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Ich weiß nicht, was es da zu meckern gibt

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  1. Ich weiß nicht, was es da zu meckern gibt

    Autor DJD 14.02.13 - 21:13

    Ich schaue mir gerade die ARD Doku an:

    Also das sie nach Weihnachten wieder entlassen werden ist logisch, danach werden sie wieder entlassen. Genau deswegen sind sie ja Leiharbeiter. Wenn man davon ausgeht, dass man übernommen wird, ist man blöd. Man ist wie der name schon sagt, nur temporär geliehen dort.

    12% Abzug vom Lohn gibt es...bei 1500 euro sind das ca 180 Euro. dafür bekommen sie unterkunft, hotel, transfer. ich weiß auch da nicht, was es zu heulen gibt. jeder normale deutsche muss wohnung und arbeitsweg selbst bezahlen.

    und wenn sie im ausland den vertrag wegen der sprache nicht verstehen ist das auch selber schuld. ich gehe doch nicht in ein land und erwarte, dass sie meine heimatsprache kenn.

    ich finde in dem beitrag wird über sachen gemeckert, die für einen deutschen selbverständlich sind. die können doch froh sein, wenn amazon da alles organsiert und die sich im ausland nicht noch um wohnung, transfer kümmern müssen.


    So: nun habe ich etwas gefunden: Die Drohung und Durchsuchung der Wohnung durch die Security ist nicht legitim und sollte unterbunden werden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.02.13 21:18 durch DJD.

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  2. Re: Ich weiß nicht, was es da zu meckern gibt

    Autor iu3h45iuh456 14.02.13 - 21:27

    DJD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also das sie nach Weihnachten wieder entlassen werden ist logisch, danach
    > werden sie wieder entlassen. Genau deswegen sind sie ja Leiharbeiter. Wenn
    > man davon ausgeht, dass man übernommen wird, ist man blöd. Man ist wie der
    > name schon sagt, nur temporär geliehen dort.

    Wenn man sich damit abfindet, dass solche Jobs nunmal sind wie sie sind - wie sollen die Menschen, die solche Arbeit machen müssen ihr Leben auch nur einigermaßen planen können? Selbst wenn die jetzt noch über Runden kommen, spätestens ab 50 oder so gibts nicht mal mehr so eine Beschäftigung. Das werden später jahrzehntelange Sozialfälle, weil sie weder Geld ansparen können, noch eine ordentliche Rente bekommen werden.

    Hier werden Unternehmensgewinne auf Kosten der Bürger gemacht. Auf Kosten derjenigen, die dort für wenig Geld und ohne Sicherheit arbeiten und derjenigen, die dafür immer höhere Sozialversicherungsbeiträge abdrücken müssen.

    Die Leiharbeit und der Niedriglohnsektor sind doch wohl großteils durch Lobbymaßnahmen erzwungene Umverteilungsprogramme von unten nach oben.

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  3. Re: Ich weiß nicht, was es da zu meckern gibt

    Autor DJD 15.02.13 - 11:19

    Niedrige Löhne sind jedoch kein Amazon spezifisches Problem. Die gibt es in allen Bereichen. Dazu muss Amazon nciht als Buhmann dargestellt werden.

    Und wie soll eine Firma wirtschaftlich arbeiten, wenn sie vom saisonalen Geschäft abhängt, die Leute zwar für die restlichen 10 Monate im Jahr zwar bezahlt, aber nicht benötigt...
    Die Leute wissen ja vorher, dass sie nur kurz dort sind. Da soll man nicht meckern, dass es danach wieder vorbei ist. Man hat es sich doch so rausgesucht.

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  4. Re: Ich weiß nicht, was es da zu meckern gibt

    Autor Parep 15.02.13 - 13:43

    Sicherlich ist das für bestimmte Leute aus strukturschwachen Gegenden ein attraktiver Lohn, ansonsten würden sie nicht nachgefragt werden. Kein seriöses Geschäftsgebahren ist es jedoch, Leute mit einem höheren Lohn zu ködern und ihnen dann einen anderen, schlechteren Vertrag aufzuzwingen. Rechtlich könnte man von Täuschung sprechen.
    Unterkunft, Transport usw. ist MIT SICHERHEIT auch schon im Amazon Vertrag zugesichert worden.

