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Lügen für Linux...

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  1. Lügen für Linux...

    Autor: xmaniac 23.05.13 - 11:43

    Da schreibt der Herr Hoffman:

    "Die Studie habe weder die Lizenzkosten miteingerechnet, die für die Produkte von Microsoft anfallen würden, noch berücksichtigt, "was wir eigentlich gemacht haben", kritisierte Hofmann."

    Und wenn man die Studie ansieht, steht da ganz deutlich:

    "Gesamtkosten Beschaffung Lizenzen: 22.954.945 Euro"

    http://www.heise.de/open/meldung/Microsoft-veroeffentlicht-Studie-zur-Linux-Migration-in-Muenchen-teilweise-1792252.html

    Es fällt schon auf wie häufig in der Linux-Fraktion mit offensichtlich falschen Argumenten gearbeitet wird. Ist dieses Linux wirklich so schlecht das man sowas nötig hat? MS-FUD besteht wenigstens aus nicht leicht widerlegbaren Behauptungen, aber sowas...



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 23.05.13 11:44 durch xmaniac.

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  2. Re: Lügen für Linux...

    Autor: Vanger 23.05.13 - 11:52

    Es wurden lediglich die Lizenzkosten beim Umstieg auf Windows XP berechnet, nicht die für den inzwischen schon notwendig gewordenen zusätzlichen Umstieg auf Windows 7. Richtig informieren bevor man andere der Lüge bezichtet...

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  3. Re: Lügen für Linux...

    Autor: xmaniac 23.05.13 - 11:58

    Aber die Kosten das jetzt die eingesetzte Linux-Distribution nun keinen Support mehr hat und man auf eine aktuelle Version seine Anpassungen durchführen müsste wurden berücksichtigt?

    Wenn man schon eine anschließende "was wäre jetzt"-Rechnung aufmacht, doch bitte anständig. Fakt ist doch, die Studie hat die Lizenzkosten enthalten. Das inzwischen eventuell weitere Lizenzkosten anfallen macht die Aussage nicht wahr.

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  4. Re: Lügen für Linux...

    Autor: Vanger 23.05.13 - 12:15

    Lies dir einfach die Kritik an der Studie durch bevor du derartigen Quatsch schreibst... Wenn man keine Ahnung hat...

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  5. Unseriöse Studie

    Autor: Mingfu 23.05.13 - 12:22

    Wenn man sich die Ergebnisse mal anschaut, ist diese Studie nicht seriös.

    Denn so werden Einmalkosten, die sich natürlich erst langfristig auszahlen, gegen laufende Kosten gerechnet. Während z. B. bei der Umstellung gewaltige Investitionen in Fachanwendungen (client- bzw. browserbasiert) gerechnet werden, die man genau einmal umstellt und dann dauerhaft als quelloffene Variante hat, kommen bei einem Weiterbetrieb natürlich nur die notwendigen Aktualisierungen der bestehenden Produkte in Anrechnung. Die Gewinne, die man mit einer Umstellung aber langfristig erzielt, die viel leichtere Anpassbarkeit an zukünftige Aufgaben usw., das wird überhaupt nicht berücksichtigt.

    Ferner frage ich mich, ob z. B. die unterstellten Canonical-Support-Kosten wirklich notwendig sind. Was will man damit? Die Software, sowie Updates, erhält man völlig kostenlos. Die Konfiguration und Anpassungen sind doch bei Linux viel einfacher für die lokale IT-Abteilung zu erledigen. Was will man da mit einem überteuert gerechneten Support-Paket, bei dem man Leute von außen involviert, die überhaupt keine Ahnung von den lokalen Verhältnissen haben? Ein guter Administrator ist im Linux-Umfeld mehr wert als jedes Support-Paket. Support lohnt dort nur für kleinere Firmen, bei denen keine eigene IT-Administration sinnvoll ist. Wenn was ist, telefoniert man dort halt mit dem Support. Aber das hat doch bei größeren Firmen keinen Sinn.

