Was ist der Vorteil gegenüber Logfile Analyseprogrammen wie Webalizer oder Awstats?
Der Nachteil ist klar: Ich muss ein extra Javascript auf allen meinen Seiten einfügen.
> Was ist der Vorteil gegenüber Logfile Analyseprogrammen wie Webalizer oder
> Awstats?
Nun zum Beispiel ist deine Daten-erfassende Instanz ausgelagert und unabhängig davon ob die jeweiligen Server gerade abgeraucht sind oder noch schnurren - zudem sind Webalizer und Konsorten AFAIR zuerst mal auf EINEN Server ausgelegt, die besprochene Lösung allerdings soll VIELE gleichzeitig auslesen können - so behält man den Überblick über komplette Serverfarmen etc ...
bei einem cms reicht es, das JS im template zu ergänzen.
und mit notepad ++ kann man suchen und ersetzen über mehrere dateien betreiben, also zb suche </body> ersetzen durch <piwik js></body>
grüße
Der Erklärbär schrieb:
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> Nun zum Beispiel ist deine Daten-erfassende Instanz ausgelagert und
> unabhängig davon ob die jeweiligen Server gerade abgeraucht sind oder noch
> schnurren
Hm. Die erfassende Instanz ist der Webserver. (Oder Serverfarm.) Wenn der abgeraucht ist, werden keine Seiten mehr ausgeliefert. Dann kann auch das JavaScript nichts sinnvolles mehr erfassen.
> - zudem sind Webalizer und Konsorten AFAIR zuerst mal auf EINEN
> Server ausgelegt, die besprochene Lösung allerdings soll VIELE gleichzeitig
> auslesen können - so behält man den Überblick über komplette Serverfarmen
> etc ...
Zumidest Awstats kann im Clustermodus laufen. Zu anderen Analysatoren müsste ich auch erstmal nachsehen.
nein schrieb:
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> bei einem cms reicht es, das JS im template zu ergänzen.
>
Das ist mir klar. Ich habe nie gesagt, es sei ein großer Nachteil. Es ist nur ein sehr kleiner.
Beantwortet aber nicht meine Frage nach den Vorteilen.
> Hm. Die erfassende Instanz ist der Webserver.
Nein. Daher gibt es die Begriffe "Datenquelle" und "Datensenke"
>(Oder Serverfarm.) Wenn der
> abgeraucht ist, werden keine Seiten mehr ausgeliefert. Dann kann auch das
> JavaScript nichts sinnvolles mehr erfassen.
... Und?
> Zumidest Awstats kann im Clustermodus laufen. Zu anderen Analysatoren
> müsste ich auch erstmal nachsehen.
Was aber eher ein "nice-to-have" ist und nicht das ursprüngliche Anwendungsziel ist - so wie bei vielen Anderen.
Übrigens ist die Daten-erfassende Instanz auf einem Server der HTTP-Dienste bietet und zB. mit Linux läuft syslogd bzw. logrotate - da hat Apache freilich nix zu melden sondern nur brav die Daten zu liefern :-)
apache schreibt nur passiv mit was der browser freiwillig bei jedem http get/post von sich preis gibt, piwik kann hier wesentlich mehr daten extrahieren.
vor allem downloads/absprünge auf andere seiten können von deinem webserver nicht erkannt werden.
größter vorteil:
- analysen über Zeiträume mit nur wenigen klicks. (awstats ist ja mehr statisch, erkennt imho immer noch keine iPhones oder manch andere mobile Geräte)
- echtzeit informationen (bei nicht sehr hohen Zugriffszahlen)
Kunden die google analytics "toll" finden aber nicht unbedingt google ihre Zugriffszahlen und informationen geben wollen sind mit Piwik bestens bedient.
Optisch + Funktional lässt es sich kunden besser verkaufen.
Log files sagen Dir zB auch nicht wie lange der User auf einer Seite war - das geht nur (fast) mit Javascript.
T
wie lange er auf der seite war ist kein problem (zeitspanne von aufruf der seite, bis aufruf der nächsten), nur bei der absprung seite funktioniert das über den webserver nicht mehr.
