Ich kann mich noch erinnern, dass die GVU versucht hat, das (kurzfristige) boomende Videothekengeschäft durch die Schließung von kino.to zu erklären. Wie jetzt deutlich wird, haben sie die legalen Absatzmärkte dabei (absichtlich?) außen vor gelassen.
Mir geht dieses Gejammer der Contentindustrie allerdings langsam richtig auf die Nerven. Es sind zur Zeit deutliche Veränderungen im Gange, die vor allem das Angebot im Internet betreffen. Es wird für immer mehr Menschen interessant sich bequemer ein Film online auszuleihen, bzw. herunterzuladen, als den mühsamen Weg in die Videothek zu gehen. Anstatt einigen illegalen Angeboten die Misere in die Schuhe zu schieben, ist es höchste Zeit mit mehr legalen und besseren Alternativen den Markt aufzumischen und den potentiellen Kunden (Studie kino.to sind kaufkräftigstes Publikum) eine Alternative zu diesen "hochkriminellen" Internetangeboten zu geben.
Die Musikindustrie hat Napster verschlafen, ihre Kunden kriminalisiert und macht sich ihre eigenen Kunden zum Feind. Es ist jetzt umso trauriger mit anzuschauen, dass sie nicht alleine sind und absolut gar nichts aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben. Ich sehe für die Zukunft der Videotheken schwarz, früher oder später werden sie verschwinden.
Abschließend darf man nicht vergessen, dass die Contentindustrie ein relativ kleiner Wirtschaftszweig in Deutschland ist, und man ihnen auch nicht übermäßig viel Beachtung schenken sollte. Auch wenn die Selbsteinschätzung mancher Vereine und Lobbygruppen es als absolutes Grundbedürfnis ansehen, und somit auch genügend Rückhalt finden, letztendlich sind sie überflüssig.
vollkommen richtig!
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