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Die Pads läuten einen gefährlichen Trend ein

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  1. Die Pads läuten einen gefährlichen Trend ein

    Autor so-isses 30.01.10 - 16:21

    Bevor Ihr allzu unkritisch mit den Pads umgeht, möchte ich hier mal zum Nachdenken über die Konsequenzen anregen.

    Letztlich leitet das ipad das Ende der Freiheit aller Bürger ein. Warum?

    Weil das ipad das erste Gerät einer Zensur-Infrastruktur ist. Erst lockt man alle Leute dazu, sich ein Pad zu kaufen (bald für 99 Euro das Stück oder gratis im Abo). Immer mehr Verlage bieten ihren Content nur noch für Pads an (die sind ja sooo praktisch). Dank DRM ist nahezu sichergestellt, dass der Content (Print, Musik, Videos) nicht geklaut werden kann. Mag sein, daß es einigen Hackern gelingt, das zu umgehen, aber die werden wie bei den iphones eine mikroskopische Minderheit sein. Die meisten Anwender weden brav für den Content zahlen. Umd damit haben die Contentanbieter die Kontrolle über das Next Generation Internet gewonnen.

    Nicht die Tatsache, daß die Content-Anbieter die totale Kontrolle über ihre Produkte bekommen werden (das ist sogar ihr gutes Recht), sondern die Zensurmöglichkeiten sind es, was mir Sorgen macht. Wer DRM kapiert hat, weiß was ich meine. Das iphone hat bereits sehr schön vorgeführt, dass Apple spielend leicht Anwendungen deaktivieren kann, ohne dass der User sich dagegen wehren kann. Was mit Anwendungen funktioniert, geht auch mit Content.

    Wenn es in ein paar Jahren fast nur noch Pads gibst, könnten die Printmedien eingestampft werden. Vorwand "Umweltschutz" - man will ja die Bäume schonen - und billiger wirds für die Anbieter sowieso. Dann könnte dank flächendeckendem DRM-Content nach Herzenslust zensiert werden. Und die User würden nicht einmal merken, dass ihnen Informationen vorenthalten werden. Freie Blogs, Online-Zeitungen, freie Radiosendungen, wo die Leute völlig "frei nach Schnauze" ihre Meinungen loswerden, könnten so völlig umbemerkt vom Markt gedrückt werden. Und unbequeme Zeitgenossen könnten sogar per automatischem Remote-Entzug des Internet-Zugangs mundtot gemacht werden.

    Die ganze Entwicklung gefällt mir nicht. Die technischen Möglichkeiten wecken Begehrlichkeiten, und die werden letztlich auch umgesetzt.

    Na, gefallen euch die neuen Pads jetzt immer noch?

  2. Re: Die Pads läuten einen gefährlichen Trend ein

    Autor Pads 30.01.10 - 16:55

    Es gibt endlos kostenlosen Content.
    Werbung
    Werbezeitungen
    Ikea-Kataloge
    Ikea-Bauanleitungen
    Anleitungen
    Gutenberg
    ...

    Wenn die Autoren bald arm sind, könnte sich ein DJV2 bilden und die verkaufen mit oder ohne DRM ihre Zeitschriften und Texte.
    Hier geht es um mikroskopische Hungerlöhne.
    100 Redakteure reichen für alle gesamt-deutschen Themen.
    Das ist Peanuts für die Umsätze im Print-Bereich.

    Oder meinst Du, Kindle wird nicht früher oder später PDF anzeigen können ? Oder EPub ?
    Momentan wird konsumentenrente abgeschöpft. Aber dann kommen die Normalos. und die werfen ein paar Cent in den Automaten und der sendet per Bluetooth die gewünschte pdf-zeitschriften an die bluetooth-adresse des handies oder readers vor dem automaten.

    Die Autoren werden nicht mehr vom Verlag abgekocht. Direkte Bezahlung von Käufer zu Autor. Leider kriegen Apple und Amazon davon oft 30% aber na gut.

    Gemeinsamer Notizblock auf vernetzten EReadern.
    Kollaboration.
    Einer redet, aber die anderen diskutieren live darüber auf ihren readern.
    Aufsichtsrat "hey hast Du das verstanden ?" "nein ? " "ich auch nicht"
    Parteitage. Absprache von Anträgen und probeabstimmungen.
    AG-Hauptversammlungen. Parallele Absprache von Anträgen.