Urml schrieb:
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> Was ist der Vorteil gegenüber Logfile Analyseprogrammen wie Webalizer oder
> Awstats?
Theoretisch hast du die Daten in Echtzeit auf dem Schirm, jedoch weiß ich weder, wie gut das in Piwik klappt, noch wie weit AWstats in der Richtung ist.
Ferner kannst du i.d.R. recht einfach asynchrone Events feuern, bspw. für Ajax-Seiten, die keinen Logfile-Eintrag erzeugen. (Natürlich könnte man letzteren auch durch einen Dummy-Aufruf erzwingen.)
Den genannten Nachteil finde ich gar nicht schlecht: Man definiert vorher, welche Seiten man tracken möchte. Bei Logfile muss man ggf. ersteinmal einiges rausfiltern, was man nicht als Besuch zählen möchte.
mit google analytics oder auch Piwik kannst du auch Nutzerinteraktion erfassen, die keine Server-Requests auf den eigenen Server auslöst.
z.B Aufruf ausgehende Links,
blättern durch Slider auf der aktuellen Seite, öffnen von Akkordeon-Elementen, das hovern der Maus über bestimmte elemente ...
in Piwik sind die Statistiken sofort da. Das ist echt ein Vorteil gegenüber Google. Und Google Analytics sollte man in Deutschland eh nicht mehr nutzen.
Log Analyse finde ich relativ unschön, vor allem für den Laien, der nur kurz einfach Statistiken sehen möchte :)
nein schrieb:
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> wie lange er auf der seite war ist kein problem (zeitspanne von aufruf der
> seite, bis aufruf der nächsten)
Naja so ganz stimmt das leider nicht. Wenn ich abwechselnd die Artikel von Golem und Heise lese, würde jeder behaupten, ich hätte die ganze Zeit auf einer der Seiten verweilt. Und das halte ich für ein halbwegs realistisches Surfverhalten.
> vor allem für den Laien, der nur
> kurz einfach Statistiken sehen möchte :)
Öhm ... Laien schauen sich keine Statistiken an
Dadurch, dass Piwik Aufrufe anhand eines JS registriert, hast Du gleichzeitig eine ziemlich gute Beschränkung auf "echte" Besucher - Scripte, Bots & Co (die in den Webserver-Logfiles natürlich erfasst sind) bleiben i.d.R. außen vor.
Wir haben in der Firma vor einiger Zeit mal die Ergebnisse von Logfile-Analysetools und JS-gesteuerten Tools wie Piwik oder GA mit den IVW-Zahlen verglichen. Die Logfile-Analyse lag regelmäßig deutlich über den IVW-Zahlen.
auf news seiten sicher, aber zb in einem webshop, einer faq datenbank, foto-gallery, blogs ...?
Das größte Haken an einer Log Analyse ist, dass es eine Sache der Unmöglichkeit ist, Bots herauszufiltern. Diese Liste, die auf IPs und User-Agents basieren darfst du immer schön regelmäßig pflegen.
Tja...und da Bots kein JS ausführen können, ist der Rest ein Kinderspiel.
Falsch. Ich öffne Seiten in Tabs, bei einer Ausgangsseite. Danach wäre mein Seitenaufenthalt also nur 3 Sekunden oder nicht mal eine, wenn ich 4 Links in neuen Tabs nacheinander auf mache. Wenn ich zurück navigiere, dann kann das Javascript das erkennen, aber das Logfile bekommt dank Cache keine neuen Einträge.
Logfiles sind der schlechteste Weg um etwas herauszufinden. Denn du findest nur etwas heraus, wenn der User seinen Browser nicht bedienen kann.
Webalizer wird seit 8 Jahren nicht mehr weiterentwickelt. Wenn man die Daten von Web-Ana und Webserver vergleicht, gibt es eine Abweichung, die so bei 80 Prozent liegt: Die Webanalyse zeigt 100 Besucher, Webalizer zeigt 500.
Dann gibt es einige Infos, die man nur über JavaScript messen kann wie Bildschirmgröße, Vorhandensein von Flash... Ob Mensch das braucht, ist eine andere Frage.
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