1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Hedgefonds klagt: Apple soll seine…

140 Mrd. sind zu viel ...

Anzeige
  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. 140 Mrd. sind zu viel ...

    Autor: Anonymer Nutzer 08.02.13 - 10:36

    Barrücklagen sind super. Lieber Guthaben als Schulden - ein Prinzip, an dem sich mehr orientieren sollten. Ja, ich weiß, mit Fremdkapital und vielen Investitionen kann der Theoretiker unter den BWL'ern den Gewinn noch weiter maximieren, aber eben auch nur in der Theorie. 7 Mrd. Menschen werden nicht jedes Jahr 40 Mrd. Telefone kaufen.

    ABER: 140 Mrd. Dollar aus dem Geldkreislauf zu entnehmen, nur um überhaupt nichts damit zu machen und sich vollkommen sinnlos abzusichern, das ist unverantwortlich. Mit 140 Mrd. Dollar kann Apple vermutlich x Jahre nichts tun ohne mal ins Minus zu rutschen - so etwas würde nie passieren, da man dann sinnvollerweise eher das Unternehmen auflöst, als sein Guthaben auslaufen zu lassen. Dass man 70 Jahre am Stück jeweils 2 Mrd. Verlust macht, wäre ebenfalls sinnlos ...

    Von daher ist es unverständlich und unverantwortlich, was Apple treibt.

    Man muss die Kohle übrigens nicht zwingend an die Aktionäre auszahlen. Gewinnbeteiligung für die Mitarbeiter und Partner, Investitionen, Verzicht auf Subventionen, Spenden, usw. Ist alles ok. Warum also nicht ein wenig selbst produzieren, Foxconn unterstützen, Datacenter auf eigene Kosten statt auf Basis von Subventionen bauen und "nur" 30 Mrd. Rücköagen behalten?

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  2. Re: 140 Mrd. sind zu viel ...

    Autor: KTVStudio 08.02.13 - 10:52

    Die Kohle liegt doch bestimmt bei der Verbandssparkasse Cupertino und damit wird das Geld auch benutzt um die Aktionen der Verbandssparkasse umzusetzen. Ergo ist das Geld nicht vom Markt genommen sondern solide angelegt in z.B. Privatdarlehen für Immobilienbau.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  3. Re: 140 Mrd. sind zu viel ...

    Autor: hairetic 08.02.13 - 11:19

    Nein,das Geld liegt - wohlbekannt - unter Onkel Steves alter Matratze.
    Fein säuberlich in einer Socke verstaut.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  4. Re: 140 Mrd. sind zu viel ...

    Autor: Oldschooler 08.02.13 - 11:25

    Es ist Apples Geld, also können sie tun und lassen was sie damit wollen. Keine Heuschrecke, irgend ein Linker oder sonst irgendwer hat ihnen vorzuschreiben dass sie das Geld in Umlauf bringen sollen!

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  5. Re: 140 Mrd. sind zu viel ...

    Autor: DY 08.02.13 - 11:35

    Oldschooler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist Apples Geld, also können sie tun und lassen was sie damit wollen.
    > Keine Heuschrecke, irgend ein Linker oder sonst irgendwer hat ihnen
    > vorzuschreiben dass sie das Geld in Umlauf bringen sollen!


    Das Geld gehört denen, denen Apple gehört.
    Und das sind die Anteilseigner, die für ihren Anteilsschein viel Geld bezahlt haben.
    Apple hat ja mit Herausgabe der Aktien Geld eingenommen, welches sie sich sonst am Kreditmarkt hätten leihen müssen. Somit wären Banken in die Entscheidungen eingebunden.
    Das hat sich Apple erspart, aber die Anteilseigner haben Anspruch auf Verwendung des Geldes.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  6. Re: 140 Mrd. sind zu viel ...

    Autor: Oldschooler 08.02.13 - 11:42

    DY schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Geld gehört denen, denen Apple gehört.
    > Und das sind die Anteilseigner, die für ihren Anteilsschein viel Geld
    > bezahlt haben.
    > Apple hat ja mit Herausgabe der Aktien Geld eingenommen, welches sie sich
    > sonst am Kreditmarkt hätten leihen müssen. Somit wären Banken in die
    > Entscheidungen eingebunden.
    > Das hat sich Apple erspart, aber die Anteilseigner haben Anspruch auf
    > Verwendung des Geldes.

