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Dann überlegt der Kunde 3x

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  1. Dann überlegt der Kunde 3x

    Autor Accolade 08.02.13 - 20:10

    Ob er wirklich Bestellen soll oder einfach in den Laden geht.
    So schiebt der Online Händler die Kunden wieder in die Lokale Umgebung. :)

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  2. Re: Dann überlegt der Kunde 3x

    Autor taschenorakel 08.02.13 - 20:16

    Accolade schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ob er wirklich Bestellen soll oder einfach in den Laden geht.
    > So schiebt der Online Händler die Kunden wieder in die Lokale Umgebung. :)

    Oder zu den Großen, wie Amazon und Zalando.

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  3. Re: Dann überlegt der Kunde 3x

    Autor dev_null 08.02.13 - 20:24

    taschenorakel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Accolade schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ob er wirklich Bestellen soll oder einfach in den Laden geht.
    > > So schiebt der Online Händler die Kunden wieder in die Lokale Umgebung.
    > :)
    >
    > Oder zu den Großen, wie Amazon und Zalando.

    Kaufe sowieso nur noch bei Amazon auch wenn es "selten" ein paar Euro mehr kostet.
    Der Service ist bei Amazon Perfekt die Lieferung erfolgt zu 95% am nächsten Tag.

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  4. Re: Dann überlegt der Kunde 3x

    Autor Genie 08.02.13 - 20:25

    taschenorakel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Accolade schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ob er wirklich Bestellen soll oder einfach in den Laden geht.
    > > So schiebt der Online Händler die Kunden wieder in die Lokale Umgebung.
    > :)
    >
    > Oder zu den Großen, wie Amazon und Zalando.

    Gerade die werden das mit Sicherheit einführen, was ich auch absolut richtig finde. Ich sehe das auf Arbeit bei KollegINNen, da stehen fast jede Woche mindestens 2 Zalando-Pakete, in denen sich mehrere Paar Schuhe befinden, die nur zum Angucken bestellt wurden. Oft 1 Paar in verschiedenen Größen und Farben. Ich finde das ein Unding - vor allem aus ökologischer Sicht. Sollen sich die Leute doch gefälligst vorher ordentlich informieren und entscheiden, eh sie bestellen!

    Ich bestelle bei Amazon seit über 8 Jahren - auch für die Firma - und habe noch NIE etwas zurückgeschickt, wenn es nicht falsch geliefert oder defekt war. Amazon scheint dies sogar zu belohnen, indem sie auf die Rücksendung verzichten und einem das Geld trotzdem zurückerstatten. Ist mir jedenfalls letztens passiert, als ich auf Grund von einer zu späten Lieferung, eine Retoure machen wollte.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.02.13 20:27 durch Genie.

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  5. Re: Dann überlegt der Kunde 3x

    Autor gorsch 08.02.13 - 20:25

    >So schiebt der Online Händler die Kunden wieder in die Lokale Umgebung.
    Was ja nicht unbedingt schlecht ist. Zudem:
    Beim Laden um die Ecke hast du im Zweifelsfall *gar kein* Rückgaberecht, allenfalls eine Kulanzregelung (z.b bei MediaMarkt/Saturn).
    Dazu kommen dann noch (höchstwahrscheinlich) höhere Preise und jede Menge verschwendete Zeit inkl. Fahrtkosten.
    Die Regelung bisher war einfach schon zu schön um wahr zu sein.

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  6. Re: Dann überlegt der Kunde 3x

    Autor gorsch 08.02.13 - 20:31

    >Sollen sich die Leute doch gefälligst vorher ordentlich informieren und entscheiden, eh sie bestellen!
    Willst du mir jetzt erzählen, dass man irgendwo im Internet nachschlagen kann, wie gut einem ein bestimmter Schuh passt/steht? Oder den Schuh im Laden ausprobieren, dann jedoch online bestellen? Deren ganzes Geschäftsmodell funktioniert doch nur mit kostenlosen Rücksendungen, das war früher bei Versandkatalogen auch nicht anders. Und ob das jetzt wirklich energiesparender ist, seinen Schuh im Schuhladen zu erwerben, würde ich auch erstmal anzweifeln.