    Wenn EReader es schaffen, standartisiert miteinander und mit "Servern" für Buchkauf oder Daten-Austausch wie alle freien Hotels+Preise oder alle Restaurants und ihre Karten zu kollaborieren, kann Demokratie vielleicht beginnen.
    Problem ist dann, das Leute manche Sachen besser nicht entscheiden sollten oder nur, wenn sie mit allem Eigentum und Zwangsarbeit dafür haften. Das z.B. die Hannover-World-Expo keine Pleite wird.

  3. Re: Die Pads läuten einen gefährlichen Trend ein

    Autor Keke 30.01.10 - 17:04

    huiuiui, ein schöner Denkanstoß.
    Aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir nicht alles einleuchtet, was du beschreibst. Der Zusammenhang zwischen TabletPC und Zensur durch DRM ist nicht geklärt.
    Das iPad wird ja nicht der einzige TabletPC sein. Es werden noch viele kommen und alle besitzen eine unterschiedliche Funktionalität.

    Was nun die Zensur betrifft, verstehe ich den Zusammenhang zum TabletPC nicht. Diese DRM Möglichkeiten gibt es doch jetzt schon seit Jahren auf den normalen Desktop PCs. Die Publisher gängeln uns genau so lange damit, das wird sich mit dem iPad oder aufgrund des iPads auch nicht ändern.
    Aber wie kommst du darauf das zum Beispiel Tageszeitungen zensiert werden? Wie steht es denn um den Journalismus in Deutschland? Reden die denn da nicht mit? Meinste die würden aus Profit einfach weiter machen oder bei Bekanntmachung andere Wege gehen?

    Zugegeben ich habe kein iPhone oder ähnliches und weiß nichts darüber, wie "Informationen" von Apple auf den Endgeräten entfernt wurden? Das entscheiden immer noch die Umstände dann, pauschal so zu argumentieren halte ich für bedenklich.

    Und was soll mit den Bloggern, freien Publishern, etc. sein? Woher weißt du denn, dass diese nicht mehr "angeklickt" werden? Ich lese gerne die Blogs einiger guter Autoren, das werde ich auch nicht so schnell aufgeben. Sie "mundtot" machen halte ich für überstürzt. Ich bezweifle, dass die DekstopPCs oder die Notebooks in kurzer Zeit so schnell aus dem Bewusstsein verschwinden und alle nach Afrika wandern.

    Was spricht denn gegen Umweltschutz?

    Im Endeffekt gebe ich dir mit der DRM-Gängelei recht. Da muss was geändert werden. Aber hast du auch Vorschläge? Siehst du Möglichkeiten?Dann mach was / weiter :)

    Gruß Keke

  4. Re: Die Pads läuten einen gefährlichen Trend ein

    Autor ultrapaine 30.01.10 - 17:58

    > daß es einigen Hackern gelingt, das zu umgehen, aber die werden wie bei den iphones eine mikroskopische Minderheit sein.

    Hmm, vor einiger Zeit gabs doch eine News darüber, das unmengen an iPhonesoftware geklaut wurde. Glaub war über die Hälfte.


    > Das iphone hat bereits sehr schön vorgeführt, dass Apple spielend leicht Anwendungen deaktivieren kann, ohne dass der User sich dagegen wehren kann.

    Apple hat angeblich die Funktion im iPhoneOS Integriert, aber "missbraucht" hat diese Funktion nur Amazon mit ihrem Kindle.

  5. Re: Die Pads läuten einen gefährlichen Trend ein

    Autor so-isses 30.01.10 - 18:07

    > Aber wie kommst du darauf das zum Beispiel Tageszeitungen
    > zensiert werden? Wie steht es denn um den Journalismus in
    > Deutschland?

    Wie ich schon sagte: Wer DRM kapiert hat, weiß was ich meine. Man muss sich mit der Materie tiefer beschäftigen, dann erkennt man die Gefahren.

    DRM wird heute noch sehr defensiv benutzt. Im Endeffekt technisch machbar wäre z.B., dass ein Journalist einen kritischen Bericht über irgendeine öffentliche Person recherchiert und seine Aktivität "oben" bemerkt wird, ehe er die Recherchen veröffentlichen kann.

    TabletPCs und iPad sind wie gesagt nur der Anfang (die erste Generation). Ich denke schon mehrere Generation weiter. Zensur wäre erst dann effektiv, wenn der Markt flächendeckend versorgt und durch Gesetzgebung abgedeckt ist. Am PC ist Zensur kaum möglich, weil der Käufer den PC absichern kann. Bei den zukünftigen Pads wird das kaum oder nicht mehr möglich sein, weil die Software remote geliefert wird und die Content-Anbieter den Daumen drauf halten.