    In einer Aktiengesellschaft haben die Anteilseigner ein Mitspracherecht, mehr nicht! Finanzielle Entscheidungen obligen nur der Geschäftsführung, alles weitere wird auf einer Hauptversammlung besprochen und nicht vor Gericht oder durch irgend welche Leute mit Finanzhalbwissen. Wenn ein Fond meint, die Strategie müsste geändert werden, dann soll er den Großteil der Anteilseigner überzeugen oder mehr als 50% der Aktien kaufen...

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  7. Re: 140 Mrd. sind zu viel ...

    Autor: miauwww 08.02.13 - 11:49

    KTVStudio schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Kohle liegt doch bestimmt bei der Verbandssparkasse Cupertino und damit
    > wird das Geld auch benutzt um die Aktionen der Verbandssparkasse
    > umzusetzen. Ergo ist das Geld nicht vom Markt genommen sondern solide
    > angelegt in z.B. Privatdarlehen für Immobilienbau.

    wenn es so angelegt ist, ist es m.e. kein barvermögen mehr. m.e. wäre ein reinvestment eine bessere methode, mit dem geld umzugehen....

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  8. Re: 140 Mrd. sind zu viel ...

    Autor: KTVStudio 08.02.13 - 12:14

    Barvermögen heißt doch das die Kohle auf der Bank liegt und abheb-bereit ist oder nicht?

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  9. Re: 140 Mrd. sind zu viel ...

    Autor: Freiheit 08.02.13 - 13:00

    Stark,... Heuschrecken und Linke in unmittelbarem Zusammenhang, quasi als gleichförmige Bedrohung des ehrbaren Kapitalisten... Waghalsiges Manöver ;-)

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  10. Re: 140 Mrd. sind zu viel ...

    Autor: AveN 08.02.13 - 13:24

    Freiheit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stark,... Heuschrecken und Linke in unmittelbarem Zusammenhang, quasi als
    > gleichförmige Bedrohung des ehrbaren Kapitalisten... Waghalsiges Manöver
    > ;-)

    1++



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.02.13 13:24 durch AveN.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  11. Re: 140 Mrd. sind zu viel ...

    Autor: tingelchen 08.02.13 - 13:32

    Das und natürlich die Sparsocke ;)

    Allerdings dürfte es zweifelhaft sein das Apple ihre ~140 Mrd USD in einer Socke verstaut haben ;) Daher ist davon aus zu gehen dass dieses Geld auf der Bank liegt. In Form eines Festgeldkontos z.B.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  12. Re: 140 Mrd. sind zu viel ...

    Autor: tingelchen 08.02.13 - 13:37

    Ob unverantwortlich oder nicht. Man kann ein Unternehmen nicht darauf verklagen die Barreserven aus zu geben. Apple hat dieses Geld eingenommen und ist damit das Geld der Firma. Wäre ja noch schöner wenn man fremde verklagen kann ihr Geld aus zu geben oO

    Ob es Sinn macht soviel Geld rum liegen zu lassen, steht auf einem anderen Blatt. Fakt ist, dieses Geld sichert die Firma und damit alle Angestellten ab.


    Aber mit Absicherungen können BWL'er ja nichts anfangen. Die können nur Schulden machen, die Barreserven aus schütten und bei schlechten Zeiten Angestellte entlassen, weil kein Geld da ist.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  13. 140 Mrd. sind kein Barvermögen!