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  7. Re: Dann überlegt der Kunde 3x

    Autor byronic 08.02.13 - 20:36

    Genie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > taschenorakel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Accolade schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Ob er wirklich Bestellen soll oder einfach in den Laden geht.
    > > > So schiebt der Online Händler die Kunden wieder in die Lokale
    > Umgebung.
    > > :)
    > >
    > > Oder zu den Großen, wie Amazon und Zalando.
    >
    > Gerade die werden das mit Sicherheit einführen, was ich auch absolut
    > richtig finde. Ich sehe das auf Arbeit bei KollegINNen, da stehen fast jede
    > Woche mindestens 2 Zalando-Pakete, in denen sich mehrere Paar Schuhe
    > befinden, die nur zum Angucken bestellt wurden. Oft 1 Paar in verschiedenen
    > Größen und Farben. Ich finde das ein Unding - vor allem aus ökologischer
    > Sicht. Sollen sich die Leute doch gefälligst vorher ordentlich informieren
    > und entscheiden, eh sie bestellen!
    >
    > Ich bestelle bei Amazon seit über 8 Jahren - auch für die Firma - und habe
    > noch NIE etwas zurückgeschickt, wenn es nicht falsch geliefert oder defekt
    > war. Amazon scheint dies sogar zu belohnen, indem sie auf die Rücksendung
    > verzichten und einem das Geld trotzdem zurückerstatten. Ist mir jedenfalls
    > letztens passiert, als ich auf Grund von einer zu späten Lieferung, eine
    > Retoure machen wollte.


    Und wie willst du dann heraus finden, ob dir diese Größe wirklich passt? Im Laden hast du 3 Versionen die du testen kannst. Soll ich etwa nur ein Artikel bestellen, und dann 3 Wochen lang irgendwelche Klamotten zurück senden, auf gut Glück, bis ich dann die richtige Größe habe? Ich finde es schon sehr wichtig, dass man im Online Handel die Sachen, ohne Probleme zurück senden kann. Wenn es um technische Sachen geht, sehe ich das auch so, aber bei Kleidung nicht. Meistens kann mann das ehe nicht anhand eines Werbefoto beurteilen, wie die Kleidung aussieht, oder sich anfühlt.

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  8. Re: Dann überlegt der Kunde 3x

    Autor Genie 08.02.13 - 20:38

    gorsch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Sollen sich die Leute doch gefälligst vorher ordentlich informieren und
    > entscheiden, eh sie bestellen!
    > Willst du mir jetzt erzählen, dass man irgendwo im Internet nachschlagen
    > kann, wie gut einem ein bestimmter Schuh passt/steht?

    Wenn das ein Einzelfall wäre, sicher nicht. Aber es ist doch mittlerweile bei vielen Frauen Gang und Gäbe einfach mal so paar Schuhe zu bestellen, die im Shop gefallen, obwohl man sie gar nicht will, sondern einfach nur mal angucken will. Das meine ich!

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  9. Re: Dann überlegt der Kunde 3x

    Autor dev_null 08.02.13 - 20:53

    taschenorakel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Accolade schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ob er wirklich Bestellen soll oder einfach in den Laden geht.
    > > So schiebt der Online Händler die Kunden wieder in die Lokale Umgebung.
    > :)
    >
    > Oder zu den Großen, wie Amazon und Zalando.

    Kaufe sowieso nur noch bei Amazon auch wenn es "selten" ein paar Euro mehr kostet.
    Der Service ist bei Amazon Perfekt die Lieferung erfolgt zu 95% am nächsten Tag.

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  10. Re: Dann überlegt der Kunde 3x

    Autor gorsch 08.02.13 - 21:02

    >Wenn das ein Einzelfall wäre, sicher nicht. Aber es ist doch mittlerweile bei vielen >Frauen Gang und Gäbe einfach mal so paar Schuhe zu bestellen, die im Shop gefallen, >obwohl man sie gar nicht will, sondern einfach nur mal angucken will. Das meine ich!
    *Wollen* bestimmt, aber kaufen dann nicht unbedingt. Der ein oder andere Schuh wird da bestimmt behalten. Wenn dann eben ein paar Schuhe durch die Republik chauffiert werden, würde ich das nicht unbedingt ankreiden. Das würde ich dann unter "Werbung" verbuchen.

