Wie kann man ein Unternehmen für das doppelte kaufen, das es (angeblich jetzt im Nachhinein) wert war? Noch dazu bei Milliarden(!)-Summen? Ist geistige Umnachtung ein Einstellungskriterium für Manager?
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traue keiner bilanz, die du nicht selbst gefälscht hast =)
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blizzy schrieb:
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> ? Noch dazu bei Milliarden(!)-Summen? Ist
> geistige Umnachtung ein Einstellungskriterium für Manager?
Ganz offensichtlich. Vor jedem Kauf findet normalerweise eine Buchprüfung statt. Wenn man die nicht sorgfältig macht (und davon sollte man eigentlich ausgehen, wenn es um Milliardengeschäfte geht) wäre so eine Fälschung sicher aufgefallen.
Warscheinlich wird aber nur behauptet es werde Geprüft, um die Aktionäre zu beruhigen, während das eigentliche Geschäft bei nem Whisky und ner Kubanischen abgewickelt wird...
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Ist zwar jetzt alles ohne Beweis aber:
Der werte Herr Leo Apotheker (der Mann auf dem Bild), der auch für einige andere drastische Fehlentscheidungen bei HP verantwortlich war, hat all dies mit Absicht getan.
Er war der einzige der aus der Sache mit Millionenabfertigung rausgekommen ist; alle andere haben verloren. Leo Apotheker wars egal ob HP Aktienwert plötzlich am Boden lag; Hauptsache er hatte seine Millionen. Da wird einiges an Schmiergeld geflossen sein.
Genauso wie er wusste, dass das Absetzen von WebOS ein Fehler ist, genauso hat er gewusst, dass Autonomy nicht das Geld wert war. Wer weiß, vielleicht kommt nächstes Jahr heraus, dass sein Sohn zufällig gerade Aktien von Autonomy hatte die bei der Übernahme schnell mal viel wert wurden... wer weiß wer weiß.
Aber fang mal so nen schleimigen Fisch wie Apotheker.... Der weiß immer wem vorzuschieben und sich der Verantwortung zu entziehen.
Ist zwar nur meine Spekulation ohne Beweis, aber ich glaube daran.
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Und wenn bei einem normalen Mitarbeiter die Bohrmaschine durchbrennt weil er gearbeitet hat wie ein wilder um noch rechtzeitig fertig zu werden, dann muss er doch noch mit sanktionen rechnen weil die scheiss Bohrmaschine kaputt ging...
So oder so ähnlich sieht's doch aus?
Ich finds einfach unglaublich. Die sollten eigentlich unsere Vorbilder sein...
So ein fehler kann doch nicht bei den Profis passieren! Ich glaub schon auch daran, dass hier etwas absichtlich schief gelaufen ist damit sich jemand anderes eine goldige Nase verdient.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 20.11.12 17:29 durch Caracal.
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Quatsch,
hätte man vor Kauf geprüft - wäre der Deal geplatzt.
Prüft man jetzt kann man Geld zurück bekommen und den Laden behalten :-)
Vor allem ist ja jetzt keiner mehr bei HP Schuld - der Apotheker ist ja schon weg
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Doppelte? Bei 10Mrd. Kaufpreis 8 mrd abschreiben ist mehr als das doppelte.
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expat schrieb:
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> Doppelte? Bei 10Mrd. Kaufpreis 8 mrd abschreiben ist mehr als das doppelte.
Artikel richtig lesen....
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Caracal schrieb:
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> Ich finds einfach unglaublich. Die sollten eigentlich unsere Vorbilder
> sein...
Ich will diese Leute ja nicht verteidigen, aber ich wunder mich immer wieder, woher der Irrglaube stammt das ein Manager ein Vorbild sein müsse. Er KANN es sicherlich sein, wobei das schon schwierig ist, da jeder einen anderen Maßstab anlegt...
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SoniX schrieb:
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> Ist zwar jetzt alles ohne Beweis aber:
> Der werte Herr Leo Apotheker (der Mann auf dem Bild), der auch für einige
> andere drastische Fehlentscheidungen bei HP verantwortlich war, hat all
> dies mit Absicht getan.
fehlentscheidungen? immens unpopuläre entscheidungen gebe ich dir, alles andere ist reien spekulation. langfristig gesehen, hätte (!) apothekers weg wohl mehr erfolg gehabt (siehe ibm)
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Zuerst kaufen die palm und verbocken es, dann autonomy... Was kommt als nächstes? Ein start-up für 15 mrd?