    Das Zusammenwohnen wildfremder Menschen auf engem Raum ist mit Problemen behaftet. Amazon, das diesen Wohnraum für seine Saisonkräfte bereitstellt, steht in der Pflicht, eine angemessene Wohnsituation anzubieten und diese Probleme zu einzugrenzen. Willkürliche Durchsuchungen dagegen sind ein Eingriff in unsere Grundrechte

    Ausnutzung der Notsituation der Zeitarbeiter

    Die Ausnutzung der Arbeiter findet in der Form statt, dass keinerlei Strukturen für sie geschaffen wurden, obwohl diese extra in Massen angeworben wurden. Wie in dem Beitrag ersichtlich hat sich ein Diakon und betrieblicher Seelsorger vergeblich versucht die Leute über ihre Rechte zu informieren, was an der Sprache scheiterte ebenso weil die Leute eingeschüchtert werden und nur vorübergehend hier arbeiten und auf das Geld angewiesen sind. Sie trauen sich nicht, sich über Missstände zu beschweren und wüssten selbst dann nicht an wen sie sich wenden könnten.

    Ausgenutzt werden sie daher in ihrer schwachen Verhandlungposition gegenüber Amazon.

    Das wahre Problem

    Offensichtlich muss man sich um die Leute, die man ankarrt, auch KÜMMERN.

    Amazon ist Branchenführer, ihre Logistik ist ihre Kernkompetenz. Da kann es doch nicht angehen, dass gerade der Primus mit dem größten Marktanteil sich über gute Sitten und Gesetze hinwegsetzt. Dass es anders geht beweisen die Mitbewerber.

    z. B.http://www.wuv.de/digital/amazon_skandal_wie_sozial_ist_eigentlich_die_konkurrenz

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  5. Re: Ich weiß nicht, was es da zu meckern gibt

    Autor miauwww 15.02.13 - 13:53

    DJD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Niedrige Löhne sind jedoch kein Amazon spezifisches Problem. Die gibt es in
    > allen Bereichen. Dazu muss Amazon nciht als Buhmann dargestellt werden.
    >
    > Und wie soll eine Firma wirtschaftlich arbeiten, wenn sie vom saisonalen
    > Geschäft abhängt, die Leute zwar für die restlichen 10 Monate im Jahr zwar
    > bezahlt, aber nicht benötigt...
    > Die Leute wissen ja vorher, dass sie nur kurz dort sind. Da soll man nicht
    > meckern, dass es danach wieder vorbei ist. Man hat es sich doch so
    > rausgesucht.

    Aber Amazon verdient echt genug. Die sind hochwirtschaftlich, aber die Anteilseigner wollen halt immer mehr. Wenn sowas nicht publik wird, ändert sich gleich gar nichts.

    Und nein, man sucht sich sowas nicht aus: da gehen echt nur Leute hin, die keine Wahl haben. Schau Dir mal die Arbeitslosenraten in Südeuropa an. Spanien: bis zu 25%. Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland: 60%.

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  6. Re: Ich weiß nicht, was es da zu meckern gibt

    Autor Elgareth 15.02.13 - 14:04

    miauwww schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber Amazon verdient echt genug. Die sind hochwirtschaftlich, aber die
    > Anteilseigner wollen halt immer mehr. Wenn sowas nicht publik wird, ändert
    > sich gleich gar nichts.
    >
    > Und nein, man sucht sich sowas nicht aus: da gehen echt nur Leute hin, die
    > keine Wahl haben. Schau Dir mal die Arbeitslosenraten in Südeuropa an.
    > Spanien: bis zu 25%. Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland: 60%.

