Mal ganz ehrlich: nicht weil er so gut ist, sondern weil es wenige in dem Bereich gibt. An der Qualifikation kann es nicht liegen, auch nicht, weil die Auftraggeber so gut qualifiziert sind.
Die Pfuscherquote ist beim Bau, der IT und in der Kriegsführung ähnlich hoch.
Wie die Foren zeigen, ist die Divergenz des "Wissens" auch praktisch gleich. Nur Fußballfachleute sind besser.
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> Mal ganz ehrlich: nicht weil er so gut ist, sondern weil es wenige in dem
> Bereich gibt. An der Qualifikation kann es nicht liegen, auch nicht, weil
> die Auftraggeber so gut qualifiziert sind.
> Die Pfuscherquote ist beim Bau, der IT und in der Kriegsführung ähnlich
> hoch.
> Wie die Foren zeigen, ist die Divergenz des "Wissens" auch praktisch
> gleich. Nur Fußballfachleute sind besser.
So viel ist das doch gar nicht.
Mit dem genannten Stundensatz sind alle Nebenkosten abgegolten, Urlaub beispielsweise, Krankenkasse muß ebenso voll bezahlt werden wie die Altersvorsorge. Dazu kommt die gegenüber einem Angestellten sehr viel unsicherere Auftragslage.
Alles in allem dürfte die Gehaltssituation eines Selbständigen und eines Angestellten in vergleichbarer Position in etwa identisch sein. Bleibt dann die Frage, ob man sich wohler fühlt, in relativ sicherer Umgebung, Aufträge auszuführen, die möglicherweise den eigenen Ideen zuwiderlaufen oder den Dschungelkampf aufzunehmen, den aber selbstbestimmt.
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Naja.
Ich bin Selbstständiger im Gesundheitswesen, in den Sphären der Freelancer kann ich mich nicht aufhalten. Im Gegenzug darf ich auch nicht pfuschen.
Es gleicht sich also aus.
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Milber schrieb:
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> Mal ganz ehrlich: nicht weil er so gut ist, sondern weil es wenige in dem
> Bereich gibt. An der Qualifikation kann es nicht liegen, auch nicht, weil
> die Auftraggeber so gut qualifiziert sind.
> Die Pfuscherquote ist beim Bau, der IT und in der Kriegsführung ähnlich
> hoch.
> Wie die Foren zeigen, ist die Divergenz des "Wissens" auch praktisch
> gleich. Nur Fußballfachleute sind besser.
Bitte vorsichtig mit solchen Aussagen. Ich bin nicht in der IT-Branche tätig, mein Honorar liegt trotzdem bei über 70 Euro die Stunde. Plus Steuer. Ist das viel? Nein. Pfuscher sind die, die nur 20 oder 40 Euro nehmen. Warum?
Nimm Dir mal einen Taschenrechner in die Hand und rechne pi mal Daumen hoch. Abgerechnet wird nur die tatsächlich geleistete Arbeitszeit am Projekt. Im Durchschnitt sind das nur um die 50% deiner Gesamtarbeitszeit. Rund ein Drittel deiner Arbeitszeit geht für das Drumherum drauf, der Rest ist Puffer für auftragslose Zeit, Urlaub (um die 10 Tage im Jahr bei Freiberuflern), Krankheit.
Von diesen durchschnittlich 20 abrechenbaren Stunden zahlst Du ALLES.
Und immer im Hinterkopf halten, dass man die letzten 20 Jahre seines Lebens nicht mehr Arbeiten kann/will/soll.
Wer 20 bis 40 Euro pro Stunde nimmt, kann das nur durch gecrackte Software und Betrug am Staat (Schwarzarbeit) realisieren. Oder Betrug an sich selbst durch Verantwortungslosigkeit, weil man sich mit 60 Stunden Wochen und null Urlaub zu Tode ackert und am Ende trotzdem nichts in die Rentenkasse einzahlen kann.
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Du widerlegst doch meine Aussage gar nicht: Du kannst es verlangen, weil es nicht genug Leute gibt.
