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Wegen Mordes?

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  1. Wegen Mordes?

    Autor: Der braune Lurch 01.06.13 - 17:07

    Ist das nicht fahrlässige Tötung?

    ------------------------------
    Der Molch macht's.
    ------------------------------
    How much money have you spent on League of Legends?

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  2. Re: Wegen Mordes?

    Autor: ronlol 01.06.13 - 17:11

    Egal ob Mord oder fahrlässige Tötung. Für mich gibts in dem Fall nur die Wahl zwischen lebenslänglich (und zwar richtig lebenslänglich) oder elektrischem Stuhl.

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  3. Re: Wegen Mordes?

    Autor: s1ou 01.06.13 - 17:11

    Naja wenn man eventuell hoher Geschwindigkeit durch die Stadt fährt kann man da schon Vorsatz unterstellen.

    Ich hätte auch erst an fahrlässige Tötung gedacht aber der Staatsanwalt fängt wohl erstmal hoch an, die Anklage runterstufen geht ja dann noch immer.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.06.13 17:12 durch s1ou.

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  4. Re: Wegen Mordes?

    Autor: Herr Kaleu 01.06.13 - 17:14

    Der braune Lurch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist das nicht fahrlässige Tötung?

    Doch, wurde aber wohl etwas nachlässig aus dem Englischen übersetzt. Ich vermute, im englischen Originaltext stand etwas von "second degree murder" und der definiert sich so, wie bei uns ungefähr der Totschlag:
    "second degree murder n. a non-premeditated killing, resulting from an assault in which death of the victim was a distinct possibility. Second degree murder is different from First Degree Murder which is a premeditated, intentional killing, or results from a vicious crime such as arson, rape, or armed robbery."

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  5. Re: Wegen Mordes?

    Autor: JTR 01.06.13 - 17:16

    Schon richtig, sollte man hier auch anfangen, denn wer mit stark überhöhter Geschwindigkeit in der Stadt fährt, nimmt ja den Tod anderer billigend in Kauf. Da kann man schon von Vorsatz reden. Sollte man hier in Europa auch einführen bei Rasserei. Bei uns in der Schweiz können sie wenigstens endlich das Tatwerkzeug einziehen und vernichten, egal wem es gehört.

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  6. Re: Wegen Mordes?

    Autor: s1ou 01.06.13 - 17:17

    ronlol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Egal ob Mord oder fahrlässige Tötung. Für mich gibts in dem Fall nur die
    > Wahl zwischen lebenslänglich (und zwar richtig lebenslänglich) oder
    > elektrischem Stuhl.

    Todesstrafe, also selbst zum Mörder werden? Und echtes lebenslänglich, was soll das bringen. Damit produziert man nur hohe Kosten und jemand der keine Hoffnung hat wird sich auch nicht bessern. Da das drakonische amerikanische Justizsystem viele Wiederholungstäter produziert scheint das auch nicht zu funktionieren.

    Wie wäre es damit den Leuten eine Perspektive zu geben, nachdem sie eine Strafe für ihre Tat verbüst haben. Dann können sie ihre Schuld etwas mildern indem sie der Gesellschaft etwas zurückgeben.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.06.13 17:18 durch s1ou.

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  7. Re: Wegen Mordes?

    Autor: jt (Golem.de) 01.06.13 - 17:18

    Richtig. Und korrigiert. Danke für den Hinweis.

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  8. Re: Wegen Mordes?

    Autor: AlexanderSchäfer 01.06.13 - 17:19

    s1ou schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja wenn man eventuell hoher Geschwindigkeit durch die Stadt fährt kann
    > man da schon Vorsatz unterstellen.
    >
    > Ich hätte auch erst an fahrlässige Tötung gedacht aber der Staatsanwalt
    > fängt wohl erstmal hoch an, die Anklage runterstufen geht ja dann noch
    > immer.


    Laut deutschem Gesetz würde das für eine Mordanklage aber auch nicht reichen, da keine konkreten Mordmerkmal (Habgier, Mordlust, ...) vorliegen. Fahrlässige Tötung wäre in diesem Fall in Deutschland wohl angebrachter. Es könnte natürlich auch sein, dass die Gangmitglieder Schwarze sind, was in den USA leider immer noch häufig Beweislastumkehr bedeutet.