    Autor: DeathMD 08.02.13 - 14:29

    Wieso reden hier immer alle von Barvermögen, einer hat es richtig erkannt: Barvermögen = Kassa, Bank
    Das ist nur ein Bruchteil von den 140 Mrd.. Die 140 Mrd. sind Rücklagen, davon muss ein Teil sowieso gebildet werden, weil Apple eine AG ist und der größte Teil sind Gewinnrücklagen (2012 ca. 101 Mrd.) und ja das ist ein wenig viel weil dieses Kapital ungenützt vergammelt. Allerdings würde ich es nicht ausschütten nur weil sich ein Hedgefond Manager mal wieder verspeckuliert hat. Es wäre aber ein schönes Zeichen für die Aktionäre wenn Apple eine höhere Dividende ausgeben würde, quasi als Dankeschön an sie, dafür weil sie das Geld nicht teuer in Form von Krediten bei den Banken aufnehmen mussten. Auch eine Gewinnbeteiligung für die Mitarbeiter wäre sicherlich motivationsfördernd gewesen, oder eine Investition in eine Fertigungstätte in den USA mit amerikanischen Arbeitern, weil sie dadurch den heimischen Markt indirekt stützen können, weil Arbeit bedeutet Geld und das wiederrum Kaufkraft.
    Sie hätten die Chance um als Vorbild hervorzustechen, diese Chance verschenken sie aber und produzieren wie alle anderen auch billigst in China und verdienen noch mehr als alle anderen Hersteller, weil sie einen Aufschlag verlangen der eingentlich schon an Frechheit grenzt. Durch Investitionen in Betriebstätten von Foxconn und anderen sicherten sie sich noch zusätzlich Preise in der Fertigung, die kein anderer Hersteller bekommt, da wird aus dem minimal höheren Lohn für die Arbeitskräfte nur eine billige Augenauswischerei.
    Es fordert natürlich niemand, dass sie all ihre Reserven sofort ausgeben sollen und ein unnötiges Risiko eingehen, aber mit dem vorhandenen Kapital sollte man schon sinnvoll wirtschaften und es nicht einfach in der Ecke verrotten lassen. So kommt es mir nur vor, als würden sie bereits damit rechnen, dass auf Grund fehlender Innovationen in letzter Zeit, die Firma auf eine Talfahrt zusteuert und das macht auch nicht gerade ein gutes Bild auf die Aktionäre.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.02.13 14:30 durch DeathMD.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  14. Re: 140 Mrd. sind kein Barvermögen!

    Autor: proxydlx 08.02.13 - 14:53

    du hast nicht wirklich ahnung.. ganz offensichtlich...

    "Allerdings würde ich es nicht ausschütten nur weil sich ein Hedgefond Manager mal wieder verspeckuliert hat"

    den Aktionaeren gehoert der Laden Apple AG... und wenn Apple es nicht schafft ihr Vermoegen besser anzulegen als ihre Inhaber, sind sie verpflichtet das Kapital auszuschuetten!

    kleiner auszug aus nem finance skript 1.semester
    Solange Rendite der Realinvestition > eigene Finanzinvestition der Aktionäre => Realinvestition tätigen, ansonsten: Dividende

    Finanzmanager kann entweder Realinvestition tätigen, oder Dividenden ausschütten; dann können Geldgeber selber investieren


    ich glaube damit ist alles gesagt...

    erst denken dann schreiben... BITTE!

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  15. Re: 140 Mrd. sind zu viel ...

    Autor: Anonymer Nutzer 08.02.13 - 15:25

    Oldschooler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist Apples Geld, also können sie tun und lassen was sie damit wollen.
    Klar. Lass mal die 100 reichsten in Deutschland ein Jahr nichts ausgeben, dann siehst Du was passiert. Wenn kein Geld fließt, kannst Du kein Geld verdienen. So einfach ist das.

    Wessen Zweck dient denn dieses Geld. Es dient weder den Aktionären, noch den Mitarbeitern und auch nicht der Gesellschaft. Hm ... also einer rechtlichen Person, die eigentlich den Besitzern unterstellt ist.

    > Keine Heuschrecke, irgend ein Linker oder sonst irgendwer hat ihnen
    > vorzuschreiben dass sie das Geld in Umlauf bringen sollen!
    Apple gehört den Aktionären. Denk einfach mal darüber nach, was Aktiengesellschaft bedeutet.

    Und bitte denke mal darüber nach, was es bedeutet, wenn jeder der Geld hat tun und lassen kann, was er will. Das ist ein Armutszeugnis für eine Gesellschaft, wenn einzelne utopisch viel haben und andere kaum überleben können. Klar dürften die nach Gesetzen ... aber ob man das moralisch vertreten will ist doch eine ganz andere Frage.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  16. Re: 140 Mrd. sind zu viel ...

    Autor: Anonymer Nutzer 08.02.13 - 15:26

    Freiheit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stark,... Heuschrecken und Linke in unmittelbarem Zusammenhang, quasi als
    > gleichförmige Bedrohung des ehrbaren Kapitalisten... Waghalsiges Manöver
    > ;-)
    Was glaubst Du, wo der Begriff "soziale Marktwirtschaft" herkommt und warum man die zumindest in der Theorie der absoluten, reinen Marktwirtschaft vorziehen will?

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  17. Re: 140 Mrd. sind zu viel ...