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  11. Re: Dann überlegt der Kunde 3x

    Autor devastato 08.02.13 - 21:13

    byronic schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genie schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > taschenorakel schrieb:
    > >
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    >
    > > -----
    > > > Accolade schrieb:
    > > >
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > >
    > > > -----
    > > > > Ob er wirklich Bestellen soll oder einfach in den Laden geht.
    > > > > So schiebt der Online Händler die Kunden wieder in die Lokale
    > > Umgebung.
    > > > :)
    > > >
    > > > Oder zu den Großen, wie Amazon und Zalando.
    > >
    > > Gerade die werden das mit Sicherheit einführen, was ich auch absolut
    > > richtig finde. Ich sehe das auf Arbeit bei KollegINNen, da stehen fast
    > jede
    > > Woche mindestens 2 Zalando-Pakete, in denen sich mehrere Paar Schuhe
    > > befinden, die nur zum Angucken bestellt wurden. Oft 1 Paar in
    > verschiedenen
    > > Größen und Farben. Ich finde das ein Unding - vor allem aus ökologischer
    > > Sicht. Sollen sich die Leute doch gefälligst vorher ordentlich
    > informieren
    > > und entscheiden, eh sie bestellen!
    > >
    > > Ich bestelle bei Amazon seit über 8 Jahren - auch für die Firma - und
    > habe
    > > noch NIE etwas zurückgeschickt, wenn es nicht falsch geliefert oder
    > defekt
    > > war. Amazon scheint dies sogar zu belohnen, indem sie auf die
    > Rücksendung
    > > verzichten und einem das Geld trotzdem zurückerstatten. Ist mir
    > jedenfalls
    > > letztens passiert, als ich auf Grund von einer zu späten Lieferung, eine
    > > Retoure machen wollte.
    >
    > Und wie willst du dann heraus finden, ob dir diese Größe wirklich passt? Im
    > Laden hast du 3 Versionen die du testen kannst. Soll ich etwa nur ein
    > Artikel bestellen, und dann 3 Wochen lang irgendwelche Klamotten zurück
    > senden, auf gut Glück, bis ich dann die richtige Größe habe? Ich finde es
    > schon sehr wichtig, dass man im Online Handel die Sachen, ohne Probleme
    > zurück senden kann. Wenn es um technische Sachen geht, sehe ich das auch
    > so, aber bei Kleidung nicht. Meistens kann mann das ehe nicht anhand eines
    > Werbefoto beurteilen, wie die Kleidung aussieht, oder sich anfühlt.

    Deine Argumente stimmen. Aber warum sollte der Händler für eine kostenlose Rücksendung aufkommen?

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  12. Re: Dann überlegt der Kunde 3x

    Autor Nekornata 08.02.13 - 22:57

    Wenn es nur ein paar wären, aber das kam letztens mal in einer Doku, das es zB bei Zalando min. 60-80% Retouren sind. Da bleibt also nicht viel hängen beim Kunden. Und was ist schon so schlimm daran, wenn der Kunde für diesen Service, das er ZUHAUSE anprobieren darf, dann halt mal 3,50 bis 7 ¤ extra zahlen muss????? Wenn ich hier in die Innenstadt rein fahren will, kostet das Straßenbahnticket (hin und zurück) auch schon 5,50 ¤.

    Und mal ehrlich, nur weil sich einige nicht eingestehen können, das sie zB übergewichtig sind, muss ich nicht dafür mit zahlen .... Bisher hatte ich mit den Standardgrößen kaum Probleme (bisher immer nur die selben Größen bestellt und musste nie was zurückschicken, also so schwer ist das nun wirklich nicht).

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  13. Re: Dann überlegt der Kunde 3x

    Autor IrgendeinNutzer 08.02.13 - 23:10

    Nekornata schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und was ist schon so schlimm daran, wenn der Kunde für diesen
    > Service, das er ZUHAUSE anprobieren darf, dann halt mal 3,50 bis 7 ¤ extra
    > zahlen muss?????


