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Dafür aber...

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  1. Dafür aber...

    Autor TutWirklichNixZurSache 11.08.09 - 13:58

    ... keine Überstunden mehr, da keine Arbeitszeiterfassung
    ... keine Freizeitplanung, da Chef immer Prio hat (Kino ade...)
    ... kein Lob bie Mehrarbeit, da erwartet wird, dass man immer erreichbar ist
    ... kein Feierabend, nur Verlagerung des momentanen Arbeitsplatzes

    Schöne neue Welt...

  2. Re: Dafür aber...

    Autor :\\//\\//: 11.08.09 - 14:07

    So schlimm ist es nicht.

    Kommt immer auf die Firmenkultur und den Chef an. Prio hat er nicht immer, schon gar nicht in der Freizeit. Wenn ich auf Abruf bereitstehen soll, ist das Bereitschaft. Dafür gibt es meist rechtliche Rahmenbedingungen.

    Übrigens kann man sein Diensthandy in der Freizeit auch ausschalten. Wenn man es nicht macht, hat man auch ein gewisses Eigeninteresse, dass man erreichbar ist. Ich sehe das nicht problematisch, wenn, wie ich schon andeutete, das ganze im angemessenen Rahmen bleibt.

  3. Re: Dafür aber...

    Autor Canera 11.08.09 - 14:15

    Bei uns ist das so: Leute die " bereitschaft " haben, sind erreichbar und bekommen dafür extra zulagen. Bei allen anderen ist es freiwillig.

    Es ist auch kein problem mal von zu hause aus zu arbeiten, gerade für mich als frischer papa mal ganz angenehm....und JA ich ARBEITE in der tat von zu hause aus, sogar noch länger, da man ja eh zu hause ist.

    Bei uns in der firma gabs noch nie probleme mit dem thema. Das setzt natürlich ein gutes und vertrauensvolles verhältniss unterienander vorraus.

    Cheers

  4. Re: Dafür aber...

    Autor Gamer666 11.08.09 - 14:36

    Da hat er Recht...
    Und das schlimme ist, es wird "immer" (Wirtschaftskrise olè olè) erwartet! (bin in der Softwarebranche)


    TutWirklichNixZurSache schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > ... keine Überstunden mehr, da keine
    > Arbeitszeiterfassung
    > ... keine Freizeitplanung, da Chef immer Prio hat
    > (Kino ade...)
    > ... kein Lob bie Mehrarbeit, da erwartet wird,
    > dass man immer erreichbar ist
    > ... kein Feierabend, nur Verlagerung des
    > momentanen Arbeitsplatzes
    >



  5. Re: Dafür aber...

    Autor Poweruser 11.08.09 - 14:47

    Statt nur die Nachteile zu sehen sollte man auch die Vorteile dabei nicht vergessen.
    Eine gewisse lockere Firmenkultur ist natürlich ein Muss dabei, und derjenige muss grundsätzlich Bock auf seinen Job haben. Ausserdem muss man grundsätzlich eher nach Leistung als nach Anwesend-Minuten beurteilt werden ;)
    Denn dann kann man sich seine Zeit relativ frei einteilen. Jemand der Abends 2 Stunden an einer Sache verbringt wird dann auch nicht dumm angeguckt wenn er auch in der Arbeitszeit mal 2 Stunden in Park in die Sonne geht.
    Und das is ganz grob gemeint, die Details kann sich jeder selbst träumen.
    Also ich bin in einer ähnlichen Situation und ich muss sagen ich mag es.

  6. aber...

    Autor Gamer666 11.08.09 - 14:53

    Ich teile Deine Ansicht, dass sich hier auch durchaus Vorteil ergeben. Leider wird, wie sehr oft, das Ganze System ins Gegenteil negiert und als Kontrollmechanismus eingesetzt.
    (=> daraus ergeben sich dann Fragen wie:
    Warum warst du gestern schon um 19 Uhr weg?
    Antwort: Ich war bereits um 8 Uhr im Büro, da hast du noch schön geschlafen. usw. usw.)