Dass es in jedem Bereich Könner gibt, sei mal außen vor. Aber nur gute Chefs können gute Leute erkennen. Schlechte Chefs geben das Geld auch schlechten Leuten. Und die sind nun mal in der Mehrheit.
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Milber schrieb:
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> Du widerlegst doch meine Aussage gar nicht: Du kannst es verlangen, weil es
> nicht genug Leute gibt.
> Dass es in jedem Bereich Könner gibt, sei mal außen vor. Aber nur gute
> Chefs können gute Leute erkennen. Schlechte Chefs geben das Geld auch
> schlechten Leuten. Und die sind nun mal in der Mehrheit.
Naja bei der Frage warum Freelancer so viel verdienen, verstehe ich, dass du 70 Euro schlichtweg zu teuer findest (?). Ob jemand gut oder schlecht ist, ist dabei ja erst mal egal. Es geht darum, dass man für einen realistischen Lebensunterhalt nun einmal so viel Geld nehmen muss.
Sorry, wenn ich Dich missverstanden habe.
Aber ich bin mittlerweile der Auffassung, dass teure, aber ehrliche Arbeit besser ist, als jemand der mit technisch guter Arbeit für wenig Geld ("hälfte machen wir schwarz" / Software gecrackt) den Staat bescheißt und in letzter Instanz auch die ganze Branche in Mitleidenschaft zieht. Guck nur in die Werbebranche. Jeder mit gecracktem Photoshop und Corel Draw und Rechner zuhause darf sich Werbeagentur schimpfen. Und macht es auch - die nehmen dann aber keine 70 die Stunde (das wäre in der Tat asozial)
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Ja, Du hast mich ein wenig missverstanden.
Wenn jemand gut ist, ist es doch egal. Dann ist er es wert, egal in welcher Branche. Aber ich finde die Beschwerden reichlich lächerlich, dass es WENIG sei, um den Lebensunterhalt zu bestreiten.
Wie Du schreibst: mit Draw und Shop fühlen sich manche berufen, Illustratoren zu mimen. Aber jeder der Kommandozeile buchstabieren schimpft sich heute ITler. Darunter auch viele, die nirgend eine Arbeit bekommen und deswegen freelancen müssen.
Gute Arbeit ist nie zu teuer, aber eine Statuszeile auf der virtuellen Visitenkarte reicht eben auch nicht.
Mir wurde vor ein paar Wochen ein Designer empfohlen, der konnte nicht mal seine eigene Homepage erträglich gestalten. Sein letzter Schrei war Flash und AUDIO!!!. Zwei Drittel der Links funktionierten nicht und in Sachen Rechtschreibung ...
Aber er hatte sogar eine Begründung: so viele Aufträge - keine Zeit - Automechaniker haben die schlechtesten Autos.
Okay, das sind jetzt nicht die typischen Betätigungsfelder in Deinem (wie ich annehme) Bereich, aber genau DIESE Typen machen das gleiche wie Deine Brüder der dunklen Macht - nur ohne Konsole.
Deswegen meine Bemerkung, dass ein schlechter Chef das akzeptiert, ein guter nicht.
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Man darf hierbei auch nicht den Durchschnitt vergessen.
Ich bezweifle sehr stark, dass der durchschnitts "Ich hab mir Photoshop gesaugt und weiß wie man HTML macht"-Bastler 70 Eur die Stunde bekommt. Meiner Meinung nach gibt es dort ein sehr starkes Gefälle und Gulp betrachtet ja viele Bereiche bei seinem Vergleich.
Bei den ~72 Eur liegen in der Tat etwa durchschnittliche Java Entwickler, das kann ich so bestätigen. Je nachdem wie die Nachfrage ist bzw. das Know-How des Freelancers auf das jeweilige Projekt passt kann das auch etwas höher oder niedriger liegen.
PHP Entwickler liegen ein gutes Stück darunter (denke ca. 10 Eur/h) und SAP weit darüber. Freelancer mit starker Spezialisierung und Branchen-/Technologie-Know-How können idr. auch nich saftig was drauf verlangen. Das regelt eben Angebot und Nachfrage.
