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D3 hat gezeigt, dass derartige Transaktionen nicht die Zukunft sind

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  1. D3 hat gezeigt, dass derartige Transaktionen nicht die Zukunft sind

    Autor Mingfu 02.08.12 - 13:57

    Wenn man sich Diablo III ansieht, dann spricht das Ergebnis eher gegen das Konzept derartiger Transaktionsmöglichkeiten. Denn wenn man mit viel Aufwand (bzw. mit Kosten einer entsprechenden Lizenz) eine derartige Echtgeldtransaktionsmöglichkeit ins Spiel integriert, dann muss die natürlich auch Gewinn abwerfen. Da in der Regel wohl nur eine Umsatzbeteiligung bei den Transaktionen existiert, ist der Entwickler also bestrebt, möglichst viele Transaktionen abzuwickeln.

    Das führt zu Problemen und einem Zielkonflikt: Man kann das Spiel nicht mehr vollkommen frei gestalten, sondern muss nun um die Transaktionsmöglichkeit herum entwickeln - auf Transaktionen zu verzichten, muss für den Spieler unattraktiv sein. Das eigentliche Spiel muss man also gezielt stören, um den Spieler zu Transaktionen zu bewegen. Man entwickelt also ein im Kern schlechteres und weniger motivierendes Spiel. In Wirtschaftssimulationen mag es ja vielleicht sogar noch sinnvoll integrierbar sein, den Spieler "an die Börse" zu bringen - in vielen anderen Spielen ist ein derartiger Zwang zur Benutzung von Transaktionen aber weniger schlüssig und mindestens einem Teil der Spielerschaft nicht vermittelbar.

    Derartige Modelle führen also zu einer völlig falschen Spielinhaltsfokussierung. Dass alles dem schnöden Geld untergeordnet wird, reicht vielen Leuten schon im täglichen Leben mehr als aus - ein Spiel zu kaufen, um letztlich auch darin mit dem gleichen Mist belästigt zu werden, ergibt da überhaupt keinen Sinn. Spielentwicklung in dieser Richtung wird sich deshalb als Sackgasse erweisen, weil letztlich die Möglichkeiten eines Spiels zu weit eingeschränkt werden und eine Verzerrung des inhaltlichen Schwerpunktes stattfindet.

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  2. Re: D3 hat gezeigt, dass derartige Transaktionen nicht die Zukunft sind

    Autor orca- 02.08.12 - 14:45

    D3 hat leider nur gezeigt dass Leute besonders butthurt sind, wenn etwas neues in ein Spiel eingebracht wird... Schon bei der Bekanntgabe der Möglichkeit, dass ein RMAH integriert werden könnte, wurde angefangen zu flamen. Und so gings dann auch weiter...

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  3. Re: D3 hat gezeigt, dass derartige Transaktionen nicht die Zukunft sind

    Autor Maxiklin 02.08.12 - 16:16

    orca- schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > D3 hat leider nur gezeigt dass Leute besonders butthurt sind, wenn etwas
    > neues in ein Spiel eingebracht wird... Schon bei der Bekanntgabe der
    > Möglichkeit, dass ein RMAH integriert werden könnte, wurde angefangen zu
    > flamen. Und so gings dann auch weiter...

    Und das vollkommen zurecht :) Spiele, in denen man mit Euro virtuelle Gegenstände kaufen oder verkaufen kann sind schlicht am Ende, Diablo machts derzeit ja vor, die Spielerzahlen gehen ins bodenlose, macht auch keinen Spaß mehr, schon weil sich eh ales wiederholt.
    Offenbar ist diese Entwicklung eine Hommage an alle Chinafarmer dieser Welt, weil die brauchen nun nicht mehr den Umweg über Schmuddelseiten zu gehen, und dann die Kohle gestückelt von diversen Chars zu verschicken, sondern bieten direkt erfarmten Kram für teure Euros an, spart massig Geld und Zeit.

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  4. Re: D3 hat gezeigt, dass derartige Transaktionen nicht die Zukunft sind

    Autor orca- 02.08.12 - 16:37

    Ich denke eher dass die Spielerzahlen so fallen liegt daran, dass das Spieleprinzip einfach nichtmehr so geil ist wie vor 12 Jahren :) Jetzt will jeder nur Achievements, und das so einfach wie möglich Ein bisschen Herausforderung ist da schon der Tod eines eigentlich guten Spieles.

    http://www.nerfnow.com/comic/image/677

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  5. Re: D3 hat gezeigt, dass derartige Transaktionen nicht die Zukunft sind

    Autor Drizzt 02.08.12 - 16:50

    Das Spielprinzip ist immernoch so geil wie vor 12 Jahren, zocke immernoch regelmäßig mit Freunden D2:LoD im LAN.

