Filme, ebooks, games – alles immer fein leihen und vom Anbieter auf ewig abhängig sein. Kein Gebrauchtmarkt, kein weiterleihen an Freunde, kein wirklicher Besitz. Ohne mich…
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Realist_X schrieb:
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> Filme, ebooks, games – alles immer fein leihen und vom Anbieter auf
> ewig abhängig sein. Kein Gebrauchtmarkt, kein weiterleihen an Freunde, kein
> wirklicher Besitz. Ohne mich…
Die Zeit war cool, als man noch SNES Spiele mit Freunden getauscht hat. Heute geht das nimmer, "wollen sie diese DVD mit ihrem System registrieren? Es bleiben ihnen 2 Registrierungen".
Ehrlich, manchmal denk ich mir, dass Piraterie solchen Geschäftsmodellen gut tut, und hoffe, dass das Modell nicht lange gut geht
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Realist_X schrieb:
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> Filme, ebooks, games – alles immer fein leihen und vom Anbieter auf
> ewig abhängig sein.
Warum bin ich auf ewig abhängig? Ich schau mir den Film einmal an und fertig. Bei einem vernünftigen Leihpreis hätte ich auch kein Problem einen Film in 2 Jahren noch einmal auszuleihen, bei 5 ¤ allerdings nicht.
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Realist_X schrieb:
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> Filme, ebooks, games – alles immer fein leihen und vom Anbieter auf
> ewig abhängig sein. Kein Gebrauchtmarkt, kein weiterleihen an Freunde, kein
> wirklicher Besitz. Ohne mich…
Bei einem Film für 14,99¤ oder einem Album würde ich das auch einsehen.
Aber bei einem Film oder eBook für 2¤? Oder gar bei einem iPhone Game
für 69c(!)?
Will man da wirklich einen Eintrag aufmachen mit "gebrauchtes Angry Fird: 30c"?
Die 30c haben dann ein ziemlich madiges Lebenszeit/Gewinn Ratio.
Wenn "die Maschine" sich anpasst, muss sich der Kunde auch anpassen.
Ich finde, alles um die 2¤ sind praktisch Konsumkosten. Sozusagen: ich
will konsumieren, also lege ich Geld wo meine Ansage ist.
Das ist die Zukunft: Free2Play, Free2Access etc. super-niedrige Preise,
Massenware, niedrige Kaufschwelle. Wenn ich den Film gesehen habe ist
mir doch wurscht ob der Anbieter noch existiert oder nicht.
Bei einem 60¤ Game die Server abschalten ist halt was ganz anderes als bei
einem quasi kostenlosen F2P. Die "Besitzdenke" ist so Pre-2010.
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Trockenobst schrieb:
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> Realist_X schrieb:
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> > Filme, ebooks, games – alles immer fein leihen und vom Anbieter
> auf
> > ewig abhängig sein. Kein Gebrauchtmarkt, kein weiterleihen an Freunde,
> kein
> > wirklicher Besitz. Ohne mich…
>
> Bei einem Film für 14,99¤ oder einem Album würde ich das auch einsehen.
>
> Aber bei einem Film oder eBook für 2¤? Oder gar bei einem iPhone Game
> für 69c(!)?
>
> Will man da wirklich einen Eintrag aufmachen mit "gebrauchtes Angry Fird:
> 30c"?
> Die 30c haben dann ein ziemlich madiges Lebenszeit/Gewinn Ratio.
>
> Wenn "die Maschine" sich anpasst, muss sich der Kunde auch anpassen.
> Ich finde, alles um die 2¤ sind praktisch Konsumkosten. Sozusagen: ich
> will konsumieren, also lege ich Geld wo meine Ansage ist.
>
> Das ist die Zukunft: Free2Play, Free2Access etc. super-niedrige Preise,
> Massenware, niedrige Kaufschwelle. Wenn ich den Film gesehen habe ist
> mir doch wurscht ob der Anbieter noch existiert oder nicht.
Geniale Einstellung muss ich schon sagen.
Also viele EBooks kosten bei Google Play mehr (!) als die Ausgaben auf totem Holz. Zusätzlich ist alles an einen Account gebunden, der jederzeit gelöscht, gehackt oder gesperrt werden kann. Genauso kann es Fehler bei den Transaktionen geben,... und für was? Damit ich meine Bücher an einen amerikanischen Anbieter binde, der sich um meine Rechte einen feuchten Dreck schert?
