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Artikel bleibt hinter den Möglichkeiten und Notwendigkeiten zurück ...

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  1. Artikel bleibt hinter den Möglichkeiten und Notwendigkeiten zurück ...

    Autor M_O_N_A_C_O 01.08.12 - 20:13

    Die aufgeworfenen Fragen sind sicher richtig, auf der anderen Seite ist die Zuspitzung auch ein beliebtes Stilmittel.
    Eine über diesen konstruierten Dualismus hinaus gehende entscheidende Frage enthält der Artikel definitiv:
    wie stellt sich Facebook künftig auf?

    Hier bleibt der Artikel hinter den Möglichkeiten und Notwendigkeiten zurück. Eine Antwort kann sein:
    ... Diversifikation mit Use Cases bei gleichzeitigem Fokus auf die User Experience insgesamt:

    Die Facebook App-Economy muss aus Sicht der Plattform selbst Pluralismus bieten, Mehrwert in Nischen, um den Markt in der Breite an sich zu binden.
    Aber ... zentrale Themen muss Facebook erst noch identifizieren und künftig selbst in die Hand nehmen. Dazu gehört auf Dauer zwingend auch das leidige Thema Datenschutz - zu viel Grosszügigkeit wird die Plattform zerreissen.
    Die Antwort auf jede Frage des Erfolgs moderner Massenmedien ist immer die User Experience.
    Zu allererst sind es Use Cases mit Massenmarkt-Potential, die einen klaren Fokus erhalten müssen, so wie mit den Akquisitionen von Gowalla (Location Based Services / Checkins) und Instagram (Foto-Sharing). Insgesamt muss sich Facebook hier noch wesentlich stärker aufstellen, durch Eigenentwicklung oder Zukäufe jeweils eine Plattform auf der Plattform bereitstellen, die in zentralen Bereichen Entwickler dann (mehr als bisher) zu akzeptieren haben.
    Bei allen technologischen Herausforderungen, die sich dabei stellen, müssen Standardisierung und Performance als zentrale Prämisse stehen, damit die User Experience nicht insgesamt Schaden nimmt.

    Mobile ist für die zukünftige Entwicklung von ganz zentraler Bedeutung und benötigt dennoch einen eigenständigem "Approach".
    Dieser Bereich ist die eigentliche grosse Baustelle, hier sind die Herausforderungen auch am grössten: die Realität ist zwar eine hohe Inhomogenität von zugrunde liegenden Betriebssystemplattformen und Hardware, die sich stark auf Performance und Funktionalität auswirken, darüber hinaus aber ein relativ einheitliches Szenario, das weitab von stationärer Nutzung in einem Browser sowohl die soziale Kommunikation als zentralen Bestandteil der Plattform als insbesondere auch den erweiterten Nutzungskontext insgesamt aus einem ganz anderen Licht zu betrachten erfordert.
    Das oft beschworene Problem der Monetarisierung erscheint hier zuerst zweitrangig.
    Was Facebook benötigt ist eine ganzheitliche Antwort auf all die aktuellen und zukünftigen Potentiale mobiler User Experience, da die Aufmerksamkeit der Nutzer sich sonst anderen, vielleicht völlig neuen Angeboten zu- und von Facebook abwendet.

    Mögliche Beispiele:
    - Umgebungssuche mit Empfehlungen bis hin zu einem breiten "Social Navigation" Ansatz (Freunde finden, Szene-Infos, Geheimtipps, etc)
    - Checkins, angereichert mit unaufdringlichen, aber beim Nutzer Mehrwert schaffenden Customer Loyalty Programmen
    - Events als spezielles, aber breit angelegtes und zu adressierendes "Social" Thema, das zahlreiche Schnittstellen bietet
    - Mobiler User Generated Content über Fotos hinaus, insbesondere Videos
    - Augmented Reality mit einer Fülle von neuen, extrem beeindruckenden Möglichkeiten
    - Videotelefonie wird bereits mit Microsoft's Skype angeboten, das müsste über den Wettbewerb durch Google's Hangout hinaus noch stärker adressiert werden
    - "I just watch ... TV" - Komplementärprogramm und Austausch-/Diskussionsplattform zu anderen massenmedialen Angeboten wie das Fernsehprogramm oder Live-Grossveranstaltungen (wie Olympiade, Musikfestivals, aber auch Bundestagsdebatten), wozu die Kommunikation derzeit hauptsächlich über Twitter stattfindet
    ...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.08.12 20:24 durch M_O_N_A_C_O.

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  2. Re: Artikel bleibt hinter den Möglichkeiten und Notwendigkeiten zurück ...

    Autor Genforscher 02.08.12 - 14:46

    Vergebliche Liebesmüh !
    Facebook resp. dessen oberster Anführer haben weder Visionen noch können sie sonst irgendwie begeistern und werden deshalb ihre bequeme Anhängerschaft - nicht morgen, aber in absehbarer Zeit - verlieren. Die Fähigkeiten zum "Gemischtwarenhandel des Internets" zu werden unterstelle ich momentan vielleicht Google mit Sicherheit nicht Facebook.

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