Um zur eigentlichen Frage zurück zu kommen: Freelancer verdienen soviel, weil sie es können. Die Nachfrage ist hoch und Unternehmen haben unter anderem Probleme qualifizierte Mitarbeiter zu bekommen. Ausserdem darf man nie vergessen, dass hinter einem Freelancer kein Unternehmen steht was Schwankungen in der Nachfrage ausgleicht. Nur weil es in einer Firma eine Auftragsflaute gibt werden nicht gleich Mitarbeiter entlassen. Als Freelancer muss man dieses Risiko alleine kompensieren. Sprich: Rücklagen bilden. In guten Zeiten, wie jetzt, steht man dadurch natürlich tendenziell besser da. In schlechten Zeiten merken es die Freelancer allerdings auch härter als Angestellte.
... ist halt einfach eine andere Strategie ...
g.
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Ich frage ja auch nicht, warum die so viel VERLANGEN. Ich frage mich nur, warum sie so viel bekommen. Auch die schlechten.
Okay, das bekommen die nicht oft, aber warum bekommen die Guten so viel?
Eben, weil sie in der freien Natur nicht so oft vorkommen. Es ist also ganz einfach Angebot und Nachfrage. Aber Kommentare wie "ich brauche das für meinen Lebensunterhalt" (sinngemäß) finde ich einfach so abgehoben. Da steckt ja drin, dass ich was Besseres sei.
Und ob das jetzt Gulp ist oder nicht: es wird künstlich eine Elite gezüchtet, die vergisst, dass genau in diesem Bereich Fortbildung mehr als in anderen Bereichen notwendig ist. Und die das auch meist vergisst.
Das wird sich aber mit Sicherheit ändern, wenn eine neue Generation von Chefs am Ruder ist. Bisher ist ja die Anforderung "wir brauchen einen Computerfachmann, weil unser Netzwerk so langsam ist". Die Spezifikationen werden sich aber verfeinern, weil die zukünftigen Chefs ja selbst ein wenig Ahnung haben.
Macht Spezifikationen, dann wird's auch was. Dann trennt sich die Spreu schon bei der Bewerbung vom Weizen.
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Milber schrieb:
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> Ja, Du hast mich ein wenig missverstanden.
> Wenn jemand gut ist, ist es doch egal. Dann ist er es wert, egal in welcher
> Branche. Aber ich finde die Beschwerden reichlich lächerlich, dass es WENIG
> sei, um den Lebensunterhalt zu bestreiten.
> Wie Du schreibst: mit Draw und Shop fühlen sich manche berufen,
> Illustratoren zu mimen. Aber jeder der Kommandozeile buchstabieren schimpft
> sich heute ITler. Darunter auch viele, die nirgend eine Arbeit bekommen und
> deswegen freelancen müssen.
> Gute Arbeit ist nie zu teuer, aber eine Statuszeile auf der virtuellen
> Visitenkarte reicht eben auch nicht.
> Mir wurde vor ein paar Wochen ein Designer empfohlen, der konnte nicht mal
> seine eigene Homepage erträglich gestalten. Sein letzter Schrei war Flash
> und AUDIO!!!. Zwei Drittel der Links funktionierten nicht und in Sachen
> Rechtschreibung ...
> Aber er hatte sogar eine Begründung: so viele Aufträge - keine Zeit -
> Automechaniker haben die schlechtesten Autos.
> Okay, das sind jetzt nicht die typischen Betätigungsfelder in Deinem (wie
> ich annehme) Bereich, aber genau DIESE Typen machen das gleiche wie Deine
> Brüder der dunklen Macht - nur ohne Konsole.
> Deswegen meine Bemerkung, dass ein schlechter Chef das akzeptiert, ein
> guter nicht.