    Das ipad ist kinderleicht zu bedienen und wird daher auch von Leuten gekauft werden, die sich bisher nicht an Computer rangetraut haben. Das führt dazu, dass sich der Markt zunehmend an dieser Käuferschicht orientieren wird. Geeks, die bisher treuestes PC-Käufer, interessieren da kaum noch. Irgendjemand hat das Wort "Uncomputer" für iPad & Co erfunden. Das ist absolut treffend gewählt. Die Zeit der Allround-Computer, die man nach Lust und Laune manipulieren kann, könnte bald zuende gehen, wenn alle Leute nur noch Pads wollen und es sich für die Hersteller nicht mehr rentiert, PCs zu bauen.

    Wenn man das Problem erkennt, kann man das Übel schon an der Wurzel packen. Aber der Normaluser denkt leider nicht so weit und wird daher in den kommenden Jahren den ganzen Pad-Hype mitmachen und erst aufwachen, wenn es zu spät ist.

  6. Re: Die Pads läuten einen gefährlichen Trend ein

    Autor blubbb 30.01.10 - 18:34

    Die Musik hat schon den DRM Kampf verloren und andere werden ihn auch nicht gewinnen können.

  7. Re: Die Pads läuten einen gefährlichen Trend ein

    Autor Keke 30.01.10 - 18:48

    Also vorweg, sich hinzustellen und zu sagen, ja man muss sich damit beschäftigen, reicht mir nicht. Das ist mir viel zu allgemein, sag doch bitte worauf du hinaus willst mit dem DRM.
    Ich weiß was DRM bedeutet und wie es potenziell funktioniert. Ich weiß nur nicht was "tief" für dich bedeutet. Ich konsumiere schließlich keine DRM modifizierte Ware.

    Was vielleicht in meiner Aussage nicht ordentlich rüber kommt, ist die menschliche bzw. intellektuelle Komponente. Du setzt das technisch machbare voraus, ok. Es wird in Zukunft nur noch Tablet-PCs geben, der Desktop ist ausgestorben und wir benutzen alle "fertig servierte" Systeme mit DRM (und Zensur).
    Und hier ist für mich auch genau der Knackpunkt! Woher weißt du, dass es die "Allround-Computer" nicht mehr geben wird?
    Aus welchem Grund wird es nur noch iPads geben? - Wollen andere Hersteller nicht auch mitmischen? Somit entsteht Konkurrenz und daraus Variabilität (?)
    Das Problem, das ich habe, ist, dass du die Menschen als denkunfähige Hüllen darstellst, die nichts weiter können als das aufzunehmen, was ihnen vorgesetzt wird. Und genau das bezweifle ich.
    Klar gibt es Menschen, die sich zum Beispiel nicht für unser politisches System interessieren und sich die Feinheiten nicht aneignen, die lieber nur zocken oder TV glotzen. Diese Menschen werden gnadenlos von unseren Parteien und den Massenmedien manipuliert, weil sie einfach nicht richtig hinterfragen können. Sieht man jedes Mal.

    Aber ich glaube ganz fest, dass der größte Teil des Denkens fähig ist. Meiner Meinung nach würde ich sogar noch weiter gehen, denn der PC und besonders das Internet hat auf Grund des freien Austausches eine Menge ermöglicht. Es gibt viele Blogger und Texter, die wirklich sehr gut sind. Es entstehen Ansichten / Meinungen und wenn nicht gar Wahrheiten, die vor der Zeit der IT-Technik kaum zur hören waren.
    Btw, deswegen glaube ich auch, haben unsere Politiker so viel Angst vor dem Internet, weil sie es einfach nicht mehr kontrollieren können.

    OK, vielleicht wird zensiert, aber es wird nicht unbekannt bleiben.

