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Unternehmen die den Gewinn nicht ordentlich versteuern wollen

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  1. Unternehmen die den Gewinn nicht ordentlich versteuern wollen

    Autor: Voyager 10.12.12 - 15:26

    sollten bestraft werden !
    Aber dank unserer Politiker werden solche Großunternehmen mit Samthandschuhen angefasst und der Kleine bezahlt immer die Zeche. Das Geld was in den Haushalten fehlt muss beim Bürger weggespart werden , was heisst Kein Geld für Schulen Schwimmbäder ect..

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  2. ++ ....

    Autor: miauwww 10.12.12 - 15:31

    und ich werde nicht darauf warten bis die Politik was tut - und meide betrf. Firmen grundsaetzlich.

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  3. Re: Unternehmen die den Gewinn nicht ordentlich versteuern wollen

    Autor: kitingChris 10.12.12 - 15:32

    wie im Beitrag bereits erläutert sind das legale Schlupflöcher... genau das selbe wird dein Steuerberater auch ausnutzen...
    Wenn der Staat die Schlupflöcher offen lässt ist es seine eigene Schuld...

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  4. Re: ++ ....

    Autor: Hösch 10.12.12 - 15:34

    Jeder der die Möglichkeiten Steuern zu sparen nicht nutzt, welche einem die Gesetze vorgeben, hat selbst Schuld. Solange das ganze nicht gegen das Gesetz verstösst, sehe ich darin kein Problem.

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  5. Re: ++ ....

    Autor: Llame 10.12.12 - 15:35

    Hösch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jeder der die Möglichkeiten Steuern zu sparen nicht nutzt, welche einem die
    > Gesetze vorgeben, hat selbst Schuld. Solange das ganze nicht gegen das
    > Gesetz verstösst, sehe ich darin kein Problem.

    Ich finde das ganze darf bei den o.g. Summen durchaus kritisiert werden.

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  6. Tun sie doch

    Autor: dabbes 10.12.12 - 15:36

    Halt nur mit einem günstigen Steuersatz in einem anderen Land.

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  7. Re: ++ ....

    Autor: Hösch 10.12.12 - 15:37

    Llame schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde das ganze darf bei den o.g. Summen durchaus kritisiert werden.

    Würdest du anders handeln, wenn du die selben Möglichkeiten hättest? Ich jedenfalls nicht. Wenn du jemandem Vorwürfe machen möchtest, dann dem Gesetzgeber, welcher solche Tricks erst ermöglicht.

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  8. Re: ++ ....

    Autor: miauwww 10.12.12 - 15:38

    Hösch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jeder der die Möglichkeiten Steuern zu sparen nicht nutzt, welche einem die
    > Gesetze vorgeben, hat selbst Schuld. Solange das ganze nicht gegen das
    > Gesetz verstösst, sehe ich darin kein Problem.

    Pff. Offenbar kennst Du den Unterschied zwischen Legalität und Gerechtigkeit nicht. Was nicht alles so legal bei uns: Waffenhandel, Abgeordnetenbestechung usw.

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  9. Re: ++ ....

    Autor: kitingChris 10.12.12 - 15:44

    miauwww schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pff. Offenbar kennst Du den Unterschied zwischen Legalität und
    > Gerechtigkeit nicht. Was nicht alles so legal bei uns: Waffenhandel,
    > Abgeordnetenbestechung usw.
    Wenn du das konsequent auf alle Firmen anwendest wirst du wohl geschätzte 90% aller Firmen meiden müssen...

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  10. Re: ++ ....

    Autor: miauwww 10.12.12 - 15:45

    Hösch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Würdest du anders handeln, wenn du die selben Möglichkeiten hättest? Ich
    > jedenfalls nicht. Wenn du jemandem Vorwürfe machen möchtest, dann dem
    > Gesetzgeber, welcher solche Tricks erst ermöglicht.

    Das Problem ist nicht, dass andere das auch so machen wuerden. Das Problem ist, dass sie es nicht koennen.

    Der Gesetzgeber ist nur die eine Seite. Die andere mitverantwortliche Seite sind genau diese Firmen, die per Lobbyismus Sonderkonditionen fordern, wenn sie sich in einem best. Land ansiedeln solle. Sieht man an Irland und Luxemburg sehr gut.

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  11. Re: ++ ....

    Autor: Hösch 10.12.12 - 15:46

    miauwww schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pff. Offenbar kennst Du den Unterschied zwischen Legalität und
    > Gerechtigkeit nicht. Was nicht alles so legal bei uns: Waffenhandel,
    > Abgeordnetenbestechung usw.

    Aha, Bestechung ist in Deutschland also legal? Na das erklärt einiges...
    Und zum Thema Gerechtigkeit: Ist es gerecht, dass ein sesselfurzer in Deutschland pro Stunde das x-hundertfache eines Minenarbeiters in der 3. Welt verdient? Ist es Gerecht, das du dir deinen Wanst vollschlagen kannst, während abertausende Kinder verhungern? Ist es gerecht, dass du ein Dach über dem Kopf hast und andere im Winter auf der Strass erfrieren? Ich habe eine Überraschung für dich: Das Leben ist nicht gerecht!

