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"Wenn wir nur einen fairen Preis bezahlen würden..."

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  1. "Wenn wir nur einen fairen Preis bezahlen würden..."

    Autor mha9172 27.04.12 - 21:34

    Zitat: "Wenn wir nur einen fairen Preis für die Rohstoffe der Dritten Welt bezahlen würden, dann hätten diese keine Probleme mehr."

    Wer so einen Satz nicht nur schreibt sondern auch MEINT, der glaubt auch an den Weihnachtsmann und hat sein bisheriges Leben im Kloster in den Bergen verbracht - OHNE jegliche Kommunikation mit "draußen". Anders lässt sich so eine Weltfremdheit kaum erklären.

    Aber mal noch ein Gedanke: Wenn wir NICHTS kaufen würden aus solchen Gebieten, wird es DANN dort besser? Irgendwie ein genauso blödsinniger Gedanke. Ich sehe weder Konsumverzicht noch mehr zu bezahlen als in irgendeiner Weise hilfreich an.

    *Der Wandel muss DORT vor Ort geschehen.*

    Sagt mal, denkt die heutige Jugend (ich nehme an, der Altersdurchschnitt der Schreiber hier ist wesentlich niedriger als mein eigenes Alter, liest sich jedenfalls immer so) genauso kurz wie ich Schach spiele (vor 15 Jahren gegen 8bit Computer im Schachprogramm trotz niedrigster Spielstufe regelmäßig nach 5min Schachmatt), also immer nur max. 1 Zug weit denken, mehr geht nicht? 90% der Artikel hier sind - nicht nur diesmal - genau mit diesem Problem behaftet, und einfach nur dämlich. Immer gleich die erste Parole rufen, die im hohlen Kopf hochkommt, und das ist zu 100% nicht mal eine selbst gefundene Meinung (ich duck' mich jetzt lieber weg).



    6 mal bearbeitet, zuletzt am 27.04.12 21:53 durch mha9172.

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  2. Re: "Wenn wir nur einen fairen Preis bezahlen würden..."

    Autor blackbirdone 27.04.12 - 21:45

    wenn ich 600 euro für nen handy hinblätter sehe ICH persönlich das als eine große investition und viel geld an frechheit zu behaupten wir würden dafür nicht bezahlen, klar das apple und co sich ca 300 euro geiwnn abzwacken ist nicht neu, würden die 5 euro mehr für die rohstoffe bezahlken schmälert das den gewinn das wollen die konzerne nicht, nicht wir konsumenten wir bezahlen bereits jetzt unsummen

    traurig ist es natürlich trotzdem aber wir sind nicht schuld, wenn die leute das tun müssen um sich bissel reis zu verdienen liegt das problem bestimmt an unserem konsum... bei 3,1 milliarden gewinn wäre ja theoretisch genug geld zum bezahlen da, nur fehlt es dann den managern die sich die 7t villa nichtmehr leisten könnten

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  3. Re: "Wenn wir nur einen fairen Preis bezahlen würden..."

    Autor amp amp nico 28.04.12 - 00:43

    [++]

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  4. Re: "Wenn wir nur einen fairen Preis bezahlen würden..."

    Autor kiviuq 28.04.12 - 01:06

    >
    > Aber mal noch ein Gedanke: Wenn wir NICHTS kaufen würden aus solchen
    > Gebieten, wird es DANN dort besser?
    Ja, definitiv.

    > Irgendwie ein genauso blödsinniger
    > Gedanke. Ich sehe weder Konsumverzicht noch mehr zu bezahlen als in
    > irgendeiner Weise hilfreich an.
    Ich kaufe gerne FairtradeProdukte. Wenn ich weiss das mit dem Geld (es sind manchmal nur 1-2 Euro mehr) verhindert werden kann, dass Kinder statt in der Schule zu sein auf dem Feld ackern müssen und damit die nächste Generation habe-nichtse aufwächst. Ich mache ich das gerne. Konsumverzicht ist sicherlich keine massenkompatible Lösung, aber die Leute zu sensibilisieren, wie es mit diesem Artikel passiert ist 100%ig der richtige Weg. Das gleiche Problem existiert ja auch in der Textil- und der Lebensmittelbranche.

    >
    > *Der Wandel muss DORT vor Ort geschehen.*
    >
    > Sagt mal, denkt die heutige Jugend (ich nehme an, der Altersdurchschnitt
    Ich bin 42 und sehe das ganauso . Jugend hin uder her. Das Problem ist natürlich vor Ort die massive Korruption. Aber "Wandel vor Ort" kann auch bedeuten lokale Produkte herzustellen und zukaufen.

    Wie gesagt Konsumverzicht ist keine Lösung per se, aber Konsum ist auch keine biologische Konstante. In Griechenland entwicklet sich wieder eine lokaler Tauschhandel der auf Kooperation basiert. Ich denke Fairtrade ist daher ein gangbarer Mittelweg (für die es sich leisten können) , weil er der Korruption das Wasser abgräbt und das Bewusstsein für die Herstellungskette weckt.

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  5. Re: "Wenn wir nur einen fairen Preis bezahlen würden..."

    Autor beaver 28.04.12 - 21:20

    Ich versteh nicht was du meinst.
    Ich meine klar, das würde wohl alleine wegen der Korruption und der Machtgier nicht klappen/passieren, aber deswegen es als Unsinn abtun? Weißt du denn überhaupt wie wir Deutschen wieder auf die Füße gekommen sind nach dem Zweiten Weltkrieg?
    Wenn die Alliierten uns damals als Billiglohnland missbraucht hätten, sähe es heute bei uns auch nicht besser aus als in Afrika. Aber bei Deutschland lohnt es sich halt nicht, weil wir keine solchen Ressourcen haben. Naja, es fängt ja eigentlich langsam auch hier an... Dank Leuten wie dir.

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  6. Re: "Wenn wir nur einen fairen Preis bezahlen würden..."

    Autor LeChiffre 29.04.12 - 02:30

    Stimme dem TE größtenteils zu. Fairtrade ist eine Marke um das Bedürfniss nach einem gutem Gewissen zu befriedigen. Achtet mal auf Produkte die das Fairtrade Siegel tragen: es sind meistens die gleichen Unternehmen (oder Subunternehmen) die auch Massenware zu Billiglöhnen herstellen. Warum sollte da die gewinnbringende Sparte des Fairtrades ausgelassen werden? Letztendlich geht es auch nur um ein Produkt. Nur Verbrauchern wird ein schlechtes Gewissen eingeredet, die Unternehmen interessiert es einen Dreck. Nur ab und zu wenn ein klarer Trend zu erkennern ist (vor einem Jahr CO2 Bilanz, heute Fairtrade) wird von diesen Konzernen ein wenig Öffentlichkeitsarbeit geleistet um das Image aufzubessern. Wenn man wirklich helfen möchte sollte man vor Ort was tun, z.B mit Frewiwilligenarbeit. Wer garantiert mir denn, dass das Geld auch nachdem es den Umweg über das Unternehmen gemacht hat, bei dem Arbeiter ankommt?

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