    Das iPad mag Dinge vereinfachen, aber ich bezweifle, dass es auch den menschlichen Verstand minimiert.
    So far...Keke :)

  8. Re: Die Pads läuten einen gefährlichen Trend ein

    Autor FooBarBaz 30.01.10 - 18:49

    Kommt drauf an, ich denke der Gedankengang des OP uist relativ einleuchtend. Guck dir das jetzt mal an, jede zeitschrift, jede noch so kleine Webseite muss nun unbedingt eine iPhone-App haben, obwohl die ja immer plädieren, dass ihr Browser so toll verwendbar wäre. Stell dir jetzt mal vor, einige Newsanbieter würden nur noch über "App" ihre Informationen bieten, oder in einem proprietären Format, dass nur Apple verwerten darf. Und stell dir jetzt mal vor, iPads und iPhones haben sich extrem verbreitet, und sind dabei normale PCs zu verdrängen. Stell dir jetzt mal vor, Apple würde plötzlich den Browser abschaffen, mit der begründung, das die "Apps" doch viel angenehmer zu verwenden seien, siehe Youtube. Und der Rest ist eigendlich sehr einfach. Wenn diese Begebenheiten eintreffen, und ich habe Angst davor, kann Apple dann plötzlich den Informationsfluss eines großen Teiles der Menschen kontrollieren, da sie die "Apps" kontrollieren, und über ein "Bugfix" auch genausogut eine Clientseitige Zensursoftware einführen können. Betet, dass es nicht soweit kommt.

  9. Re: Die Pads läuten einen gefährlichen Trend ein

    Autor Sirius1 30.01.10 - 21:21

    Keke, ich fürchte du bist ein zu großer Optimist was die Intelligenz und die guten Absichten deiner Mitmenschen angeht.

    Selbst wenn die Mehrheit der Menschheit eine altruistische Grundeinstellung hätte - Geld verdient man damit nicht.
    Aber Geld verdienen ist die Absicht einiger Großkonzerne (und ihr gutes Recht, und wenns die nicht tun würden, würds ein anderer tun, etc.).

    Schau dir an wie z.B. 1984 per Mausklick bei allen Käufern des Kindle über Nacht gelöscht/blockiert war.
    Schau dir an wie Apple die Veröffentlichung eines C64er Emulators verboten hat.
    Solange es andere Techniken, andere Geräte gibt - solange gibt es immer einen Weg drum herum.
    Nur wenn erst einmal eine kritische Masse zusammenkommt, dann lohnt sich die Unterstützung anderer Systeme nicht mehr.
    Und schau dir mal an wie wirklich jede Website eine iPhone-App bereit stellt - obwohl mit Java viel mehr Nutzer erreichbar wären (und man auch dort eine anständige GUI umsetzen könnte).
    Wenn du manche Services unterwegs nutzen willst wirst du in ein paar Jahren, vieleicht aber auch nur Monaten, um ein iPhone nicht mehr herum kommen.
    Apple übt die Kontrolle darüber aus welche Apps veröffentlicht werden dürfen, welche Musik und irgendwann welche restlichen Inhalte.
    Dann ein/zwei Kooperationen mit Medienunternehmen und du bekommst nur noch deren Content serviert.
    Alternative Kommunikationswege (über Apps) können genauso geblockt werden wie Forenbeiträge erlaubter Plattformen gefiltert werden.
    Hatte Google mal nicht "don't be evil" als Slogan? Und dann standen sie plötzlich im Ruf die größte Datenkrake und Zensurgehilfe überhaupt zu sein? So schnell kann es gehen - bestimmt nicht ohne Grund.
    Ist alles ein Horror-Szenario das so nicht kommen muss, aber auf dem Weg kommen kann. Und deswegen lieber gleich ne andere Richtung - mit offenen Systemen.

  10. Re: Die Pads läuten einen gefährlichen Trend ein

    Autor ipads 30.01.10 - 22:02

    Android ist offen. Wer sich einen Mobil-Daten-Tarif leisten kann, kauft auch E-Texte.

    Man kann auf diese Käufer nicht verzichten. Das mit Kindle-DRM ist nur temporär proprietär. Vielleicht ist das auch nur Anbiederung an die Verlage. Die bald überflüssig werden.

    Die Autoren sind aber auch nicht helle und organisieren sich. Die wollen nämlich gelesen werden. So wie die Blogger.

    Aber hier kennt wohl kaum einer den Printmarkt. Die meisten Zeitschriften entstehen im Keller vom Chefredakteur. Die wirtschaften kostenneutral und wollen nur gelesen werden. Weil sie nicht im Supermarkt liegen und nur per Abo zu haben sind, kennt sie kaum wer.

