Also, ich verstehe dieses Geschäft irgendwie nicht, vllt kann mir jmd dabei behilflich sein es zu verstehen:
Wenn ich eine Serverlandschaft in der Gegend rumstehen habe, so binde ich diese doch i.d.R. über einige ISPs an, die ich dafür bezahlte, dass sie meine Daten transferieren.
Es mag sein, dass zwischen Empfänger der Daten und den ersten ISP weitere Carrier liegen die miteinander wiederum Peering-Verträge haben. Aber es ist doch nun Sache des ersten ISPs diese Bedingungen mit den Weiteren auszuhandeln und die Preise entsprechend der Bedingungen zu gestalten. Es kann doch nicht sein das Google nun mit jeden möglichen Anbieter Verträge schließen muss.
Ich sehe darin eine bedrohliche Entwicklung. Wo liegen die Grenzen? Wann muss wer wo einen Vertrag für die Durchleitung seiner Daten abschließen? Die komplette Netzneutralität fällt doch damit. Warum unterstützt Google das? Das ist doch ein Signal in die falsche Richtung.
Klar, Netzausbau muss fortgeschritten werden aber doch nicht so.
Sollte Google eine direkte Anbindung an das ORANGE Netzwerk haben dann würde ich es verstehen.
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Selbst dann koennte man es nicht verstehen. Denn ohne Netz _google_ kann Telekom und co auch Ihre Anschluesse nicht verkaufen. D.h. gratis kontent.
Warum das so ist, weis ich auch nicht. Da gehts wohl mehr um Geld und Muskel zeigen.
Und ja ich seh das bezueglich Netzneutralitaet auch sehr kritisch.
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Das Problem ist das die Mobilfunker Probleme haben Streamingangebote bis zum Endkunden zu bringen. Mobilfunknetze sind meist hoch überbucht. Für Email und ein bisschen Surfen reicht's. Aber wenn die Teilnehmer anfangen 1-2MBit/s Streams dauerhaft zu saugen gehen die Resourcen sehr schnell zur Neige.
Also z.B. diese tollen LTE-Angebote von Vodaphone. Die basieren auf 10MHz Kanälen im 800 MHz Band. D.h. pro Turm sind nur maximal 50MBit/s bei optimaler Modulationsrate aller Teilnehmer zu verteilen. Zu den Hauptzeiten werden die Teilnehmer aber dann den Tower auf ca. 20-30MBit/s runterziehen. D.h. 10-20 Dauerstreamer lasten da komplett aus.
Klar das der Internetanbieter da gerne Geld bekommen würde um sein Angebot aufrecht erhalten zu können. Der Kunde will's nicht bezahlen also hätte man's gerne vom Contentanbieter.
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So wird es wohl auch sein. Der Artikel scheint irreführend, da Google für seine Zwecke auch ein ISP ist und es hier vermutlich um ganz gewöhnliche Peeringabkommen geht und nicht darum, dass sie eine besondere Abgabe zahlen damit ihre Webseite bei Orange noch dargestellt wird.
Sonst wäre es ja tatsächlich mehrfach bezahlt, denn momentan teilen sich die Kunden und die Anbieter ja sowieso schon die Kosten (man bezahlt beim Hoster ja auch für Traffic).
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Sebbi schrieb:
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> So wird es wohl auch sein. Der Artikel scheint irreführend, da Google für
> seine Zwecke auch ein ISP ist und es hier vermutlich um ganz gewöhnliche
> Peeringabkommen geht und nicht darum, dass sie eine besondere Abgabe zahlen
> damit ihre Webseite bei Orange noch dargestellt wird.
>
> Sonst wäre es ja tatsächlich mehrfach bezahlt, denn momentan teilen sich
> die Kunden und die Anbieter ja sowieso schon die Kosten (man bezahlt beim
> Hoster ja auch für Traffic).
Peerings zwischen Tier1 Providern sind normalerweise Kostenneutral solange nicht ein Transfer zu dritten Providern über das Netz des anderen vereinbart wird.
D.h. man trifft sich an einem Peeringpoint, schaltet seine Core-Router zusammen und akzeptiert nur das AS des anderen Providers.
Hier gehts darum das der Internetanbieter nicht bereit ist das Datentransferintensive Streaming ohne weiteres durchzulassen weil's ihm zu viel Kapazitäten bei der Endkundenanbindung schluckt.
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wire-less schrieb:
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> Sebbi schrieb:
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> > So wird es wohl auch sein. Der Artikel scheint irreführend, da Google
> für
> > seine Zwecke auch ein ISP ist und es hier vermutlich um ganz gewöhnliche
> > Peeringabkommen geht und nicht darum, dass sie eine besondere Abgabe
> zahlen
> > damit ihre Webseite bei Orange noch dargestellt wird.
> >
> > Sonst wäre es ja tatsächlich mehrfach bezahlt, denn momentan teilen sich
> > die Kunden und die Anbieter ja sowieso schon die Kosten (man bezahlt
> beim
> > Hoster ja auch für Traffic).
>
> Peerings zwischen Tier1 Providern sind normalerweise Kostenneutral solange
> nicht ein Transfer zu dritten Providern über das Netz des anderen
> vereinbart wird.
> D.h. man trifft sich an einem Peeringpoint, schaltet seine Core-Router
> zusammen und akzeptiert nur das AS des anderen Providers.
Aber hier geht es um ein sehr einseitiges Peering. Google auf der einen Seite schiebt wesentlich mehr Traffic in andere Netze, als anders herum. Das bedeutet sie werden wohl die zahlende Partei sein.
>
> Hier gehts darum das der Internetanbieter nicht bereit ist das
> Datentransferintensive Streaming ohne weiteres durchzulassen weil's ihm zu
> viel Kapazitäten bei der Endkundenanbindung schluckt.
Wirklich? Dann ist das schon ein seltsames Abkommen. Zumal Frankreich vor einiger Zeit noch die Netzneutralität dermaßen hochgehalten hat, als irgendein Provider die Werbung in Webseiten durch eigene ersetzen wollte bevor die Webseite beim Endkunden landet.
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Der Kunde bezahlt es doch schon, indem er 50¤ im Monat für die LTE-Flat zahlt, anstatt nen Zehner bei Base für 200mb.
Wenn Kalkulation nicht aufgeht, dann sind die Preise halt zu niedrig bzw. wird/wurde zu viel Geld verschwendet.
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Nichts. Wenn die Mobilfunker eine Leistung verkaufen, die sie nicht bieten können, ist das einfach Betrug.
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