist legal erhältlich...
> der Spielort: World of Warcraft
> die Droge: Achievements und Epics
> der Dealer: Blizzard
Das ist sachlich gleich mehrfach falsch (die ersten beiden Punkte) sowie polemisch (alle drei Punkte) aber naja... Ich habe gerade heraus gefunden, dass es Golems Schuld ist. Das ist nämlich der Drogen- und Suchtbericht. Da war wohl jemand zu faul :)
1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.05.12 18:41 durch 2called-chaos.
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Seit 5 Jahren sind wir (Elterninitiative rollenspielsucht.de und AKTIV GEGEN MEDIENSUCHT e.V.) im Bereich der Selbsthilfe aktiv. So ist u.a. auch ein Merkblatt "Erste Schritte bei Mediensucht" entstanden, da meist die Verzweiflung und Ohnmacht der betroffenen Familien groß ist.
Stellen, die helfen können, findet man im Netzwerk für Ratsuchende ( www.netzwerk-fuer-ratsuchende.de ). Dort gibt es schon über 370 Eigeneinträge, davon ca. 180 Suchtberatungsstellen. Weiter: Kliniken, Ärzte, Therapeuten, Netzwerke, Präventionsstellen, Ambulanzen, Offline-Alternativen, etc. und Info- und Austauschforen. Am meisten lernen kann man von ca. 200 Aussteigerberichten in denen eindrücklich zu lesen ist, wie sehr die Sucht das Leben verändert. Bei vielen Menschen, besonders bei Verantwortungsträgern, fehlt einfach die Vorstellungskraft, wie verheerend die Auswirkungen für alle Beteiligten sind.
Christoph Hirte,
rollenspielsucht.de und AKTIV GEGEN MEDIENSUCHT e.V.
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dieses Buch und das Buch "OnlineSucht" gibts auch bei Amazon, ich hatte es von der örtlichen Bibo.
ISBN 978-3-456-84943-0 E-Book -ISBN 978-3-456-94943-7
ja den Kumpel können wir jetzt nicht mehr fragen, vielleicht sieht er die Geschichte jetzt auch anders, aber vielleicht würde er auch nur noch schnell sein Bankfach leer machen ;-)
>> der Spielort: World of Warcraft
>> die Droge: Achievements und Epics
>> der Dealer: Blizzard
> Das ist sachlich gleich mehrfach falsch (die ersten beiden Punkte) sowie polemisch
> (alle drei Punkte) aber naja... Ich habe gerade heraus gefunden, dass es Golems
> Schuld ist. Das ist nämlich der Drogen- und Suchtbericht. Da war wohl jemand zu faul :)
aber bis auf die genannte Namensnennung einer Firma (die aber nur als ein Beispiel zu sehen ist) kann man das so ähnlich in dem Buch nachlesen
Man muss von Sucht ausgehen, wenn jemand zwei Monate ausschließlich für ein EPIC-Schwert oder einen virtuellen Chopper zockt oder dafür reale 100¤ zahlt.
Das kommt für viele Offlinegamer gar nicht in Frage.
Diese Firmen haben sich schon eine Menge psychologische Tricks einfallen lassen um Spieler allmählich süchtig zu machen, um über Jahre ohne aufwendige Gegenleistung an ihnen zu verdienen.
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IT.Gnom schrieb:
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> aber bis auf die genannte Namensnennung einer Firma (die aber nur als ein
> Beispiel zu sehen ist) kann man das so ähnlich in dem Buch nachlesen
Nur weil es in einem Buch steht heißt es noch lange nicht, dass es sachlich oder gar richtig ist. Wie gesagt ich bezweifle nicht, dass es diese Arten von Süchten gibt. Mich stört vielmehr dieses Zusammenwerfen und Verdrehen der Begriffe. Das ist freilich nicht nur bei Sucht bzw. Drogen der Fall.
Oft wird mit Begriffen gearbeitet unter denen jeder etwas anderes versteht, meist durch nicht vorhandenes Wissen (ich bin dank deutscher Schulbildung auch nicht sehr allgemein gebildet).
Deine Quote:
> der Spielort: World of Warcraft
> die Droge: Achievements und Epics
> der Dealer: Blizzard
Die ersten beiden sind nicht richtig, weil...
1. ...der Spielort nicht WoW lautet. WoW ist das Spiel, nicht der Ort. Der Ort ist das reale Leben, die verdammte Realität.
2. Achievements und Epics sind einfach keine Drogen. Wenn du es so analogieren möchtest ist das natürlich dein gutes Recht, aber dadurch erhält es imho den polemischen Touch und verlässt die sachliche Ebene.
Und der 3. Punkt ist aus meiner Sicht deshalb polemisch weil die Analogie zum Dealer hinkt (in den wenigsten Fällen sind die Dealer auch die Produzenten). Nach deiner offenbar vorherrschenden Denkweise wäre ich ein Dealer da ich Computerspiele verkaufe bzw. die Infrastruktur dafür schaffe.
Zudem sehe ich Spiele (dabei beziehe ich mich nicht nur allein auf Computerspiele) nicht generell als Suchtstoffe. Ich würde sonst ein paar Dinge in der Statistik vermissen. Ich kenne mindestens eine Hand voll Leute die nach Fußball süchtig sind (Zustände die "Fan sein" bei weitem übertreffen). Schau dir mal die Definition von Sucht an. Dann wirst du mir wohl recht geben müssen, dass die Statistik doch erhebliche Mängel aufweist.
> Man muss von Sucht ausgehen, wenn jemand zwei Monate ausschließlich für ein
> EPIC-Schwert oder einen virtuellen Chopper zockt oder dafür reale 100¤
> zahlt.
Wie bereits erwähnt fallen mir da noch ganz andere Süchte ein. Ich möchte nichts relativieren aber die Diskussion wird, wie so oft, mal wieder ein bisschen einseitig und vor allem unsachlich geführt (von beiden Seiten). Das hilft keinem vor allem nicht der Sache.
> Das kommt für viele Offlinegamer gar nicht in Frage.
Richtig, dafür tun diverse Offliner andere Dinge wo sich selbst die WoW-Freaks nur ein "wtf?" denken können. Und dort sind auch finanzielle Aspekte involviert.
> Diese Firmen haben sich schon eine Menge psychologische Tricks einfallen
> lassen um Spieler allmählich süchtig zu machen, um über Jahre ohne
> aufwendige Gegenleistung an ihnen zu verdienen.
Der Satz wäre genauso richtig wenn du "Spieler" durch "Konsumenten" ersetzen würdest. Das ist in fast allen Bereichen der Fall. Man muss sich nur einmal 10 Minuten Werbung anschauen (egal in welcher Form oder auf welchem Medium).
Fazit: Bevor wir (wir als Gesellschaft) mit Begriffen um uns werfen die wir nicht mal definieren können (und wenn wir es können es fast jeder anders tut) sollten wir vielleicht eine Grundlage schaffen auf der man sich sachlich mit dem Problem beschäftigen kann. Wir sollten eine halbwegs gleiches Verständnis für Begriffe wie Drogen, Sucht, usw. schaffen sonst wird der Weg echt schwierig.
Und folgendes gilt für beide Seiten: Polemik hilft keinem Betroffenen (ob durch Sucht oder durch Bevormundung) eher das Gegenteil ist der Fall.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.05.12 21:12 durch 2called-chaos.
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ich meinte eigentlich
der Tatort: World of Warcraft
die Droge: Achievements und Epics
der Dealer: Blizzard
so ist' besser,
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