    Trotzdem suchen sie sich das aus...
    Davon ab: Wenn du Amazon-Chef wärst... würdest du weltweit zehntausenden Leuten 2.000¤ Brutto im Monat zahlen, damit sie zwei Wochen im Jahr arbeiten?
    Müssen Spargelbauern nun auch das ganze Jahr über ihre Erntehelfer bezahlen, weil alles andere sozial unverantwortlich ist? Geschickt geplant, kommt ein Leiharbeiter bestimmt das ganze Jahr gut über die Runden... Vor Weihnachten bei Amazon, dann kommt die Kartoffelzeit, Rübenzeit, Spargelzeit, Erdbeerzeit, Tulpenzeit, whateverzeit, dann gehts zum Flyer verteilen bevor die KFZ-Versicherung ausläuft...

    Auch Leiharbeiter sind Menschen, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen können, und müssen nicht behandelt werden als wären sie extrem Schutzbedürftig weil unfähig sich um ihr Wohl zu kümmern :-/

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  7. Re: Ich weiß nicht, was es da zu meckern gibt

    Autor yoshi098 15.02.13 - 14:24

    Parep schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das Zusammenwohnen wildfremder Menschen auf engem Raum ist mit Problemen
    > behaftet. Amazon, das diesen Wohnraum für seine Saisonkräfte bereitstellt,
    > steht in der Pflicht, eine angemessene Wohnsituation anzubieten und diese
    > Probleme zu einzugrenzen. Willkürliche Durchsuchungen dagegen sind ein
    > Eingriff in unsere Grundrechte
    >
    > Ausnutzung der Notsituation der Zeitarbeiter
    >
    > Die Ausnutzung der Arbeiter findet in der Form statt, dass keinerlei
    > Strukturen für sie geschaffen wurden, obwohl diese extra in Massen
    > angeworben wurden. Wie in dem Beitrag ersichtlich hat sich ein Diakon und
    > betrieblicher Seelsorger vergeblich versucht die Leute über ihre Rechte zu
    > informieren, was an der Sprache scheiterte ebenso weil die Leute
    > eingeschüchtert werden und nur vorübergehend hier arbeiten und auf das Geld
    > angewiesen sind. Sie trauen sich nicht, sich über Missstände zu beschweren
    > und wüssten selbst dann nicht an wen sie sich wenden könnten.
    >
    > Ausgenutzt werden sie daher in ihrer schwachen Verhandlungposition
    > gegenüber Amazon.
    >
    > Das wahre Problem
    >
    > Offensichtlich muss man sich um die Leute, die man ankarrt, auch KÜMMERN.
    >
    > Amazon ist Branchenführer, ihre Logistik ist ihre Kernkompetenz. Da kann es
    > doch nicht angehen, dass gerade der Primus mit dem größten Marktanteil sich
    > über gute Sitten und Gesetze hinwegsetzt. Dass es anders geht beweisen die
    > Mitbewerber.
    >
    > z. B.www.wuv.de

    Wie sieht denn diese "angemessene Wohnsituation" aus? 6 Leute in einem ordentlichen Ferienhaus und das auch noch auf max 90 Tage befristet, das kann man ja wohl sehr gut aushalten.

    Und man kümmert sich doch um die Leute! Unterkunft, Essen, Weg zur Arbeit, sogar ein Shuttle zum Einkaufszentrum! Dass sie Heimweh haben und am liebsten bei ihrer Familie wären versteh ich ja, aber was soll man denn machen?!

    Und deinen wuv.de Link kannst du sowas von in die Tonne kloppen. Schön dass da nur pauschal gesagt wird "wir zahlen nach Tarif". Und was bedeutet das in ¤ pro Stunde?! Hier 2 Beispiele:

    Werkstudenten bei Weltbild:
    "Der Stundensatz bei Weltbild beträgt 8,95 Euro plus Nebenleistungen."

    Eine Freundin war Verkäuferin in einer jokers-Filiale: hat auch keine 10 Euro / Stunde bekommen.

