Hier haben mal wieder die wenigsten Ahnung. Leider.
Für uns, für uns, sind diese Bedingungen schlecht. Für die Menschen dort allerdings nicht. Denn ihr müsst es immer in der Relation sehen: Die Alternative heißt nicht, entweder bequemes, westliches Leben oder Arbeiter bei Foxconn zu sein.
Die Alternative heißt: Entweder Arbeiter bei Foxconn zu sein und monatlich 240 Euro zu verdienen, oder weiterhin armer Landbauer, um im Jahr 240 Euro verdienen. Oder, wie im Artikel erwähnt, woanders für noch schlechtere Bedingungen zu arbeiten.
Diese Bedingungen wären für uns eine Verschlechterung. Für die meisten Menschen in China sind sie eine gigantische Verbesserung.
und deswegen gehen wir auch in den irak und afgahnistan, bomben alles kaputt und weg...und machen das, damit es den leuten besser geht.
klar.
und da gucken wir wie die leute aus verzweiflung sich selbst um bringen, und fragen uns...warum wir nun immernoch keine dankeskarte zu weihnachten kriegen.
alles penner außer uns!
Und sollen wir uns nun zurücklehnen und sagen „Schlimm, schlimm, aber die Dame hat ja noch Glück gehabt“? Doch wohl nicht!
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.
In diesem Falle wäre ich lieber Landbauer, der sich selbst versorgen kann. Also würden die 240 Euro im Jahr in diesem Erdteil für mich zumindest reichen. Und ich wäre frei.
Im Gegensatz zu den meisten westlichen Toy-Boys kenne ich mich in der Natur aus und weiß, was man essen kann und was nicht. Ich habe mir erst wieder Fichtenspitzenhonig hergestellt (mit Löwenzahnblüten abgemildert), schmeckt wunderbar, ist gesund und gratis. Ich bin aber kein Typ, der im Selbstgestrickten rumläuft, sondern kann auch eine ordentliche Pizza nicht stehen lassen ^^
Es schadet nicht, mit beiden Beinen im Leben (und auf den Boden) zu stehen, einen klaren Geist zu haben und sich in der Natur auszukennen. Dann hätte man auch als Landbauer in China kein Problem.
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Lesen gefährdet die Dummheit シ
@witzp0ld
Was regst du dich künstlich auf?
In den Irak ist man einmarschiert, da man davon ausging, dass dieser Atomwaffen hat bzw. diese im Bau sind.
Ein sehr großer Unterschied.
Replay schrieb:
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> In diesem Falle wäre ich lieber Landbauer, der sich selbst versorgen kann.
> Also würden die 240 Euro im Jahr in diesem Erdteil für mich zumindest
> reichen. Und ich wäre frei.
>
> Im Gegensatz zu den meisten westlichen Toy-Boys kenne ich mich in der Natur
> aus und weiß, was man essen kann und was nicht. Ich habe mir erst wieder
> Fichtenspitzenhonig hergestellt (mit Löwenzahnblüten abgemildert), schmeckt
> wunderbar, ist gesund und gratis. Ich bin aber kein Typ, der im
> Selbstgestrickten rumläuft, sondern kann auch eine ordentliche Pizza nicht
> stehen lassen ^^
>
> Es schadet nicht, mit beiden Beinen im Leben (und auf den Boden) zu stehen,
> einen klaren Geist zu haben und sich in der Natur auszukennen. Dann hätte
> man auch als Landbauer in China kein Problem.
Wuhaha, die trifft wahrscheinlich ähnliche Probleme wie dritte Weltbauern. Konkurrenzdruck und Abzocke durch Firmen wie Monsanto.
> In den Irak ist man einmarschiert, da man davon ausging, dass dieser
> Atomwaffen hat bzw. diese im Bau sind.
> Ein sehr großer Unterschied.
wie naiv kann man sein?
Befrage mal die Suchmaschine Deines Vertrauens nach "Powell WMD"...
@ Wahrheits-Sucher: Keine Relation. Stimmt. Was folgerst du nun daraus?
Es liegt in der Entscheidung des Bauern, ob er Monsanto-Terminatorsaatgut (keimt nur einmal, läßt sich nicht vermehren/züchten, man muß neues Saatgut kaufen) verwendet oder nicht. Ich würde es nicht tun. Und wenn ich meine Erzeugnisse nicht mehr verkaufen könnte, reicht die Produktion für den Eigenbedarf dicke.
Die westliche Welt denkt immer materiell (was solche Bedingungen wie bei Foxconn erst ermöglicht). Was braucht man zum Leben? Ein Dach überm Kopf, eine warme Bude im Winter und ordentliche Lebensmittel, sowie soziale Kontakte (und nein, nicht über Fratzenbuch).
