Also das beim "Streaming" Daten zwischengespeichert werden, steht außer Frage.
Das gleiche passiert allerdings auch beim digitalen Fernsehen. Es kann doch nicht wirklich so sein das die Benennung des Endgerätes ausschlaggebend für Recht und Unrecht ist.
Also ist es wohl eher die Frage, ob der Nutzer wissen kann, ob der Betreiber die nötigen Rechte hat. Beim FreeTV finanzieren sich die Sender über Werbung. Auch bei Streamingportalen existiert jede Menge Werbung. Warum sollte der Nutzer also annehmen, dass der Betreiber nicht im Besitz der Rechte ist solange das Gegenteil nicht bewiesen ist? Es gilt doch die Unschuldsvermutung. Alles andere wäre eine Verleumdung seriöser Anbieter.
Die einzige Ausnahme die ich mir Vorstellen kann wären Portale, die unveröffentlichte oder offensichtliche abgefilmte Filme/Serien ... streamen.
Eve666 schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Also das beim "Streaming" Daten zwischengespeichert werden, steht außer
> Frage.
> Das gleiche passiert allerdings auch beim digitalen Fernsehen. Es kann doch
> nicht wirklich so sein das die Benennung des Endgerätes ausschlaggebend für
> Recht und Unrecht ist.
Nach deiner Argumentation wären Videorekorder dann auch illegal...
>Nach deiner Argumentation wären Videorekorder dann auch illegal...
Nein dafür gibt es zumindest momentan noch ein Recht auf Privatkopie... das soll zwar in Zukunft per EU-Richtlinie abgeschafft werden doch noch ist es nicht so weit.
Ausgeschlossen von dem Recht sind natürlich Aufnahmen bei denen es sich offensichtlich um Raubkopien handelt. Dies ist im Fall von Streaminganbietern jedoch ungewiss. Der Nutzer hat keine Möglichkeit herauszufinden, ob der Anbieter im Besitz der Rechte ist.
Eve666 schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Streaminganbietern jedoch ungewiss. Der Nutzer hat keine Möglichkeit
> herauszufinden, ob der Anbieter im Besitz der Rechte ist.
Diese Argumentation stellt den Nutzer auf einer Stufe mit einem hirn-
toten Zombie.
Die pure Nichtexistenz eines jeglichen Angebots unter den entsprechenden
.de, .com, .net Standardadressen **WELTWEIT** für ein paar Banner
einen (aktuellen) Kinofilm kostenlos zu sehen; geschweige denn die mangelnde
Werbung für so ein Angebot sollte doch jedem klar Zeigen dass diese Angebote *nie* die passenden Rechte haben.
Bei den Juristen ist dies die typische "Hehlerverteidigung":
"Ich konnte nicht wissen dass der Lastwagen mit TVs gestohlen war."
"Sie meinen sie kriegen einen 1000¤ TV für 100¤ und das fällt ihnen
nicht auf? " "Nein, wieso? Ich kenne doch den Großhandelspreis nicht!"
Funktioniert nie, hat nie funktioniert. Juristisch nicht haltbar.
Das fehlen deutscher/europäischer Anbieter lässt den Schluss zu das alle anderen Angebote illegal sind? Nicht zu vergessen das es durchaus seriöse Streaminganbieter gibt. Die gibt es auch unter .com und .net genau wie es unseriöse unter .com und .net gibt. Die TLD ist nun wirklich kein geeignetes Merkmal zur Erkennung.
Gut bei .to würde ich deiner Argumentation zustimmen. Tonga liegt irgendwo im Pazifik und hat sehr wahrscheinlich keine Urherberrechtsgesetze von daher sind diese Inhalte in Tonga eventuell auch nicht illegal, sondern nur die Nutzung von Deutschland aus. In diesem Fall könnte man davon ausgehen, dass auch der Nutzer so schlau ist das zu bemerken.
Was die Finanzierung durch Werbung angeht würde ich der Argumentation nicht folgen, der Nutzer hat weder Einsicht in die Gewinne die der Anbieter durch die Werbung erzielt noch in die Kosten die durch das erwerben entsprechender Lizenzen entstehen. In diesem Fall müsste der Nutzer auch beim normalen FreeTV von einem illegalen Angebot ausgehen. Da dort ebenfalls nur Werbung eingeblendet wird.
Bei Plattformen die aktuelle Filme (jünger als 3 Monate) anbieten steht außer Frage ob es sich um eine unseriöse Plattform handelt. Doch was ist mit Anbietern die dies nicht tun?
Trockenobst schrieb:
> Bei den Juristen ist dies die typische "Hehlerverteidigung":
> "Ich konnte nicht wissen dass der Lastwagen mit TVs gestohlen war."
> "Sie meinen sie kriegen einen 1000¤ TV für 100¤ und das fällt ihnen
> nicht auf? " "Nein, wieso? Ich kenne doch den Großhandelspreis nicht!"
LOL.
Na klar also wer in nem Technik laden steht und die Fernseher betrachtet : bitte Geld mitbringen
Eve666 schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Das fehlen deutscher/europäischer Anbieter lässt den Schluss zu das alle
> anderen Angebote illegal sind? Nicht zu vergessen das es durchaus seriöse
> Streaminganbieter gibt.
Du meinst die, wo steht "In ihrem Land ist die Anzeige leider nicht möglich"? :)