    Blogs kann man verbieten. Dann weiss man aber, woran man ist.
    Und den meisten ist die Staatsform egal.
    Und Desinformation läuft perfekt. Die Verlage dürfen die Autoren abkochen. Die Autoren sind überbevölkert und mucken nicht auf, weil sie massenhaft ersetzbar sind. DJV tut garnix .
    Das meiste der News beispielsweise sind eh dpa/reuters, ohne mitzudenken copy-paste-Praktikanten als News verkauft und "Qualitätsjournalismus" drangelogen.
    Jeder Autofahrer muss Winterreifen haben. Aber die Börsen-Berichter vergessen sofort wieder den letzten Crash :-(

  11. Re: Die Pads läuten einen gefährlichen Trend ein

    Autor Freescale 30.01.10 - 22:07

    Das einige Menschen andere Menschen kontrollieren und auf deren Kosten leben wollen ist nichts neues.
    Was an dem ganzen neu ist sagst du:


    >> Die technischen Möglichkeiten wecken Begehrlichkeiten, und die werden letztlich auch umgesetzt.

    Das ein paar Menschen per Knopfdruck über Milliarden Menschen bestimmen können werden, das ist neu. Und das es genug Leute geben wird die auf diese Versuchung eingehen werden dürfte auch klar sein.

    Aber ob ich von einer AK47(kleine Struktur) getötet werde oder durch eine Atombombe(grosse Struktur) ist beides scheisse, lediglich die Auswirkungen die es hat wenn 1er den Abzug zieht sind grösser.
    Statt lokaler Machthaber wird man es eben mit globalen Machthabern zu tun haben die einen ausnutzen und manipulieren können. Und da diese Ausübung der Macht aus simplen Dingen wie anonymes Knöpfchen drücken bestehen wird, wird es ein grausames System werden.

    Kleinen Vorgeschmack gibt immer wieder die USA: Als die USA ihre Folterlager baute da husteten sie drauf was die Welt davon hielt, erst als sie merkten das sie doch nicht die völlige Macht hatten da lenkten sie etwas ein. Was passieren wird wenn diese Leute nicht mehr darauf achten müssen was der Rest der Welt von ihnen denkt, das kann man sich ausmalen.

  12. Re: Die Pads läuten einen gefährlichen Trend ein

    Autor C3PO III 30.01.10 - 22:42

    so-isses schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bevor Ihr allzu unkritisch mit den Pads umgeht, möchte ich hier mal zum
    > Nachdenken über die Konsequenzen anregen.


    Geht die Welt unter?
    >
    > Letztlich leitet das ipad das Ende der Freiheit aller Bürger ein. Warum?
    >
    > Weil das ipad das erste Gerät einer Zensur-Infrastruktur ist.

    An dir sind wohl sämtliche DRM Chips und Softwareimplementierungen vorübergegengen.

    > Erst lockt
    > man alle Leute dazu, sich ein Pad zu kaufen (bald für 99 Euro das Stück
    > oder gratis im Abo).


    Ja und ? Lass Sie doch.

    > Immer mehr Verlage bieten ihren Content nur noch für
    > Pads an (die sind ja sooo praktisch). Dank DRM ist nahezu sichergestellt,
    > dass der Content (Print, Musik, Videos) nicht geklaut werden
    > kann.

    Das geht mit jedem Windows System mindestens ebensogut.


    > Mag
    > sein, daß es einigen Hackern gelingt, das zu umgehen, aber die werden wie
    > bei den iphones eine mikroskopische Minderheit sein.

    Eben, ich bin dabei ;-).

    > Die meisten Anwender
    > weden brav für den Content zahlen. Umd damit haben die Contentanbieter die
    > Kontrolle über das Next Generation Internet gewonnen.

    Welchen "Content" du meinen könntest erschliesst sich mir allerdings nicht. Das meiste ist so abgeschmackt das ich froh bin das die wenigen Perlen von den ganzen Mainstrema Müll mitfinanziert werden.



    >
    > Nicht die Tatsache, daß die Content-Anbieter die totale Kontrolle über ihre
    > Produkte bekommen werden (das ist sogar ihr gutes Recht), sondern die
    > Zensurmöglichkeiten sind es, was mir Sorgen macht. Wer DRM kapiert hat,
    > weiß was ich meine. Das iphone hat bereits sehr schön vorgeführt, dass
    > Apple spielend leicht Anwendungen deaktivieren kann, ohne dass der User
    > sich dagegen wehren kann. Was mit Anwendungen funktioniert, geht auch mit
    > Content.

    Nun, die Lügen über Klimakatastrophe oder irakische Massenvernichtungsmittel zeigen doch wohl das es einer Zensur nicht Bedarf. So lange es Hetzblätter wie Bild Welt usw gekauft werden ist es sinnlos sich über Zensur Gedanken zu machen.


