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Tschernobyl 2.0

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  1. Tschernobyl 2.0

    Autor Prypjat 23.03.10 - 15:00

    Wir (die Menschen) lernen nichts, aber auch garnichts aus der Vergangenheit. Wir machen ständig, immer und immer wieder die selben Fehler, als wenn wir uns in einer Schleife bewegen würden. Rassenhass, Unterdrückung, Völkermorde, Umweltverschmutzungen etc.pp

    Jeder, der sich über das Thema Atomenergie unterhalten möchte, soll sich erst einmal über die Geschichte von Tschernobyl informieren. Da haben wir ein gutes Beispiel, wenn Menschen Fehler begehen. Jetzt könnte jeder hier sagen, dass es doch nur den einen GAU gab und das es trotzdem die sicherste Art ist Energie zu erzeugen. Das stimmt nicht! Es gab schon mehrere schwere Zwischenfälle mit Atomreaktoren, bei denen wir nur knapp an einer Katastrophe vorbei geschrammt sind. Was muss erst passieren, damit wir einsehen, dass Atomenergie nicht der Weisheit letzter Schluß sein kann? In Tschernobyl hatten WIR (nicht die Bewohner von Prypjat) Glück gehabt. Jedoch nur, weil es Russische Wissenschaftler gab, die Besonnen reagiert haben. Heute haben wir eine 30km Breite Sperrzone um Tschernobyl, aber es hätte auch eine 250 bis 300km Breite Zone werden können. Dann wäre die Atmosphärische Belastung so schwer gewesen, dass es auch bei uns zu Fehlgeburten, erhöhter Leukämie oder Mutationen im Mutterleib gekömmen wäre.

    Hoffentlich Besinnen sich die Wissenschaftler und die Politik auf eine andere Energiegewinnungsmethode. Ich spiele gerne Fallout, aber ich möchte niemals etwas Annäherndes Erleben müssen.

    Gruß
    Prypjat

  2. Re: Tschernobyl 2.0

    Autor Wisser 23.03.10 - 15:27

    Du hast absolut null Ahnung warum das AKW hochgegangen ist, nein?

    Die haben etwas getestet, was passiert wenn man den Reaktor runterfährt. Das sie ihn zu schnell wieder hochgefharen haben und er auf grund von graphitspitzen an den bremsstäben einen bautechnischen mangel hatte weisst du ja nicht. Dadurch ist es nämlich erst zur Schmelze gekommen.

    kapiche?

  3. Re: Tschernobyl 2.0

    Autor Hagen Schramm 23.03.10 - 15:33

    graphitspitzen an den bremsstäben? haben akws bremsstäbe? ;-)

    laut einer doku auf national geographic haben zwei techniker vor beginn des notfalltests nicht miteinander geredet, als der druck im reaktor unter das kritische minimum gesunken ist. beide haben ihrerseits gegenmaßnahmen ergriffen und für beide sah der reaktor wieder stabil aus. doch keine sau hat auf die kerntemperatur geachtet und deswegen ist das ding hochgegangen. ok, dass das wasser im kühlkreislauf too much und zu kalt war, spielte auch eine rolle. abgesehen davon dass die turbinen aufgrund des druckmangels stillstanden.

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  4. Re: Tschernobyl 2.0

    Autor HotGinaElf11 23.03.10 - 15:34

    Na dann Hoff ich mal das Billy Boys Atomkraftwerke stabiler sind, als seine Betriebssysteme ;)

    Was ist besser als 22 Jährige? Zwei 11 Jährige!!

  5. Re: Tschernobyl 2.0

    Autor Wisser 23.03.10 - 15:35

    http://de.wikipedia.org/wiki/Katastrophe_von_Tschernobyl#Ursachen

    Die endgültige Auslösung der explosionsartigen Leistungsexkursion war wahrscheinlich auf eine weitere konstruktive Besonderheit des Regelstabsystems zurückzuführen: Ein Großteil der Steuerstäbe hat an ihrem unteren Ende Graphitspitzen, die beim Einfahren aus der oberen Endlage zunächst eine positive Reaktivitätszufuhr (Leistungssteigerung) in Höhe eines halben Betas bewirken, eine Leistungsminderung ergibt sich erst bei größerer Einfahrtiefe.

    Vorallem aber das es ein Versuch/ein experiment war macht die Sache erst Makaber. WAS HAB SICH DIE RUSSEN NUR GEDACHT!