    Sag das mal meiner Mutter :D Zudem ist das auch Geld was man wieder aus der eigenen Tasche bezahlen darf!

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  14. Re: Dann überlegt der Kunde 3x

    Autor Anonymouse 08.02.13 - 23:57

    Kann sein dass ich mcih irre, aber hat Zalando nciht sogar damit geworben, dass man problemlos zurückschicken kann?
    Oder verwechsel ich das irgendwie?

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  15. Re: Dann überlegt der Kunde 3x

    Autor Herrjeh 09.02.13 - 01:10

    Eine meiner Bekannten jungen Damen hat mal von Zalando (glaube das war Zalando - nicht 100%ig sicher) eine "bittere" E-Mail bekommen, weil sie eine Rücksendequote von irgendwie 98% hatte und Zalando ihr "gedroht" hat sie nicht mehr zu beliefern, falls das weiterhin so bleibt...

    Bei ihr ist das wohl wirklich so, dass Sie z.B. ein Shirt in 3 verschiedenen Größen in je 6 verschiedenen Farben bestellt und häufig nicht mal ein Shirt behält. Ich finde sowas unmöglich und wär ich bei Zalando würde ich solche Kunden (eher -innen) schlicht und ergreifend nicht mehr beliefern!
    Ich könnte mir auch gut Vorstellen, dass mit der neuen Regelung es für die meisten Kunden beim alten bleibt, aber bei ">80% Retour Kunden" heißt: Bezahlt das ma schön selber!

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  16. Re: Dann überlegt der Kunde 3x

    Autor Paritz 09.02.13 - 02:12

    > Ob er wirklich Bestellen soll oder einfach in den Laden geht.
    > So schiebt der Online Händler die Kunden wieder in die Lokale Umgebung. :)


    So ist es ja auch gedacht. Beides, das Überlegen und das Verhältnis zwischen online und stationärem Handel.

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  17. Re: Dann überlegt der Kunde 3x

    Autor Wary 09.02.13 - 02:20

    Nekornata schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und was ist schon so schlimm daran, wenn der Kunde für diesen
    > Service, das er ZUHAUSE anprobieren darf, dann halt mal 3,50 bis 7 ¤ extra
    > zahlen muss?????

    Sieht man dann ja, ob es den Kunden das wert ist oder ob die dann halt doch lieber in den Schuhladen um die Ecke gehen!

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  18. Re: Dann überlegt der Kunde 3x

    Autor PhilSt 09.02.13 - 06:42

    Anonymouse schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kann sein dass ich mcih irre, aber hat Zalando nciht sogar damit geworben,
    > dass man problemlos zurückschicken kann?
    > Oder verwechsel ich das irgendwie?

    Ja, nur hatte man dort wohl anfangs nicht mit einer SO hohen Quote an Rücksendungen gerechnet. Wenn du liest, dass gar nicht so wenige Leute ne Rücksendequote von > 95% haben - und gleichzeitig wenigstens 1x pro Woche bestellen... vor allem weil nicht wenige Leute die Artikel benutzt (mehr als anprobieren) zurücksenden. Da gabs doch mal diese Doku wo von benutzten Klobrüsten zur Rücksendung die Rede war. Es gibt einfach zu viele Assis, die das ausnutzen. Die 3/4 der Händler, die das kostenpflichtig machen wollen sind wahrscheinlich genau die Opfer dieser Assis.

    Klamotten sind einfach mit das ungeeignetste Gut, um es online zu bestellen, wenn man nicht grad Einheitsgröße hat.

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  19. Re: Dann überlegt der Kunde 3x

    Autor Tuxianer 09.02.13 - 14:23

    gorsch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Beim Laden um die Ecke hast du im Zweifelsfall *gar kein* Rückgaberecht,
    > allenfalls eine Kulanzregelung (z.b bei MediaMarkt/Saturn).