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  9. Re: Wegen Mordes?

    Autor: Cesair 01.06.13 - 17:23

    ronlol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Egal ob Mord oder fahrlässige Tötung. Für mich gibts in dem Fall nur die
    > Wahl zwischen lebenslänglich (und zwar richtig lebenslänglich) oder
    > elektrischem Stuhl.

    facepalm.



    Der Artikel lässt kein Urteil zum subjektiven Tatbestand des Deliktes zu.

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  10. Re: Wegen Mordes?

    Autor: ronlol 01.06.13 - 17:27

    s1ou schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie wäre es damit den Leuten eine Perspektive zu geben, nachdem sie eine
    > Strafe für ihre Tat verbüst haben. Dann können sie ihre Schuld etwas
    > mildern indem sie der Gesellschaft etwas zurückgeben.

    Der Gesellschaft können Mörder definitiv nichts mehr zurückgeben. Die töten schließlich einen Bürger der seine Steuern zahlt, werden erstmal auf Staatskosten getätschelt und kassieren nach dem Knast erstmal HartzIV. Wenn die der Gesellschaft etwas zurückgeben wollen, dann müssten die für die Hinterbliebenen der Opfer aufkommen und auch die Steuern und Beiträge des Opfers zusätzlich zu ihren eigenen Abgaben übernehmen. DAS wäre fair. Alles andere ist eine Verhöhnung der Opfer.

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  11. Re: Wegen Mordes?

    Autor: LinuxMcBook 01.06.13 - 17:33

    Also Mord wäre nicht angemessen, gibt ja keine niederen Beweggründe.
    Fahrlässige Tötung aber auch nicht, eine Flucht vor der Polizei ist ja nun keine Unachtsamkeit...

    In Deutschland würde es für so einen hoffentlich eine Verurteilung für Totschlag geben.
    Und da ist auch Lebenslänglich drin.

    Ich sehe die Todesstrafe gar nicht mehr so kritisch. Guckt euch bitte mal an, wie viel es kostet, Wiederholungstäter lebenslänglich einzusperren.
    Dass jemand aber 10 Jahre oder länger auf die Hinrichtung wartet, macht die Kosteneinsparung aber wieder zu nichte.

    Für die Todesstrafe sollten aber immer Voraussetzungen gelten.
    Zweifelsfreie Beweise der Tat und nicht gleich nach der ersten schweren Straftat.

    Ganz allgemein sollte man - auch in Deutschland - mal überdenken, wie weit man bei einer Verfolgungsjagd überhaupt gehen sollte.
    Irgendwann muss die Polizei einfach abbrechen. Kommt ja nun nicht selten vor, dass dabei Leute zu schaden kommen...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.06.13 17:35 durch LinuxMcBook.

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  12. Re: Wegen Mordes?

    Autor: divStar 01.06.13 - 17:33

    > Wenn die der Gesellschaft etwas zurückgeben wollen, dann müssten die für die Hinterbliebenen der Opfer aufkommen und auch die Steuern und Beiträge des Opfers zusätzlich zu ihren eigenen Abgaben übernehmen. DAS wäre fair. Alles andere ist eine Verhöhnung der Opfer.
    Ich glaube kaum, dass das jemand, der absolut perspektivlos ist (nachdem er aus dem Gefängnis entlassen wurde) wirklich kann. Aber ich denke, dass er hier wohl kaum um Vorsatz ging den Mann um zu fahren. Mein Beileid :/.

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  13. Re: Wegen Mordes?

    Autor: Anonymer Nutzer 01.06.13 - 17:36

    Was soll das vernichten bringen, insbesondere wenn es gestohlen wurde?

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  14. Alternative zur Todesstrafe?!

    Autor: Anonymer Nutzer 01.06.13 - 17:43

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich sehe die Todesstrafe gar nicht mehr so kritisch. Guckt euch bitte mal
    > an, wie viel es kostet, Wiederholungstäter lebenslänglich einzusperren.
    > Dass jemand aber 10 Jahre oder länger auf die Hinrichtung wartet, macht die
    > Kosteneinsparung aber wieder zu nichte.

