Ich muss sagen, Ubuntu hat in recht kurzer Zeit sehr große Schritte gemacht.
Sie sind einige der wenigen Distributoren, die in Punkto Marketing und Wachstum richtig stark geworden sind und ich hoffe, dass das so weitergeht, da neben wenigen anderen Distributionen meiner Meinung nach nur Ubuntu die Chance für Linux eröffnet, Microsoft ein Stück vom Kuchen abzunehmen. Es ist mittlerweile massentauglich und das musste man mit Linux erstmal hinkriegen.
Ja, und vor Allem: Das erste Argument "aber da steht keine verlässliche Firma dahinter bla blubb" der alles-was-nicht-Microsoft-ist-Verweigerer und BWL-Trööten greift nicht mehr. (auch wenn das vorher schon ein völliges Scheinargument war).
Gruss, Ice
Himmerlarschundzwirn schrieb:
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> Es
> ist mittlerweile massentauglich und das musste man mit Linux erstmal
> hinkriegen.
Jup, volle Zustimmung. Suse hat ja auch schon versucht, sich im Massen- und vor allem Heimnutzer-Markt zu etablieren, was ihnen aber nie so richtig gelungen ist (hier in D-Land zumindest mal ansatzweise, international aber nicht im geringsten).
Ganz egal, was man nun von Linux im allgemeinen oder Ubuntu im speziellen halten mag, mit Ubuntu hat Canonical zumindest mal massiven Druck auf alle anderen OS-Anbieter aufgebaut. Und sowas ist nie verkehrt.
Gruß
Tantalus
Himmerlarschundzwirn schrieb:
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> Ich muss sagen, Ubuntu hat in recht kurzer Zeit sehr große Schritte
> gemacht.
>
> Sie sind einige der wenigen Distributoren, die in Punkto Marketing und
> Wachstum richtig stark geworden sind
Und das war's dann aber auch. Politisch ist Ubuntu ein Alptraum, eine Verballhornung der fundamentalen Grundprinzipien, auf denen Freie Software aufgebaut ist. Das einzig gute an Ubuntu ist, dass fuer einen Redmond-OS-Switcher einen kleinen Schritt in die richtige Richtung darstellt, um mit dem Thema in Kontakt zu kommen und danach auf eine anstaendige Distro zu wechseln.
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"Der Preis der Freiheit ist ewige Wachsamkeit."
Windows 7, definition: 64 bit emulator for 32 bit extensions and a graphical shell for a 16 bit patch to an 8 bit operating system originally coded for a 4 bit microprocessor, written by a 2 bit company that can't stand 1 bit of competition.
FULL ACK!
> und danach auf eine anstaendige Distro zu wechseln.
Bis heute habe ich ehrlich gesagt noch nicht so richtig verstanden, was sich einige Linux-Nutzer unter einer "anständigen Distro" vorstellen?
Für mich war das immer eine Distro bei der fast alles on-the-fly funktioniert und man nicht erstmal Tage lang konfigurieren muss (wie damals zu SUSE-Linux-Zeiten) bis mal überhaupt was ging. (Ich musste mir damals noch das Handbuch vom Monitor zu Rate ziehen, damit ich beim X-Server die Frequenzen nicht falsch einstelle und mir mein Monitor nicht geschrottet wird ;-)
Und genau DAS ist Ubuntu. Eine Linux-Distro die so gut wie von allein läuft. Was ist denn daran nicht "anständig"? Man bringt es relativ schnell zum Laufen, und da es auf Debian basiert kann man es danach beliebig an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Mehr kann man doch nicht verlangen? Von einem OS wofür man eh nix gezahlt hat, oder?
PS: Bin übrigens Mint-Nutzer. Linux Mint setzt übrigens auf Ubuntu auf; für alle die das noch nicht gewusst haben :-)
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EinBildung ist auch Bildung...
1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.12.09 14:28 durch aze.
Anständig heißt, man kann vor seinen Kumpels so richtig geil mit seinen Konsolen-Skills angeben, weil's anders garnicht geht. Weil Onkel Heinz seinen Einkaufszettel nämlich nicht mit vi schreibt, ist er ein Kacknoob, weißte?
aze schrieb:
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> > und danach auf eine anstaendige Distro zu wechseln.
>
> Bis heute habe ich ehrlich gesagt noch nicht so richtig verstanden, was
> sich einige Linux-Nutzer unter einer "anständigen Distro" vorstellen?
Eine, die politisch korrekt agiert und von einer Community gesteuert wird. Ubuntu ist keines von beiden, die Community hat nicht viel zu sagen und wird auch nicht gerade dazu motiviert, sich mit anderen Communities zusammen zu schliessen, d.h. kooperativ zu agieren.
