Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Orange: "Google bezahlt uns für…

Hat Google einen direkten Peeringvertrag mit Orange?

Anzeige
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Hat Google einen direkten Peeringvertrag mit Orange?

    Autor: Tranquil 21.01.13 - 12:17

    Also, ich verstehe dieses Geschäft irgendwie nicht, vllt kann mir jmd dabei behilflich sein es zu verstehen:

    Wenn ich eine Serverlandschaft in der Gegend rumstehen habe, so binde ich diese doch i.d.R. über einige ISPs an, die ich dafür bezahlte, dass sie meine Daten transferieren.
    Es mag sein, dass zwischen Empfänger der Daten und den ersten ISP weitere Carrier liegen die miteinander wiederum Peering-Verträge haben. Aber es ist doch nun Sache des ersten ISPs diese Bedingungen mit den Weiteren auszuhandeln und die Preise entsprechend der Bedingungen zu gestalten. Es kann doch nicht sein das Google nun mit jeden möglichen Anbieter Verträge schließen muss.
    Ich sehe darin eine bedrohliche Entwicklung. Wo liegen die Grenzen? Wann muss wer wo einen Vertrag für die Durchleitung seiner Daten abschließen? Die komplette Netzneutralität fällt doch damit. Warum unterstützt Google das? Das ist doch ein Signal in die falsche Richtung.
    Klar, Netzausbau muss fortgeschritten werden aber doch nicht so.
    Sollte Google eine direkte Anbindung an das ORANGE Netzwerk haben dann würde ich es verstehen.

  2. Re: Hat Google einen direkten Peeringvertrag mit Orange?

    Autor: Sicaine 21.01.13 - 12:28

    Selbst dann koennte man es nicht verstehen. Denn ohne Netz _google_ kann Telekom und co auch Ihre Anschluesse nicht verkaufen. D.h. gratis kontent.

    Warum das so ist, weis ich auch nicht. Da gehts wohl mehr um Geld und Muskel zeigen.

    Und ja ich seh das bezueglich Netzneutralitaet auch sehr kritisch.

  3. Re: Hat Google einen direkten Peeringvertrag mit Orange?

    Autor: wire-less 21.01.13 - 13:34

    Das Problem ist das die Mobilfunker Probleme haben Streamingangebote bis zum Endkunden zu bringen. Mobilfunknetze sind meist hoch überbucht. Für Email und ein bisschen Surfen reicht's. Aber wenn die Teilnehmer anfangen 1-2MBit/s Streams dauerhaft zu saugen gehen die Resourcen sehr schnell zur Neige.

    Also z.B. diese tollen LTE-Angebote von Vodaphone. Die basieren auf 10MHz Kanälen im 800 MHz Band. D.h. pro Turm sind nur maximal 50MBit/s bei optimaler Modulationsrate aller Teilnehmer zu verteilen. Zu den Hauptzeiten werden die Teilnehmer aber dann den Tower auf ca. 20-30MBit/s runterziehen. D.h. 10-20 Dauerstreamer lasten da komplett aus.

    Klar das der Internetanbieter da gerne Geld bekommen würde um sein Angebot aufrecht erhalten zu können. Der Kunde will's nicht bezahlen also hätte man's gerne vom Contentanbieter.

  4. Re: Hat Google einen direkten Peeringvertrag mit Orange?

    Autor: Sebbi 21.01.13 - 14:27

    So wird es wohl auch sein. Der Artikel scheint irreführend, da Google für seine Zwecke auch ein ISP ist und es hier vermutlich um ganz gewöhnliche Peeringabkommen geht und nicht darum, dass sie eine besondere Abgabe zahlen damit ihre Webseite bei Orange noch dargestellt wird.

    Sonst wäre es ja tatsächlich mehrfach bezahlt, denn momentan teilen sich die Kunden und die Anbieter ja sowieso schon die Kosten (man bezahlt beim Hoster ja auch für Traffic).

  5. Re: Hat Google einen direkten Peeringvertrag mit Orange?

    Autor: wire-less 21.01.13 - 14:57

    Sebbi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So wird es wohl auch sein. Der Artikel scheint irreführend, da Google für
    > seine Zwecke auch ein ISP ist und es hier vermutlich um ganz gewöhnliche
    > Peeringabkommen geht und nicht darum, dass sie eine besondere Abgabe zahlen
    > damit ihre Webseite bei Orange noch dargestellt wird.
    >
    > Sonst wäre es ja tatsächlich mehrfach bezahlt, denn momentan teilen sich
    > die Kunden und die Anbieter ja sowieso schon die Kosten (man bezahlt beim
    > Hoster ja auch für Traffic).

    Peerings zwischen Tier1 Providern sind normalerweise Kostenneutral solange nicht ein Transfer zu dritten Providern über das Netz des anderen vereinbart wird.
    D.h. man trifft sich an einem Peeringpoint, schaltet seine Core-Router zusammen und akzeptiert nur das AS des anderen Providers.

    Hier gehts darum das der Internetanbieter nicht bereit ist das Datentransferintensive Streaming ohne weiteres durchzulassen weil's ihm zu viel Kapazitäten bei der Endkundenanbindung schluckt.