    Also, wenn es schon um Geld geht, dann finde ich das Argument eben wegen:

    > Für die Todesstrafe sollten aber immer Voraussetzungen gelten.
    > Zweifelsfreie Beweise der Tat und nicht gleich nach der ersten schweren
    > Straftat.

    eher hinfällig.

    Zweifelsfrei wird man so etwas nur selten feststellen können. Bei den meisten Kriminalfällen bleibt immer ein, nicht völlig unerhebliches, Restrisiko.

    Aber davon ab:

    Eine Alternative wären, zumindest in meinen Augen, "Arbeitergefängnisse". Nein, keine Gefängnisse für brave, arbeitende BürgerInnen, aber die Gefangenen wirklich arbeiten lassen.

    Und zwar keine Gratis-Ausbildung, sondern richtig arbeiten für sein Essen.

    Ein Extremum für ganz besondere Fälle:

    Irgendwo inmitten Sibiriens/Kamtschatkas, in einem Bergwerk, oder so. Keine Wachen, nur 100erte KM Wildnis. Wer gehen will, kann gehen... nur wird er kaum überleben.

    Einmal die Woche eine Essenslieferung, aber nur gegen Arbeit. d.H. der Hubschrauber kommt und holt Produkt XY, danach kommt ein zweiter und bringt Nahrung.


    Natürlich ist das kein Patentrezept und es gibt in dem, nun, nennen wir es einfach einmal ein "Konzept", viele Probleme und Sonderfälle die nicht beachtet werden. Aber generell wäre ich ernsthaft dafür diese ganze brach-liegende Arbeitskraft zum Gemeinwohl zu nutzen.

    So wie in den USA wo oft stand "Don't stop here! State Prisoners are working." und die haben dann den Mist von den Straßen geputzt.

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  15. Re: Wegen Mordes?

    Autor: Anonymer Nutzer 01.06.13 - 17:49

    Ich stimme absolut zu was die Verfolgunsjagd angeht. Wieso erfinden die nicht sowas wie GPS-Pistolen, so dass man ein kleinen Tracker abfeuert der dann am Auto klebt. So kann man die Verfolgung vermeiden oder deutlich verkürzen.

    Was Todesstrafe angeht. Es gibt immer Zweifel, selbst in der Wissenschaft die so exakt wie möglich vorgeht. Man kann über Buße und Wiedergutmachung diskutieren, die aber in einem humanen Rahmen sein muss, aber Todesstrafe ist eines Rechtsstaats nicht würdig.

    Niemand achtet Gewalttäter, man fürchtet sie nur, genauso würde es mit einem Rechtsstaat sein der die Todesstrafe anwendet.

    Es kann keine komplette Wiedergutmachung geben, besonders nicht wenn der andere tot ist, aber auch wenn er eine Verletzung davonträgt, es bleibt immer etwas.
    Man kann sich überlegen welche humanen Strategien in Ordnung wären um z.B. Rachegefühle und Ohnmachtsgefühle abzubauen, aber wie gesagt, die Menschenrechte müssen in jedem Fall unveräußerlich bleiben (der Staat bzw. ein Gericht handelt niemals im Affekt).

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  16. Re: Alternative zur Todesstrafe?!

    Autor: Anonymer Nutzer 01.06.13 - 17:58

    Von einem Straflager halte ich wegen den Menschenrechten wenig.

    Aber mal angenommen ich hätte Rachegelüste weil mich einer zum Krüppel geschlagen hat. Was bringt es mir dass der Idiot für die Gesellschaft arbeitet? Das ist doch doppelte Verarschung: Mein Leid würde der Gesellschaft Vorteile erzeugen und nicht mir.

    Sinnvolle "Rache" muss einen Heilungsprozess herbeiführen, bei beiden Seiten, aber besonders beim Opfer. Es geht vorallem darum die Demütigung und Angst abzubauen. Rache als Ausrede die eigenen perversen Gelüste auszuleben unter dem Deckmantel des Staats kann man vielleicht in seinen feuchten Träumen haben, aber sicher nicht als Gesetz eines modernen Staates fordern.