    Es kommen aber auch wieder andere Zeiten und dann bleiben solche Fragen sicher aussen vor :)

    Cheers

    -------------------------------------------------------
    > Statt nur die Nachteile zu sehen sollte man auch
    > die Vorteile dabei nicht vergessen.
    > Eine gewisse lockere Firmenkultur ist natürlich
    > ein Muss dabei, und derjenige muss grundsätzlich
    > Bock auf seinen Job haben. Ausserdem muss man
    > grundsätzlich eher nach Leistung als nach
    > Anwesend-Minuten beurteilt werden ;)
    > Denn dann kann man sich seine Zeit relativ frei
    > einteilen. Jemand der Abends 2 Stunden an einer
    > Sache verbringt wird dann auch nicht dumm
    > angeguckt wenn er auch in der Arbeitszeit mal 2
    > Stunden in Park in die Sonne geht.
    > Und das is ganz grob gemeint, die Details kann
    > sich jeder selbst träumen.
    > Also ich bin in einer ähnlichen Situation und ich
    > muss sagen ich mag es.


  7. Re: Dafür aber...

    Autor Moi 11.08.09 - 15:16

    Das ist wohl wahr.

    Auf der einen Seite ist es ja verständlich, dass gerade in der bestimmten Bereichen wie z.B. Webhosting, auch ein gewisses Servicelevel 24/7 angeboten werden muss. Heute haben sich alle an eine schnelle Performance und hohe Verfügbarkeit gewöhnt.

    Andererseits hat TutWirklichNixZurSache den Preis für Arbeitnehmer in dieser Branche schon verdeutlicht.

    Meine eigenen Beobachtungen (habe früher selbst einige Zeit als Webentwickler bei einer Softwarefirma gearbeitet) sind, dass man in solchen Arbeitsverhältnissen neben dem ständigen Druck auch mit einer inneren Anspannung zu kämpfen hat. Irgendwann gehts dann einfach nicht mehr und die Leute kippen um. Ständig auf der Überholspur und Vollgas? Leider oftmals normal. So war es auch bei uns...

    Im Arbeitsvertrag steht: Feierabend ab 18 Uhr, trotzdem wird man von manchen Kollegen schief angesehen, wenn man ohne Begründung um 18:05 das Büro verläßt. Viele sitzen fast täglich bis 20/21 Uhr vor dem Monitor.

    Urlaube länger als 2 Wochen (z.B. im Sommer) sind meistens ein tagelanger Kampf, bis sie genehmigt werden. Dabei garantiert selbst der Urlaub keine wirkliche Erholung, da man einfach nicht 100% abschalten kann. Ständig könnte das Handy klingeln, da der Kollege ein Problem hat oder man wird gebeten "ob man nicht doch noch mal 2 Tage arbeiten könnte, da es gerade brenzlig ist".

    Aus der 40 Std.-Woche wird meistens eine 50-55 Stundenwoche, mind. ein Wochenende im Monat ist man zusätzlich noch im Büro, um noch einige wichtige Arbeiten zu erledigen, die ansonsten liegen bleiben würden oder spätestens Montag morgen 8 Uhr eigentlich fertig sein sollten.

    Überstunden? Gibts nicht. "Mit Lohn abgegolten"

    Natürlich ist das jetzt sehr überspitzt und gilt garantiert nicht in allen Firmen. Aber es gibt diese Beschäftigungsverhältnisse. Und ich habe den Eindruck, dass sie immer mehr und auch selbstverständlich werden. Ich habe genau diese Arbeitsweise selbst erlebt und eine Weiterbeschäftigung nach der Befristung ausgeschlagen, da ich persönlich auf so ein Leben keine Lust habe.

    Glücklicherweise habe ich seit einigen Jahren einen Job, bei dem das alles, was ich beschrieben habe, NICHT der Fall ist.

  8. Dafür (ist meist die Bezahlung gut)

    Autor Gamer666 11.08.09 - 15:20


    > Irgendwann gehts dann einfach nicht mehr und
    > die Leute kippen um. Ständig auf der Überholspur
    > und Vollgas? Leider oftmals normal. So war es auch
    > bei uns...
    >
    > Überstunden? Gibts nicht. "Mit Lohn abgegolten"