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  8. Re: Ich weiß nicht, was es da zu meckern gibt

    Autor miauwww 15.02.13 - 14:26

    Elgareth schrieb:

    > Davon ab: Wenn du Amazon-Chef wärst... würdest du weltweit zehntausenden
    > Leuten 2.000¤ Brutto im Monat zahlen, damit sie zwei Wochen im Jahr
    > arbeiten?
    > Müssen Spargelbauern nun auch das ganze Jahr über ihre Erntehelfer
    > bezahlen, weil alles andere sozial unverantwortlich ist? Geschickt geplant,
    > kommt ein Leiharbeiter bestimmt das ganze Jahr gut über die Runden... Vor
    > Weihnachten bei Amazon, dann kommt die Kartoffelzeit, Rübenzeit,
    > Spargelzeit, Erdbeerzeit, Tulpenzeit, whateverzeit, dann gehts zum Flyer
    > verteilen bevor die KFZ-Versicherung ausläuft...
    >
    > Auch Leiharbeiter sind Menschen, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen
    > können, und müssen nicht behandelt werden als wären sie extrem
    > Schutzbedürftig weil unfähig sich um ihr Wohl zu kümmern :-/

    Nein, von Dauerbezahlung ist doch keine Rede. Sondern für die Saisonarbeiter pro gearbeitete Stunde einfach etwas mehr, und vernünftige Bedingungen allgemein. Das motiviert auch, senkt den Krankenstand usw. Und warum kann sowas nicht übers Arbeitsamt geregelt werden? Warum müssen da Zeitarbeitsfirmen dazwischen sitzen?

    Ich bin mir da nicht so sicher, ob bei unseren Arbeitslosenzahlen jeder so gut für sich selbst sorgen kann. Es gibt einfach nicht genug Arbeit, und die Löhne kann man als Einzelner nicht beeinflussen, und man fliegt schnell wieder raus...

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  9. Re: Ich weiß nicht, was es da zu meckern gibt

    Autor hubie 15.02.13 - 14:30

    Was es da zu meckern gibt? Die offizielle Aussage von Amazon widerspricht der Realität wie man sie in der Reportage sieht kläglich. Klar geht es einem Konzern ums Geschäft, und Amazon würde wohl rote Zahlen schreiben (haben ja so gut wie keinen Gewinn) wenn sie ihre Mitarbeiter alle menschlich behandeln würden. Die Aussagen, dass der Lohn geschmählert wird, weil der Transportbus zu spät kommt zur Arbeit nehme ich ernst. Das widerspricht der Stellungnahme von Amazon hier, wäre mal interessant da weiter zu recherchieren.

    Klar, einige mögen sagen: "das ist doch normal", dann frag ich euch, was zum Teufel ist daran normal? Jeder der in solchen Verhältnissen arbeitet empfindet das als unzumutbar. Wenn wir soetwas als "normal" ansehen gibts ja auch keinen Grund mehr anzupacken und die Missstände in unserer Gesellschaft zu verdrängen.
    Im Augenblick sind wir in einer Phase wo wir drohen unsere erkämpften sozialen Rechte hinterrücks zu verleumden, nur weil uns Konzerne eintrichtern, dass eine Beschäftigung anders ja nicht möglich wäre...

    Die glücklichen Sklaven wie dich sollte man zerschlagen, denn so eine Einstellung verzerrt das Verständnis von Gerechtigkeit und unterstütz die Macht des Geldes und der sozialen Kälte.

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  10. Re: Ich weiß nicht, was es da zu meckern gibt

    Autor throgh 15.02.13 - 14:30

    Ähm und dennoch verbleibt der Tatbestand, dass da Ungereimtheiten sind. Man kann sich schlicht auch für den Gegenüber interessieren und aus dem Gesehenen Rückschlüsse ziehen, die man versucht im Kleinen und nachhaltig für sich und seine Umgebung umzusetzen! Darum geht es auch vornehmlich. Davob ab, dass sich die Menschen durchaus auch selbst weiter schützen können. Aber etwas mehr soziales Gefüge wäre fein! Und man kann auch Anderen helfen ihre Situation zu verbessern, das auch gern OHNE eine Entlohnung am anderen Ende.

    Weniger Ellenbogen, mehr Toleranz und Auge für das Miteinander.

    "Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt!"
    (Albert Einstein)

    Multimedia und Unterhaltung unter Linux: http://www.dailymotion.com/Throgh



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.02.13 14:31 durch throgh.