Ich behaupte nicht, daß ich in Askese lebe, aber man sollte den Blick fürs Wesentliche aber nicht aus den Augen verlieren. Ich war beruflich überall auf der Welt, aber in Tibet habe ich mehr fürs Leben gelernt als in der ganzen Zeit vorher (und nachher). Hat man mal solche Kulturen in der Realität erlebt, sieht man viele Dinge anders. Es bereichert das Leben (nicht auf materielle Dinge bezogen) enorm.
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>Diese Bedingungen wären für uns eine Verschlechterung. Für die >meisten Menschen in China sind sie eine gigantische Verbesserung.
Schau, bei uns gabs mal sowas wie gesetzlich festgelegte Arbeits- und Ruhezeiten. Das wurde gemacht, nicht weil es schöner aussieht, sondern weil länger als acht Stunden zu arbeiten gesundheitliche und wie man in diesem Artikel lesen kann, psychische Leiden hervorruft.
Es ist ziemlich egal obs rundherum noch schlechter ist als bei Foxconn. Die Bedingungen sind unmenschlich und jeder der dort produziert oder Wahren abnimmt macht sich schuldig.
Klar, so ein chinesischer Landbauer ist ja auch ganz toll dran. Versiffte Umwelt, fiese Beamte und dann droht auch immer die Umsiedelung, falls eine neue Fabrik, ein neuer Staudamm oder sonstwas dahinsoll.
Die Flucht der Landbevölkerung in die Städte gibt es nicht von ungefähr. Meinst du, die würden nicht einfach zurückgehen, wenn sie merken würden, dass es ihnen dort schlechter geht?
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.
Deine naive Weltsicht möchte ich haben. Klar, dass Korn oder was immer man anbaut, mag für den Eigenbedarf reichen und dann? Feuerholz? Geschirr/Besteck? Baumaterial für die eigene Hütte? Kleidung? Wo soll denn der ganze Kram herkommen?
„Ein Dach überm Kopf, eine warme Bude im Winter und ordentliche Lebensmittel“ kann ein chinesischer Landbauer wohl kaum autark erreichen. Und schon sind wir mittendrin im globalisierten Handel.
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.
GodsBoss schrieb:
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> Klar, so ein chinesischer Landbauer ist ja auch ganz toll dran. Versiffte
> Umwelt, fiese Beamte und dann droht auch immer die Umsiedelung, falls eine
> neue Fabrik, ein neuer Staudamm oder sonstwas dahinsoll.
>
> Die Flucht der Landbevölkerung in die Städte gibt es nicht von ungefähr.
> Meinst du, die würden nicht einfach zurückgehen, wenn sie merken würden,
> dass es ihnen dort schlechter geht?
Man kann fremde Kulturen (hier die chinesische Kultur) und die daraus resultierenden Entscheidungen der Leute nicht mit westlichen Maßstäben und Wertvorstellungen vergleichen. Diese Eigenschaft der „Westler“, die eigene Denke auf den Rest der Welt zu übertragen, hat schon für so manches Leid gesorgt.
Es hat also durchaus Gründe, weshalb ein chinesischer Landbauer nach dem „Abenteuer Stadtflucht“ nicht einfach zurückgeht und sagt, daß das auf der ganzen Linie - mit Verlaub - scheiße lief.
Es heißt nicht umsonst „andere Länder, andere Sitten“.
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Meine „naive Weltsicht“ fußt darauf, daß ich tatsächlich eine Weltsicht hatte, im wahrsten Sinne des Wortes. Warst Du schon mal außerhalb der sog. westlichen Welt? Warst Du schon mal in Tibet? In Patagonien? In Sibirien? In Zentralrußland? Im ländlichen Indien? In Afrika? Nein? Dann rede nicht, denn Deine Ausführungen sind alles, nur kein Platin. In diesem Falle ist es blankes Unwissen und die typische westliche Überheblichkeit, zu glauben, alles besser zu wissen. Welch fataler Irrtum.
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Und während du deine 36,2-Stunden-Wochen genießend mit den Füßen oben auf deinem Sofa liegst, erklärst du, dass diese Menschen dort ihre Behandlung schon so verdienen, wie sie sie bekommen?
Meine Güte, mein Brechreiz...
Die Alternative, du ******, wäre, dass westliche Firmen, die entsprechend Kapital haben, dort genauso anständige Bedingungen herstellen, wie sie im Westen auch nötig sind.
Wahrheits-Sucher schrieb:
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> Hier haben mal wieder die wenigsten Ahnung. Leider.