> Für mich war das immer eine Distro bei der fast alles on-the-fly
> funktioniert und man nicht erstmal Tage lang konfigurieren muss (wie damals
> zu SUSE-Linux-Zeiten) bis mal überhaupt was ging. (Ich musste mir damals
> noch das Handbuch vom Monitor zu Rate ziehen, damit ich beim X-Server die
> Frequenzen nicht falsch einstelle und mir mein Monitor nicht geschrottet
> wird ;-)
Das sich dies geaendert hat, ist jedoch groesstenteils nicht Canonicals Verdienst. Schau bitte mal nach, wie viele der Projekte, die das Handling so einfach machen, von Canonical/Ubuntu kommen. Es ist eine Minderheit.
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Darum geht es nicht, siehe meinen anderen Post.
Ich benutze auch eine anfaengerfreundliche Distro bzw. eine Distro, die *auch* u.a. anfaengerfreundlich ist.
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... das er ...
1. .... GENAU das gemacht/gesagt hat was ich da schon jahrelang gepredigt hab. Linux => Wir wollen "einfach", ohne Gefrickel, stabil, für alle, EINE FUNKTIONIERENDE Anwendung pro Aufgabe... etc.... Meine Güte, war das teilweise Zeitverschwendung bis man mal ein Desktopsystem eingerichtet hat. Von der langzeitstabilität ganz zu schweigen (KDE). Server war noch nie ein Problem. Aber die Desktops waren grottenschlecht.
2. ... das er die Idiologie (Einfach, für alle, Möglichst viele Sprachen, etc.) durchgezogen hat und trotzdem erfolgreich war. Und damit jetzt Mircosoft und MacOs doch einige Marktanteile abnimmt. Hat mir persönlich den Glauben an eine heile Welt zurückgebracht. Es setzen sich nicht nur die hardcore-raubtier-kapitalisten durch.
Bei Knoppix weiss ich nie, wo was zu finden ist.
Bei Windows gibt es eine Hilfe die man durchsuchen kann.
Bei Knoppix ?????
Ich will mich nicht in Foren anmelden. Und ein Wiki gabs iirc nicht.
Und die Usenet-Gruppen sind auch nicht brauchbar. Da lungern die Harcore-Emacser herum denen Knoppix zu Mainstream ist und wenn man ein non-GPL-Programm erwähnt, gilt man gleich als BillyBoys Bruder. (Ganz leicht übertrieben dargestellt)
Das Problem an Ubuntu ist nicht, dass es einfach zu benutzen ist. Der Punkt ist, dass Ubuntu einfach kein bisschen besser oder schlechter ist als alle anderen Distris auch. "Just Works" ist heute einfach kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Und dass Canonical zur Fortentwicklung kaum etwas beiträgt, ist mittlerweile wohl hinlänglich bekannt.
Hinzu kommt, dass die Qualität der Distri in meinen Augen eher unterdurchschnittlich ist. Ich habe so einige Distris benutzt in den letzten Jahren, und Ubuntu war definitiv die mit dem höchsten Anteil an defekten Paketen. Hinzu kommt, dass Probleme oft über Monate nicht gefixt werden, besonders bei Paketen im universe-Repo. Und das main-Repo ist so mickrig, dass man ohne Universe nicht auskommt.
Ubuntu hat aber einen entscheidenen Vorteil, im Gegensatz zu vielen anderen Distris (ich kenne wohlgemerkt nicht alle) hat man weniger Probleme mit Treibern etc. sprich sitze ich als Newbie vor dem System habe ich keine Probleme mal eben meine Grafikkarte einzurichten (was gelinde gesagt bei vielen Distris schone in Kampf ist) und die Community ist nicht ganz so elitär wie bei Debian/Slackware/Suse und Co.
Ubuntu beeinflusst zwar Linux nicht so wie sie es gerne hätten aber Ubuntu war definitiv das was die Open Source und ganz speziell die Linuxszene gebraucht hat um endlich mal aufzuwachen und sich Gedanken um den Endnutzer zu machen. Server sind ja schon gut und auch Profis sind klasse aber ein Betriebssystem auf Server zu optimieren nur weil man dort mehr Land sieht als im Desktopbereich finde ich kein guter Ansatz und Profi muss man erstmal werden.
Alles in allen glaube ich zwar nicht das M$ durch Linux Marktanteile verliehren wird sondern eher durch sich selber aber immerhin der Mensch hat alternativen die was taugen und das auch dank ubuntu.