  6. Re: Tschernobyl 2.0

    Autor Hagen Schromm 23.03.10 - 15:38

    Ups, das wusste ich nicht, danke für die Aufklärung.

  7. Re: Tschernobyl 2.0

    Autor MZ 23.03.10 - 15:41

    Die Steuerstäbe sind dazu da, um die Reaktion zu "bremsen", doch wie schon gesagt, bewirken die Graphitspitzen zunächst einmal eine Steigerung der Reaktion.
    Der Fehler war, um die Reaktion unter Kontrolle bringen zu wollen, alle Steuerstäbe wieder in den Reaktor zu fahren (viel hilft viel, bekanntlich...), was eine erhebliche Steigerung der Reaktion zur Folge hatte...

  8. Re: Tschernobyl 2.0

    Autor Wissen ist mach,nichts wissen macht nichts 23.03.10 - 15:51

    Wisser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du hast absolut null Ahnung warum das AKW hochgegangen ist, nein?
    >
    > Die haben etwas getestet, was passiert wenn man den Reaktor runterfährt.
    > Das sie ihn zu schnell wieder hochgefharen haben und er auf grund von
    > graphitspitzen an den bremsstäben einen bautechnischen mangel hatte weisst
    > du ja nicht. Dadurch ist es nämlich erst zur Schmelze gekommen.
    >
    > kapiche?

    Schön. Du hast den ungefähren Grund für die Ursache genannt und dein Vorposter ist auf etwas ganz anderes eingegangen. Anstatt aggressiv zu reagieren und mit "Wissen" zu prahlen, hättest du auch konstruktiver sein können.

    @ Topic:
    Der Ansatz ist im Vergleich zum mir jetzt Bekannten schon mal wirklich lieb und recht, aber auch hier gilt: Was passiert nach 60 Jahren mit dem Müll und der Sicherheit der "neuen" Technik?
    Diese und andere Fragen sollten immer noch im Vordergrund stehen.

  9. Re: Tschernobyl 2.0

    Autor honolulu-lover 23.03.10 - 15:57

    > Unterdrückung, Völkermorde, Umweltverschmutzungen...

    ...Forenmüll mit unhaltbaren Aussagen...

    Nicht falsch verstehen, ich bin prinzipiell gegen klassische Atomkraft, würde aber gern zuerst mal verstehen, was sich Terrapower da ersponnen hat. Und mit Verlaub, das ist sicherlich kein auf 60cm miniaturisierter RBMK.
    Eine ähnliche Herangehensweise an die Thematik wäre anzuraten, sonst könnte man ja auch behaupten, Du hättest nichts aus Deinen eigenen Vorurteilen gelernt.

  10. Re: Tschernobyl 2.0

    Autor Prypjat 23.03.10 - 16:53

    Wisser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du hast absolut null Ahnung warum das AKW hochgegangen ist, nein?
    >
    > Die haben etwas getestet, was passiert wenn man den Reaktor runterfährt.
    > Das sie ihn zu schnell wieder hochgefharen haben und er auf grund von
    > graphitspitzen an den bremsstäben einen bautechnischen mangel hatte weisst
    > du ja nicht. Dadurch ist es nämlich erst zur Schmelze gekommen.
    >
    > kapiche?

    Du hast kein Benimm und weil Du Dich nicht anders zu Atikulieren weißt, gehst Du gleich auf Deine Mitmenschen los.

    Okay Mister. Dann werden wir das Thema mal etwas konkretisieren.
    Es war eine Simulation eines totalen Stromausfalls. Es ging darum auch bei einem Stromausfall die Leistung des Reaktors nutzen zu können. Solche Versuche werden auch in anderen AKW in anderen Ländern durch geführt. Nur das eben in Tschernobyl beim Test gravierende Verständigungsprobleme geherrscht haben. Bei richtiger Verständigung und richtiger Bedienung wäre es niemals so weit gekommen. Und es war nicht die Technik, die den Fehler begangen hat, sondern der Schichtleiter Akimow. Durch die Abschaltung des Reaktors sind zu viele Brennstäbe gleichzeitig eingefahren und haben eine ungebremste Kettenreaktion der Kernspaltung herbeigeführt. Das die Technik einen Mangel hatte ist unumstritten, doch erst die Kette der Menschlichen Fehler hat zu dem GAU geführt. Jede Technik hat ihre Fehler. Wie viele Flugzeuge mussten Abstürzen um den jetzigen Sicherheitsstandard im Flugverkehr zu bekommen? Es kann immer erst dann etwas verbessert werden, wenn man es erkannt hat.