    Diese Studie ist einfach nur für die Tonne. Dort werden Äpfel mit Birnen verglichen und völlig sinnlose Szenarien unterstellt, die mit der Realität nichts gemein haben.

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  6. Re: Lügen für Linux...

    Autor: xmaniac 23.05.13 - 12:23

    Also wenn die Studie nicht alle Lizenzkosten enthielt, sollte man das besser _genau_ so sagen. Alles andere scheint eher eine falsche Behauptung zu sein, selbst wenn man es mit viel Deutung eventuell so verstehen könnte. Ich Lese die Studie berücksichtigt nicht die Lizenzkosten - mache sie auf und sehe berücksichtige Lizenzkosten. Wenn diese Falsch berechnet wurden, hätte er es besser so gesagt. Dann hätte ich seine Aussage nicht so leicht als Lüge aufdecken können.

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  7. Re: Unseriöse Studie

    Autor: xmaniac 23.05.13 - 12:25

    Selbst wenn die Studie Humbug ist, so berücksichtigt sie doch Lizenzkosten - die Aussage des Herrn Hoffman wird dadurch nicht wahr!

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  8. Re: Unseriöse Studie

    Autor: owmelaw 23.05.13 - 12:34

    "Die Lizenzkosten" ist die Summe aller einzelnen Lizenzkosten, und genau diese Summe aller Einzelposten wird eben nicht berücksichtigt. Somit ist Herrn Hofmanns Aussage korrekt.

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  9. Re: Unseriöse Studie

    Autor: WolfgangS 23.05.13 - 12:35

    Komischerweise ist doch München selbst zu dem Schluss gekommen, dass sie 10%-20% der IT nicht auf Linux umsetzen können. Jetzt muss wieder mehr per Hand (-teuer) gemacht werden..

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  10. Re: Unseriöse Studie

    Autor: Mingfu 23.05.13 - 12:36

    Die Frage ist, ob die Darstellung, die Golem hier wählt, so überhaupt stimmt. Wörtlich zitiert haben sie nur den Teil, dass die Studie nicht berücksichtigt "was wir eigentlich gemacht haben". Für den Rest verlinken sie auf einen Artikel vom Januar bei der ein Karl-Heinz Schneider offenbar noch in Unkenntnis der Studie (was natürlich nicht die beste Idee ist) sagt, dass die Lizenzkosteneinsparungen nicht berücksichtigt wurden.

    Hier müsste erstmal sauber geklärt werden, wer, was, wann, in welchem Zusammenhang gesagt hat. Golem scheint hier eine gewisse Montage vorgenommen zu haben, so dass all diese Punkte munter vermischt wurden.

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  11. Re: Unseriöse Studie

    Autor: Mingfu 23.05.13 - 12:43

    WolfgangS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Komischerweise ist doch München selbst zu dem Schluss gekommen, dass sie
    > 10%-20% der IT nicht auf Linux umsetzen können.

    Ich würde dort einfach mal sagen: NOCH nicht umsetzen können. Das Problem ist natürlich, dass wenn irgendwo proprietäre Fachanwendungen am Werkeln sind, die an Windows gekettet sind, man vor einem Problem steht. Das ist aber eine Thematik, die man dann erst bei zukünftigen Beschaffungsrunden berücksichtigen kann. Wenn man in Zukunft bei Ausschreibungen Plattformunabhängigkeit und Quelloffenheit konsequent zur Bedingung macht, dann lösen sich derartige Probleme auf Dauer von ganz allein. Dann kommen nämlich Anbieter proprietärer Lösungen einfach nicht mehr zum Zug. Das ist ein Zeithorizont von sicher 5-10 Jahren, aber dort muss man einfach durch, um dauerhaft mehr Freiheit zu gewinnen.