    Das Problem bei Diablo 3 ist das Dropsystem, das ja quasi auf das AH ausgelegt ist... wärend man bei D2 noch immer wieder selber Items gefunden hat, die man gebrauchen konnte, und es trotzdem immernoch bessere Items gab, habe ich in sämtlichen Slots bei meinem D3 Char nur gekaufte Items, bis auf 2 Ausnahmen...

    Es macht einfach keinen Spaß, weil der große Anreiz bei Diablo2 nunmal die Items waren, und bei D3 alles auf Goldverdienen->im AH einkleiden bzw. Geld im RMAH investieren hinausläuft...

    Soll heißen: Diablo 3 fehlt einfach die Itemsammelwut des Vorgängers.

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  6. Re: D3 hat gezeigt, dass derartige Transaktionen nicht die Zukunft sind

    Autor SirFartALot 02.08.12 - 16:55

    Drizzt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Soll heißen: Diablo 3 fehlt einfach die Itemsammelwut des Vorgängers.

    Das unterschreib ich jetzt mal so. Bevor ich augfehoert hab zu spielen, hab ich bei rare Items gar keine Aufregung mehr verspuert, weil sowieso nur Crap gedroppt ist (Legendaries/Set Items hatte ich nicht mal ein einziges). Vollkommen fuer den Allerwertesten. Ich aerger mich ziemlich fuer den Schrott auch noch die CE gekauft zu haben, aber ok, selber Schuld. In dieser Branche hat mMn niemand mehr Vorschusslorbeeren verdient, egal wie die Firma heisst.

    LSR: Bitte verlange von mir kein Geld, falls ich Teile deines Beitrags verwendet habe.

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  7. Re: D3 hat gezeigt, dass derartige Transaktionen nicht die Zukunft sind

    Autor Funky303 02.08.12 - 18:39

    Ich habe es via dem WoW Annual pass bekommen und auch bis Akt 3 Inferno gespielt und dann die Lust verloren. Obwohl ich noch ab und an Dia2 spiele.

    Leider muss ich mich der vorherigen Meinung anschließen, dass das Spiel quasi NUR noch über das AH spielbar war. Ich habe knapp 150h gespielt und nur durch 2 Goldspenden durch einen Freund überhaupt Akt 1 und Akt 2 geschafft. An Drops hatte ich nur 2 Ringe, die mir wieder was eingebracht haben. Mittlerweile gibt es quasi keinen Markt mehr für Mid-Range - Items, nur noch die 1150+ DPS - Waffen sind verkaufbar, oder die Items mit dick Crit und IAS.

    Das Balancing ist komplett fürn Arsch, da es nur 1-2 Builds pro Klasse gibt, sind 99% der Drops wertlos, da sie die Stats für die Items nicht haben.

    Und natürlich die super klassenspezifischen Drops mit Bullshit - Stats..

    Daher habe ich das Spiel dann irgendwann aufgegeben, da ich dank Repkosten pro Stunde realverlust gemacht habe.

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  8. Re: D3 hat gezeigt, dass derartige Transaktionen nicht die Zukunft sind

    Autor orca- 02.08.12 - 19:14

    http://www.nerfnow.com/comic/image/535

    :>

    Ich meinte mit meiner Aussage auch eher den Bezug auf die Jugend von heute, die halt lieber alles in den Allerwertesten geschoben bekommen will, anstatt dafür irgendwas zu tun. Hatte bei meinem Monk 5 Items selbst gefunden, 1 vonnem Kumpel. Rest AH durch Item sells für andere Klassen. Bei meinen anderen Charakteren ist fast alles(bis auf 1-2 Items max) ausn AH. Gestört hat mich es nicht.
    Ähnlich sah es bei meinen D2 Chars aber auch aus, meiste kam durch Trades da ich immer ITems für die falsche Klasse gefunden hab...(Sofern das damals überhaupt möglich war, da +Skilllvl ja eh > all bei jeder Klasse galt.)

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  9. Re: D3 hat gezeigt, dass derartige Transaktionen nicht die Zukunft sind

    Autor KleinerWolf 03.08.12 - 09:29

    Genau auf den Punkt gebracht.
    Ich hatte mir D3 gekauft und wollte das RMAH nicht nutzen ( was ich auch nicht gemacht habe ). Aber man hat gemerkt, das Blizzard alles daran getan hat, das man in das AH und nachher das RMAH getrieben wurde.
    Auch die Fixes und Patches hatten nur das eine im Sinn.

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