Oracle wurde also dazu verdonnert, zähneknirschend weiterhin Itanium zu unterstützen.
Würde es jemanden wundern, wenn die Software "demnächst" auf Itanium unterklärliche Probleme zeigen würde?
Oder aber die Updatezyklen werden so dermaßen groß, dass die Kunden das Interesse verlieren. Die restlichen 2 Programmierer die Oracle im Team lässt, können einfach nicht schneller. Der Rest der Mannschaft wird woanders gebraucht.
Aber jetzt mal im Ernst. Das ist doch wie, wenn man sich seinen Arbeitsplatz in einer kleinen Handwerkerfirma einklagt, in der man täglich mit dem Chef zu tun hat, und dann dort weiter arbeiten will.
Sowas kann nicht gut gehen. Selbst wenn Oracle da nichts böses will, wird sich das irgendwie aufs Produkt auswirken, dass es nicht mehr gewollt ist.
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Es geht hier um eine Prozessorarchitektur. Es ist schwierig ein Produkt auf einer bestimmten Prozessorarchitektur fehlerhaft laufen zu lassen ohne das es garnicht mehr geht.
Außerdem würde Oracle sich damit selbst ins Bein schießen. Schließlich kaufen die Kunden ja die Software und damit auch den Support. Das erste was die Kunden machen ist die Servicemitarbeiter von Oracle zu beschäftigen und das würde sich bei gehäuften Problemen nicht nur auf die Produktreihe der Itanium Prozessoren auswirken.
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Ich denke mal, dass eher keine anderen Probleme als bei den Builds für andere OS auftreten werden - eher werden sich einige über die "Geschwindigkeiten" der Datenbanksoftware auf Itanium-Rechnern wundern! Ganz einfach weil die Software 100% nicht mehr zusätzlich optimiert werden wird - einfach den Code für Solaris/SPARC durch den Intel-Compiler bzw. den HP-UX-Compilern gejagt und das wars....
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Das man absichtlich sein eigenes Produkt fehlerhaft rausgibt, kann nur jemand machen, der unprofessionell ist. Ich gehe davon aus, das Oracle professionell arbeitet, und es sich bei Fehlern um die üblichen ungewollten Fehler handelt. So wie bei jeder anderen Software.
Weiterhin wird jeder Kunde, bei dem die Oracle-Software fehlerhaft läuft, nicht die CPU verantwortlich machen, sondern den Software-Hersteller. Oder meckerst du bei fehlerhaften MS-Produkten über Intel oder AMD?
Was die optimierung angeht: wer optimiert denn heute seine Anwendung (nicht Treiber oder Betriebssystem) noch von Hand? Heute werden Anwendungen in Hochsprachen entwickelt, und hier ist der Compiler derjenige, der den Code optimiert. Und die Compiler stechen heute die meisten Assembler-Programmierer aus!
Und gerade beim Itanium ist der Compiler sehr wichtig, und da wird wohl Oracle den Intel Compiler nutzen und der wird bestimmt nicht absichtlich schlechten Code erzeugen.
Am Ende kann man sagen: Oracle hatte damals einen Vetrag unterschrieben und muss sich daran halten. Das hätten die sich vorher überlegen müssen. Und sie werden versuchen, ihren guten Ruf als DB-Spezialist nicht zu verlieren. Egal ob auf x64 oder auf i64. Die Software muss so gut wie möglich laufen.
Übrigens, ich arbeite seit vielen Jahren als Java-Entwickler. Und Java finde ich pers. auch nicht toll. Aber weißt du was? Ich bin Profi und versuche trotzdem meinem Kunden das bestmögliche zu liefern. Egal ob mir Java gefällt oder nicht. Der Kunde will Java-Software, und die bekommt er von mir... ich habe nie darüber nachgedacht, ihm deshalb absichtlich ein schlechtes Produkt zu liefern.
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Du entwickelst in Java. Du magst Java nicht. Das heisst du lieferst ein funktionsfähiges Produkt aus. Aus deinem Text lese ich allerdings unterschwellig (falls nicht nichts für ungut) heraus, dass du dir aber mitnichten die Mühe machen wirst, da extra Zeit und Arbeit zu investieren, um das letzten Quentchen Performance und Stabilität herauszuholen.
Bei großen Projekten (wie z.b. die Itaniumunterstüzung) kann es sich aber lohnen den Code entsprechend noch ein wenig zu modifizieren. Hier 0.x% Geschwingikeitsgewinn, Dort 0,0x% Stabilität, machen auf die Summe schon was aus.
Vermutlich steht das wohl kaum mehr auf Oracles Liste ganz oben.
Und wie gesagt, wenn man es sich schon nicht leisten kann, die Kunden durch schlechte Software etc zu verärgern (wäre ja auch schön blöd fürs Image) dann vergrößert man die Patch/Update-Zyklen, bis der Kunde sagt, es wäre sinnvoller auf eine andere Technik umzusteigen, bei der man nicht ewig warten muss.
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Sharra schrieb:
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> Aber jetzt mal im Ernst. Das ist doch wie, wenn man sich seinen
> Arbeitsplatz in einer kleinen Handwerkerfirma einklagt, in der man täglich
> mit dem Chef zu tun hat, und dann dort weiter arbeiten will.
In einer kleineren Firma, die dem Chef selbst gehört ist das sicher so, aber einen Rechtsstreit zwischen zwei riesigen Aktiengesellschaften wie Oracle und hp würde ich schon fast unter normaler Kommunikation einordnen. Für Privatleute ist eine Gerichtsverhandlung einfach viel stressiger, gefährlicher und teurer als für Firmen mit eigenen Rechtsabteilungen.
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Ja natürlich ist es für solche Firmen völlig normales Verhalten. Schon allein deswegen, weil jeder Verträge ein wenig anders auslegt. Dann muss eben ein unparteiisches Gericht entscheiden.
Dennoch braucht HP jetzt, zumindest meiner Meinung nach, nicht zu erwarten, dass Oracle sich da drüber freut, und zum Business es usual zurückkert, und alles läuft wie gehabt.
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