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  12. Re: Unseriöse Studie

    Autor: Geistesgegenwart 23.05.13 - 12:57

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ferner frage ich mich, ob z. B. die unterstellten Canonical-Support-Kosten
    > wirklich notwendig sind. Was will man damit? Die Software, sowie Updates,
    > erhält man völlig kostenlos. Die Konfiguration und Anpassungen sind doch
    > bei Linux viel einfacher für die lokale IT-Abteilung zu erledigen. Was will
    > man da mit einem überteuert gerechneten Support-Paket, bei dem man Leute
    > von außen involviert, die überhaupt keine Ahnung von den lokalen
    > Verhältnissen haben? Ein guter Administrator ist im Linux-Umfeld mehr wert
    > als jedes Support-Paket.

    Dein Administrator ist aber maßlos überfordert, wenn heute ein Bug in einem Grafikkartentreiber auftritt und er den debuggen und beheben soll. Oder ein schwer zu reproduzierender Bug am Dateisystem, der auf den Backupservern zum Dateiverlust führt. Oder der Treiber für ein SCSI Controller usw. usf. Selbst ein einzelner Entwickler, der Erfahren mit hardwarenaher Entwicklung ist, wäre mit allen drei Bugs überfordert, denn jeder erfordert sehr spezielles wissen wofür man sich erst einige Wochen einarbeiten müsste. Im Ernstfall muss das aber schnell eskaliert werden, und Canonical bietet mit dem Support eben an sowas schnell fixen zu können (wobei ich so meine Zweifel habe das Canonical dafür der Richtige ist was Mitarbeiterumfang angeht, RedHat wäre da wohl besser).

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  13. Re: Unseriöse Studie

    Autor: Mingfu 23.05.13 - 13:05

    Wo hast du denn das gelesen, dass Canonical anbietet, derartige Fehler im Linux-Kernel o. ä. zu fixen? Das schreiben sie nicht einmal selbst und das wäre auch völlig vermessen anzunehmen. Man wird versuchen vielleicht einen Workaround zu finden, ggf. mit einer vorherigen Version, aber wo soll es denn bitte eine Garantie auf Kernel-Bugfixing geben?

    Ganz nebenbei können dir solche Treiberfehler auch unter Windows passieren. Und da hast du auch niemanden, der dir das behebt, auch nicht der Microsoft-Support oder sonstwer.

    Das ist also völliger Quatsch und dafür ist auch kein Support-Paket da.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.05.13 13:06 durch Mingfu.

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  14. Re: Unseriöse Studie

    Autor: xmaniac 23.05.13 - 13:10

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Frage ist, ob die Darstellung, die Golem hier wählt, so überhaupt
    > stimmt. Wörtlich zitiert haben sie nur den Teil, dass die Studie nicht
    > berücksichtigt "was wir eigentlich gemacht haben". Für den Rest verlinken
    > sie auf einen Artikel vom Januar bei der ein Karl-Heinz Schneider offenbar
    > noch in Unkenntnis der Studie (was natürlich nicht die beste Idee ist)
    > sagt, dass die Lizenzkosteneinsparungen nicht berücksichtigt wurden.
    >
    > Hier müsste erstmal sauber geklärt werden, wer, was, wann, in welchem
    > Zusammenhang gesagt hat. Golem scheint hier eine gewisse Montage
    > vorgenommen zu haben, so dass all diese Punkte munter vermischt wurden.

    Das ist natürlich ein Gutes Argument, wenn Herr Hoffman das nie wirklich so gesagt hat... wobei in Unkenntnis einer Studie darin Fehler zu finden auch recht Kühn ist ;)

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  15. Re: Unseriöse Studie

    Autor: mw88 23.05.13 - 15:59

    IMHO spricht auch nichts dagegen Spezialanwendungen für alle User auf einem Terminalserver laufen zu lassen. So lange das nur mit einem geringen Anteil der Fachverfahren gemacht wird, ist das auch gut wartbar und rentabler als die Fachverfahren auszutauschen.