> die Nutzung von Deutschland aus. In diesem Fall könnte man davon ausgehen,
> dass auch der Nutzer so schlau ist das zu bemerken.
Spätestens wenn Du Golem oder Heise liest, bist Du informiert. Es gibt auch
häufig an Schulen (so ist das bei meinem Neffen!) mal eine Infoveranstaltung
des Informatik-Lehrers. D.h. an einem gewissen Grad ist eine künstliche
Verdummung "Ich weiß es nicht! Ich kann es nicht wissen!" nicht mehr
Glaubwürdig.
Und vor allem: Warum ist sie notwendig? Tue was Du tust. Den Rest mache doch
mit dir selbst aus. Niemand zwingt irgend wen zu einer Rechtfertigung.
Außer vielleicht das Spiegelbild. Aber das ist doch auszuhalten, oder?
> entsprechender Lizenzen entstehen. In diesem Fall müsste der Nutzer auch
> beim normalen FreeTV von einem illegalen Angebot ausgehen. Da dort
> ebenfalls nur Werbung eingeblendet wird.
Sicherlich richtig. Nur soll der geneigte Konsument erklären, warum der
TV Film 4x a 10 Minuten unterbrochen wird, und der Internet-Betreiber
mit drei Bannern (die per Adblock auch noch weg gewischt werden) weiter-
kommt. Die Rückkehr der "Ich kenne die Großhandelspreise nicht?" ;)
Außerdem könnte man ja Fragen, oder? "Hallo Kinokette, ist kino.to legal?" ;)
> Bei Plattformen die aktuelle Filme (jünger als 3 Monate) anbieten steht
> außer Frage ob es sich um eine unseriöse Plattform handelt. Doch was ist
> mit Anbietern die dies nicht tun?
Wie gesagt: es ist schönes "Konstrukt". Leider sind die Leute heute die bei Facebook
und Co sind viel zu aufgeklärt als dies "ehrlich" funktionieren würde. Sehr schön kann
man dieses bei der Diskussion über Bittorrent sehen: erst hieß es "Tausch Privat".
Als das mit vielen anonymen Leuten nicht mehr argumentativ haltbar war (das ist ja dann nicht Privat, weil man ja auch nicht anonyme Leute in die Wohnung an die Platte lässt), wechselte man zu dem sperrigen "Tausch ohne finanzielle Vorteile". Als das auch nicht mehr haltbar war, sagte man einfach "Tausch ohne _monetären_ Transfer" oder so, also das kein Geld _fließt_ nicht das man keinen Gewinn hat.
Schön getrickst, jetzt fühlt sich das Spiegelbild wieder gut ;)
Man hat das Gefühl, das drogensüchtige Ständig versuchen ihre Sucht a) irgendwie zu kaschieren und b) ihren verf*ckten Dealer abgrundtief hassen, der ihre Suchtpotentiale ständig neu auslotet. "Scheiße! Schon wieder ein Geiler Movie den ich kopieren/streamen muss. SCHEIßE! SCHEIßE !SCHEIßE!"
Warum eigentlich? Man ist was man tut, nicht das was man sein möchte. Daran ist nichts verkehrtes. Und wer ist schon perfekt?
Trockenobst schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Sicherlich richtig. Nur soll der geneigte Konsument erklären, warum der
> TV Film 4x a 10 Minuten unterbrochen wird, und der Internet-Betreiber
> mit drei Bannern (die per Adblock auch noch weg gewischt werden) weiter-
> kommt. Die Rückkehr der "Ich kenne die Großhandelspreise nicht?" ;)
Warum sollte der Konsument das erklären? Das kann er gar nicht. Und daran kann man auch keine Illegalität ausmachen. Bis vor kurzem gab es zum Beispiel 3min.net, dort konnte man sich kleine Filmchen (zum Beispiel Snobs mit Christian Ulmen) kostenlos anschauen. Der Name der Seite mutet seltsam an, aber wenn ich darum jetzt etwas illegales vermutet hätte, wäre ich vollkommen auf dem Holzweg gewesen.
> Außerdem könnte man ja Fragen, oder? "Hallo Kinokette, ist kino.to legal?"
> ;)
Klar, du schreibst jeden Seitenbetreiber erst mal an um sicherzugehen, dass das Angebot legal ist?! Das wird ein spaßiges Surfvergnügen und ist fernab jeglicher Realität.
Wenn Streamingnutzung nur deswegen illegal sein soll, nur weil mein Gerät Streamingdaten zwischenspeichert, dann müsste auch Web-Radio hören illegal sein, denn mein Gerät speichert Musikdaten zwischendurch ab, an denen ich keine Rechte besitze. Jedoch widerspricht dies aktueller Rechtsprechung, denn das sogenannte Mitschneiden vom Web-Radio ist nicht illegal, also besitze ich dann eine legale Kopie von Streaminginhalten. Ob der Radio-Betreiber die Rechte für das Senden besitzt, kann ich schwer nachprüfen, es gibt schließlich auch eine Menge (meist auch interessantere) Radiosender im Netz, welche nicht so bekannt sind, wie UKW-Stationen, welche nebenbei ins Netz streamen.
Wenn es nach der GVU gehen würde, wäre er das auch! Problem der GVU (ich sehe es als Fortschritt an) ist, dass die digitale Kopie der originalen in nichts nachsteht (Schlechte Rips mal ausgenommen).
Kommentare: 172 | letzter Beitrag 22:36 Uhr
Kommentare: 94 | letzter Beitrag 26.05. 19:45
Kommentare: 79 | letzter Beitrag 22:43 Uhr
Kommentare: 71 | letzter Beitrag 22:20 Uhr
Kommentare: 63 | letzter Beitrag 23:15 Uhr
E-Mail an news@golem.de