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  12. Re: ++ ....

    Autor: Der Kewle 10.12.12 - 15:47

    Hösch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Llame schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich finde das ganze darf bei den o.g. Summen durchaus kritisiert werden.
    >
    > Würdest du anders handeln, wenn du die selben Möglichkeiten hättest? Ich
    > jedenfalls nicht. Wenn du jemandem Vorwürfe machen möchtest, dann dem
    > Gesetzgeber, welcher solche Tricks erst ermöglicht.


    Ich würde anders handeln, aber ich bin kein Unternehmen mit Milliardengewinnen.
    Ich finds schade, dass die Unternehmen ihrer sozialen Verantwortung da überhaupt nicht nachkommen. Das ist schon irgendwie ein parasitäres Verhalten.
    Und nur weil etwas legal ist, muss ich das noch lange nicht für legitim halten.

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  13. Re: ++ ....

    Autor: honk 10.12.12 - 15:56

    Hösch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jeder der die Möglichkeiten Steuern zu sparen nicht nutzt, welche einem die
    > Gesetze vorgeben, hat selbst Schuld. Solange das ganze nicht gegen das
    > Gesetz verstösst, sehe ich darin kein Problem.
    Gesetze sind nicht Gottgemacht. Und Recht kommt nicht von richtig. An solchen Gesetzen kann man immer wieder sehen wer in unseren "Demokratien" wirklich das sagen hat. Obdachlose Schwarzfaher in der U-bahn landen schon mal im Knast, weil sie Ihr Bußgeld nicht zahlen können.

    Aber die Produktion in billigstländer zu Lohnen unterhalb des existenzminimum zu Verlagern und die Milliardengewinne dann auf den Bermudas zu versteuern, ist vollkommen legal.

    Scheißsystem. Und nein, Google ist da nicht böser als andere.

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  14. Re: ++ ....

    Autor: miauwww 10.12.12 - 15:57

    Hösch schrieb:

    > Aha, Bestechung ist in Deutschland also legal? Na das erklärt einiges...
    > Und zum Thema Gerechtigkeit: Ist es gerecht, dass ein sesselfurzer in
    > Deutschland pro Stunde das x-hundertfache eines Minenarbeiters in der 3.
    > Welt verdient? Ist es Gerecht, das du dir deinen Wanst vollschlagen kannst,
    > während abertausende Kinder verhungern? Ist es gerecht, dass du ein Dach
    > über dem Kopf hast und andere im Winter auf der Strass erfrieren? Ich habe
    > eine Überraschung für dich: Das Leben ist nicht gerecht!

    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-10/abgeordnetenbestechung
    Fazit: De facto ist Abgeordnetenbestechung in D legal.

    Natuerlich, jetzt kommen das beliebte Totschlagargument. Habe ich behauptet, "das Leben" sei gerecht? Habe ich nicht. Sinn und Ziel demokratischer Gesetzgebung aber hat zu sein, Gerechtigkeit herzustellen.

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  15. Re: Unternehmen die den Gewinn nicht ordentlich versteuern wollen

    Autor: Myxier 10.12.12 - 16:00

    Und dann heulen immer alle "kleinen männer ", wenn ihnen die hälfte gehalt durch steuern einfach weggenommen wurde. Das ist dann ungerecht. Und weil ihnen etwas ungerechtes wiederfährt, soll es gefälligst allen anderen auch wiederfahren.

    Ich behaupte nicht das Unternehmen nicht auch Abgaben zahlen müssen.

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  16. Re: ++ ....

    Autor: maxxx 10.12.12 - 16:02

    Meine Firma und ich könnten auch im nur wenigen Kilometer entfernten Ausland deutlich weniger Steuern zahlen, aber ich bin hier aufgewachsen und bin hier zur Schule gegangen also zahle ich hier meine Steuern... Jeder wie er es für richtig hält.

    Der Kewle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hösch schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Llame schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Ich finde das ganze darf bei den o.g. Summen durchaus kritisiert
    > werden.
    > >
    > > Würdest du anders handeln, wenn du die selben Möglichkeiten hättest? Ich
    > > jedenfalls nicht. Wenn du jemandem Vorwürfe machen möchtest, dann dem
    > > Gesetzgeber, welcher solche Tricks erst ermöglicht.
    >
    > Ich würde anders handeln, aber ich bin kein Unternehmen mit
    > Milliardengewinnen.
    > Ich finds schade, dass die Unternehmen ihrer sozialen Verantwortung da
    > überhaupt nicht nachkommen. Das ist schon irgendwie ein parasitäres
    > Verhalten.
    > Und nur weil etwas legal ist, muss ich das noch lange nicht für legitim
    > halten.

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  17. Eigentum verpflichtet

    Autor: redmord 10.12.12 - 16:34

    Das sehe nicht nur ich so.