  6. Re: Hat Google einen direkten Peeringvertrag mit Orange?

    Autor: Sebbi 21.01.13 - 16:14

    wire-less schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sebbi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > So wird es wohl auch sein. Der Artikel scheint irreführend, da Google
    > für
    > > seine Zwecke auch ein ISP ist und es hier vermutlich um ganz gewöhnliche
    > > Peeringabkommen geht und nicht darum, dass sie eine besondere Abgabe
    > zahlen
    > > damit ihre Webseite bei Orange noch dargestellt wird.
    > >
    > > Sonst wäre es ja tatsächlich mehrfach bezahlt, denn momentan teilen sich
    > > die Kunden und die Anbieter ja sowieso schon die Kosten (man bezahlt
    > beim
    > > Hoster ja auch für Traffic).
    >
    > Peerings zwischen Tier1 Providern sind normalerweise Kostenneutral solange
    > nicht ein Transfer zu dritten Providern über das Netz des anderen
    > vereinbart wird.
    > D.h. man trifft sich an einem Peeringpoint, schaltet seine Core-Router
    > zusammen und akzeptiert nur das AS des anderen Providers.

    Aber hier geht es um ein sehr einseitiges Peering. Google auf der einen Seite schiebt wesentlich mehr Traffic in andere Netze, als anders herum. Das bedeutet sie werden wohl die zahlende Partei sein.

    >
    > Hier gehts darum das der Internetanbieter nicht bereit ist das
    > Datentransferintensive Streaming ohne weiteres durchzulassen weil's ihm zu
    > viel Kapazitäten bei der Endkundenanbindung schluckt.

    Wirklich? Dann ist das schon ein seltsames Abkommen. Zumal Frankreich vor einiger Zeit noch die Netzneutralität dermaßen hochgehalten hat, als irgendein Provider die Werbung in Webseiten durch eigene ersetzen wollte bevor die Webseite beim Endkunden landet.

  7. Re: Hat Google einen direkten Peeringvertrag mit Orange?

    Autor: endmaster 22.01.13 - 01:01

    Der Kunde bezahlt es doch schon, indem er 50¤ im Monat für die LTE-Flat zahlt, anstatt nen Zehner bei Base für 200mb.
    Wenn Kalkulation nicht aufgeht, dann sind die Preise halt zu niedrig bzw. wird/wurde zu viel Geld verschwendet.

  8. Und das hat was genau mit dem Thema zu tun?

    Autor: fratze123 22.01.13 - 07:24

    Nichts. Wenn die Mobilfunker eine Leistung verkaufen, die sie nicht bieten können, ist das einfach Betrug.

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Anzeige
Stellenmarkt
  1. über Ratbacher GmbH, Bodenseeregion
  2. über Ratbacher GmbH, Hamburg
  3. medavis GmbH, Karlsruhe
  4. ROHDE & SCHWARZ GmbH & Co. KG, München

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 733,59€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Nach Angriff auf Telekom: Mit dem Strafrecht Router ins Terrorcamp schicken oder so
Nach Angriff auf Telekom
Mit dem Strafrecht Router ins Terrorcamp schicken oder so
  1. 0-Day Tor und Firefox patchen ausgenutzten Javascript-Exploit
  2. Pornoseite Xhamster spricht von Fake-Leak
  3. Mitfahrgelegenheit.de 640.000 Ibans von Mitfahrzentrale-Nutzern kopiert

Digitalcharta: Operation am offenen Herzen der europäischen Demokratie
Digitalcharta
Operation am offenen Herzen der europäischen Demokratie
  1. EU-Kommission Mehrwertsteuer für digitale Medien soll sinken
  2. Vernetzte Geräte Verbraucherminister fordern Datenschutz im Haushalt
  3. Neue Richtlinie EU plant Netzsperren und Staatstrojaner

Garamantis: Vorsicht Vitrine, anfassen erwünscht!
Garamantis
Vorsicht Vitrine, anfassen erwünscht!
  1. Gentechnik Mediziner setzen einem Menschen Crispr-veränderte Zellen ein
  2. Zarm Zehn Sekunden schwerelos
  3. Mikroelektronik Wie eine Vakuumröhre - nur klein, stromsparend und schnell

  1. Red Star OS: Sicherheitslücke in Nordkoreas Staats-Linux
    Red Star OS
    Sicherheitslücke in Nordkoreas Staats-Linux

    Ein Firefox-Klon in Nordkoreas staatlichem Linux-Betriebssystem Red Star OS akzeptiert manipulierte Befehle - Angreifer können damit aus der Ferne Befehle ausführen. Es ist nicht der erste Fehler.

  2. Elektroauto: Porsche will 20.000 Elektrosportwagen pro Jahr verkaufen
    Elektroauto
    Porsche will 20.000 Elektrosportwagen pro Jahr verkaufen

    Der erste E-Porsche wird ein Verkaufsschlager: Daran glaubt Porsche-Chef Oliver Blume. Der Zuffenhausener Autohersteller plant nach dem Mission E weitere Elektroautos.

  3. TV-Kabelnetz: Tele Columbus will Marken abschaffen
    TV-Kabelnetz
    Tele Columbus will Marken abschaffen

    Künftig soll es statt Tele Columbus, Primacom und Pepcom nur noch eine Marke geben. Auch weitere Übernahmen seien möglich, erklärte Firmenchef Ronny Verhelst.


  1. 17:25

  2. 17:06

  3. 16:53

  4. 16:15

  5. 16:02

  6. 16:00

  7. 15:00

  8. 14:14