    Sorry: Falsch, jedenfalls für EU-Länder. Wenn jemand "keinen wirtschaftlichen Nutzen" aus einem gekauften Artikel hat, hat er für die Dauer von 14 Tage volle Rückgaberecht unter voller Kostenerstattung; Einkaufsgutscheine sind nur mit Zustimmung des Kunden möglich. "Kulanz" kommt dann zum Tragen, wenn der Artikel
    - länger im Besitz des Kunden war,
    - eventuelle Probleme "funktioniert nicht (mit meinem Computer...)" durch Überprüfung nicht bestätigt werden können,
    - von einer Art ist, die eine Rückgabe ausschließen darf, weil der Artikel in diesem Zeitraum bereits vollumfänglich genutzt werden konnte, was beispielsweise für CDs, DVDs, BDs usw. angnommen wird, die man i. d. R. ein oder zweimal anhört / anschaut.
    - Software ist, die häufig - rechtlich sehr, sehr schwach gestützt, was die EU aber auch zum Nachteil der Kunden ändert - von der Rückgabe ausgenommen sein soll. Ein Betriebssystem darf man in der EU zurückgeben, wie auch andere Software, die für eine längere Nutzung vorgesehen ist, wenn sie auf dem System des Kunden nicht nutzbar läuft, obwohl das die Anforderungen erfüllt.
    Kritisch ist es bei Spielen, die so einer dummen Registrierungspflicht unterliegen, denn da muss der Händler bzw. der nächste Kunde dann ggf. neue Schlüssel vom Hersteller verlangen (die der liefern MUSS: Gesetz!), was eben einen kleinen aber gegebenen Mehraufwand darstellt. Aus reiner Bequemlichkeit klemmen viele Händler daher Spiele von der Rücknahme aus; wenn ein Kunde das einklagen würde, weil das Ding auf seinem System entgegen der Beschreibung nicht wie zugesichert läuft, müssen sie es aber doch zurücknehmen. Oder sie schließen es aus, wenden dann aber "Kulanz" an, um sich noch gnädig dabei zu fühlen.

    Auch große Märkte mit noch größeren Buchstaben in ernsthaft dummer Zusammenstellung haben sich an die Gesetze zu halten.

    In der Schweiz sieht es gesetzlich anders aus; hier hinkt der Verbraucherschutz gewaltig hinterher: Selbst nicht funktionsfähige Software oder auch nicht funktionierende Druckerpatronen bekommt man nur mit ziemlich viel Druck zurückerstattet - dabei kann man ein OS nirgends anders als auf dem heimischen Rechner daraufhin testen, ob es die Treiber für die angeschlossene Hardware mitliefert, und analog gilt das auch für eine Druckerpatrone, denn im Geschäft stehen keine Drucker dieses Typs zum Testen, selbst in großen Geschäften. Die Dokumentation zum OS ist ausnahmslos unbrauchbar, da a) nie aktuell, b) schon allein aufgrund der Unmöglichkeit detailliert genug (Listen aller kompatiblen USB-W-Lan-Sticks ...) und c) mittels Schachsinnsklauseln in dummen AGB (bitte BITTE LASST DAS DEPPENAPOSTROPH DANACH WEG!!!!!!! UND DAS FALSCHE PLURAL-S AUCH: ES GIBT KEINE "BEDINGUNGS" SONDERN "BEDINGUNGEN", UND DIE ABKÜRZUNGSEIGENSCHAFT KÜRZT IN DER DEUTSCHEN SPRACHE AUCH DEN CASUS WEG !!!) generell für rechtsungültig erklärt.

    > Dazu kommen dann noch (höchstwahrscheinlich) höhere Preise und
    > jede Menge verschwendete Zeit inkl. Fahrtkosten.
    Ach ja? Hinfahren, Artikel mitnehmen und haben. Zeitaufwand Einmal Fahrzeit. Zeitgewinn: Mindestens ein Tag: Heute kaufen, heute testen, bei Bedarf heute oder morgen zurückgeben, wieder: Fahrzeit. Anders herum: Bestellen, heute oder morgen oder später erhalten; das Paket ist in immer mehr Fällen eine Einmal-Verpackung (Amazon liebt diese ScheiB-Dinger!); man muss also ein neues Paket kaufen oder das alte mit x Klebern absichern. Und dann zurück zur Post ... ach ja, die deutsche post (Kleinschreibung ist Absicht!) schließt ja immer mehr Paketannahmestellen; die nächste ist dann: neben dem Markt mit den großen Buchstaben !!! Oder noch weiter. Nur hat sie nicht geöffnet, jedenfalls dann nicht, wenn man abends Zeit hat, das Ding zurückzusenden; zwischen 8 und 16 Uhr haben normal Arbeitende nämlich was anderes zu tun, als eine Annahmestelle zu suchen!