    Autor: Anonymer Nutzer 08.02.13 - 15:31

    tingelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ob unverantwortlich oder nicht. Man kann ein Unternehmen nicht darauf
    > verklagen die Barreserven aus zu geben.
    Natürlich kann man. Wie sonst sollte man als Aktionär durchsetzen, was die Geschäftsführung verbockt?

    > Apple hat dieses Geld eingenommen
    > und ist damit das Geld der Firma.
    Es ist das Geld der Aktionäre, das dem Unternehmen überlassen ist um Geschäfte damit zu machen und eine Verzinsung für den Aktionär zu erzielen. Apple hat aber bekanntlich noch nicht so oft Dividende gezahlt. Und wenn sich die weigern erfüllen sie auch ihr Versprechen gegenüber dem Aktionär nicht.

    > Wäre ja noch schöner wenn man fremde
    > verklagen kann ihr Geld aus zu geben oO
    Wieso Fremde? Apple ist Schuldner der Aktionäre (im übertragenen Sinn).

    > Ob es Sinn macht soviel Geld rum liegen zu lassen, steht auf einem anderen
    > Blatt. Fakt ist, dieses Geld sichert die Firma und damit alle Angestellten
    > ab.
    Ja, aber 140 Mrd.? 14 Jahre lang 10 Mrd. Verlust machen? Ist doch Quatsch.

    > Aber mit Absicherungen können BWL'er ja nichts anfangen. Die können nur
    > Schulden machen, die Barreserven aus schütten und bei schlechten Zeiten
    > Angestellte entlassen, weil kein Geld da ist.
    Naja, beim Geldkreislauf sprechen wir von VWL. Ist immer ein wenig doof, wenn man alle anderen als blöd bezeichnen will, selbst aber die Faktenlage nicht genau kennt.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  18. Re: 140 Mrd. sind zu viel ...

    Autor: Tuxianer 08.02.13 - 18:22

    tingelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ob unverantwortlich oder nicht. Man kann ein Unternehmen nicht darauf
    > verklagen, die Barreserven auszugeben. Apple hat dieses Geld eingenommen
    > und damit gehört das Geld der Firma. Wäre ja noch schöner, wenn man Fremde
    > verklagen kann, ihr Geld auszugeben oO

    (Korrekturen nicht persönlich nehmen; da zuckt nur die Lehrerhand durch...)

    Bin mal gespannt, ob diese Klage im Land der unbegrenzten Dummheit doch irgendwie geht; immerhin hat der Hedgefont sie ja eingereicht, was heißt, sie wurde immerhin schon mal angenommen.


    > Aber mit Absicherungen können BWL-er ja nichts anfangen. Die können nur
    > Schulden machen, die Barreserven ausschütten und bei schlechten Zeiten
    > Angestellte entlassen, weil kein Geld da ist.

    BWL-er lernen, wie VWL-er auch, dreibuchstabige Abkürzungen für amerikanische Worthülsen und die zugehörigen relativ einfachen Bruchrechnungen mit ein paar Variablen, und zwar vor allem deswegen, weil man daraus für presentation meetings unglaublich beeindruckende Graphen erstellen kann! Dahinter stehen mit wenigen Ausnahmen ziemliche Binsenweisheiten der Betriebsführung, die ein 12-Jähriger nicht allzu sehr zugedröhnter Bub (oder sein Mädel) auch nachvollziehen kann. Dann rechnen die *WL-ler, und sie rechnen das aus, wofür sie bezahlt werden.

    Wenn die Rechnung erbringt, dass es mehr Kohle bringt, eine neue Abteilung a aufzubauen oder gleich einen Betrieb b zu kaufen und umzustrukturieren, dann sagen sie das.

    Wenn die Rechnung erbringt, dass es mehr Kohle bringt, die Abteilung x aufzulösen oder den Betrieb y zu kaufen und dann kaputt zu machen, dann sagen sie auch das. Die Entscheidung treffen dreibuchstabige amerikanisiert-kapitalistische Schäffs, heute ceo oder sco genannt. Denn die schauen genau nach einer Sache: Bringt die Handlung nach der Rechnung des Beraters bis zum Monatsende mehr Kohle? Was danach kommt, ist egal; dann sind sie eh schon auf dem Weg zur nächsten Firma; bis der Irrtum auffliegt (sprich: die mittel- und langfristigen Konsequenzen sichtbar werden), ist die Vierteljahresbilanz, die demnächst (auf dem Weg ins Chaos) offiziell zur Monatsbilanz verkürzt wird, schon gefälscht, äh vorgelegt, und sie sieht gut aus.