    Derartige Steuerspartricks stellen nur ein Beispiel dar, wie manche Unternehmen sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung entziehen.
    Ich will jetzt nicht über Google oder Apple im einzelnen reden, sondern ganz allgemein über die von dir geäußerte Einstellung. Denn diese ist es, die zu gesellschaftlichen Schieflagen und Externalitäten wie Finanz- oder der Eurokrise führen und das ganz einfach, weil sich Dinge verselbstständigen.

    Verantwortung wird der Politik zugeschoben und dabei völlig vergessen, dass diese seit den 50er Jahren gezielt korrumpiert wird. Ganz sicher muss die Politik dafür sorge tragen, dass soetwas eigentlich nicht möglich ist. Auch müssen die Begriffe Wirtschafts- und Umweltverbrechen extrem ausgeweitet werden. Das hat jedoch nichts damit zu tun, dass mit Eigentum und Macht eine Verantwortung einher geht, der sich jeder stellen muss. Nicht nur dann, wenn es werbewirksam durch die Marketingabteilung initiiert wird.

    Es ist zynisch, perfide und falsch zu behaupten man würde sich nur an gesetzliche Vorschriften halten, aber gleichzeitig direkt und indirekt darin investieren, dass diese so sind wie sie sind. Ob Apple oder Google für derartige Steuerparadiese sorgen spielt dabei keine Rolle. Als Nutznießer werden sie Teil derer, die es taten und auch heute noch machen.

    In Europa ist es seit 60 Jahren der Neoliberalismus, in den USA der wesentlich länger anhaltende Libertarismus. Der stetige Ruf nach Deregulierung mit dem ewigen Versprechen, die Wirtschaft würde sich zum Wohle aller selbstregulieren.

    Vernatwortungsvolles und nachhaltiges Handeln bedeutet nicht trotz wirtschaftlicher Gesundheit da mit reinzuspringen, sondern Öffentlichkeit und Politik darauf hinzuweisen, dass soetwas nicht richtig ist.

    In den USA bezeichnet man solche Unternehmen gerne als "bad apple" und es ist erstaunlich wie viele der größten und einflußreichsten Unternehmen sich in den letzten 20 Jahren in den USA als "bad apple" offenbart haben.

    Ich empfehle immer wieder gerne den äußerst informativen Film "The Corporation". Aber auch in "Let's make Money" wird die von dir angesprochene Einstellung im Bereich der "Emergin Markets" gezeigt.

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  18. Re: Eigentum verpflichtet

    Autor: Voyager 10.12.12 - 16:54

    +++

    Es sind gerade immer diesselben Player in der Wirtschaft die sich durch massiven Lobbyismus in Gesetze einkaufen die solches finanzielle FehlVerhalten legalisieren (lassen).
    Das sind dann nicht nur Großunternehmen sondern auch Banken die sich als Pestbeulen der Gesellschaft mausern.

    Deshalb sollten viel mehr Bürger bei einer Wahl wählen gehen um die Verantwortlichen in der Politik abzuwählen. Und ja es gibt diese Möglichkeit ! Man muss nur sein Kreuz bei kleinen Parteien machen und schon schrumpft der prozentuale Anteil der Großen zusammen. Wenn die Politiker einmal merken das ihnen mindestens 10% der Stimmenanteile wegbrechen dann knicken die in der Regel auch ein !

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  19. Re: Unternehmen die den Gewinn nicht ordentlich versteuern wollen

    Autor: redmord 10.12.12 - 16:59

    Das hängt damit zusammen, dass Lohnsteuer in Deutschland die größte steuerliche Verpflichtung von Unternehmen darstellt. Unternehmen, die viele Mitarbeiter haben, zahlen auch viele Steuern. Damit soll auch in gewisserweise der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens steuerlich erfasst werden. Problematisch wird es nur, wenn der Anteil an Humankapital sinkt. Maschinen zahlen keine Steuern und die These, dass jede Technologie, die Arbeitsplätze ersetzt, mindestens genauso viele schafft, sich in nicht mehr bewahrheiten kann.

    Wie sinnvoll die Lohnsteuer noch ist, wird meiner Beobachtung nach immer kontroverser diskutiert, wobei Themen wie Grundeinkommen dabei eine große Rolle spielen.

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  20. Re: Unternehmen die den Gewinn nicht ordentlich versteuern wollen

    Autor: Nephtys 10.12.12 - 17:24

    Voyager schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sollten bestraft werden !
    > Aber dank unserer Politiker werden solche Großunternehmen mit
    > Samthandschuhen angefasst und der Kleine bezahlt immer die Zeche. Das Geld
    > was in den Haushalten fehlt muss beim Bürger weggespart werden , was heisst
    > Kein Geld für Schulen Schwimmbäder ect..

    Ja genau.

    Wie kann der Staat es wagen so viele Grauzonen im Steuerrecht zu lassen.

    Seien wir doch mal ehrlich: Was braucht Deutschand bitte mehr als deutlich mehr Regelungen im Steuerrecht?

    FÜR DEN KLEINEN MANN! Macht die Steuergesetze endlich komplizierter!

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