Zumindest in Österreich kriegt man keine IT Profis (zb Microsoft Gold Partner) unter 120 Euro nette pro Stunde. Für 77 Euro krieg ich hier nur Programmierer.
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morningstar schrieb:
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> Zumindest in Österreich kriegt man keine IT Profis (zb Microsoft Gold
> Partner) unter 120 Euro nette pro Stunde. Für 77 Euro krieg ich hier nur
> Programmierer.
Ja, das ist hier aber auch nicht anders. Ich glaube das liegt an der Eingrenzung Freiberufler in diesem Beitrag. Sobald eine Firma dahinter steht geht unter 120¤/h nichts. Gute Leute gibts da zirka ab 150-180¤/h. Dabei kassiert die Firma selbst ja das meiste davon - liegt aber daran dass die Leute auch bezahlt werden wollen wenn es gerade keine Projekte gibt.
Und "MS Gold Partner" ist man als Freiberufler meines wissens nie. Da gilt es ja massig Umsatz für MS zu machen um den Status behalten zu können. Ein einzelner kann das garnicht leisten.
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Das Problem ist doch der Zugang, wie du es schreibst zahlt eine Firma heute 150-180,- Euro für einen Profi, für einen angehenden Profi, z.B. einen mit Diplom-studium, der nicht 100% im Thema drin ist, zahlt man dagegen höchstens 35.000 euro da da überstunden schon abgegolten sind sinds dann vielleicht 200 Stunden im Monat also im jahr 2400 also sind das 15,- Euro die Stunde.
Aber noch schlimmer, nicht mal das will man zahlen, am besten kostenloses Praktika oder gleich besser gar nicht einstellen, lieber zahlt man das nächste mal 250-300 euro für den Profi pro stunde... als einen Cent für einen ohne 1-2 Jahre Berufserfahrung der nicht zufällig in der Diplomarbeit genau das gemacht hat was man braucht.
Das ist wie Tag und Nacht, die würden sich noch mit Waffengewalt die Leute gegenseitig abwerben wenn es erlaubt ist, aber ja kein Risiko ein gehen und einen Frischling einstellen. Und das ist nur IT in 99% aller anderen Jobs ist eh ganz klar überdruss an leuten da, Ärtze ausgenommen...
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spiderbit schrieb:
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> Das Problem ist doch der Zugang, wie du es schreibst zahlt eine Firma heute
> 150-180,- Euro für einen Profi, für einen angehenden Profi, z.B. einen mit
> Diplom-studium, der nicht 100% im Thema drin ist, zahlt man dagegen
> höchstens 35.000 euro da da überstunden schon abgegolten sind sinds dann
> vielleicht 200 Stunden im Monat also im jahr 2400 also sind das 15,- Euro
> die Stunde.
>
> Aber noch schlimmer, nicht mal das will man zahlen, am besten kostenloses
> Praktika oder gleich besser gar nicht einstellen, lieber zahlt man das
> nächste mal 250-300 euro für den Profi pro stunde... als einen Cent für
> einen ohne 1-2 Jahre Berufserfahrung der nicht zufällig in der Diplomarbeit
> genau das gemacht hat was man braucht.
> Das ist wie Tag und Nacht, die würden sich noch mit Waffengewalt die Leute
> gegenseitig abwerben wenn es erlaubt ist, aber ja kein Risiko ein gehen und
> einen Frischling einstellen. Und das ist nur IT in 99% aller anderen Jobs
> ist eh ganz klar überdruss an leuten da, Ärtze ausgenommen...
Also ich weiß nicht wie das bei euch ist, aber sein wir doch einmal realistisch:
Die 35.000 sind ein gutes Einstiegsgehalt. Überstunden sind so eine sache, aber da ist man selbst schuld wenn man sich den Schuh anziehen lässt. Man sollte wissen, was man der Firma wert ist (und das ist häufig mehr).
Die 150-180¤, und das habe ich ja auch geschrieben, bekommt die Firma für den Mitarbeiter ja aber nur wenn sie ihn verkaufen kann! Ansonsten sitzt der rum und "verursacht" Kosten ohne Gewinn zu bringen.
Wir haben hier aktuell eine sehr niedrige Faktorierung von 1.5. D.h. im Jahr muss eine Fachkraft das 1,5 fache ihrer Brutto-Kosten einbringen um als rentabel zu gelten. Das schaffen viele der Leute GERADE SO. Grund? Zu wenig Projekte.
Von einem "MANGEL AN FACHKRÄFTEN" kann also nicht die Rede sein, eher von einem "Mangel an BILLIGEN Fachkräften" - aber "BILLIGE FACHkräfte" das ist so ein Begriff, der fällt auch nur BWL-Idioten ein.
Trotzdem, was bedeutet das denn? Wir können nicht von "Die Firma verlangt 180¤ und gibt nur 15¤ an den Mitarbeiter weiter" sprechen, denn das ist einfach nicht richtig. Richtig ist, dass mit einer Faktorierung von 1,5, die viele wie gesagt gerade so erreichen, von den 180¤ zirka 120¤ auf den Mitarbeiter abfallen. Die bekommst du natürlich nicht direkt in die Tasche weil die auf das komplette Jahr umgelegt werden müssen (eben für die Tage in denen man nicht in einem Projekt ist aber trotzdem gerne sein Festgehalt hätte).
Ich kanns sehr gut nachvollziehen dass es dich aufregt wenn du ziehst "die bekommen 180¤ für mich und ich weiß am Ende des Monats nicht wohin mit den Rechnungen" - glaub mir! Aber man muss auch fair gegenüber den Firmen sein und das Gesamtbild betrachten. Und da geht es uns garnicht mal so schlecht.