    Außerdem darf man dem Hedgefontler nicht böse sein: 137 MRD Dollar ist zwar nicht viel für ein Land, das derzeit mit 16'400 Milliarden Dollar in der Kreide steht und unter anderem dank seiner nach wie vor aktiven Kiegführung immer tiefer absackt. Aber da Europa langsam ausgemolken ist, Russland sich noch erfolgreich gegen das Melken wehrt und China und Indien einfach zu große Kühe sind - und Hörner tragen! -, muss man in den USA langsam nach Strohhalmen greifen. Und Hedgefonts sind wunderbare Mittel, um Geld von Privatanlegern (formal) in Nichts umzuwandeln; das haben die künstlich erschaffene Immobilienkrise und die ebenso künstlich und gleichermaßen zielgerichtete Bankenkrise ja gezeigt. Wenn Apple nun gezwungen wird, so viel Geld irgendwie anzulegen, dann kann und wird diese Anlage halt ein Vollverlust werden, und - schwupp - sind die amerikanischen Schulden um ...: 0.8353658536585365 Prozent reduziert !

    Wenn es nicht so ernst wäre, müsste man echt losprusten: Die mit Abstand (virtuell) wertvollste Firma der USA kann deren Schulden noch nicht mal um 1 Prozent senken!

    Zwar werden die USA, weil ja komischerweise alle modernen Götter, nämlich die Ranking-Agenturen, dort ihren Göttersitz haben und deren Weisungen ohne das Wagnis des Zweifels von allen anderen Staaten der Welt und ebenso von allen Banken inklusive der Weltbank klaglos ausgeführt werden, sicher auch dann nicht unter AAA+++ fallen, wenn sie noch zehn Mal mehr Schulden haben, aber selbst der geringstmögliche Zinssatz größer Null wird irgendwann zum Problem. Er ist es eigentlich jetzt schon, wenn man mal ein wenig rechnet.

    Damit die unvorstellbaren Zahlen etwas greifbarer werden: Teilt man die Gesamtschuld von 16'400 Milliarden durch die Zahl der (offiziellen) 300 Millionen Einwohner, dann sind es immer noch 54'666.667 Millionen Dollar pro Bürger, oder eben 54.6 Milliarden Dollar ... von Bill Gates abgesehen, hat wohl niemand in den USA so viel Geld; er könnte also, wenn er sein Vermögen dem Staat gibt, die amerikanischen Schulden um 1/300-Millionstel senken ... ;--|

    Und die Zinsen? Nehmen wir mal an, die USA können sich Geld zum Zinssatz von 0.1 Prozent pro Jahr ausleihen; ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass jemand für noch weniger Zinsen Geld verleiht, das ist ja auf jeden Fall unter der Inflationshöhe, sprich: wer so billig Geld verleiht, macht es kaputt.

    Aber tun wir uns mal den Gefallen: bei 1 Zehntel Prozent Zinsen müsste jeder der rund 300 Millionen Amerikaner jedes Jahr $ 54'666.67 an Zinsen bezahlen, nur, damit es nicht mehr Schulden werden. Also, bei allem Glauben an die amerikanische Wirtschaftsleistung, die ja die größte und beste der Welt ist (hüstel), aber selbst bei solchen Traumzinsen - die Inflation ist bedeutend höher! - halte ich es für absolut irreal, solche Beträge zu erwirtschaften. Nicht nur, dass nur wenige Amerikaner über 50 Tausend Dollar pro Jahr an Schuldzinsen aufzubringen in der Lage wären, um ihren Staat zu retten; es müsste ja im Durchschnitt jeder 54'667 Dollar mehr erwirtschaften, als er zum Leben wirklich braucht. Die Geringverdiener, die nicht mal so viel verdienen, können das logischerweise nicht, also müssten andere mehr zahlen.

    Wenn die USA könnten, wie sie wollten, würden sie ihren Schuldenberg wohl gerne auf Europa mitverteilen; das gäbe dann nochmal etwa gleich viele Einwohner dazu und demnach $ 27'333.34 pro Person ... immer noch ein wenig viel, nicht? Russland dazu, also noch mal 300 Millionen Einwohner, dann wäre es immerhin fast ein Siebtel der Erdbevölkerung; nun kosten die AMERIKANISCHEN ZINSEN pro betroffenem Bürger "nur noch" $ 18'222.23 pro Jahr. Ist irgendwie immer noch ein wenig viel, oder? Gut, lassen wir die ganze Welt mit bezahlen, dann sind es immerhin 7.5 Milliarden Zinslastträger, macht 2'186.67 Dollar pro Bürger der Erde! Das klingt mal nicht so schlecht, oder?

