Mag sein, dass es nicht so mächtig ist, aber ich finde es deutlich einfacher zu bedienen (GIT finde ich die Hölle, wenn man keinen UI Wrapper benutzt). Und so "schwach" kann Mercurial nicht sein, wenn der komplette Mozilla Source Code mit allen Branches in einem einzigen Mercurial Repo gehalten werden kann.
/Mecki
> Mag sein, dass es nicht so mächtig ist, aber ich finde es deutlich
> einfacher zu bedienen (GIT finde ich die Hölle, wenn man keinen UI Wrapper
> benutzt).
UI Wrapper für Git? O_O Ich weiß nicht, so schwer ist es doch nicht zu bedienen (Kommandozeile)? Was machst du denn damit?
> Und so "schwach" kann Mercurial nicht sein, wenn der komplette
> Mozilla Source Code mit allen Branches in einem einzigen Mercurial Repo
> gehalten werden kann.
Na, das wäre auch was, wenn das nicht ginge. :-D
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.
Ich habe eine Zeit lang Mercurial benutzt und nutze aktuell GIT (auf Kommandozeile und über die IDE).
Die Erfahrung, dass Mercurial einfacher zu bedienen ist, habe ich auch gemacht. Jedoch empfand ich den Unterschied nicht sooo gravierend. Ich finde beide Systeme auf der Commandozeile verhältnismäßig einfach, Mercurial eben noch ein klein wenig einfacher aber nicht entscheidend.
Für mich war der Grund zum Umsteigen auch nicht technischer Natur (kann über Mercurial nicht meckern, finde es nach wie vor Klasse) sondern einfach, weil die meisten Entwickler, dessen Code ich auschecken wollte/mit denen ich zusammen arbeiten wollte, eben GIT benutzten.
lestard schrieb:
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> Ich habe eine Zeit lang Mercurial benutzt und nutze aktuell GIT (auf
> Kommandozeile und über die IDE).
Also ich muss schon sagen, dass die Explorer-Plugins TortoiseSVN/GIT/HG/CVS unter Windows sehr praktisch sind. Vor allem weil die Kommandozeile unter Windows nicht gerade so komfortabel ist wie unter Linux, selbst wenn man MinTTY von CygWin verwendet.
Zumindest existieren inzwischen auch für Visual Studio Konnektoren für die meisten Systeme. Hier sollte Microsoft aber endlich mal direkte Unterstützung einbauen anstatt nur eine Plugin-Schnittstelle.
> Die Erfahrung, dass Mercurial einfacher zu bedienen ist, habe ich auch
> gemacht. Jedoch empfand ich den Unterschied nicht sooo gravierend. Ich
> finde beide Systeme auf der Commandozeile verhältnismäßig einfach,
> Mercurial eben noch ein klein wenig einfacher aber nicht entscheidend.
Mercurial ist schon um eine ganze Ecke einfacher als GIT. Besonders für kleine Teams ist es sehr angenehm.
> Für mich war der Grund zum Umsteigen auch nicht technischer Natur (kann
> über Mercurial nicht meckern, finde es nach wie vor Klasse) sondern
> einfach, weil die meisten Entwickler, dessen Code ich auschecken wollte/mit
> denen ich zusammen arbeiten wollte, eben GIT benutzten.
Ja, bei bestehenden Projekten - oder wenn der Hoster eines vorgiebt - muss man eben auf ein bestimmtes System setzen. Inzwischen ist alles sehr gut ausgereift. Solange man nicht mit schrottingen Systemen wie SourceSafe oder CVS hantieren muss ist es auch egal. SVN könnte aber etwas schneller sein.
GodsBoss schrieb:
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> Ich weiß nicht, so schwer ist es doch nicht zu
> bedienen (Kommandozeile)? Was machst du denn damit?
