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Da kann man als Angestellter eines kleinen Unternehmens richtig neidisch werden...

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  1. Da kann man als Angestellter eines kleinen Unternehmens richtig neidisch werden...

    Autor: fratze123 05.04.13 - 13:12

    Tariflohn finde ich sinnvoll. 13. und 14. Monatsgehalt (Weihnachts- und Urlaubsgeld) total hirnrissig. Logischer als solche Verrenkungen wäre ein höherer Tarif.

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  2. Re: Da kann man als Angestellter eines kleinen Unternehmens richtig neidisch werden...

    Autor: Phreeze 05.04.13 - 14:19

    ich verdiene eigentlich ein gutes Gehalt und kriege sogar einen 13ten Monat, aber Urlaubsgeld fehlt mir noch....muss ich mir den Sommerurlaub auch mal erstreiken :D

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  3. Re: Da kann man als Angestellter eines kleinen Unternehmens richtig neidisch werden...

    Autor: Oldschooler 05.04.13 - 15:53

    Leider sehen sich bestimmte Bevölkerungsgruppen, die medienwirksam streiken können, immer als viel besser an als ihre bildungsgleichen Nachbarn. Wenn irgend ein Elektriker-Laden streikt, weil die ausgelernten Mitarbeiter aktuell nur 8,50 Euro verdienen, dann interessiert das niemanden. Aber ein Flughafen, Bahnhof oder gar Amazon... den jeder kennt und auf den ein großer Teil der Bevölkerung angewiesen ist, da wird sofort gestreikt um ungelernten Leuten das Geld hinterher zu werfen.

    Meiner Ansicht nach fehlten gesetzliche Mindestlöhne, und zwar nicht für Berufsgruppen oder Gewerkschaften, sondern für die Qualität der Ausbildung: Eine ungelernte Kraft (wie jetzt bei Amazon) darf nicht mehr verdienen als jemand der als Geselle, Meister oder gar mit Studienabschluss arbeitet.

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  4. Re: Da kann man als Angestellter eines kleinen Unternehmens richtig neidisch werden...

    Autor: wmayer 05.04.13 - 16:07

    Es sollte erstemal einen generellen Mindestlohn geben für jegliche Beschäftigung.

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  5. Re: Da kann man als Angestellter eines kleinen Unternehmens richtig neidisch werden...

    Autor: matok 05.04.13 - 16:32

    Und zwar einen, der sich an den regionalen Lebenshaltungskosten orientiert und nicht bundesweit gleich ist.

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  6. Re: Da kann man als Angestellter eines kleinen Unternehmens richtig neidisch werden...

    Autor: Hotohori 05.04.13 - 16:39

    Klar ist Ausbildung wichtig, keine Frage, aber grundsätzlich zu sagen, dass ein Ungelehrter niemals mehr verdienen darf ist doch ziemlich daneben. Es kommt immer noch auf die Arbeit selbst an, wenn ein Ungelehrter mehr schuften muss als einer mit Ausbildung, dann hat er auch ein Recht darauf mehr zu verdienen. Das(!) ist fair und nicht die Unterteilung in Ungelehrt/Gelehrt. Das der Lohn natürlich keine Aufforderung sein soll keine Ausbildung zu machen ist natürlich auch klar, aber das das nicht passiert sollte man anders angehen als über den Lohn.

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  7. Re: Da kann man als Angestellter eines kleinen Unternehmens richtig neidisch werden...

    Autor: capprice 05.04.13 - 16:43

    Ich komme aus der EDV und mal ganz ehrlich: Die meisten Leute die im EDV Bereich studiert haben, haben kein Plan von der Praxis und sind im Betrieb total überfordert. Jemand der seine Ausbildung im Betrieb erfolgreich beendet hat, sollte meiner Meinung nach definitiv mehr Gehalt bekommen. Ich denke das ist von Beruf zu Beruf unterschiedlich und kann nicht verallgemeinert werden.

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  8. Re: Da kann man als Angestellter eines kleinen Unternehmens richtig neidisch werden...

    Autor: 7hyrael 05.04.13 - 16:44

    eine gesetzliche senkung der rahmenarbeitszeit auf 6h/tag bei (in meinem fall fairerweise... -.-) gleichen bezügen wäre auch nicht zu verachten... würde vor allem von heut auf morgen die arbeitslosigkeit rapide sinken lassen wenn ab der 6. stunde überzeitenzuschläge fällig würden.