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  11. Re: Ich weiß nicht, was es da zu meckern gibt

    Autor iu3h45iuh456 15.02.13 - 15:32

    DJD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Niedrige Löhne sind jedoch kein Amazon spezifisches Problem. Die gibt es in
    > allen Bereichen. Dazu muss Amazon nciht als Buhmann dargestellt werden.

    Amazon ist weltgrößte Versandhändler mit einer großen Finanzkraft. Die werden schon nicht gleich anfangen zu heulen, wenn auf die Missstände bei ihnen öffentlich hingewiesen wird.

    > Und wie soll eine Firma wirtschaftlich arbeiten, wenn sie vom saisonalen
    > Geschäft abhängt, die Leute zwar für die restlichen 10 Monate im Jahr zwar
    > bezahlt, aber nicht benötigt...

    Das ist das Problem von vielen Firmen und die bedienen sich nicht alle solcher Methoden. Amazon ist ein profitables Unternehmen mit guten Zukunftsaussichten. Wenn es Mittelständlern mit weit weniger Finanzkraft im Rücken auf etwas fairere Weise gelingt, saisonale Spitzen einigermaßen mitarbeiterfreundlich zu organisieren, warum sollte Amazon das im größeren Rahmen nicht auch schaffen?
    Sie wollen es nicht, das ist der Punkt.

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  12. Re: Ich weiß nicht, was es da zu meckern gibt

    Autor PaBa 15.02.13 - 17:05

    iu3h45iuh456 schrieb:
    > ...Wenn es Mittelständlern mit weit weniger Finanzkraft im
    > Rücken auf etwas fairere Weise gelingt, saisonale Spitzen einigermaßen
    > mitarbeiterfreundlich zu organisieren, warum sollte Amazon das im größeren
    > Rahmen nicht auch schaffen?
    > Sie wollen es nicht, das ist der Punkt.

    Ich erinnere an letzte Woche, als es hieß, das Rücksendungen ggfs. kostenpflichtig werden sollen. Da haben sich fast alle Aufgeregt, weil keiner dafür bezahlen will.

    Wenn also der Kunde nicht für die Leistung der Lagerarbeiter und Paketboten zahlen will, warum soll das Amazon wollen?

    Wir haben alle das Anspruchsdenken einer heilen Welt, nur bezahlen soll das ein anderer. Hat einer von Euch mal dem DHL / Hermes / DPD /... -Boten ein Trinkgeld gegeben? Das könnte deren Einkommenslage ändern, aber dazu müsste man selber Geld ausgeben. Es ist ja einfacher wenn Amazon der Buhmann ist...

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  13. Re: Ich weiß nicht, was es da zu meckern gibt

    Autor iu3h45iuh456 15.02.13 - 20:05

    PaBa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir haben alle das Anspruchsdenken einer heilen Welt, nur bezahlen soll das
    > ein anderer. Hat einer von Euch mal dem DHL / Hermes / DPD /... -Boten ein
    > Trinkgeld gegeben? Das könnte deren Einkommenslage ändern, aber dazu müsste
    > man selber Geld ausgeben. Es ist ja einfacher wenn Amazon der Buhmann
    > ist...

    Ja, auch die Kunden haben eine gewisse Schuld. Aber mal schnell sämtliche Verantwortung auf die Käufer abwelzen zu wollen, das funktioniert auch nicht. Man kann von den Kunden verlangen, dass sie einigermaßen informiert sind. Sie können jedoch nicht die gesamte Wirtschaftswelt im Blick haben.
    Es muss im Interesse von Amazon liegen, dass die mit ihren vielen Packern nicht umgehen wie mit Wegwerfartikeln.

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  14. Re: Ich weiß nicht, was es da zu meckern gibt

    Autor Moe479 15.02.13 - 21:40

    miauwww schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Elgareth schrieb:
    >
    > Nein, von Dauerbezahlung ist doch keine Rede. Sondern für die
    > Saisonarbeiter pro gearbeitete Stunde einfach etwas mehr, und vernünftige
    > Bedingungen allgemein. Das motiviert auch, senkt den Krankenstand usw. Und
    > warum kann sowas nicht übers Arbeitsamt geregelt werden? Warum müssen da
    > Zeitarbeitsfirmen dazwischen sitzen?