Ich meine so Dinge wie:
git init --bare central
vs
hg init central
oder
git commit -a -m "comment"
vs
hg commit -m "comment"
oder
git pull origin master
vs
hg pull default
oder
git add -i
vs
hg record
oder
git checkout HEAD
vs
hg update
oder nehme wir mal "function combining"
git add .
git commit -am "comment"
vs
hg ci -Am "comment"
Bei Git muss man oft mehr tippen, es hat fast immer mehr Parameter die man sich merken muss und nicht vergessen darf beim eingeben, usw. Oder wie jemand mal so passend auf einer Mailing Liste geschrieben hat:
learning curve (if you already know svn):
git: not easy, need regular practice and at least
one week to become familiar with command line args
hg: 1 day, just feels like svn
Ich hab auch noch ein paar andere Beispiele. Nehmen wir an, du möchtest einen Nutzer in der History umbennen. D.h. alle Commits von NutzerA sollen jetzt NutzerB gehören (z.B. weil NutzerA geheiratet hat und jetzt NutzerB heißt). Geht mit beiden. Zuerst mit Git:
git filter-branch --commit-filter '
if [ "$GIT_COMMITTER_NAME" = "NutzerA" ];
then
GIT_COMMITTER_NAME="NutzerB";
GIT_AUTHOR_NAME="NutzerB";
git commit-tree "$@";
else
git commit-tree "$@";
fi' HEAD
Kann man machen... muss man aber nicht. Nun mit Mercurial:
echo '<NutzerA>=<NutzerB>' > user-rename.lst
hg convert --authors user-rename.lst SOURCE DEST
rm user-rename.lst
Schaut irgendwie einfacher aus. Machen wir mal was anderes. Wir mergen zwei komplette Repos zusammen. Linus nennt das den "the coolest merge ever". Siehe hier:
http://osdir.com/ml/version-control.git/2005-06/msg00792.html
Und der geht laut Mr Torvald wie folgt:
git fetch <project-to-union-merge>
GIT_INDEX_FILE=.git/tmp-index git-read-tree FETCH_HEAD
GIT_INDEX_FILE=.git/tmp-index git-checkout-cache -a -u
git-update-cache --add -- (GIT_INDEX_FILE=.git/tmp-index git-ls-files)
cp .git/FETCH_HEAD .git/MERGE_HEAD
git commit
Wow, ist das cool? Naja; machen wir doch das gleiche mal mit Mercurial:
hg pull --force <project-to-union-merge>
hg merge
hg commit
Hmmm... ich lasse das mal so kommentarlos stehen.
/Mecki
/mecki78 schrieb:
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> (GIT finde ich die Hölle, wenn man keinen UI Wrapper benutzt).
lol... hör lieber auf mit dem programmieren...
> Und so "schwach" kann Mercurial nicht sein, wenn der komplette
> Mozilla Source Code mit allen Branches in einem einzigen Mercurial Repo
> gehalten werden kann.
stichwort dieter nuhr: "wenn man keine ahnung hat..."
case schrieb:
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> lol... hör lieber auf mit dem programmieren...
Fang du mal lieber an zu programmieren, damit du wenigstens noch ein paar graue Zellen rettest. Die Qualität deines Kommentars lässt nämlich darauf schließen, dass du meisten wohl schon verballert hast oder gerade mal 12 Jahre alt bist. Such es dir aus.
/Mecki
elgooG schrieb:
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> Also ich muss schon sagen, dass die Explorer-Plugins TortoiseSVN/GIT/HG/CVS
> unter Windows sehr praktisch sind. Vor allem weil die Kommandozeile unter
> Windows nicht gerade so komfortabel ist wie unter Linux, selbst wenn man
> MinTTY von CygWin verwendet.
Stimmt, hatte vergessen zu erwähnen, dass ich in der Regel unter Linux arbeite. Aber auch hin und wieder unter Windows und da komme ich auch mit der Kommandozeile und Git zurecht. Mit so dingen wie Tortoise konnte ich mich aber irgendwie nie richtig anfreunden. Wenn möglich mache ich alles von der IDE aus und wenn da etwas nicht so will wie gedacht, dann eben Kommandozeile.
Wegen Schwierigkeitsgrad: Stimmt schon, die Einarbeitungshürde war bei GIT schon ein Stück höher. Vieleicht habe ich auch noch nicht so viele besondere Features benötigt bisher um das richtig Einschätzen zu können. Bei den eher einfachen Dingen fand ich zumindest die Unterschiede nicht so groß.
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