>
> Für uns, für uns, sind diese Bedingungen schlecht. Für die Menschen dort
> allerdings nicht. Denn ihr müsst es immer in der Relation sehen: Die
> Alternative heißt nicht, entweder bequemes, westliches Leben oder Arbeiter
> bei Foxconn zu sein.
>
> Die Alternative heißt: Entweder Arbeiter bei Foxconn zu sein und monatlich
> 240 Euro zu verdienen, oder weiterhin armer Landbauer, um im Jahr 240 Euro
> verdienen. Oder, wie im Artikel erwähnt, woanders für noch schlechtere
> Bedingungen zu arbeiten.
>
> Diese Bedingungen wären für uns eine Verschlechterung. Für die meisten
> Menschen in China sind sie eine gigantische Verbesserung.
Das alles legitimiert doch trotzdem nicht die Förderung durch den Westen. Meckern können hier alle und entsetzt die Hände in die Luft recken, bestellt wird dann trotzdem bei Foxconn. Einfach wiederlich. Möglich gemacht wurde das doch alles durch den China-Hype der letzten Jahrzehnte. Der Westen kann doch China das Geld nicht schnell genug nachwerfen. *würg* Und lernen tun wir auch nichts draus, auch nicht nach Patentklau, Angriffen & Co. - solange es billig ist geht, es fröhlich weiter.
Mir wurde schon schlecht als ich gelesen habe, dass eine Firma 800.000 Angestellte hat - man möge sich die Zahl mal auf der Zunge zergehen lassen und alleine 400.000 davon in einem Ort arbeiten. Da schießt mir der Satz aus "Das 5. Element" in den Kopf "Entlass eine Million ..."! Mir graut es vor der Zukunft, wenn der unendlichen Gier nicht langsam was entgegen gesetzt wird!
Na, na, na, in den Irak ist man einmarschiert einzig und allein des Öles wegen.
Das mit den Atomwaffen war nur 'ne Verschwörungstheorie die von der US-Regierung verbreitet wurde und die auch noch so ziemlich alle geglaubt haben, von ein paar wenigen abgesehen.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.05.10 20:33 durch adooo.
die menschen dort verdienen es genauso behandelt zu werden wie wir auch behandelt werden wollen.
aber welche auswirkungen hätte es wenn da jetzt von heute auf morgen unsere löhne bezahlt würden?
so bitter es ist, die leute auf der welt müssen sich ihre rechte immer neu erkämpfen. sei es in china, bei den arabern die frauen oder hier die arbeiter von aldi und lidl...
wie kann man verhindern das die nächste generation die rechte als selbstverständlich ansieht? und sich wehrt, sobald diese beschnitten werden sollen?
Der Irak hat nichts damit zu tun. Ihr müsst mal sehen, dass die Menschen dort damit glücklich sind. Es bietet ihnen einen Aufstieg. Ein besseres Leben, als es ihre Eltern und Großeltern hatten.
Und, was für eine Überraschung, China steigt mittlerweile so sehr dadurch auf, dass uns als Nummer drei überholt hat, bald Japan überholt und in 20 Jahren, nach allen Prognosen, die USA überholen wird und damit wird es die größte Volkswirtschaft der Erde sein.
Dazu sind sie heute schon der größte Gläubiger der Welt.
Sieht es in der Relation: Die Arbeit bietet den Chinesen ein besseres Leben als es ihre Väter und Großväter hatten. Noch dazu kommt, dass, im Gegensatz zu Deutschland, die Löhne steigen und die Arbeitsbedingungen sich verbessern.
Die heutigen Fabriken sind ein Traum in den Löhnen und Arbeitsbedingungen, verglichen mit den Fabriken von vor zehn Jahren. Und der Standard steigt, wie gesagt.
400 Millionen Menschen, 400 Millionen Menschen in China sind seit den 1980ern aus der Armut entflohen und wurden Teil der Mittelschicht.
Das ist ein ganz normaler wirtschaftlicher Prozess. In 20 bis 30 Jahren wird es solche Arbeit in China nicht mehr geben. So wie heute in Taiwan, Südkora und anderen Tigerstaaten.
Replay schrieb:
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> In diesem Falle wäre ich lieber Landbauer, der sich selbst versorgen kann.
> Also würden die 240 Euro im Jahr in diesem Erdteil für mich zumindest
> reichen. Und ich wäre frei.
Die Lebensbedingungen auf dem Land waren (sind?) katastrophal. Hunger, Landflucht, niemand zum heiraten, noch härtere Arbeitsbedingungen.
Man muss sich schon die Frage stellen, warum trotz dieser Bedingungen die Nachfrage nach diesen Jobs so hoch ist. Das sind bestimmt nicht alles ahnungslose Idioten.
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