    Wenn man allerdings bedenkt, dass wahrscheinlich 2 bis 3 Milliarden dieser Menschen pro Tag mit gut einem bis zwei Dollar auskommen müssen, weil die oft unter US- oder China-Führung betriebenen Agrar-, Näh- und Schuhherstellungsausbeuterfirmen eben denen, die arbeiten, so pervers wenig Lohn bezahlen (und Lohnnebenkosten eh nicht, selbst dort nicht, wo es gesetzlich vorgeschrieben ist), also im Jahr so auf 400 bis vielleicht 800 Dollar kommen ... dann sind über 2'000 Dollar immer noch sehr unrealistisch, zumal diese Leute etwa 95 Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel und Kleidung brauchen und sich einen Arzt eh nicht leisten können.

    Selbst bei einem Hundertstel Prozent an Zinsen - unrealistisch - wären es eben je 1/10 dieser Beträge, und 5'467 Dollar pro Amerikaner an Zinslast ist immer noch ein Happen, der für Familien und Niedriglohnbezüger wohl nicht grad so aus der Burgerkasse bezahlt ist.

    All diese Zahlenspiele ... im Grunde geht es darum, dass die USA einen Schuldenberg vor sich herschieben, dessen Zinslast die aktuelle Weltwirtschaftsleistung massiv übersteigt, es sei denn, der Zinssatz bewegt sich näher bei einem Tausendstel als einem Hundertstel Prozent. Und das in Zeiten, in denen man in den entwickelten und wirtschaftlich starken Ländern genau wie in den Billig-Lohn-Ländern von Frieden spricht und nur geringe Anteile dieser Wirtschaftsleistung von Natorkatastrophen wieder vernichtet werden.

    Conclusio:
    Ist angesichts dieser Tatsache die Frage, ob die Firma Apple ihr Pendent von 0.8 Prozent gegenüber diesem Schuldenberg über Hedgefont-Geldvernichtung abbezahlen soll oder weiter virtuell horten darf, oder ob sie an ein paar Tausend Aktien-Inhaber ein paar Dollar Dividende ausschütten soll, von irgendeinem Belang?

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  19. Re: 140 Mrd. sind kein Barvermögen!

    Autor: Tuxianer 08.02.13 - 18:47

    proxydlx schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > du hast nicht wirklich ahnung.. ganz offensichtlich...

    Warum müssen eigentlich manche 'Autoren' in diesem Forum dauernd den Mangel an ihrem eigenen sprachlichen wie menschlichen Niveau unter Beweis stellen? Wer andere beleidigt, zeigt nur, dass er keine Argumente mehr hat.


    > den Aktionaeren gehoert der Laden Apple AG... und wenn Apple es nicht
    > schafft ihr Vermoegen besser anzulegen als ihre Inhaber, sind sie
    > verpflichtet das Kapital auszuschuetten!

    Nein, das ist ganz einfach nicht wahr. Apple ist durch keinerlei Gesetz gezwungen, Geld auszuschütten. Sollte dies nicht zutreffen, bitte verweisen Sie auf den entsprechenden Gesetzesartikel, oder, noch besser: kopieren Sie ihn hier hinein; bei Gesetzestexten ist das legal, wenn man die Quelle angibt.

    Es mag dumm sein, so viel Geld (virtuell) zu horten, anstatt es wirtschaftlich zu nutzen; es mag noch dümmer sein, wenn es nicht zur Schaffung amerikanischer Arbeitsplätze eingesetzt wird und es mag auch kein gutes Licht auf die Firma werfen, wenn sie sich mit derartigen Beträgen für Eventualitäten absichern will, weil das den Anschein erweckt, als ob sie wirklich mit so großen Problemen rechnet. Aber: es ist eine Entscheidung, die die Geschäftsleitung zu fällen berechtigt ist. Die Geschäftsleitung kann in einer Aktionärsversammlung zwar zu gewissen Handlungen gezwungen werden, aber dafür braucht es gewisse Rahmenbedingungen:
    1. 50.01 Prozent der an der Sitzung direkt oder in nachweislicher Vertretung vertretenen Stimmrechte stimmen für diese Anweisung.
    2. Der durch die Firmenleitung selbst vertretene Aktienanteil liegt unter der Sperr-Minorität von 25.01 Prozent der aktuell vertretenen Stimmen.