Und was deine bemerkung bezüglich der Spezialisierung angeht: Ja, nach dem Studium frisch irgendwo rein zu kommen ist SCHWERER als mit Berufserfahrung, ganz klar! Aber es ist IMO nicht wirklich "schwer" solange man einen guten Abschluss hat und im Bewerbungsgespräch überzeugen kann. Die Einstiegsgehälter sind natürlich geringer (wobei man bei 35.000 auch nicht von wenig sprechen kann). Aber mal Hand auf's Herz: wie lange dauert denn deiner Meinung nach die Spezialisierung? Ich kann dir jetzt keine spezielle Technologie nennen in die ich mich nicht innerhalb von einem halben Jahr in aller tiefe einarbeiten könnte.
Das bedeutet dann unter dem Strich, dass ich im zweiten Jahr bereits mit einer saftigen Gehaltserhöhung rechen kann, wenn ich auf die richtige Technologie gesetzt habe. D.h. aus den 35.000 kann innerhalb von 1-2 Jahren ganz schnell 45- 50.000 werden. Und schon hast du 2 Jahre Berufserfahrung. Mit 3-4 Jahren kannst du dann auch schon mal 60-70.000 verlangen, WENN du gut bist in dem was du machst.
Also weshalb die Aufregung?
Meiner Erfahrung nach sind die meisten ITler einfach faul und haben keine Lust sich zu entwickeln bzw. wollen einfach einen ruhigen geregelten Arbeitsablauf. Die meisten Consultants träumen vom überbezahlten Admin-Job der 90iger. Aber das gibt's heute halt einfach nicht mehr in der Form oder nur noch sehr selten und vor allem: das hat nichts mit Consulting zu tun.
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sehr guter kommentar!
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Wirklich gut runter geschrieben.
Ich kann dir da nur Recht geben. Ein Einstiegsgehalt von 35 k¤ ist absolut in Ordnung. Schlimm finde ich dagegen die Unis und FHs, weil die immer predigen, man sei viel mehr wert. Sicherlich ist man das auch, allerdings gibt der Markt es schlicht nicht her. Und das ist nicht nur in der IT-Branche so. Also, erstmal rein in die Arbeitswelt und nach 2-3 Jahren sieht die Lage schon ganz anders aus (das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen).
Aber eines ist eben wirklich wichtig - ihr müsst auch gut sein. Und dabei geht es nicht nur um die Frage, auf welche Technologie man sich fokussiert, sondern eben auch ganz grundlegende Sachen - Dokumentation, Lesbarkeit von Quellcode, Versionierung und QS! Ich kenne einige Programmierer, die diese Grundfähigkeiten nicht mitbringen, sich aber für den reinsten Überflieger halten. Was nützen dir gute Fähigkeiten, wenn du nicht kontrollierst, ob Änderungen greifen oder wenn du nicht daran interessiert bist, vorhandenes (sofern Zeit) zu verbessern. Wenn man das beherrscht, sollte es doch bestens klappen.
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Krasse Differenz.
Ich hab meine Berufslehre als Softwareentwickler in der Schweiz vor einem Jahr abgeschlossen. Ich arbeite in einer Firma mit 25 SharePoint Entwicklern und bin selbst einer davon. Wir vergeben unsere leute nicht unter 250 CHF/h. Und ich bin ja noch Junior. Für consultants geht etwas mehr drauf. Klar wir sind Microsoft Gold Partner, aber dennoch finde ich, haben wir wieder mal eine riesige IT-Blase geschaffen. Überteuerte Projektleiter, Consultants und die junior Entwickler kriegen ja sogar 5000 CHF/ Monat hier in der Schweiz.
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masiminder schrieb:
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>....
> Wir haben hier aktuell eine sehr niedrige Faktorierung von 1.5. D.h. im
> Jahr muss eine Fachkraft das 1,5 fache ihrer Brutto-Kosten einbringen um
> als rentabel zu gelten. Das schaffen viele der Leute GERADE SO. Grund? Zu
> wenig Projekte.
> Von einem "MANGEL AN FACHKRÄFTEN" kann also nicht die Rede sein, eher von
> einem "Mangel an BILLIGEN Fachkräften" - aber "BILLIGE FACHkräfte" das ist
> so ein Begriff, der fällt auch nur BWL-Idioten ein.
>
Ich will dir in deinem speziellen fall nicht widerpsrechen, da ich zu wenig über diese konkrete situation weiß. aber du machst einen großen fehler, wenn du von dieser erfahrung so sehr verallgemeinerst. denn einen mangel an fachkräften gibt es sehr wohl.
in unserer firma liegt das einstiegsgehalt WEIT höher als deine angeschlagenen 35k euro. wir suchen keine billigen fachkräfte, wir suchen gut qualifizierte und kompetente fachkräfte und finden kaum welche. der bedarf ist nicht nur bei uns risieg und wird schon seit jahren nicht einmal ansatzweise gestillt.
im übrigen ist der durchschnittliche einstiegsgehalt in der it-branche für akademiker in der brd bei ca 44k. 35k ist viel zu wenig. selbst die unfähigsten abgänger meiner uni sind für nicht unter 40k untergekommen. ich hab da einen recht guten überblick, da auf grund meines werde gangs sehr viele absolvente persönlich kennen gelernt habe.
allerdings sobald es nicht um einen dimplom/master-abschluß geht, sinkt das einstiegsgehalt doch recht schnell.
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