Die Leihgebühr der Filme auf Google Play ist so hoch, dass man genauso gleich die BlueRay kaufen kann. Speziell "ältere" Filme. Klar ist es etwas teurer, aber ich muss mich nicht darum kümmern, wie lange ich den Film noch haben darf, bis er mir wieder aus den Händen gerissen wird.
Eine monatliche Flat wäre ja ok, aber dieses Angebot ist schlichtweg unbrauchbar. Wahrscheinlich gehen 80% auch noch an die Raffzähne der Content-Mafia. Ansonsten kann ich mir nicht vorstelllen, dass Google solche Mondpreise verlangt.
> Bei einem 60¤ Game die Server abschalten ist halt was ganz anderes als bei
> einem quasi kostenlosen F2P. Die "Besitzdenke" ist so Pre-2010.
Erst dann wenn der Preis stimmt denke ich daran Besitz (und nicht zu vergessen auch unzählige Rechte) auf. Vorher denke ich erst gar nicht daran.
...und das Wort "Besitzdenke" kann man ruhig in ein Neusprech-Wörterbuch aufnehmen. Das Recht auf eigenen Besitz ist ganz sicher nicht etwas das man pauschal abwertet. Du scheinst ja bereits völlig in der Fließbandproduktion der Konsumindustrie gefangen zu sein. Hauptsache jeden Abend einen Blockbuster-Film mit viel Action und Effekte. Qualität geht in Quantität unter.

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Trockenobst schrieb:
[allerlei gelöscht]
Und für wen machst Du da gerade ein Praktikum?
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elgooG schrieb:
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> Also viele EBooks kosten bei Google Play mehr (!) als die Ausgaben auf
> totem Holz. Zusätzlich ist alles an einen Account gebunden, der jederzeit
Ich sage, dass der Preis im Cent-Bereich diese Denke ändert, und ihr
kommt mit 7,99¤ für ein eBuch. Für den Preis sehe ich das auch nicht!
Aber: es gibt eben schon die $1 Bücher und da ist die Argumentation eben
eine andere. Bei meinen Kollegen stapeln sich DVDs daheim, bei anderen
das dritte Bücherregal. Und dann? Was? Verleihen tun sie dann "ungern"
und auf die Frage wann sie sich eine ihrer 500 DVDs zum fünften Mal ansehen
gibt es die (aggressive) Gegenfrage "Suchst Du Streit?"
Hier wird ein Argument aufgezogen, das man als Ideologie hinwirft, aber wenn
man das Hinterfragt, wenn man es in der Praxis "belastet" wird es plötzlich
"emotional und schwierig". Wie jetzt? Entweder man lebt das "Besitzen" oder
man lebt es nicht. DVD-und-Bücher-und-Spiele als Kunstobjekt im Schrank
ist kein Konzept.
Dass ist eher die dümmste Simulation eines US-Puppen-Konsumerismus
die ich mir vorstellen kann. Genau das was man mir vorwirft, wird als besseres
Modell verkauft, dessen Vorteile man überhaupt nicht **lebt**.
> amerikanischen Anbieter binde, der sich um meine Rechte einen feuchten
> Dreck schert?
Es gibt auch dt. Anbieter von eBooks. Und wie gesagt: ich kann *jedes* Steam
Game "knacken". Wo ist dann hier das Problem? Die Top 100 Bücher gibt es
im mobi Format auf 100 von Seiten. Legal? Illegal? Scheißegal.
Hier wird ein Problem an die Wand gemalt das praktisch nicht existent ist.
> der Konsumindustrie gefangen zu sein. Hauptsache jeden Abend einen
> Blockbuster-Film mit viel Action und Effekte. Qualität geht in Quantität
> unter.
Schöner Diskussion, bis zum unnötigen Tiefschlag. Außerdem sind "Inception"
oder "Gladiator" Meilensteine der Film-Geschichte - und trotzdem "Blockbuster".
Seit 15 Jahren kein TV und selten Film unter 6.5/10 auf der IMDB. Und bei
der Top 250 der IMDB bin ich gerade bei 180 der Filme und werde dieses
Jahr die 200er reißen. Momentan bin ich bei videobuster.de und sehr zufrieden.
Aber die schicken mir die DVDs noch rein - was für ein Quatschmodell. Die
schicke ich wieder zurück und gut ist. Bei +2000 neu produzierten Filmen
im Jahr brauche ich keine Wiederholung. Und bei Büchern schon gar nicht.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.08.12 18:06 durch Trockenobst.
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