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Physik und Kunden verarschen

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  1. Physik und Kunden verarschen

    Autor bärpetuummobile 11.05.10 - 20:03

    Akkugröße = unbekannt; lässt sich aber in 6 h zu 80% an einer normalen Steckdose aufladen...

    mal sehen:

    gegeben:
    normale Steckdose = max. 16A
    6h = 80%

    gesucht:
    akkugröße (ah)

    lösung:
    6h x 16A = 96Ah = 80%
    96Ah : 4 X 5 = 100% = 120Ah
    ---------------------------------------

    bloß mal um zu verstehen, um wieviel es da geht:

    wenn man dem 120Ah-akku (idealer akku) bei 96V im durchschnitt 10KW entnimmt, kann man 1h und 4 min fahren...

    und da ist noch die frage, ob sich dauerhaft 100A entnehmen lassen

    wer da ein bischen mit den zahlen rumspielt, merkt schnell, dass die kundenverarsche schin im bereich einer 10er-potenz angekommen ist...

    frag mich, was schlimmer ist, die verarsche von peugeot oder die unfähigkeit der golem-praktikanten

  2. Re: Physik und Kunden verarschen

    Autor wer-lesen-kann 11.05.10 - 22:06

    Da steht in 6h auf 100%.

    "Ein Schnellladesystem mit 380 oder 400 Volt ermögliche es, den Akku in einer halben Stunde zu 80 Prozent zu laden."

    Gute Idee aber der Akku würde darunter leiden und nur sehr kurzlebig sein.

  3. !0kW eher viel.

    Autor emmele 11.05.10 - 22:16

    mein Passat mit 1500 kg verlangsamt ausgekuppelt auf der Waagrechtenn vonn 25m/s(90km/h) auf 22,6m/s(81,5km/h)in 8sek. Das gibt eine Verzögerung von 2,4m/s/8s=0,3m/s^2. 2 Newtonsches Gesetz: F=m*a=1500kg*0,3ms=450N. Die Leistung bei 22,6m/s beträgt dann: P=F*v=450N*22,6m/s=10kW für einen Passat!

    Ich rechne schon damit, dass bei dünnen Reifen (Passat hat 225-Reifen) und einem guten cw-Wert die Leistung von 10kW auf, zum Beispiel 7kW reduziert ist (vor allem bei Geschwindigkeit unter 80km/h). dann fährt man schon etwas länger und kommt vermutlich auf 100km (sind zwar nicht 130km aber das sind wir ja gewohnt).

    Es wird immer vom Akku gesprochen. Ich denke aber, dass es mindestens genau so wichtig ist die Fahrwiderstands-Verluste zu reduzieren und dann ist's vorbei mit breiten Reifen, Geschwindigkeiten über 100km/h und ähnlichem. Dafür gibts dann aereodynamische Details, und lautloses Fahren (vermutlich auch was die Luftgeräusche betrifft.)

  4. physik

    Autor wer-lesen-kann 11.05.10 - 22:44

    Also ich hab hier mal mein kleines Tafelwerk rausgesucht und nachgerechnnet, weil mir das komisch vorkommt...:)

    6h x 16A = 96Ah = 100%

    Der neue Prius hat 650V an seinem 50kw Motor:

    P=UxI 10kW(durchschnitt)=650V*I
    I= 10000W/660V= 15.384A

    Also bei 96Ah Akku einen Strom von 15.384A

    96Ah/15.384A= 6.34h (idealwert)
    -------------------------------
    Wenn der Motor 45Kw die ganze Zeit leisten würde:
    I= 45000W/650V= 69.23A

    96Ah/69.23A=1.38h

    Bei Vollgas 1.38h rumfahren ist doch super:)

    Kann mit mal einer sagen ob das stimmt? DANKE

  5. Re: physik

    Autor emmele 11.05.10 - 23:28

    Es reicht nicht zu wissen, wieviel Ah ein Akku hat, man braucht die kWh die gespeichert sind um eine konkrete Aussage zu treffen. wenn man mit 16A 6h lang an 220V ladet, dann kommt man (mit fiktive Wirkungsgrad 100%) auf gespeicherte 21kWh (was mir ziemlich viel erscheint, schätze eher 15kWh).

    Wenn du jetzt 10kW Antriebsleistung brauchst, dann liefert der Akku für 15kWh/10kW=1,5h Energie.

    Die Elektronik ermöglicht eine Ladung mit 220V und bei Fahrt eine Motorversorgungsspannung von z.B. 660V. Die hohen Spannungen braucht man für kleinere Ströme:

    10000W/660V=15A bei wären es 10000W/220V= 45A

  6. Fiktive Leistungen

    Autor emmele 12.05.10 - 00:07

    und die 45kWh brauchst du eh nur zum Beschleunigen, wie weiter oben beschrieben, brauchst du für konstante Geschwindigkeit eine wesentlich kleinere Leistung.

    die Leistungsangaben mit Benzinmotoren sind so nicht vergleichbar, man hat ein maximales Drehmoment bei einer wesentlich kleineren Drehzahl als die maximale Leistung und man schaltet meist sowieso bei dieser Drehzahl oder etwas darüber.

    Bsp Passat 130Ps: P=M*w=285Nm*2100 1/min*2*pi min/(60s) =63kW
    Motorleistung die ich nur dann brauche, wenn ich maximale bei 2100/min beschleunige (man hat dann noch etliche Verluste bis zu den Rädern ,die bei Elektroautos kleiner sein sollten).


    die 96kW maximal hat der bei Passatbei 4000/min und die würde ich nie fahren, schon aus ökologischen Gründen nicht.

  7. Re: Fiktive Leistungen

    Autor DerRofl 12.05.10 - 07:43

    Ich denke auch das die meisten dieser plumpen Rechnungen einfach nicht viel mit der Realität zu tun haben. Man fährt ja in der Regel nicht mit dem steifen Knie im Digitalmodus, entweder Vollgas oder Vollbremsung. Also bräuchte man schon wesentlich detailliertere Daten: Wie viel wird anteilig wie stark beschleunigt? Was zieht dabei der Elektromotor? Wie viel rollt das Auto quasi nur, so das nur Rollwiederstände/Verluste ausgeglichen werden müssen? Wie viel verzögert das Auto, und wie viel dieser Bremsenergie kann man wieder in den Akku laden? ...

  8. Re: Fiktive Leistungen

    Autor wer-lesen-kann 12.05.10 - 11:18

    Ich wollte damit nur die erste Rechnung und den Kommentar "Physik und Kunden verarschen" wiederlegen.

    Ich studiere Mechatronik und bin mir bewusst das die Gesamtrechnung mehrere Seiten gehen wuerde. Da gibt es hunderte mechanische Berechnungen (Rollreibung...Reibung in den Lagern...Reibung der Luft..) und hunderte elektrische (Temperatur des Akkus...Wiederstaende im Kabel...).

    Ist aber ein sehr interessantes Gebiet und ich denke ich werde dort einsteigen weil alternative Antriebstechniken die Zukunft sind (auch wenn wir E-Autos schon vor hundert Jahren hatten:)

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