    Ansonsten ist es nämlich einfach eine Patt-Situation: Sperr-Minorität blockiert, Minderheit kann nicht entscheiden. Damit die Firma nicht führungslos wird, kann sie weiterwirtschaften, wie bisher; ein Gegenmehr kann sich dann im kommenden Jahr zu bilden versuchen.

    > kleiner auszug aus nem finance skript 1.semester
    > Solange Rendite der Realinvestition > eigene Finanzinvestition der
    > Aktionäre => Realinvestition tätigen, ansonsten: Dividende
    Brav gelesen. Wie heißt die Universität, die ein solches Sub-Deutsch verskriptet? Aus welchem Jahr stammt das Skript?

    Und wo, bitte, steht, dass das ein Zwang ist? Haben Sie ihr "Skript zur Vorlesung Finanz-..." (Ja, es gibt da auch deutsche Worte dafür, nur so am Rande) mal mit den us-amerikanischen Gesetzen für Aktiengesellschaften abgeglichen? Bitte Quellen vorlegen, aus denen die Zahlungspflicht einer US-Aktiengesellschaft hervorgeht, die mehr als die gesetzlich vorgeschriebenen Rückstellungen und Rücklagen liquide vorliegen hat; Ihr Skriptchenauszug deutet bestenfalls an, was möglich wäre, und das halt auf dem Level 1. Semester.


    > Finanzmanager kann entweder Realinvestition tätigen, oder Dividenden
    > ausschütten; dann können Geldgeber selber investieren
    Genau das können sie. Wer Apple misstraut, kann ja seine Aktien verkaufen. Aktuell erwirtschaftet er damit halt nun mal einen Verlust, aber das gehört im Aktiengeschäft zum Alltag: Vertrauen ist alles. Apple setzt diese Maxime vielleicht sehr dreist um, gegenüber den Aktionären wie gegenüber den Kunden, die - beide Gruppen! - enorm viel für Apples Geräte bzw. Aktienanteile bezahlen, aber solange die Inhaber von Aktien und die Käufer von deren Produkten nicht die Finger von Apple lassen, kann die Firma das so handhaben. Moral hat in der amerikanisiert-vollkapitalistischen Wirtschaftsordnung absolut keine Bedeutung!


    > ich glaube damit ist alles gesagt...
    Ja, in diesem einen Satz kann ich Ihnen voll und gar zustimmen.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  20. Re: 140 Mrd. sind kein Barvermögen!

    Autor: DeathMD 08.02.13 - 19:05

    proxydlx schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > du hast nicht wirklich ahnung.. ganz offensichtlich...
    >
    > "Allerdings würde ich es nicht ausschütten nur weil sich ein Hedgefond
    > Manager mal wieder verspeckuliert hat"
    >
    > den Aktionaeren gehoert der Laden Apple AG... und wenn Apple es nicht
    > schafft ihr Vermoegen besser anzulegen als ihre Inhaber, sind sie
    > verpflichtet das Kapital auszuschuetten!
    >
    > kleiner auszug aus nem finance skript 1.semester
    > Solange Rendite der Realinvestition > eigene Finanzinvestition der
    > Aktionäre => Realinvestition tätigen, ansonsten: Dividende
    >
    > Finanzmanager kann entweder Realinvestition tätigen, oder Dividenden
    > ausschütten; dann können Geldgeber selber investieren
    >
    > ich glaube damit ist alles gesagt...
    >
    > erst denken dann schreiben... BITTE!

    Apple ist zu gar nichts verpflichtet. Wie du bereits richtig erkannt hast gehört den Aktionären die Apple Inc., und da Apple nicht blöd ist nehme ich an, dass sie den Großteil der Aktien oder zumindest über Umwege halten damit sie noch die Kontrolle haben.

    Als Aktionär hast du:

    - Anspruch auf eine Dividende die in der Hauptversammlung (HV) beschlossen wird
    - Auskunftsrecht in der HV
    - Stimmrecht in der HV
    - Bezugrecht bei Kapitalerhöhungen
    - Anspruch auf einen Liquidationserlös

    Bei einem Unternehmensgewinn KANN Apple eine Dividende ausschütten, muss aber nicht. Die HV wählt den Aufsichtsrat und der wiederum bestimmt den Vorstand. Eine Ausschüttung wird vom Vorstand vorgeschlagen und in der HV beschlossen. Apples Problem, sie haben anscheinend eine Dividende versprochen, aber noch nicht vollständig ausgeschüttet soweit ich weiß. Und der liebe Hedgefond Manager kann einfach nicht genug kriegen und will einen Teil des Kuchens abhaben.