    full ak

  9. ... schlechte Bezahlung

    Autor marcel83 11.08.09 - 15:24

    Moi schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Das ist wohl wahr.
    >
    > Auf der einen Seite ist es ja verständlich, dass
    > gerade in der bestimmten Bereichen wie z.B.
    > Webhosting, auch ein gewisses Servicelevel 24/7
    > angeboten werden muss. Heute haben sich alle an
    > eine schnelle Performance und hohe Verfügbarkeit
    > gewöhnt.
    >
    > Andererseits hat TutWirklichNixZurSache den Preis
    > für Arbeitnehmer in dieser Branche schon
    > verdeutlicht.
    >
    > Meine eigenen Beobachtungen (habe früher selbst
    > einige Zeit als Webentwickler bei einer
    > Softwarefirma gearbeitet) sind, dass man in
    > solchen Arbeitsverhältnissen neben dem ständigen
    > Druck auch mit einer inneren Anspannung zu kämpfen
    > hat. Irgendwann gehts dann einfach nicht mehr und
    > die Leute kippen um. Ständig auf der Überholspur
    > und Vollgas? Leider oftmals normal. So war es auch
    > bei uns...
    >
    > Im Arbeitsvertrag steht: Feierabend ab 18 Uhr,
    > trotzdem wird man von manchen Kollegen schief
    > angesehen, wenn man ohne Begründung um 18:05 das
    > Büro verläßt. Viele sitzen fast täglich bis 20/21
    > Uhr vor dem Monitor.
    >
    > Urlaube länger als 2 Wochen (z.B. im Sommer) sind
    > meistens ein tagelanger Kampf, bis sie genehmigt
    > werden. Dabei garantiert selbst der Urlaub keine
    > wirkliche Erholung, da man einfach nicht 100%
    > abschalten kann. Ständig könnte das Handy
    > klingeln, da der Kollege ein Problem hat oder man
    > wird gebeten "ob man nicht doch noch mal 2 Tage
    > arbeiten könnte, da es gerade brenzlig ist".
    >
    > Aus der 40 Std.-Woche wird meistens eine 50-55
    > Stundenwoche, mind. ein Wochenende im Monat ist
    > man zusätzlich noch im Büro, um noch einige
    > wichtige Arbeiten zu erledigen, die ansonsten
    > liegen bleiben würden oder spätestens Montag
    > morgen 8 Uhr eigentlich fertig sein sollten.
    >
    > Überstunden? Gibts nicht. "Mit Lohn abgegolten"
    >
    > Natürlich ist das jetzt sehr überspitzt und gilt
    > garantiert nicht in allen Firmen. Aber es gibt
    > diese Beschäftigungsverhältnisse. Und ich habe den
    > Eindruck, dass sie immer mehr und auch
    > selbstverständlich werden. Ich habe genau diese
    > Arbeitsweise selbst erlebt und eine
    > Weiterbeschäftigung nach der Befristung
    > ausgeschlagen, da ich persönlich auf so ein Leben
    > keine Lust habe.
    >
    > Glücklicherweise habe ich seit einigen Jahren
    > einen Job, bei dem das alles, was ich beschrieben
    > habe, NICHT der Fall ist.
    >


    Du beschreibst das schon ganz vortrefflich - Das Kernproblem ist aus meiner Sicht aber nicht, dass die Leistung gefordert wird, sondern dass es als selbstverständlich angesehen wird und die Bezahlung für diese Mehrleistung nicht entsprechend ist.

  10. Re: ... schlechte Bezahlung

    Autor Moi 11.08.09 - 16:31

    Genau.

    Wobei mich noch eher diese Ansicht: "Wie?? Du arbeitest NUR 40 Stunden???" nervt.

    JA! Ich arbeite "nur" 40 Stunden die Woche! Und laut meinem Arbeitsvertrag müßte ich sogar NOCH weniger! Nämlich 39 Stunden!

    Natürlich bekomme ich weniger Geld als Leute, die in einer wie von mir beschriebenen Situation arbeiten. Na und? Was ist daran so schlimm?

    Ich habe genügend andere Dinge, die mich neben meiner Arbeit noch ausfüllen und mir Spaß machen. Sowas nennt sich Hobbies...das was der eine oder andere Workaholic auch noch "von früher" kennt :-P

    @Gamer666:
    Geld und Bezahlung ist nicht alles. Mir ist es wichtiger Zeit für mich, meine Hobbies und meine Freunde zu haben.

  11. Re: ... schlechte Bezahlung

    Autor Gamer666 11.08.09 - 18:06

    Ich teile Deine Meinung in Bezug auf Freizeit und dergleichen...