    also die 'agenturen für arbeit' und 'jobcenter' sind sehr schlecht im organisieren von irgendetwas, das mag an der motivation derer mitarbeiter (z.b. zwangsversetzung von beamten), also die 'dienst nach vorschrift und keinen deut mehr mentalität' erlebt man dort sehr oft, wo bei ch persönlich aber auch vereinzelt entgegengesetztes erlebt habe.

    allein in berlin gibt es über 900 gemeldete wirtschaftlich oder gemeinützig organisierte dienstleister die regelmäßig von den 'agenturen für arbeit' und 'jobcentern' aufträge erhalten wovon knapp 300 ununterbrochen seit über 5 jahren allein in den bereichen qualifizierung und mobilisierung arbeiten. vermittlungsdienstleister gibt es wesentlich mehr, diese erzielen selbst bei infragestellung von nachhaltigkeit um einiges mehr als die 'persönlichen berater' der jobcenter leisten(können).

    > Ich bin mir da nicht so sicher, ob bei unseren Arbeitslosenzahlen jeder so
    > gut für sich selbst sorgen kann. Es gibt einfach nicht genug Arbeit, und
    > die Löhne kann man als Einzelner nicht beeinflussen, und man fliegt schnell
    > wieder raus...

    du hast recht, man sollte nicht von sich auf andere schliessen, schon allein die antragstellung hier in de ist manchmal ein psychomarathon für erstbetroffene, aber auf der anderen seite auch eine irgendwie praktisch-intelligente sache, die meisten überschätzen nur ihre kompetenz in der sache und trauen sich nicht bei bürgerhilfebüros oder ähnlichem nachzufragen, obwohl es hier die eine oder andere wertvolle zusatzinformation gibt.
    wenn man sich selber gerade so als mittelmaß sieht, muss doch die einfache mehrheit wenigstens das können was man selber kann! Dann sollte man den anderen auch versuchen das gleiche abzuverlangen, damit es nicht schlimmer wird ... ;) .

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  15. Re: Ich weiß nicht, was es da zu meckern gibt

    Autor dependent 15.02.13 - 21:47

    hubie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und Amazon würde wohl rote Zahlen schreiben
    > (haben ja so gut wie keinen Gewinn) wenn sie ihre Mitarbeiter alle
    > menschlich behandeln würden.

    Selten so einen Mist gelesen. Auch die Aussage "die Realität, wie man sie im Bericht sieht". Der Bericht war ja sehr objektiv gehalten, überhaupt nicht aufgezogen und hat sich nur an Fakten gehalten. Besonders schön war dann der Satz "wir verabreden uns mit ihnen in einem Cafe. Hier können sie zum ersten Mal unbeobachtet essen und trinken" - sagte man und hält die Kamera drauf.

    Mein Vorschlag: mach dir ein eigens Bild, vor Ort, und dann wird mit dieser Meinung um dich.

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  16. Re: Ich weiß nicht, was es da zu meckern gibt

    Autor elitezocker 16.02.13 - 12:39

    iu3h45iuh456 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DJD schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Also das sie nach Weihnachten wieder entlassen werden ist logisch,
    > danach
    > > werden sie wieder entlassen. Genau deswegen sind sie ja Leiharbeiter.
    > Wenn
    > > man davon ausgeht, dass man übernommen wird, ist man blöd. Man ist wie
    > der
    > > name schon sagt, nur temporär geliehen dort.
    >
    > Wenn man sich damit abfindet, dass solche Jobs nunmal sind wie sie sind -
    > wie sollen die Menschen, die solche Arbeit machen müssen ihr Leben auch nur
    > einigermaßen planen können? Selbst wenn die jetzt noch über Runden kommen,
    > spätestens ab 50 oder so gibts nicht mal mehr so eine Beschäftigung. Das
    > werden später jahrzehntelange Sozialfälle, weil sie weder Geld ansparen
    > können, noch eine ordentliche Rente bekommen werden.

    Sorry! Aber wir sind nicht für das Wohl aller Menschen zuständig! Alle Menschen haben ihrer regierung gegenüber die Möglichkeit Geld/Beschäftigung einzufordern. Dafür sind wir ganz sicher nicht zuständig.