    Worauf ich mit meinem Beitrag hinaus wollte ist die Fehlerquelle Mensch. Und Du bist der beste Beweis dafür. Denn anstatt auf meinem Beitrag zu reagieren und den Kontext zu erkennen, hast Du nur oberflächlich gelesen und wie der Reaktor in Tschernobyl überkritisch reagiert.

    Kapischi?

  11. Re: Tschernobyl 2.0

    Autor Prypjat 23.03.10 - 17:03

    honolulu-lover schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Unterdrückung, Völkermorde, Umweltverschmutzungen...
    >
    > ...Forenmüll mit unhaltbaren Aussagen...

    Was denn für unhaltbare Aussagen?
    Zeig sie mir auf und wir können darüber reden!

    > Nicht falsch verstehen, ich bin prinzipiell gegen klassische Atomkraft,
    > würde aber gern zuerst mal verstehen, was sich Terrapower da ersponnen hat.
    > Und mit Verlaub, das ist sicherlich kein auf 60cm miniaturisierter RBMK.
    > Eine ähnliche Herangehensweise an die Thematik wäre anzuraten, sonst könnte
    > man ja auch behaupten, Du hättest nichts aus Deinen eigenen Vorurteilen
    > gelernt.

    Ich habe nichts gegen neue Technik, aber ich bin der Meinung, dass alles was mit Atomenergie zu tun hat, für uns Menschen zu heiß ist.
    Es ist etwas anderes, wenn ein Flugzeug abstürzt, ein Haus einstürzt und ein Kind in den Brunnen fällt. All das sind Schicksale, mit denen wir lernen müssen umzugehen. Wir können an diesen Sachen auch etwas ändern, aber bei Atomenergie stehen wir noch da wie die Babys die gerade laufen lernen. Wenn dort etwas schief geht, haben wir über Jahrhunderte den Salat. Anstatt in Miniaturform neue Atomenergiegewinnung zu erforschen, wird gleich ein riesen Ding daraus gemacht, ohne die Konsequenzen zu beachten. Und wenn es Konsequenzen geben könnte, dann werden sie mit genügend Geld beseitigt. Ich hoffe, dass wir an diese neue Form der Atomenergie besonnener heran gehen. Mehr möchte ich garnicht. Wir haben nur diese eine Erde.

  12. Re: Tschernobyl 2.0

    Autor piffpaff 23.03.10 - 17:09

    Glückwunsch DIR, dass du ohne Missbildungen zur Welt gekommen bist und auch ein Leben in Gesundheit möglich ist!

    Mich würde es aber interessieren, was du den Opfern zu sagen hast!!!

  13. Re: Tschernobyl 2.0

    Autor honolulu-lover 23.03.10 - 17:13

    > Was denn für unhaltbare Aussagen?
    > Zeig sie mir auf und wir können darüber reden!

    Das war nicht auf Dich, sondern auf die wiederkehrenden Fehler der Menschheit bezogen und sollte Deine Aufzählung überspitzt zum Ende bringen.

    Du hast natürlich die richtigen Gedanken, möchte aber an dieser Stelle zu bedenken geben, dass bspw. Bestrahlungstherapien, moderne bildgebende Verfahren und vieles dergleichen mehr völlig undenkbar ohne Erforschung radioaktiver Zusammenhänge wären. Deswegen appelliere ich nicht mehr und nicht weniger, als vorsichtig mit Vorverurteilungen von Energiegewinnungstechniken auf atomarer Basis zu sein, da aus diesen paar Zeilen einfach nichts über Sicherheit, Verfahrenstechnik und dergleichen rauszulesen ist. Und das hast Du ja im letzten Absatz nochmal unterstrichen, dass Du Dir Besonnenheit wünschst.
    Ich mir auch. ;)

  14. Re: Tschernobyl 2.0

    Autor C. Cretemaster 23.03.10 - 17:14

    Prypjat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jeder, der sich über das Thema Atomenergie unterhalten möchte, soll sich
    > erst einmal über die Geschichte von Tschernobyl informieren.

    Okay, klaer mich auf. Was hat die Plutoniumfabrik in Tschernobyl mit Kernenergie zu tun?

  15. Re: Tschernobyl 2.0

    Autor HD user 23.03.10 - 17:24

    Hmm was würdest du den Krebspatienten sagen die ohne Bestrahlungstherapie gestorben wären?

    nicht immer alles so vereinfachen....