Hello_World schrieb:
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> Hinzu kommt, dass die Qualität der Distri in meinen Augen eher
> unterdurchschnittlich ist. Ich habe so einige Distris benutzt in den
> letzten Jahren, und Ubuntu war definitiv die mit dem höchsten Anteil an
> defekten Paketen. Hinzu kommt, dass Probleme oft über Monate nicht gefixt
> werden, besonders bei Paketen im universe-Repo. Und das main-Repo ist so
> mickrig, dass man ohne Universe nicht auskommt.
Das (->miese Qualitaet der Pakete) kann ich mehr als bestaetigen.
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Windows 7, definition: 64 bit emulator for 32 bit extensions and a graphical shell for a 16 bit patch to an 8 bit operating system originally coded for a 4 bit microprocessor, written by a 2 bit company that can't stand 1 bit of competition.
Um den Trollen mehr Futter zu geben:
Ich habe mit Ubuntu insofern bisher die besten Erfahrungen gemacht, als dass es tatsächlich für Anfänger die geeignetste Distribution ist. Eine handvoll Freunde, die mit PC und Co. (außer Internet oder gelegentlich mal zocken) eigentlich nichts am Hut haben, haben Ubuntu von sich aus installiert und benutzt.
Wenn ich jetzt daran denke, dass ich als fortgeschrittener Linux User (ArchLinux ftw! :D) nicht in der Lage war, OpenSuse 11 und Fedora 12 für mich "anständig" zum Laufen zu bringen (OpenSuse hat aus Spaß meine Partitionstabelle zerschossen, Fedora hatte miesen von-haus-aus-Treibersupport bzw Helfertools dafür), glaube ich schon, dass man mit Ubuntu vor allen Dingen als Anfänger wesentlich besser fährt. Bestes Beispiel dafür ist meine Mutter *g* (allerdings den NetBookRemix).
Ich oute mich mal als Linux-Einsteiger. Ich hatte mir openSUSE 11.1 als Zweit-OS installiert und alles war super. Hatte mir auch Fedora und Ubuntu angesehen, aber bei SUSE fiel mir der Umstieg von Win leichter...
Hab zwar immernoch Win, aber praktisch nur noch zum spielen (wenn ich mal Zeit habe). Bin derzeit mit openSUSE 11.2 unterwegs und weiterhin zufrieden.
Ich nutze Ubuntu seit knapp drei Jahren, seit etwas mehr als einem Jahr mit KDE, und ich benutze es, wie ich will.
Das ist doch das tolle an Linux. Wenn jemand seine Konsolenskills präsentieren will, soll er das gerne tun. Ja, ich benutze auch recht häufig mal ne Kommandozeile. Aber nicht immer, weil ich es muss. Sondern weil ich damit schneller unterwegs bin als mit so manchen GUI-Programmen. (Wann hab ich das letzte mal mit einem grafischen Werkzeug eine Datei gesucht? (Die Nepomuk-Dienste mal aussen vor gelassen, ich rede jetzt mal nur vom Suchen nach Dateinamen))
Und das geht wohlgemerkt mit jeder Distribution. Ob da nun ein Debian, RedHat oder sonstwas als Unterbau dient. Man kann ja jeden Scheiss auf unzählig viele Arten machen.
Ubuntu hat für meine Verhältnisse die beste Treiberunterstützung (In Debian geht mein WLan zum Beispiel erst seit Lenny ootb, da recht alter Kernel, bei Ubuntu gings dann seit 7.10) und das beste Default-Softwarepaket (Wenn man mal davon absieht, dass Gimp durch einen Videoeditor ersetzt wurde - man bearbeitet ja auch als normaler Anwender so viele Videos, und dann auch noch mit PiTiVi - das ist genau so lächerlich wie die Browserauswahl in Win7). Und das ganze braucht gerade mal eine einzelne CD. Ich brauche keine 10 Texteditoren, keine 5 Desktopumgebungen. Mir reicht mein KDE 4.4 mit den dazugehörigen Programmen. Und wenn ich was brauche, installiere ich es halt.
Ich hab auch schon ein Arch ans laufen gebracht. Tolle Distro, zumal Rolling Releases - nur der Paketmanager nervt. Zumal es außerhalb der Repos recht wenige Pakete dafür gibt - debs findet man recht viel.
> Ich will mich nicht in Foren anmelden.
Großer Fehler. Aber in den meisten Foren findest du auch ohne Anmelden das, was du wissen willst. Gibt da sowas wie ne Suchfunktion.
> Und ein Wiki gabs iirc nicht.
http://www.knoppix.net/wiki/Main_Page
Über die Qualität kann ich allerdings nichts sagen.
> Da lungern die Harcore-Emacser herum denen Knoppix zu Mainstream ist und wenn man
> ein non-GPL-Programm erwähnt, gilt man gleich als BillyBoys Bruder. (Ganz leicht
> übertrieben dargestellt)
Ack :D
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