Ah okay, ja das macht mehr Sinn. Bei der schlechten Homepage sei angemerkt, dass das tatsächlich nicht unüblich ist. So kurios das auch klingen mag. Beim eigenen Auftreten blockiert man sich am meisten. Automechaniker haben die schlechtesten Autos. Ja, ... und Schuster haben die schlechtesten Schuhe ist ein noch älteres Sprichwort. ;)
Kommt alles nicht von ungefähr. Aber das von Dir genannte ist schon peinlich, für wahr :D Aber egal. Ich bleibe dabei, dass dieser vermeintlich hohe Stundensatz zunächst einmal unabhängig von der Leistung/Kompetenz gesehen werden muss. Stimme Dir aber zu, dass ein guter Chef auch ohne Plan von der Materie gutem von schlechten Dienstleister unterscheiden können muss. Am Ende formen die Auftraggeber das Marktangebot mit ihrer Nachfrage.
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Siehste: Einigkeit und Recht auf Freizeit.
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gandalf schrieb:
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> PHP Entwickler liegen ein gutes Stück darunter (denke ca. 10 Eur/h) und SAP
> weit darüber. Freelancer mit starker Spezialisierung und
> Branchen-/Technologie-Know-How können idr. auch nich saftig was drauf
> verlangen. Das regelt eben Angebot und Nachfrage.
Echer zwischen 50¤ und 80¤, bei Enterprise-Entwicklern, Consultants etwas mehr.
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Viel? Also im Vergleich relativ zu vielen Handwerkern verdient ein Freelancer bei der Verantwortung, die er teilweise hat, eigentlich viel zu wenig.
Wenn von dem Geld ca. 35% nach Abzug aller Kosten, Steuern und Vorsorgeaufwendungen verbleiben, ist das schon hoch angesetzt und dann verdient man gerade noch bei 70¤ Stundensatz netto rund 25¤, was genaugenommen ein Witz ist. Nur aufgrund der Tatsache, dass man eben auch viele Dinge als Kosten abesetzen kann, stellen den Freiberufler im "Realeinkommen" ungefähr auf die gleiche Stufe wie den Festangestellten. Wenn man dann sieht, dass die Stundensätze, wie auch die Gehälter seit 10 Jahren mehr oder weniger fast unverändert sind, eigentlich müssten die Stundensätze bei 100 - 120 ¤ liegen, dann wären sie tatsächlich angemessen.
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Man bekommt als Freelancer soviel, weil für weniger niemand als Freelancer arbeiten würde. Dann würde sich jeder anstellen lassen. Nur Idioten verkaufen sich für <50 ¤. Die machen das aber nicht lange.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.03.12 10:27 durch barni_e.
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Wieso darf man im Gesundheitswesen nicht pfuschen?
Der letzte Arzt, bei dem ich war, hat auch nur versucht, so viel wie möglich an Geld abzuschöpfen ohne zu helfen. Aber als Laie kann man es ihm nicht nachweisen und deshalb haben solche Ärzte eben freie Hand, zu pfuschen, wie sie wollen.
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Endwickler schrieb:
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> Wieso darf man im Gesundheitswesen nicht pfuschen?
Endlich einer, der auf diesen Aspekt eingeht.
Pfusch ist Mist, aber im Gesundheitswesen ist es in den Nachrichten, bei Sony und Co. ist es eine Randnotiz in Foren.
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tech64324 schrieb:
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> Viel? Also im Vergleich relativ zu vielen Handwerkern verdient ein
> Freelancer bei der Verantwortung und Arbeit, die er teilweise hat, eigentlich viel zu
> wenig.
>
Das seh ich ganz genau so! Gute Arbeit kostet, alles was irgendwo unten rundümpelt kann man nicht als qualitativ gute Arbeit bezeichnen und man sollte auch nichts von diesen Leuten erwarten.
Banal gesagt is ist doch auch z.B. das gleiche mit Gemüse, das vom Bio-Bauern ist natürlich teurer als das vom Discounter an der Ecke. Aber was dann wie schmeckt, und was wie behandelt wurde, schlägt sich dann nunmal im Preis nieder. Das gleiche bei Autos, Kleidung etc. pp. ....
Grüße
1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.08.12 11:09 durch mb (Golem.de).
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