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  9. Re: Da kann man als Angestellter eines kleinen Unternehmens richtig neidisch werden...

    Autor: Phreeze 05.04.13 - 16:46

    capprice schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich komme aus der EDV und mal ganz ehrlich: Die meisten Leute die im EDV
    > Bereich studiert haben, haben kein Plan von der Praxis und sind im Betrieb
    > total überfordert. Jemand der seine Ausbildung im Betrieb erfolgreich
    > beendet hat, sollte meiner Meinung nach definitiv mehr Gehalt bekommen. Ich
    > denke das ist von Beruf zu Beruf unterschiedlich und kann nicht
    > verallgemeinert werden.

    Eine Uni dient ja nicht dazu, voll in den Beruf einzusteigen, sondern beweist dem Arbeitgeber, dass man imstande ist in kurzer Zeit schwierige Intelektuelle Aufgaben zu meistern.
    Weil um Lehrer in der 1sten Klasse zu werden muss man auch kein Gymnasium besucht haben..

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  10. Re: Da kann man als Angestellter eines kleinen Unternehmens richtig neidisch werden...

    Autor: 7hyrael 05.04.13 - 17:03

    kann ich dir nicht zustimmen. jemand der 3 oder mehr jahre in ausbildung gesteckt hatt, sollte IMHO IMMER mehr bekommen als ein ungelernter angestellter in der selben branche. Wir reden hier natürlich von einstiegsgehältern nehm ich an?

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  11. Re: Da kann man als Angestellter eines kleinen Unternehmens richtig neidisch werden...

    Autor: Garagoos 05.04.13 - 19:03

    "Ich komme aus der EDV und mal ganz ehrlich: Die meisten Leute die im EDV Bereich studiert haben, haben kein Plan von der Praxis und sind im Betrieb total überfordert. Jemand der seine Ausbildung im Betrieb erfolgreich beendet hat, sollte meiner Meinung nach definitiv mehr Gehalt bekommen."


    100% Zustimmung

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  12. Re: Da kann man als Angestellter eines kleinen Unternehmens richtig neidisch werden...

    Autor: Schrödinger's Katze 05.04.13 - 21:15

    wmayer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es sollte erstemal einen generellen Mindestlohn geben für jegliche
    > Beschäftigung.

    matok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und zwar einen, der sich an den regionalen Lebenshaltungskosten orientiert
    > und nicht bundesweit gleich ist.

    Blödsinn, die Allgemeinverbindlichkeit von Tarif- und Mantelverträgen (wie z.B. defacto in Österreich der Fall) würde mehr nützen. Beim gesetzlichen Mindestlohn wäre der Schaden größer als der Nutzen. Zudem würde dieser durch Scheinselbstständigkeiten eh unterlaufen werden, schau dich mal in Europa um. Es gibt einfach Berufe in Deutschland die wären bei 8,50 Euro in der Stunde weg. Auch wenn viele das nicht wahrhaben wollen.

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  13. Re: Da kann man als Angestellter eines kleinen Unternehmens richtig neidisch werden...

    Autor: GodsBoss 05.04.13 - 21:54

    > Meiner Ansicht nach fehlten gesetzliche Mindestlöhne, und zwar nicht für
    > Berufsgruppen oder Gewerkschaften, sondern für die Qualität der Ausbildung:
    > Eine ungelernte Kraft (wie jetzt bei Amazon) darf nicht mehr verdienen als
    > jemand der als Geselle, Meister oder gar mit Studienabschluss arbeitet.

    Warum?

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

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  14. Re: Da kann man als Angestellter eines kleinen Unternehmens richtig neidisch werden...

    Autor: Tzven 06.04.13 - 00:53

    GodsBoss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Meiner Ansicht nach fehlten gesetzliche Mindestlöhne, und zwar nicht für
    > > Berufsgruppen oder Gewerkschaften, sondern für die Qualität der
    > Ausbildung:
    > > Eine ungelernte Kraft (wie jetzt bei Amazon) darf nicht mehr verdienen
    > als
    > > jemand der als Geselle, Meister oder gar mit Studienabschluss arbeitet.
    >
    > Warum?