    >
    > Wenn es in ein paar Jahren fast nur noch Pads gibst, könnten die
    > Printmedien eingestampft werden. Vorwand "Umweltschutz" - man will ja die
    > Bäume schonen - und billiger wirds für die Anbieter sowieso.

    Wenn ich das Temperaturentwicklung der letzten Monate interpoliere werde wir im Juli 2010 alle erfroren sein. Die Erfahrung lehrt das dem nicht so ist, das ist bei Hypes wie diesem Apple MP3 Player (hab den Namen schon wieder vergessen und nehme an es ist heute painlich damit noch rum zu laufen weil es für die Jünger ja so richtig toll besseres gibt) nicht anders .

    > Dann könnte
    > dank flächendeckendem DRM-Content nach Herzenslust zensiert werden. Und die
    > User würden nicht einmal merken, dass ihnen Informationen vorenthalten
    > werden. Freie Blogs, Online-Zeitungen, freie Radiosendungen, wo die Leute
    > völlig "frei nach Schnauze" ihre Meinungen loswerden, könnten so völlig
    > umbemerkt vom Markt gedrückt werden.

    Ein Markt existiert nur wo etwas bezahlt wird. Blogs kriegste nur durch Zensur weg.


    > Und unbequeme Zeitgenossen könnten
    > sogar per automatischem Remote-Entzug des Internet-Zugangs mundtot gemacht
    > werden.

    Klar es ist ja auch so interessant wer was wo labert.


    >
    > Die ganze Entwicklung gefällt mir nicht. Die technischen Möglichkeiten
    > wecken Begehrlichkeiten, und die werden letztlich auch umgesetzt.
    >
    > Na, gefallen euch die neuen Pads jetzt immer noch?

    Was hat das mit dem Apple Meetoo Zeugs zu tun?

  13. Re: Die Pads läuten einen gefährlichen Trend ein

    Autor bernstein 30.01.10 - 22:50

    FooBarBaz schrieb:
    -------------------------------------------------------------- Guck dir das jetzt mal an, jede zeitschrift, jede noch so
    > kleine Webseite muss nun unbedingt eine iPhone-App haben, obwohl die ja
    > immer plädieren, dass ihr Browser so toll verwendbar wäre. Stell dir jetzt
    > mal vor, einige Newsanbieter würden nur noch über "App" ihre Informationen
    > bieten, oder in einem proprietären Format, dass nur Apple verwerten darf.
    > Und stell dir jetzt mal vor, iPads und iPhones haben sich extrem
    > verbreitet, und sind dabei normale PCs zu verdrängen. Stell dir jetzt mal
    > vor, Apple würde plötzlich den Browser abschaffen, mit der begründung, das
    > die "Apps" doch viel angenehmer zu verwenden seien, siehe Youtube.
    mag sein. aber apple hat trotz DURCHSCHLAGENDEM erfog auf dem handy-markt 1-2% marktanteil. auch wenn man jetzt extrem pessimistisch ist, apple ist noch EXTREM weit von solchen szenarios entfernt.

  14. Re: Die Pads läuten einen gefährlichen Trend ein

    Autor VerschwörungsWarnung 30.01.10 - 22:53

    Uiuiui, da hat aber einer ganz schön viel Phantasie ...

  15. Re: Die Pads läuten einen gefährlichen Trend ein

    Autor bernstein 30.01.10 - 22:59

    Sirius1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Nur wenn erst einmal eine kritische Masse zusammenkommt, dann lohnt sich
    > die Unterstützung anderer Systeme nicht mehr.
    Apple ist trotz ipad noch EXTREM weit von "kritischer masse" weg... keine angst. 1% marktanteil auf dem handy-markt ist wirklich nichts. und dass trotz revolutionärem produkt.

    > Und schau dir mal an wie wirklich jede Website eine iPhone-App bereit
    > stellt - obwohl mit Java viel mehr Nutzer erreichbar wären
    Klar nur haben iphone nutzer bei natelanwendungen ca. 70% marktanteil, all die leute die ein java fähiges handy haben wollen keine solchen apps. ausserdem macht es apple extrem einfach apps zu schreiben.

    > (und man auch dort eine anständige GUI umsetzen könnte).
    k.A. wo du herkommst aber das iphone ist doch gerade wegen seiner gui der rennner...