    Wenn mir die Art wie das Unternehmen geführt und wie mit Überschüssen umgegangen wird nicht gefällt, kann ich meine Aktien verkaufen und das Geld in ein anderes Unternehmen investieren. Im Fall von Apple sollte man durch den Kursgewinn schon genung Rendite haben und sollte der Fond Manager erst später eingestiegen sein, dann hat er eben Pech gehabt bzw. ist unfähig.

    Das Ganze habe ich jetzt aus Sicht von deutschem bzw. österreichischem Recht betrachtet und da die USA der Inbegriff der Kapitalisten gilt, nehm ich an, dass ein Aktionär noch ein paar Rechte weniger haben, weiß ich aber nicht strenger wird es bestimmt nicht sein.

    Zu deinem Einwand:

    wenn Rendite der Realinvestition > mögliche Finanzinvestition der Aktionäre => Realinvestition tätigen, ansonsten: Dividende

    aus Unternehmenssicht vollkommen nachvollziehbar und theoretisch ja schön nur praktisch werden sie einen Teil in eine Gewinnrücklage verfrachten (Apple ziemlich viel), einen Teil investieren etc. und vom Gewinn wird nicht mehr viel übrig sein und der Vorstand beschließt keinen Dividende auszuschütten.


    Also zuerst denken....

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Entschuldigung, nur registrierte Benutzer dürfen in diesem Forum schreiben. Klicken Sie hier um sich einzuloggen


Anzeige

Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Aquabook 3: Das wassergekühlte Gaming-Notebook
Aquabook 3
Das wassergekühlte Gaming-Notebook
  1. Nepton 120XL und 240M Cooler Master macht Wasserkühlungen leiser
  2. DCMM 2014 Wenn PC-Gehäuse zu Kunstwerken werden

Hoverboard: Schweben wie Marty McFly
Hoverboard
Schweben wie Marty McFly
  1. Design-Fahrzeuge U-Bahnen in London sollen autonom fahren
  2. Fahrassistenzsystem Volvos virtueller Lkw-Beifahrer soll Unfälle verhindern
  3. Computergrafik US-Forscher modellieren Gesichter in Videos dreidimensional

Merkel auf IT-Gipfel: Netzneutralität wird erst im Glasfasernetz wichtig
Merkel auf IT-Gipfel
Netzneutralität wird erst im Glasfasernetz wichtig
  1. Digitale Verwaltung 2020 E-Mail soll Briefe und Amtsbesuche ersetzen
  2. Digitale Agenda Ein Papier, das alle enttäuscht
  3. Webmail Web.de kritisiert langsame De-Mail-Einführung der Regierung

  1. Big Brother Awards: Österreich prämiert die EU Kommission und Facebook
    Big Brother Awards
    Österreich prämiert die EU Kommission und Facebook

    In Österreich wurden die Gewinner der Big Brother Awards bekanntgegeben: Nelli Kroes und Siim Kallas von der EU Kommission erhalten ihn für Ecall in Autos, Facebook für seine psychologischen Experimente mit Nutzern.

  2. iFixit: Touch-ID-Sensor im iPad mini 3 mit Klebstoff befestigt
    iFixit
    Touch-ID-Sensor im iPad mini 3 mit Klebstoff befestigt

    Die Bastler von iFixit haben das iPad Mini 3 von Apple auseinander genommen. Die Befestigung des neuen Fingerabdrucksensor ist ungewöhnlich und dürfte beim Reparieren Schwierigkeiten verursachen.

  3. Illegales Streaming: Razzien gegen Betreiber von Kinox.to
    Illegales Streaming
    Razzien gegen Betreiber von Kinox.to

    Ermittler haben sechs Wohn- und Geschäftsräume in vier deutschen Bundesländern durchsucht, um Kinox.to stillzulegen. Doch die beiden Hauptbeschuldigten sind entkommen, gegen sie wird jetzt europaweit gefahndet. Die Plattform ist online geblieben.


  1. 21:30

  2. 20:43

  3. 19:59

  4. 15:19

  5. 13:47

  6. 13:08

  7. 12:11

  8. 01:52