Der japanische Spieldesigner Goichi Suda - Fans sagen schlicht "Suda 51" - ist für schräge Actionspiele bekannt. Sein nächstes Werk schickt ein scheinbar braves Schulmädchen in den Kampf gegen Zombies.

Weitgehend unbemerkt hat der US-Händler Tigerdirect die ersten Chromebox-Systeme von Google ausgeliefert. Für 330 US-Dollar bekommt der Nutzer recht gute Hardware in Nettop-Form, die sehr viel leistungsfähiger ist als die des Chromebook mit ChromeOS.

Der neue Chef der Piratenpartei steht im Verteidigungsministerium unter Druck. Elektronische Kommunikation für seine Partei ist ihm in der Dienstzeit untersagt. "Es gibt Leute im Ministerium, die darauf warten, dass ich Fehler mache", sagte Schlömer.

Renesas ist nach Elpida der zweite schwer angeschlagene japanische Chiphersteller. Renesas, das Hitachi, Mitsubishi Electric und NEC gehört, macht Verlust und will seine größte Fabrik verkaufen.

RIM soll in den kommenden Tagen erneut einen massiven Stellenabbau ankündigen. "Ich habe herausgefunden, welche Teile ich in meinem Puzzle nicht mehr benötige", sagte Firmenchef Thorsten Heins.

Ein britisches Blog will erfahren haben, dass Facebook den norwegischen Browserhersteller Opera Software kaufen will. Beide Unternehmen wollen sich dazu nicht äußern.