Nur weil die Geschworenen eine Verletzung festgestellt haben, muss das noch lange nicht heissen, das eine Verletzung vorliegt.
Die Frage war:
"As to the compilable code for the 37 Java API packages in question taken as a group: Has Oracle proven that Google has infringed the overall structure, sequence and organization of copyrighted works?"
Das sieht schlecht aus, oder? Aber ich habe da noch die Belehrung des Richters im Ohr. Da gab es eine Voraussetzung für diese Frage. Und die war: Vorausgesetzt die API und SSO der APIs sind urheberrechtlich geschützt.
Und über die Frage urteilt allein der Richter. Und auch nur dann, sollte die Geschworenen feststellen, das kein "fair use" vor liegt. Was ja noch unentschieden ist.
Oracle kann an 3 Punkten verlieren, wenn auch nur einer gegen Oracle ausgesprochen wird. Es genügt für Google einen einzigen Punkt in der Kette für sich zu Entscheiden.
Wieso die Entscheidungen rückwärts aufgerollt werden? Im dem sehr wahrscheinlichen Fall, dass gegen das noch zu sprechende Urteil Widerspruch eingelegt wird, hat der Richter dafür gesorgt, dass nicht nochmal Geschworene entscheiden müssen.
Achtung, Ironie: Ja, ich denke Oracle kann feiern, Ellision eine neue Yacht bestellen. Und Google sich selbst an Oracle verschenken. Es ist aus. Aus und vorbei. Glatter Sieg für Oracle auf ganzer Linie. Und morgen werden wir alle vom Duden Verlag verklagt, weil wir die SSO der deutschen Sprache ohne Lizenz nutzen, die der Duden so schön dar legt.
Weshalb schreit Oracle nicht mit, um eine neue Verhandlung? Je länger Google Zeit hat die Oracle Patente zu zerpflücken, um so weniger Grund für eine Klage bleibt. Entweder jetzt gewinnen oder später nicht mal mehr einen Grund für eine Klage haben.
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