    > Hatte Google mal nicht "don't be evil" als Slogan? Und dann standen sie
    > plötzlich im Ruf die größte Datenkrake und Zensurgehilfe überhaupt zu sein?
    > So schnell kann es gehen - bestimmt nicht ohne Grund.
    na die sammeln zwar fleissig daten aber zensur? klar die halten sich ans gesetz des jeweiligen landes. sollten sie auch. und : ein ruf ist nun wirklich nichts objektives...

  16. Re: Die Pads läuten einen gefährlichen Trend ein

    Autor Sirius1 31.01.10 - 00:36

    bernstein schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sirius1 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Nur wenn erst einmal eine kritische Masse zusammenkommt, dann lohnt sich
    > > die Unterstützung anderer Systeme nicht mehr.
    > Apple ist trotz ipad noch EXTREM weit von "kritischer masse" weg... keine
    > angst. 1% marktanteil auf dem handy-markt ist wirklich nichts. und dass
    > trotz revolutionärem produkt.
    >
    > > Und schau dir mal an wie wirklich jede Website eine iPhone-App bereit
    > > stellt - obwohl mit Java viel mehr Nutzer erreichbar wären
    > Klar nur haben iphone nutzer bei natelanwendungen ca. 70% marktanteil, all

    Wegen dieser 70% beruhigen mich deine zuvor genannten 1% nicht so sehr.

    > die leute die ein java fähiges handy haben wollen keine solchen apps.

    Das stimmt (für mich gesehen) so nicht. Ich habe ein Java-fähiges Handy - aber für diese Telefone wurde nicht an jeder ecke eine App angeboten.

    > ausserdem macht es apple extrem einfach apps zu schreiben.

    Das stimmt - von der Entwicklung bis zur Distribution ist alles rund.
    (Ausgenommen Privat-Entwickler die nur für sich was machen wollen - wer kauft nur zum rumspielen einen Mac und zahlt auch noch die Jahres-Gebühr?)

    > > (und man auch dort eine anständige GUI umsetzen könnte).
    > k.A. wo du herkommst aber das iphone ist doch gerade wegen seiner gui der
    > rennner...

    das war auf java bezogen

  17. Re: Die Pads läuten einen gefährlichen Trend ein

    Autor mööp 31.01.10 - 04:25

    NEIN! Müssen wir dann etwa bald alle für unseren digitalen content richtiges Geld zaheln???

    Können wir uns dann wegen dem DRM nicht mehr alles im Internet zusammenklauen weil wir zu geizig sind! Katastrophe!

    Aber schön das du alle Bürger entmündigst. Ich denke z.B. die Musikindustrie hat kapiert das sie mit: keine Musik als Download anbieten und DRM Musik anbieten, beides nicht weit gekommen ist und deshalb vielerorts der DRM wegfällt. So blöd sind die Leute dann doch nicht.

  18. Re: Die Pads läuten einen gefährlichen Trend ein

    Autor DerDasIphineNutzt 31.01.10 - 07:17

    so-isses schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bevor Ihr allzu unkritisch mit den Pads umgeht, möchte ich hier mal zum
    > Nachdenken über die Konsequenzen anregen.
    >
    > Letztlich leitet das ipad das Ende der Freiheit aller Bürger ein. Warum?
    >
    Das hat man von der Eisenbahn, vom Auto, dem Walkman etc. auch gesagt

    > Weil das ipad das erste Gerät einer Zensur-Infrastruktur ist. Erst lockt
    > man alle Leute dazu, sich ein Pad zu kaufen (bald für 99 Euro das Stück
    > oder gratis im Abo). Immer mehr Verlage bieten ihren Content nur noch für
    > Pads an (die sind ja sooo praktisch). Dank DRM ist nahezu sichergestellt,
    > dass der Content (Print, Musik, Videos) nicht geklaut werden kann. Mag
    > sein, daß es einigen Hackern gelingt, das zu umgehen, aber die werden wie
    > bei den iphones eine mikroskopische Minderheit sein. Die meisten Anwender
    > weden brav für den Content zahlen. Umd damit haben die Contentanbieter die
    > Kontrolle über das Next Generation Internet gewonnen.
    >
    Das für legalen Inhalt (Bücher, Spiele etc.) gezahlt werden soll, kann ich gut verstehen. Wenn ich eine App schreibe, oder ein Buch, bekomme ich auch gern die dafür fälligen Tantiemen.

    Wer sich ein iPhone kauft weiss, dass er nicht so ohne weiteres illegales Zeug drauf laden kann. Wer anderes vor hat, kann sich gern ein Android Handy besorgen.