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SoniX schrieb:
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> Ist zwar jetzt alles ohne Beweis aber:
> Der werte Herr Leo Apotheker (der Mann auf dem Bild), der auch für einige
> andere drastische Fehlentscheidungen bei HP verantwortlich war, hat all
> dies mit Absicht getan.
>
> Er war der einzige der aus der Sache mit Millionenabfertigung rausgekommen
> ist; alle andere haben verloren. Leo Apotheker wars egal ob HP Aktienwert
> plötzlich am Boden lag; Hauptsache er hatte seine Millionen. Da wird
> einiges an Schmiergeld geflossen sein.
1.) Leo Apotheker, kann auch als CEO von HP keine Entscheidung ohne Billigung durch den Aufsichtsrat treffen.
Sprich die ganze Führungsreihe hat Mist gebaut. Das kann man kaum dem zum Zeitpunkt aktiven Chef anlasten. Da er aber eh schon geteert und gefedert wurde, ist es natürlich einfach ihm auch nun noch dieses Debakel hinter her zu werfen.
2.) Eine Übernahme wird durch die Beautragung von spezialisierten Finanzunternehmen geprüft, die sich die Bücher über Monate ansehen.
Dazu werden sicher noch einige aus der HP Konzern-Finanzabteilung mitgewirkt haben.
Auch hier haben wohl sowohl das mit der Prüfung beauftrage Unternehmen und die vermutlich ebenfalls involvierten Personen aus dem HP Konzern gepennt.
Man kann es auch anders sehen: Die Leute bei Autonomy haben es verstanden die "Fachexperten" zu verarschen.
> Ist zwar nur meine Spekulation ohne Beweis, aber ich glaube daran.
Du überschätzt die Macht eines Chefs in einem Großkonzern. In einem kleinen Familienunternehmen kann der Chef deutlich mehr entscheiden. Bei einem Großkonzern kann man die grobe Richtung vorgeben, der Rest wird einem links und rechts von Heuschrecken (Anteilseignern = großen Banken und anderen Risikokapitalgebern) und dem Aufsichtsrat zugeflüstert.
Das ist quasi wie bei der Bundesregierung, die auch nur von der Industrie/den Banken und deren Lobbyvertretern gesteuert wird. Dies passiert nur bedingt auf der obersten Ebene. Viel interessanter ist der Bereich der bei den Bundestagswahlen nicht ausgetauscht wird. Das sind nämlich die Gremien mit den Experten, die die Gesetze und anderen Dinge vorbereiten, die dann nur noch durch die gewählten sogenannten "Volksvertreter" abgenickt oder nachgeplappert werden. Es gibt sicher Ausnahmen, aber der Eindruck, dass die Masse der Politiker hier eher wenig Rückrad zeigt hat sich zumindest meiner Meinung nach in den letzten Jahren verstärkt.
Noch einen schönen Abend.
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zZz schrieb:
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> langfristig gesehen, hätte (!) apothekers weg
> wohl mehr erfolg gehabt (siehe ibm)
In der Presse, in der Branche und in der Belegschaft selbst war der Autonomy-Deal als maßlose Investition verurteilt worden. Es kam zum seitens HP umgehend zum größten Kurseinbruch der Unternehmensgeschichte. Und das Verballern von _MINDESTENS_ 5.000.000.000 US-Dollar betrachtest du noch noch immer als erfolgsversprechend, weil ThinkPads nun 'nen Lenovo-Aufkleber tragen?
Geh' mal wieder die letzten Tage FTD lesen,...
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das der leo durch seine (vom hp-aufsichtsrat gebilligten! der war nicht alleiniger hohlkopf im hp-allerheiligsten) entscheidungen bei mir das vertrauen in hp krass vermindert hat.
das er hp mit einem "erfolgs"bonus in millionenhöhe verlassen hat widerspricht wirklich jeder wirtschaftlichen vernuft.
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zZz schrieb:
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> fehlentscheidungen? immens unpopuläre entscheidungen gebe ich dir, alles
> andere ist reien spekulation. langfristig gesehen, hätte (!) apothekers weg
> wohl mehr erfolg gehabt (siehe ibm)
Ich weiß nicht ob Apothekers Plan je aufgegangen wäre selbst wenn man den Weg weiter verfolgt hätte. Man sieht ja wie es heute ist: Ein riesen Loch in der Tasche und die Erkenntnis über das Fehlverhalten.
Reicht ja schon wenn eine Entscheidung unpopulär ist um es zu einer Fehlentscheidung werden zu lassen.
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