    --==::Hier sind die Gamer::==-- シ

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  17. Re: Ich weiß nicht, was es da zu meckern gibt

    Autor throgh 16.02.13 - 14:09

    Und wofür sind WIR (ebenso Menschen, wie auch "Mitmenschen") verantwortlich? Für uns selbst? Wunderbar. Interessiert es dich so gar nicht was um dich herum geschieht?

    "Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt!"
    (Albert Einstein)

    Multimedia und Unterhaltung unter Linux: http://www.dailymotion.com/Throgh

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  18. Re: Ich weiß nicht, was es da zu meckern gibt

    Autor motzerator 16.02.13 - 15:23

    DJD schrieb:
    -----------------
    > Niedrige Löhne sind jedoch kein Amazon spezifisches Problem.
    > Die gibt es in allen Bereichen. Dazu muss Amazon nicht als
    > Buhmann dargestellt werden.

    Die niedrigen Löhne sind doch nicht mal das Problem, wenn Du die Reportage gesehen hast müsste Dir das auch aufgefallen sein, das man sogar gezeigt hat wie sich die Menschen in Spanien auf diesen Job gefreut haben, wegen der für ihre Verhältnisse guten Bezahlung.

    Das Problem sind:

    - Unangemessene Unterbringung. Ein Ferienheim ist keine Arbeitnehmerunterkunft. Mach mal die Augen auf, die mussten zum Teil in Doppelbetten schlafen, das ist für Eheleute angemessen, aber sicher nicht für Arbeitnehmer.

    - Null Infrastruktur. Weit und breit keine Einkaufsmöglichkeit, abhängig von Bussen die mal fahren und mal nicht.

    - Abzug von 12% vom versprochenen Lohn. Das ist Beschiss!

    - Abzug von Stundenlohn, wenn der vom ARBEITGEBER organisierte Bus nicht pünktlich ist!

    - Und der Nazitrupp von Security, der da die Arbeiter terrorisiert. Versuch garnicht erst, das schön zu reden, wird dir eh nicht gelingen.

    > Und wie soll eine Firma wirtschaftlich arbeiten, wenn
    > sie vom saisonalen Geschäft abhängt, die Leute zwar
    > für die restlichen 10 Monate im Jahr zwar bezahlt, aber
    > nicht benötigt...

    Ich gestehe Amazon das Recht zu, Saisonarbeiter ein-
    zustellen. Für die müssen dann aber die Rahmen-
    bedingungen stimmen.

    Dazu gehören:

    - Ordentliche Unterkünfte und Infrastruktur. Muss man
    eben mal ein paar Betonklötze neben das Verteilzentrum
    stellen, Der ein oder andere Supermarkt wird sich dort
    auch ansiedeln lassen, auch wenn der Laden nur temporär
    genutzt wird.

    - Faire Verträge ohne fiese Tricks, also mit fairer Angabe
    des Lohns und der Rahmenbedingungen.

    - Anständige Behandlung der Mitarbeiter

    > Die Leute wissen ja vorher, dass sie nur kurz dort sind.

    Das ist richtig, trotzdem haben sie ein Recht auf Menschenwürdige Unterbringung und Behandlung.

    > Da soll man nicht meckern, dass es danach wieder
    > vorbei ist. Man hat es sich doch so rausgesucht.

    Ich glaube nicht, das die es sich vorher ausgesucht haben, von solchen Faschos bewacht und schikaniert zu werden.

    Du schreibst hier nicht viel auf Golem, aber Du schreibst viel Schwachsinn.

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  19. Re: Ich weiß nicht, was es da zu meckern gibt

    Autor Lapje 16.02.13 - 15:26

    yoshi098 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Und man kümmert sich doch um die Leute! Unterkunft, Essen, Weg zur Arbeit,
    > sogar ein Shuttle zum Einkaufszentrum! Dass sie Heimweh haben und am
    > liebsten bei ihrer Familie wären versteh ich ja, aber was soll man denn
    > machen?!