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  16. Re: Unseriöse Studie

    Autor: Bankai 23.05.13 - 16:06

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > man mit einer Umstellung aber langfristig erzielt, die viel leichtere
    > Anpassbarkeit an zukünftige Aufgaben usw., das wird überhaupt nicht
    > berücksichtigt.

    Warum sollten zukünftige Aufgaben leichter anzupassen sein?
    Wegen Linux? Ich denke es ist egal, welches System dahinter steht,
    die Anpassung muss gemacht werden.

    > Ferner frage ich mich, ob z. B. die unterstellten Canonical-Support-Kosten
    > wirklich notwendig sind. Was will man damit? Die Software, sowie Updates,
    > erhält man völlig kostenlos. Die Konfiguration und Anpassungen sind doch
    > bei Linux viel einfacher für die lokale IT-Abteilung zu erledigen. Was will

    Woher willst du das wissen, ob das "viel einfacher" für die lokale IT-Abteilung
    zu erledigen ist? Ich zweifle daran. Es ist anders zu erledigen, aber ob das einfacher ist...

    > man da mit einem überteuert gerechneten Support-Paket, bei dem man Leute
    > von außen involviert, die überhaupt keine Ahnung von den lokalen
    > Verhältnissen haben? Ein guter Administrator ist im Linux-Umfeld mehr wert
    > als jedes Support-Paket. Support lohnt dort nur für kleinere Firmen, bei
    > denen keine eigene IT-Administration sinnvoll ist. Wenn was ist,
    > telefoniert man dort halt mit dem Support. Aber das hat doch bei größeren
    > Firmen keinen Sinn.

    Ja genau, der heilige Administrator.
    Es ist doch so, dass gerade die großen Firmen angefangen haben, die IT, den Support und die Administration auszulagern, weil internen Kosten dafür zu hoch sind. Und jetzt kommst du und erzählst uns, dass soll der interne Administrator machen.

    > Diese Studie ist einfach nur für die Tonne. Dort werden Äpfel mit Birnen
    > verglichen und völlig sinnlose Szenarien unterstellt, die mit der Realität
    > nichts gemein haben.

    Natürlich ist diese Studie Microsoftgeprägt. Aber Sie enthält auch viel wahres.
    München macht hier eine Gewalltakt der erst mal viel kostet und sehr professionell begleitet wurde. Daher sieht es auch so aus, als wenn sie es schaffen.
    Damit können Sie ein Vorbild geben. Andere Städte sind hier schon gescheitert. Es ist eben nicht so "einfach" wie sich das manche vorstellen, einfach auf ein neues System zu wechseln. Aber dazu gab es ja schon einige Artikel, auch hier bei Golem.

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  17. Lügen gegen Linux...

    Autor: Versuchsperson 23.05.13 - 16:36

    ...scheint dir aber wohl nichts auszumachen... oder?

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  18. Re: Unseriöse Studie

    Autor: Versuchsperson 23.05.13 - 16:39

    > Selbst wenn die Studie Humbug ist, so berücksichtigt sie doch Lizenzkosten
    > - die Aussage des Herrn Hoffman wird dadurch nicht wahr!

    es werden "Irgendwelche Lizenzkosten" berücksichtigt... aber halt nicht die die wirklich angefallen wären.

    Sinnlose Zahlen addieren hat nichts mit einer Studie zu tun!

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  19. Re: Unseriöse Studie

    Autor: Versuchsperson 23.05.13 - 16:40

    > Komischerweise ist doch München selbst zu dem Schluss gekommen, dass sie
    > 10%-20% der IT nicht auf Linux umsetzen können. Jetzt muss wieder mehr per
    > Hand (-teuer) gemacht werden..

    Teurer weil sie nun die bestehenden Lizenzen neu kaufen müssen?

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  20. Re: Unseriöse Studie

    Autor: Wurzelgnom 23.05.13 - 22:03

    Sicherlich kann ein Admin einen Grafikkartetreiber debuggen und korrigieren...

    Ist schon klar! Unter Windows geht es besser und MS bietet auch entsprechenden Support...hust...

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