liest man auch hier leider sehr oft. Bitte, Leute, das ist echt ein schlechtes Argument. Es stimmt zwar, aber so rechnet man nur 9Euro-Verdiener gegen 7Euro-Verdiener auf, und die Großverdiener schauen zu und lachen sich kaputt. Man findet immer jemanden, der noch weniger bekommt. Zuletzt wird dann dem H4ler gesagt, in China oder Afrika wäre er ein reicher Mann...
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miauwww schrieb:
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> liest man auch hier leider sehr oft. Bitte, Leute, das ist echt ein
> schlechtes Argument. Es stimmt zwar, aber so rechnet man nur
> 9Euro-Verdiener gegen 7Euro-Verdiener auf, und die Großverdiener schauen zu
> und lachen sich kaputt. Man findet immer jemanden, der noch weniger
> bekommt. Zuletzt wird dann dem H4ler gesagt, in China oder Afrika wäre er
> ein reicher Mann...
Aber macht das die Aussage jetzt weniger sinnvoll?
Man regt sich darüber auf, dass Amazon Leute schlecht behandelt. Dabei gibt es tausende, die noch WESENTLICH schlechter behandelt werden, sogar hier in Deutschland, doch das ist egal, weils grad keinen Artikel dazu gibt?
Hm.
Oder sollte man das Ausblenden, weil im Vergleich plötzlich die ach so armen "Opfersklaven" garnicht so schlecht dastehen, von den überzogenen Überwachungsmaßnahmen abgesehen?
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Was ist denn Deiner Meinung nach ein Fairer Verdienst für einen ungelernten Lagerarbeiter / Paketefahrer und co?
Stell das bitte noch in eine Relation mit jemandem, der eine Ausbildung gemacht hat, oder jemandem, der studiert hat.
Also es gibt gelernte Kräfte, die keine 13¤/Stunde verdienen. Es gibt Uni-Absolventen, die keine 15¤ / Stunde verdienen. Bei kaufmännischen Berufen ist die Arbeit zwar körperlich nicht anstrengend, aber durch die Verantwortung und den Druck, den man hat sicherlich auch geistig viel anstrengender.
Warum sollte ich denn eine Ausbildung geschweige denn ein Studium anstreben (mit den ganzen Kosten, die mit einem Studium verbunden sind), wenn ich als ungelernte Kraft 16¤/Stunde machen kann (siehe Streik der Ladenbewacher auf den Flughäfen).
Und ich muss Dir widersprechen, wir können alle sehr wohl was gegen tun. Letzte Woche haben sich bei Golem alle aufgeregt, weil einige Versandhändler bald Geld für Rücksendungen nehmen wollen. Also ist die Zahlungsbereitschaft für diese Tätigkeiten beim Kunden nicht vorhanden, aber darüber meckern, dass die Leute zu wenig verdienen, das kann man?
Wo ist das bitte logisch?
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miauwww schrieb:
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> Man findet immer jemanden, der noch weniger
> bekommt.
Ja, z.B. die freien Dokumentarfilmer bei der ARD. Die kommen auf monatlich 1.380 Euro.
Siehe hier:
Filmemacher kritisieren die ARD wegen schlechter Bedingungen und mieser Bezahlung
http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2013/02/15/a0110
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PaBa schrieb:
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> Was ist denn Deiner Meinung nach ein Fairer Verdienst für einen ungelernten
> Lagerarbeiter / Paketefahrer und co?
Finde ich relativ einfach er sollte gut davon leben können und die Menschen die von Ihm abhängig sind, wie Kinder.
Davon ab sollte man auch mal begreifen das man nicht nur per Ausbildung oder Studium lernen kann sondern viel besser über Berufserfahrung. Heutzutage sollen immer alle alles können und die Betriebe investieren kaum in die Weiter- und Fortbildung. Die meisten die ich kenne die von der Uni kommen haben erstmal kaum eine Ahnung und brauchen durchaus erstmal 1-2 Jahre bis sie sich wirklich auskennen und so kann auch aus einem einfachen Lagerarbeiter mal ein Lagerleiter über die Berufserfahrung werden auch ohne studiert zu haben.
Aberheutzutagebraucht man für alles ein Schein oder Zertifikat sonst kann das nix sein.
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Elgareth schrieb:
> Aber macht das die Aussage jetzt weniger sinnvoll?
> Man regt sich darüber auf, dass Amazon Leute schlecht behandelt. Dabei gibt
> es tausende, die noch WESENTLICH schlechter behandelt werden, sogar hier in
> Deutschland, doch das ist egal, weils grad keinen Artikel dazu gibt?
> Hm.
> Oder sollte man das Ausblenden, weil im Vergleich plötzlich die ach so
> armen "Opfersklaven" garnicht so schlecht dastehen, von den überzogenen
> Überwachungsmaßnahmen abgesehen?
Du missverstehts mich...: andere Geringverdiener soll man gewiss nicht ausblenden, aber man soll nicht sagen, die Leiharbeiter bei Amazon bräuchten keine Hilfe, weil es anderen schlechter geht. Andersgesagt: man muss eigentlich alle auflisten, die unter einen fairen Minimum bleiben. Ich weiß auch nicht, wie man dessen Höhe festlegen soll. Gefühlsmäßig irgendwo um die 12 Euro...
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PaBa schrieb:
> Warum sollte ich denn eine Ausbildung geschweige denn ein Studium anstreben
> (mit den ganzen Kosten, die mit einem Studium verbunden sind), wenn ich als
> ungelernte Kraft 16¤/Stunde machen kann (siehe Streik der Ladenbewacher auf
> den Flughäfen).
Komm schon: die Chance auf deutlich höheren Verdienst steigt mit dem Ausbildungsniveau...
> Und ich muss Dir widersprechen, wir können alle sehr wohl was gegen tun.
> Letzte Woche haben sich bei Golem alle aufgeregt, weil einige
> Versandhändler bald Geld für Rücksendungen nehmen wollen. Also ist die
> Zahlungsbereitschaft für diese Tätigkeiten beim Kunden nicht vorhanden,
> aber darüber meckern, dass die Leute zu wenig verdienen, das kann man?
Ja, so ist das System: die Leute wollen meist weniger zahlen, weil sie zB selbst nicht viel haben. Und schon ist billig besser, was aber die Löhne drückt. Es würde aber nicht die Löhne drücken, wenn Chefetagen nicht so gierig wären. Haben wir ja bei der Einkommensentwicklung in den letzten Jahren gesehn: alle verdienen weniger, nur die ganz oben verdienen trotz Krisen mehr. Die "Schere" geht weiter auf...
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MarkS schrieb:
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> Ja, z.B. die freien Dokumentarfilmer bei der ARD. Die kommen auf monatlich
> 1.380 Euro.
> Siehe hier:
> Filmemacher kritisieren die ARD wegen schlechter Bedingungen und mieser
> Bezahlung
> www.taz.de
Ich kann da auch ein Lied von singen: war lange selbständig im Kulturbereich...
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