    > Nicht die Tatsache, daß die Content-Anbieter die totale Kontrolle über ihre
    > Produkte bekommen werden (das ist sogar ihr gutes Recht), sondern die
    > Zensurmöglichkeiten sind es, was mir Sorgen macht. Wer DRM kapiert hat,
    > weiß was ich meine. Das iphone hat bereits sehr schön vorgeführt, dass
    > Apple spielend leicht Anwendungen deaktivieren kann, ohne dass der User
    > sich dagegen wehren kann. Was mit Anwendungen funktioniert, geht auch mit
    > Content.
    >
    Wer das iPad nutzt, um Bücher zu lesen, nutzt das Angebot von Verlagen und die stellen die Bücher beim iBookstore ein. Wenn Apple versucht den Content von Verlagen zu zensieren, wird das so nicht klappen.
    Dass Apple bei den Apps eine Auswahl trifft ist ihr gutes Recht, schliesslich ist es deren Store und wer sich darüber beschwert, dass bei der BildApp die Brüste zensiert werden sollte sich über den Einsatz seines iPhoones Gedanken machen.

    > Wenn es in ein paar Jahren fast nur noch Pads gibst, könnten die
    > Printmedien eingestampft werden. Vorwand "Umweltschutz" - man will ja die
    > Bäume schonen - und billiger wirds für die Anbieter sowieso. Dann könnte
    > dank flächendeckendem DRM-Content nach Herzenslust zensiert werden. Und die
    > User würden nicht einmal merken, dass ihnen Informationen vorenthalten
    > werden. Freie Blogs, Online-Zeitungen, freie Radiosendungen, wo die Leute
    > völlig "frei nach Schnauze" ihre Meinungen loswerden, könnten so völlig
    > umbemerkt vom Markt gedrückt werden. Und unbequeme Zeitgenossen könnten
    > sogar per automatischem Remote-Entzug des Internet-Zugangs mundtot gemacht
    > werden.
    >
    Bitte, trenne Internet und iPad, Pads benutzen das Internet und selbst der Chinesischen Regierung gelingt es nicht, das INet vollständig zu zensieren - und die haben Erfahrung mit Zensur.

    > Die ganze Entwicklung gefällt mir nicht. Die technischen Möglichkeiten
    > wecken Begehrlichkeiten, und die werden letztlich auch umgesetzt.
    >
    > Na, gefallen euch die neuen Pads jetzt immer noch?

  19. Re: Die Pads läuten einen gefährlichen Trend ein

    Autor kostja250581 31.01.10 - 21:07

    @so-isses: Ich sehe das nicht so schwarz. Firmen wie Apple zensieren stark, stimmt, aber Google interessiert die Zensur nicht. Ich finde Google hat mit Andoid den Markt ordentlich aufgemischt. Nexus One z.B unterstützt Multitouch, Google aber gibt dafür kein Geld aus. Somit ist die Android-Community für die Treiber selber verantwortlich. Das macht die Android Handys ziemlich interessant. Im Grunde kann man mit dem Android Handy alles machen. Und überhaupt, schau dir mal Linux an. Ich persönlich denke die Zukunft gehört den freien Betriebsystemen, wie Linux, FreeBSD ect. Natürlich wird der Kommerz die Systeme im Falle einer sehr großen Verbreitung beeinflussen wollen. Trotzdem sowas wie absolute Freiheit wird es nie geben aber eine absolute Macht des Kommerzes wird es auch nicht geben. Der Spielraum verlagert sich nur immer auf dem Platz des meisten Interesses. Allein schon die Tatsache das der Kommerz selbst, in seiner Konkurrenz, mit einem Betriebssystem wie Andoid, allen ein Schlag ins Gesicht verteilt, sagt doch, dass es immer Interessen geben wird ohne Rücksicht auf die anderen. Es geht hier um den Profit, und wenn mehr Profit mehr Freiheit bedeutet, wird mehr Freiheit angeboten. MFG

  20. Re: Die Pads läuten einen gefährlichen Trend ein

    Autor Echt mal 01.02.10 - 10:59

    so-isses schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... Wer DRM kapiert hat,
    > weiß was ich meine.
    > ...
    > Die ganze Entwicklung gefällt mir nicht.
    > ...
    > Na, gefallen euch die neuen Pads jetzt immer noch?

    Hä? Das ist einfach Polemik. Ich dachte, dass es interessant wird, aber schon der Anfang war recht übel. Ich las nur weiter, um die typischen Merkmale einer verblödeten Diskussionsführung zu finden.

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