Find ich Interessant den Artikel da ich einiges aus der eigenen Erfahrung wiederfinden konnte - wobei ich es von mir noch etwas Erweitert kenne. Zuerst fragt man sich "Wie kann man so ne Software umsetzen und was steckt alles dahinter?". Dann legt man los und lernt dabei immer mehr... danach kam ich selbst an den Punkt wo ich das Projekt (eine Open-Source 3-D-Engine Namens "PixelLight") an dem ich mit einem Kollegen seit mittlerweile >8 Jahren Arbeite als ne art von "Echzeitaufbaustrategiespiel" ansehe. Erstaunlich finde ich dabei immer wieder, dass ich an dessen Entwicklung mittlerweile mehr Spaß habe als an Videospielen - man levelt seine Komponenten immer weiter hoch um damit noch komplexere Aufgaben bewältigen zu können... und irgendwann kommt der Punkt, wo man nicht mehr aufhören kann - "ob ich hier wohl noch ne ms raus holen kann?", "nur noch dieses eine Feature hinzufügen"... *g*
Mitentwickler der Open-Source 3-D Engine „PixelLight“ (http://www.pixellight.org/)
Ich kenne das Gefühl, was du beschreibst, obwohl ich NICHT als OpenSource und nur als One-Man-Show unterwegs bin.
http://top-or.de/downloads/code/dc4_snapshot_20101220.zip
Ich denke jedoch, Source-Code ist NICHT alles. ICh persönlich freue mich auch schon wie ein Schneekönig, wenn ich irgendwo ein Paper finde, was einen Algorithmus ganz gut beschreibt. Habe mich letztens mit Terrain-Rendering befasst. Meine Implementierung ist noch grottenlahm, aber er läuft erstmal. Ich war heidenfroh, als ich das entsprechende Paper verstanden hatte und die Bude lief!
Ohne jetzt wieder in alte Formen zu verfallen (*WinkeWinkeAtGolem*): Zusammenarbeit und das Teilen von Wissen ist wichtig und hilfreich für alle!
Beste Grüße,
Top-OR
PS: Auch ich finde (zumindest temporär), dass das Programmieren befriedigender sein kann als das Spielen selbst. Ich betrachte aber das Spielen immer als eine Art Inspiration. Das geht, wenn man ein wenig hinter die Technik blicken kann. Kennste bestimmt auch...
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Verallgemeinerungen sind IMMER falsch.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.02.11 09:13 durch Top-OR.
Top-OR schrieb:
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> Ich denke jedoch, Source-Code ist NICHT alles. ICh persönlich freue mich
> auch schon wie ein Schneekönig, wenn ich irgendwo ein Paper finde, was
> einen Algorithmus ganz gut beschreibt.
Ein Paper, wenn es frei zugänglich ist, ist ja auch eine Art "Open Source".
Das trifft wohl auch auf die Computer-Zeitschriften der 80er zu, wo diverse Sourcecodes zum Abtippen abgebildet waren. Da war auch durchaus gute Software dabei (Turbo Basic XL von Frank Ostrowski war sogar sehr professionell).
Also wenn du es so definieren willst, okay! Meistens wirds aber doch eher im Kontext von quelloffener Software gesehen, oder?
Da hast du ja noch den Schritt, dass du vom Speziellen (also dem Code) abstrahieren musst und dann musst du wieder zurück Spezialisieren auf deinen eigenen Anwendungsfall und Kontext.
Mir persönlich ist dann ein Paper lieber. Da spare ich mir den ersten Schritt.
Quellcode ist für mich persönlich - wie gesagt, alles nur meine Ansicht - dann eben immer nur der zweite Schritt, wenn man sich am Paper die Zähne ausgebissen hat.
Am Besten ist es jedoch, und auch das kann ich aus eigener Erfahrung berichten, wenn man ein Problem zusammen im Team angeht. Hier kommt man leider nur (zumindest nach meinem Erleben, immer wieder bei kompleren Projekten, die über einen normalen Algorithmus hinausgehen) an den Punkt, wo man sich bei bestimmten Dingen (eher strategischer Natur) nicht einigen kann und dann einen Fork provoziert. Danke, liebes Ego!
Grundsätzlich finde ichs jedoch gut, vom eignenen Wissen abzugeben und sich die Erfahrung anderer zu nutze zu machen. Und mir gehts zumindest so, dass das Lernen und der Zugewinn an Erfahrung auch nicht in Geld aufzuwiegen ist. Insofern hat der Artikel wirklich recht: Es ist toll, mit schlauen Leuten zusammenzuarbeiten (obwohl ich mich nicht primär als FOSSler sehe)!
Just my 2 cents.
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Verallgemeinerungen sind IMMER falsch.
> Ich denke jedoch, Source-Code ist NICHT alles. ICh persönlich freue mich
> auch schon wie ein Schneekönig, wenn ich irgendwo ein Paper finde, was
> einen Algorithmus ganz gut beschreibt. Habe mich letztens mit
> Terrain-Rendering befasst. Meine Implementierung ist noch grottenlahm, aber
> er läuft erstmal. Ich war heidenfroh, als ich das entsprechende Paper
> verstanden hatte und die Bude lief!
Jap, gut geschriebene, verständliche und praktisch einsetzbare Papers sind wirklich Gold wert - also Papers welche nicht nur aus 20 Seiten Matheformeln bestehen und dann am Ende rechts unten ein ausgefülltes Rechteck steht und gut ist (ja, Mathematik ist absolut wichtig da Grundliegend, aber auf die richtige Mischung kommts an :).
> PS: Auch ich finde (zumindest temporär), dass das Programmieren
> befriedigender sein kann als das Spielen selbst. Ich betrachte aber das
> Spielen immer als eine Art Inspiration. Das geht, wenn man ein wenig hinter
> die Technik blicken kann. Kennste bestimmt auch...
Hin und wieder mal ein aktuelles Spiel anschaun ist nett, dumm nur wenn man sich unbewusst nur auf das Technische konzentriert und vom Spiel gar nix mitbekommt. :(
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