    > Die Regelung bisher war einfach schon zu schön um wahr zu sein.
    Nein. Die bisherige Regelung war für ehrliche Kunden und ehrliche Versender gedacht. So etwas kann erzieherisch wirken; ein Händler kann ja Kunden, die mehrfach bestellen und zurücksenden, ablehnen oder, wie schon andere geschrieben haben, nur gegen Sondergebühr beliefern.

    Die neue EU-Regelung tut, was viele neuen Regelungen und Gesetze in D und in der EU tun: sie führt die verfassungswidrige Generalschuld ein: Jeder ist per se als kriminell zu betrachten; jedem wird die Absicht des Missbrauchs unterstellt, und deswegen darf sich auch jeder Händler gegen solchen Missbrauch schützen. Nota bene: Jedem Kunden, Wähler, ÖV-Nutzer, Steuerzahler. Konzerne, Verkäufer, Politiker, Steuerbeschenkte und vergleichbare Kriminelle sind davon natürlich ausgenommen.

    Die Tatsache, dass bislang die EU-Online-Wirtschaft nicht pleite gegangen ist, sondern alljährlich mehr Gewinne einfährt (nicht nur Umsatz), lässt den sicheren Schluss zu, dass die Zahl derer, die absichtlich oder aus Bequemlichkeit diesen Missbrauch zu Lasten der Händler - und damit mittelbar zu Lasten aller Kunden - betreiben, sehr sehr klein ist, denn die Margen sind in diesem Markt deutlich kleiner als im Fachgeschäft, auch wenn der Händler keine Verkaufsfläche bereitzuhalten braucht: es klickt sich halt doch verdammt viel schneller von Anbieter a nach Anbieter b, als es sich von Geschäft a nach Geschäft b geht oder fährt. Als "Lösung" werden nun, in einer weiteren Angelegenheit, alle Kunden kriminalisiert und schon mal von vorn herein bestraft.

    Und wer oder was bitte schützt die Kunden vor dubiosen bis kriminellen Händlern, die schlechtere Qualität liefern als zugesagt? Falsche Artikel? In den AGB steht so oft, obwohl rechtlich sehr dünnbödig, dass der Händler "im Zweifelsfalle das Recht hat, den nicht vorrätigen Artikel durch einen gleichwertigen zu ersetzen"... es ist immer dasselbe: Händler und Firmen sind nach dieser rein kapitalistischen "Denkweise" nämlich von jeglichem Irrtum und jeglicher Bosheit frei, die Kunden aber sind durchweg Kriminelle und Betrüger ... die EU deklariert 300 Millionen Einwohner zu ihren Feinden. Nicht sehr klug, auch wenn die Demokratie in der EU systematisch durch eine Oligarchie des Kapitals ersetzt wird; über kurz oder lang stehen die Leute dann doch auf und dann kracht es. Und zwar kräftig. Und ich werde applaudieren.


    Bleibt noch ein Aspekt: Ein großes Paket, z. B. der neue Laserfarbdruckerscannerkopierer mit Fax und Netzwerk und Wifi. Das Paket ist etwa so groß wie eine Waschmaschine und kommt auch in eine ähnliche Gewichtsklasse; 40 Kg sind keine Seltenheit bei gut verarbeiteten, stabilen Geräten. Kosten für die Rücksendung, weil das Ding einen Softwarefehler hat, den aber alle diese Geräte haben, wodurch kein Garantiefall eintritt (der den Händler in die Kostenpflicht nehmen würde), soll nun also der Kunde berappen ??? GEHT ES NOCH???

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