    Also dass das selbstständige Denken in Deutschland gänzlich aus der Mode gekommen ist, war mir schon seit langem klar. Aber gerade bei der Diskussion rund um dieses Thema schockiert mich die Gedankenlosigkeit doch ungemein!

    Natürlich sind es die Leute irgendwo selber schuld, wenn sie eine solch lange Reise auf sich nehmen, ohne vorher Verträge unterzeichnet zu haben (und auch wissen, das darin steht).

    Nur: Du findest es also in Ordnung, dass diese Menschen vom "Wachpersonal" (wer oder was soll denn da bewacht werden?) so drangsaliert werden? Dass die Unterkünfte durchsucht werden? Dass die Arbeiter (oder eher Arbeiterinnen) in Schlaf oder unter der Dusche aufgesucht werden? Das kontroliert wird, das bloß keiner Brötchen mopst? Und dann sollen die sich nicht beschweren?

    Wir Deutsche werden in der Welt sowieso gerne als rechtsradikal hingestellt - muss man das noch so fördern? Und werf mal einen Blick in die internationale Presse, wie wir deswegen wieder darstehen.

    Nur weil man Saisonarbeiter ist, gibt man damit seine Menschenwürde ab?

    Aber red Dir ruhig noch weiter ein, dass hier ja nur Wohltäter am Werk sind...

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  20. Re: Ich weiß nicht, was es da zu meckern gibt

    Autor yoshi098 16.02.13 - 20:48

    Lapje schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > yoshi098 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Und man kümmert sich doch um die Leute! Unterkunft, Essen, Weg zur
    > Arbeit,
    > > sogar ein Shuttle zum Einkaufszentrum! Dass sie Heimweh haben und am
    > > liebsten bei ihrer Familie wären versteh ich ja, aber was soll man denn
    > > machen?!
    >
    > Also dass das selbstständige Denken in Deutschland gänzlich aus der Mode
    > gekommen ist, war mir schon seit langem klar. Aber gerade bei der
    > Diskussion rund um dieses Thema schockiert mich die Gedankenlosigkeit doch
    > ungemein!
    >
    > Natürlich sind es die Leute irgendwo selber schuld, wenn sie eine solch
    > lange Reise auf sich nehmen, ohne vorher Verträge unterzeichnet zu haben
    > (und auch wissen, das darin steht).
    >
    > Nur: Du findest es also in Ordnung, dass diese Menschen vom "Wachpersonal"
    > (wer oder was soll denn da bewacht werden?) so drangsaliert werden? Dass
    > die Unterkünfte durchsucht werden? Dass die Arbeiter (oder eher
    > Arbeiterinnen) in Schlaf oder unter der Dusche aufgesucht werden? Das
    > kontroliert wird, das bloß keiner Brötchen mopst? Und dann sollen die sich
    > nicht beschweren?
    >
    > Wir Deutsche werden in der Welt sowieso gerne als rechtsradikal hingestellt
    > - muss man das noch so fördern? Und werf mal einen Blick in die
    > internationale Presse, wie wir deswegen wieder darstehen.
    >
    > Nur weil man Saisonarbeiter ist, gibt man damit seine Menschenwürde ab?
    >
    > Aber red Dir ruhig noch weiter ein, dass hier ja nur Wohltäter am Werk
    > sind...


    Hä?! Hast du jetzt den falschen Beitrag zitiert oder was???
    Es ging um die Anschuldigung man würde sich nicht um die Leute KÜMMERN! Ja KÜMMERN. Schlag im Duden nach wenn dir die Bedeutung nicht geläufig ist.

    Niemand von den Arbeitern muss hungern oder im Dreck wohnen oder in der Kälte schlafen etc. Ich geh davon aus, dass auch jeder medizinisch versorgt wird.

    Und JA, die Zustände mit der Security sind skandalös. Aber wer die denn überhaupt angestellt hat wird garnicht beantwortet. Wieso sollte Amazon denn security Personal am wohnort beschäftigen??? Ich denke eher dass die Zeitarbeitsfirma oder vielleicht der Betreiber der ferienhäuser dafür verantwortlich ist.

    Und wer redet denn hier von Wohltätern? Hier geht es außerdem um Arbeit und nicht um die Heilsarmee.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

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