    Heilungsprozess heißt nicht dass das Wischiwaschi vor sich geht, aber es muß human sein, eventuell ein Rollenspiel, oder vielleicht Arbeit FÜR das Opfer.

    Was auch ein großes Problem ist, derjenige der Recht bekommt kann durchaus der Täter sein der eine perfide Intrige gespannt hat und dann die doppelte Demütigung genießt. Auch ist es im Normalfall fast nie so, dass eine Seite 100% Schuld trägt.

    Kurz gesagt, all diese radikalen Forderungen als erste Reaktion sind verständlich aber nicht fair oder gerecht.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 01.06.13 18:02 durch peter_teloff.

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  17. Re: Alternative zur Todesstrafe?!

    Autor: LinuxMcBook 01.06.13 - 18:04

    Hm, ich betrachte die Todesstrafe eigentlich nicht als Weg der Rache oder Genugtuung.

    Sondern einfach als pragmatischen Weg zu verhindern, dass jemand der WIRKLICH von der Öffentlichkeit fern gehalten werden muss, in den restlichen 50 Jahren seines Lebens Millionen von Steuergeldern verbraucht.

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  18. Re: Wegen Mordes?

    Autor: bastie 01.06.13 - 19:00

    peter_teloff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich stimme absolut zu was die Verfolgunsjagd angeht. Wieso erfinden die
    > nicht sowas wie GPS-Pistolen, so dass man ein kleinen Tracker abfeuert der
    > dann am Auto klebt. So kann man die Verfolgung vermeiden oder deutlich
    > verkürzen.

    Wie kann man sie vermeiden? Die Typen werden trotzdem heizen wie blöde. Wenn die Polizei außer Sichtweite ist, verlassen die das (vermutlich geklaute) Auto, trennen sich und hauen zu Fuß ab.

    Wie man die Verfolgung verkürzen kann, erschließt sich mir auch nicht. Wenn kein Polizeiwagen direkt hinterher fährt, können die doch einfach umdrehen. Wenn ein Polizeiwagen hinterher fährt, weiß die Polizei auch ohne GPS den Standort des verfolgten Wagens.

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  19. Re: Wegen Mordes?

    Autor: elgooG 01.06.13 - 19:00

    ronlol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Egal ob Mord oder fahrlässige Tötung. Für mich gibts in dem Fall nur die
    > Wahl zwischen lebenslänglich (und zwar richtig lebenslänglich) oder
    > elektrischem Stuhl.

    Ja klar, den Täter einfach kaltblütig jahrelang auf seine Ermordung warten lassen. Wieso auch versuchen besser zu sein und Menschlichkeit zeigen wenn man dafür sparen kann UND auch noch Vergeltung bekommt?

    Lebenslänglich ohne Chance auf Bewährung ist mindestens genauso sadistisch und hat rein gar nichts mit Menschlichkeit oder Vernunft zu tun.

    Das dir dabei auch noch egal ist, ob ein Vorsatz dahinter steckt ist besonders besorgniserregend. Bei solchen Posts kann man nur noch den Kopf schütteln.

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  20. Mir geht es nicht um Rache

    Autor: Anonymer Nutzer 01.06.13 - 19:06

    peter_teloff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kurz gesagt, all diese radikalen Forderungen als erste Reaktion sind
    > verständlich aber nicht fair oder gerecht.

    Gerecht ist es auch nicht nach "Heilung" zu schreien. Nicht alle Mörder sind an sich gesteuert oder geistig eingeschränkt. Manche sind geistig so "normal" wie nach Freud nur irgend möglich.

    Und dennoch taten sie etwas, das sie aus der Gesellschaft ausgliedert.

    So wie hier, in einem Gefängnis zu sitzen und Fern zu sehen, halte ich für völlig falsch.

    Und ja, ganz ehrlich, ich finde den Freiheitsentzug an sich am perversesten. Eher noch Arbeitszwang.

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