  16. Re: Tschernobyl 2.0

    Autor piffpaff 23.03.10 - 17:36

    was hat denn das mit vereinfachen zu tun wenn da ein reaktor mit mehreren megawatt ganze landstiche verseucht? das ist halt nun mal so einfach!!!
    die krebspatienten werden mit deutlich kleineren dosen behandelt... damit können wir wunderbar umgehen!!!

    also, was soll dein posting?

    meine frage bleibt bestehen!!!

  17. Re: Tschernobyl 2.0

    Autor werwer 23.03.10 - 17:44

    piffpaff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > was hat denn das mit vereinfachen zu tun wenn da ein reaktor mit mehreren
    > megawatt ganze landstiche verseucht? das ist halt nun mal so einfach!!!
    Und Die Ölindustrie hat ähnliches geleistet. Ebenso die Chemische Industrie. Also was willst damit sagen?

  18. Re: Tschernobyl 2.0

    Autor HD user 23.03.10 - 17:48

    was mein Posting soll?

    du bist offenbar gegen Atomenergie, ohne die Vorteile anzuerkennen, welche wir bisher aus der Forschung in diesen Bereichen gewonnen haben.

    Oder glaubst du es gäbe heute diese Behandlungsformen wenn die Leute im zweiten Weltkrieg nicht angefangen hätte mit der Atomenergie "rumzuspielen"

    Und um deine Frage zu beantworten:

    Nix... Was sollte ich denen schon sagen? Pech gehabt? Shit happens? Was sage ich den schwerverletzen nach Verkehrsunfällen? Autofahren ist böse?
    Oder evtl "Mein Beileid dass ihr in diesem Land leben müsst mit dieser Regierung..."

  19. Re: Tschernobyl 2.0

    Autor B-r-u-c-e 23.03.10 - 18:04

    Was ich als erstes Klarstellen will ist, dass ich auch kein Atomkraft befürworter bin. Bei mir leigt es allerdings nicht an der Technik sondern dem ungeklärten Endlagerproblem. Das Zeug ist einfach sch.... gefährlich und strahlt verdammt lange.

    Zu der Thematik Tschernobyl.

    Ich war mit der Uni im Forschungszentrum Karlsruhe und für die Leute die es nicht wissen. Da steht das erste Deutsche Test-AKW. Wir wurden natürlich auch durch alle möglichen anderen Forschungsanlagen geführt und haben auch den Iter gesehen (wow, was für ein Teil) aber darum geht es nicht.

    Das größte Problem war noch nicht mal der Gau an sich sondern das Gebäude. Das war eine normale Firmenhalle und nicht mit Deutschen Anlagen zu vergleichen. Die Vorscherin hat uns erklärt das bei uns mehr oder weniger nichts passiert wäre. Der Reaktor wäre "einfach" verbrannt und der mist hätte sich in die Erde gegraben. Dort gibt es aber auch mechanismen und "Unterbauten" das es nur bis zu einer gewissen grad passiert. Das Gebüde an sich wäre aber Intakt geblieben allerdings es hätte kein Mensch mehr betreten können.

    Das war es auch was ich zum Thema schreiben wollte. Ich habe es jetzt extra ziemlich anschaulich gehalten weil ich erstens selber nicht fit in dem Thema bin und zweitens keine Lust habe nach den Unterlagen der Führung zu suchen.

    Gruß
    Bruce

  20. Re: Tschernobyl 2.0

    Autor eiapopeia 23.03.10 - 18:26

    Man sollte den Leuten dort auch nicht alles glauben. Vielleicht wäre nichts passiert, wenn es genau so wie in Tschernobyl gelaufen wäre (wäre ja auch krass, wenn aus dortigen Fehlern nicht gelernt worden wäre). Aber was wenn etwas anderes schief gegangen wäre?
    Mit heikler Technik kann immer was schief gehen.
    Dazu ein wenig Lesestoff, bei dem idealer Lesestoff vorgeschlagen wird: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/andruck/1148562/

    Aber hat schon mal jemand von der Gefahr von Windrädern oder Solarthermie-Anlagen gehört?
    Wenn da etwas ganz schief geht, trifft es vielleicht zwei Menschen.

    Beim Kernkraftwerk und Riesenstaudamm tausende bis Millionen...

    Warum muss man von Technologien immer die vorziehen, die mehr Risiko hat? Und bitte nicht sofort das Machbarkeits-/Mengenargument bringen. Das ist spätestens seit Desertec wiederlegt.

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