    Weil es Teilweise das duale Ausbildungssystem in Frage stellt. Ich habe seit 2002 meinen Gesellenbrief, und niemand aus meiner Schulklasse arbeitete in einem Betrieb wo noch Weihnachts und/oder Urlaubgeld gezahlt wurde. Ich kenne leute die Meister sind und weniger als Gesellentarif bekommen. Klagen tue ich trotzdem nicht, es gibt ja im Handwerk immer gewisse Möglichkeiten. Aber muss es wirklich sein das eine Fachkraft, um Finanziell über die runden zu kommen,regelmäßig nach Feierabend noch Schwarz malochen muss?

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  15. Re: Da kann man als Angestellter eines kleinen Unternehmens richtig neidisch werden...

    Autor: IBAST 06.04.13 - 14:38

    Das war schon immer so. Je mehr Arbeitnehmer sich zusammenschließen und organisieren je mehr Macht haben sie. Bei kleinen Unternehmen ist das schwierig.

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  16. Re: Da kann man als Angestellter eines kleinen Unternehmens richtig neidisch werden...

    Autor: TeslaTraX 07.04.13 - 18:22

    Oldschooler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Leider sehen sich bestimmte Bevölkerungsgruppen, die medienwirksam streiken
    > können, immer als viel besser an als ihre bildungsgleichen Nachbarn. Wenn
    > irgend ein Elektriker-Laden streikt, weil die ausgelernten Mitarbeiter
    > aktuell nur 8,50 Euro verdienen, dann interessiert das niemanden. Aber ein
    > Flughafen, Bahnhof oder gar Amazon... den jeder kennt und auf den ein
    > großer Teil der Bevölkerung angewiesen ist, da wird sofort gestreikt um
    > ungelernten Leuten das Geld hinterher zu werfen.
    >
    > Meiner Ansicht nach fehlten gesetzliche Mindestlöhne, und zwar nicht für
    > Berufsgruppen oder Gewerkschaften, sondern für die Qualität der Ausbildung:
    > Eine ungelernte Kraft (wie jetzt bei Amazon) darf nicht mehr verdienen als
    > jemand der als Geselle, Meister oder gar mit Studienabschluss arbeitet.


    Immer dieser "germen Neid" ...
    Nach deiner Logik muss, wenn der Handwewrker nicht über die Runden kommt, der Niedriglohnarbeiter direkt seine Wohnung kündigen weil er ja noch weniger haben muss. Was für ein verdrehter Gedanke, sollten nicht die anderen für mehr Lohn auf die Strasse gehen ?

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  17. Re: Da kann man als Angestellter eines kleinen Unternehmens richtig neidisch werden...

    Autor: Th3Dan 08.04.13 - 01:56

    Oldschooler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Leider sehen sich bestimmte Bevölkerungsgruppen, die medienwirksam streiken
    > können, immer als viel besser an als ihre bildungsgleichen Nachbarn. Wenn
    > irgend ein Elektriker-Laden streikt, weil die ausgelernten Mitarbeiter
    > aktuell nur 8,50 Euro verdienen, dann interessiert das niemanden. Aber ein
    > Flughafen, Bahnhof oder gar Amazon... den jeder kennt und auf den ein
    > großer Teil der Bevölkerung angewiesen ist, da wird sofort gestreikt um
    > ungelernten Leuten das Geld hinterher zu werfen.

    Naja ich meine was erwartest du? Soll jetzt für jede Person die irgendwo in Deutschland streikt ein Artikel geschrieben werden?
    Es war schon immer so, dass in der Bevölkerung bekanntere in den Medien eine wichtigere Rolle spielen wie der Durchschnittsmensch.
    Als Michael Jackson starb, hat die halbe Welt den Atem angehalten. Besonders in ärmeren Ländern sterben täglich tausende, das interessiert wiederum niemanden - So ist nunmal das Leben.

    Und seien wir mal ehrlich: Wenn die Mitarbeiter von irgend einem Elektroladen am anderen Ende der Welt den ich vermutlich in meinem Leben nie besuchen werde streiken, ist mir das eigentlich auch ziemlich egal.
    Wenn Amazon das tut ist mir das nicht egal, da ich öfter was bei Amazon bestelle und das negative Folgen für meine Lieferung haben könnte.
    Ich denke mal dem Großteil geht es da wohl ähnlich.

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