    Aber wenn schon dauerend für den Laden im Einsatz, dann raus mit den Lacken; Kies; Kohle & Mäuse.

  12. Re: ... schlechte Bezahlung

    Autor marcel83 11.08.09 - 18:47

    > @Gamer666:
    > Geld und Bezahlung ist nicht alles. Mir ist es
    > wichtiger Zeit für mich, meine Hobbies und meine
    > Freunde zu haben.

    Naja, aber Geld ist halt schon wichtig und der Unterschied zwischen 40 und 50 Stunden aus meiner Sicht auch nicht so groß, wobei ich 60 für zu viel halten würde ... - Ich bin auch bereit in der Woche 10 Stunden mehr zu arbeiten, tue das auch - aber trotzdem gibt es immer wieder Überlegungen, wie man denn an den Geldbeutel der MA kann und bei den ach so belastenden Lohnkosten sparen kann (auch unter dem Deckmantel der Krise). Für BWLer sind Menschen halt nur Human-Kapital.

    Nun bin ich in einer Branche, die sich nicht verstecken muss (SAP Consulting) und wo ich auch relativ schnell wieder unter komme, zwar noch jung und auf dem Weg nach "oben" - Die Tendenz zu beobachten ist aber trotzdem nicht gerade schön - auch aus Gesellschaftssicht.

  13. Re: Dafür aber...

    Autor Captain 12.08.09 - 14:57

    Moi schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Im Arbeitsvertrag steht: Feierabend ab 18 Uhr,
    > trotzdem wird man von manchen Kollegen schief
    > angesehen, wenn man ohne Begründung um 18:05 das
    > Büro verläßt. Viele sitzen fast täglich bis 20/21
    > Uhr vor dem Monitor.
    >
    > Urlaube länger als 2 Wochen (z.B. im Sommer) sind
    > meistens ein tagelanger Kampf, bis sie genehmigt
    > werden.

    Hinweis: Arbeitszeitschutzgesetz, da wird ein zusammenhängender Urlaubsblock von 3 Wochem vorgeschrieben. Mal den AG damit konfrontieren. Das wirkt bisweilen Wunder...

  14. Re: Dafür aber...

    Autor iridium 12.08.09 - 15:12


    >Captain schrieb:
    >----------------------------------------------
    > Hinweis: Arbeitszeitschutzgesetz, da wird ein
    > zusammenhängender Urlaubsblock von 3 Wochem
    > vorgeschrieben.

    Welches Arbeitsschutzgesetz schreibt das vor?
    Das würde mich mal interessieren ....
    Kenne auch keinen Arbeitsvertrag, der diese eventuelle Vorschrift erwähnt.
    Oft wird empfohlen, den Sommerurlaub "am stück" zu nehmen, aber drei Wochen ... das stösst bei vielen doch schon an die grenze des jahresurlaubsanspruches!


  15. Re: Dafür aber...

    Autor Captain 13.08.09 - 11:16

    iridium schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > >Captain
    > schrieb:
    >-------------------------------------
    > ---------
    > Hinweis: Arbeitszeitschutzgesetz,
    > da wird ein
    > zusammenhängender Urlaubsblock
    > von 3 Wochem
    > vorgeschrieben.
    >
    > Welches Arbeitsschutzgesetz schreibt das vor?
    > Das würde mich mal interessieren ....
    > Kenne auch keinen Arbeitsvertrag, der diese
    > eventuelle Vorschrift erwähnt.
    > Oft wird empfohlen, den Sommerurlaub "am stück" zu
    > nehmen, aber drei Wochen ... das stösst bei vielen
    > doch schon an die grenze des
    > jahresurlaubsanspruches!
    >

    Der gesetzliche Urlaubsanspruch ist 24 Tage ;-(, selbst wenn man den Samstag als Werktag rechnet, sind das 4 Wochen, das dazu

    Zum 2. muss ich mich korrigieren, es steht im Urlaubsgesetz, da ist mittlerweile von 12 Werktagen die rede.

    Meine Erfahrung ist den 3 Wochen ist allerdings schon etwas äter, da wurde mir eine Aufteilung des Urlaubs in 2 mal 2 Wochen verweigert mit Hinweis auf Gesetzeslage, ich musste 3 Wochen nehmen.


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