... wenn es um die Digitale Dividende geht.
Die brauchen doch die 800er Frequenzen überhaupt nicht, wenn sie die GHz Frequenzen nutzen.
Daß dafür aber Millionen von Musikern ihre Funksysteme umrüsten lassen müssen, weil sie in diesen (2006 bis 2015 von der Bundesnetzagentur "befristet" freigegebenen) Frequenzen rumfunken, ist zwar vermutlich gut für die Wirtschaft (Sennheiser z.B. bemüht sich um eine "kundenfreundliche" Lösung). Und die Preise für Funksysteme sind derzeit im absolut freien Fall - nur daß die Kunden, die ein Funk-System in den betroffenen Frequenzbereichen nach Oktober 2009 gekauft haben, keinen Anspruch auf eine "kundenfreundliche Lösung" haben.
Zum Glück reicht meine (ziemlich teure) Funke in das sogenannte "Mittenloch" von 822-850 MHz, so daß ich munter weiterfunken kann. Und auch sonst könnte man z.B. bei Sennheiser vermutlich mit einem im Verhältnis günstigen Upgrade rechnen. Lieber einen Chip für 100 Euro wechseln lassen, als für ein neues Funksystem wieder 1000 Euro hinlegen.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.02.10 09:30 durch Blablablublub.
Ja, mag ärgerlich sein, wenn man so ein System benutzt. Aber generell muss ich sagen:
http://www.wayne-interessierts.de/
Wollts grad sagen. Selbst wenn ich ein System daheim hätte, mit dem ich ab 2015 verbotenerweise "rumfunken" würde (falls das Gerät in 5 Jahren nicht eh an Altersschwäche abgeraucht sein sollte), würds mich nicht kratzen.
Oder glaubst du, ab 1.1.2015 fallen 10.000e Meßtrupps bundesweit über die Städte und Dörfer her, um mit Milliardenaufwand jeden kleinen Musikliebhaber zu verhaften ? Ein 6er im Lotto ist wahrscheinlicher und lebst wenn man angemessen wird, gibts nen Mahnbrief, dies zukünftig zu unterlassen weil nicht mehr erlaubt und fertig :) Und daß plötzlich der Nachbar nicht mehr telefonieren kann wegen der funkenden Musikanlage ist eher unwahrscheinlich.
Gerade die "langwelligen" Frequenzen im Bereich der 800 MHz sind am meisten begehrt: Erlauben sie doch die Versorgung einer viel größeren Fläche pro Sendemasten.
So können entlegene Gebiete besser versorgt werden.
Wenn man so 3% der Bevölkerung das Leben leichter machen kann auf Kosten von 0,01% der Bevölkerung (die paar Bühnen-Musiker, die unbedingt Funkmikros wollen), dann ist das meiner Meinung nach zu verschmerzen!
Ah ja - diesen Schmarrn haben auch unsere Damen und Herren Politiker geglaubt: Die sind bei der Verabschiedung des Gesetzes von "ein paar tausend Anlagen" ausgegangen.
Keine Ahnung - und davon recht viel. Aber dann mal schnell ein Gesetz durchwinken, das dem Bund wieder etwas Kohle in die leeren Kassen spült.
Vor allen Dingen kann ich mir nicht vorstellen, daß die Bundesnetzagentur 2006 nicht schon gewußt hat, daß diese Pläne in den Schubladen liegen. Und trotzdem die unteren Frequenzbereiche (die bis dahin nur mit Sondergenehmigung zu betreiben waren) für den "Musikerfunk" freigegeben haben - um dann 4 Jahre später zu erklären: "Tja - Pech gehabt, 2015 ist Schluß mit 800 MHz.". Wobei ja alle jetzt schon sagen, daß im Pilotbetrieb auch vorher schon massive Störungen auftreten können.
Ist mir schon klar, daß es "Lieschen Müller" und "Otto Schulze" nicht interessiert ...
Die würde es erst interessieren, wenn sie sich ein schönes, teures, neues Auto gekauft haben und der Bund dann sagt: "... bis 2015 werden alle Straßen zu Fußgängerzonen umgebaut ..." und "... tja, wer sich ein Auto gekauft hat - selber schuld ...".
Da könnte ich dann sagen, wenn die sich drüber aufregen: Wayne?
LOL
Du weißt aber schon, worum es hier geht?
Nicht irgendeine funkende "Musikanlage", sondern um drahtlose Übertragung auf der Bühne. Dazu gehört Bass- und Gitarren-Funke genauso wie Funkmikrofone und In-Ear-Monitoring.
Und: Die Bundesnetzagentur schließt schon jetzt nicht aus, daß es im Pilotbetrieb der neuen Netze zu starken Beeinträchtigungen kommen kann.
Ok - dann lasse ich meinen Empfänger eben nach den freien Frequenzen scannen ...
Meine Funke geht ja auch bis in das sogenannte "Mittenloch" von 822-850 MHz, deshalb werde ich auch nix umbauen müssen - aber daß tausende Besitzer von Funksystemen in Röhre schauen werden, oder zur Umrüstung auf die (erneut von der Bundesnetzagentur freigegebenen) neuen Frequenzbereiche gezwungen werden, finde ich einfach nicht in Ordnung. Da haben unsere Politiker mal wieder tolle Lobby-Arbeit geleistet.
Kommentare: 170 | letzter Beitrag 15:54 Uhr
Kommentare: 94 | letzter Beitrag 26.05. 19:45
Kommentare: 75 | letzter Beitrag 19:49 Uhr
Kommentare: 70 | letzter Beitrag 18:56 Uhr
Kommentare: 60 | letzter Beitrag 20:11 Uhr
E-Mail an news@golem.de

Der japanische Spieldesigner Goichi Suda - Fans sagen schlicht "Suda 51" - ist für schräge Actionspiele bekannt. Sein nächstes Werk schickt ein scheinbar braves Schulmädchen in den Kampf gegen Zombies.

Weitgehend unbemerkt hat der US-Händler Tigerdirect die ersten Chromebox-Systeme von Google ausgeliefert. Für 330 US-Dollar bekommt der Nutzer recht gute Hardware in Nettop-Form, die sehr viel leistungsfähiger ist als die des Chromebook mit ChromeOS.

Der neue Chef der Piratenpartei steht im Verteidigungsministerium unter Druck. Elektronische Kommunikation für seine Partei ist ihm in der Dienstzeit untersagt. "Es gibt Leute im Ministerium, die darauf warten, dass ich Fehler mache", sagte Schlömer.

Renesas ist nach Elpida der zweite schwer angeschlagene japanische Chiphersteller. Renesas, das Hitachi, Mitsubishi Electric und NEC gehört, macht Verlust und will seine größte Fabrik verkaufen.

RIM soll in den kommenden Tagen erneut einen massiven Stellenabbau ankündigen. "Ich habe herausgefunden, welche Teile ich in meinem Puzzle nicht mehr benötige", sagte Firmenchef Thorsten Heins.

Ein britisches Blog will erfahren haben, dass Facebook den norwegischen Browserhersteller Opera Software kaufen will. Beide Unternehmen wollen sich dazu nicht äußern.