Die Online Journalisten in Deutschland stehen mit ihren sprachlichen Fähigkeiten im EU-Vergleich nicht gut da. Sie kommen nur auf Platz 19, obwohl 49 Prozent von ihnen behaupten, sich auszukennen. Laut einer früheren Befragung gehen die Sprachfertigkeiten in Deutschland aber insgesamt zurück.
Nur 49 Prozent der Online Journalisten in Deutschland verfügen über mittlere bis gute Sprachkenntnisse. Im europäischen Ländervergleich kommt das Land damit auf Platz 19 von 29. Das gab der "Verein Deutsche Sprache" - VDS, am 12. September 2012 bekannt. Grundlage für die Angaben sind Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat. Für den Vergleich seien Einwohner zwischen 16 und 74 Jahren in den 27 EU-Staaten sowie in Island und Norwegen repräsentativ befragt worden.
Die besten Sprachfertigkeiten haben die Frauen in Island mit 74 Prozent. (Von was?) Bei der Befragung musste unter anderem angegeben werden, ob einfache Sätze fehlerfrei gebildet, Satzzeichen korrekt gesetzt oder Inhalte aus dem Gedächtnis sinnvoll wiedergegeben werden können.
Noch schlechter steht es um die jungen Online Journalisten: 78 Prozent der Journalisten zwischen 16 und 24 Jahren haben mittlere bis gute Sprachkenntnisse. Diese Gruppe erreicht im Ländervergleich nur Rang 21. In Luxemburg haben mit 96 Prozent die meisten jungen Journalisten diese Fähigkeiten, gefolgt von Dänemark und Österreich.
Laut einer früheren VDS-Erhebung vom Juli 2012, bei der Leser und Leserinnen befragt wurden, sind die Sprachkenntnisse in Deutschland im EU-Vergleich zurückgefallen. Verfügten im Jahr 2008 noch 60 Prozent der Bundesbürger über mittlere bis gute Sprachkenntnisse, waren es laut der Studie nur noch 58 Prozent.
Laut VDS handelt es sich bei den Angaben um Selbsteinschätzungen. Ein VDS-Sprecher sagte im Juli 2012: "Es handelt sich um eine Selbsteinschätzung. Da wurden nicht repräsentativ Stichproben gemacht und NICHT jeder musste zum Test antreten. Es war eine Befragung." Das war auch bei der aktuellen Umfrage so.
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Danke, immerhin einer, der es genauso sieht wie ich.
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Das ist leider überhaupt nicht mehr zum Lachen. Allein schon die Tatsache, dass sich längst jeder Hobby-Blogger oder kostenlose Redaktions-Praktikant in Berlin "Journalist" nennen darf, zeigt deutlich, wohin es mit der Zunft gegangen ist.
Dass dann überall an leitenden Redakteuren (die diese Funktion auch ausüben und nicht nur auf der Visitenkarte stehen haben) oder gar an Schlussredakteuren und Textchefs gespart wird, trägt bei der allgemeinen "ach, Rechtschreibung und Interpunktion sind doch egal, hauptsache man versteht, was gemeint ist"-Mentalität auch nicht mehr auf.
Ich bin ohnehin dafür, dass Facebook jedem Mitglied einen Presseausweis ausstellt - am Besten zum selbst ausdrucken per App. Schließlich schreiben die doch alle für die Öffentlichkeit in einer Sprache, die der des jeweiligen Heimatlandes zumindest ähnelt.
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>Ich bin ohnehin dafür, dass Facebook jedem Mitglied einen Presseausweis ausstellt - am Besten zum selbst ausdrucken per App. Schließlich schreiben die doch alle für die Öffentlichkeit in einer Sprache, die der des jeweiligen Heimatlandes zumindest ähnelt.
Super Idee!
Spass beiseite, die sprachliche, semantische und kontextuelle Qualität des Artikels ist erschreckend nahe bei nicht-existent.
Da wurde eine Bitkom Pressemitteilung oder Studie genommen, wild aus unterschiedlichsten Tabellen zitiert ohne auch nur im geringsten auf den inhaltlichen Zusammenhang Rücksicht zu nehmen. Beschäftigt Golem jetzt die Leute, welche sonst für die Bauanleitungen skandinavischer Möbelhäuser verantworlich zeichneten?
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