AMD hat ja mit der 12-Kern-CPU durchaus starke Server-CPUs im Einsatz die auch mit den stärksten 8-Kern-CPUs von Intel mithalten können und das zu sehr günstigen Preisen.
Das Problem: Der 1,9Ghz-12-Kern-Opteron wird von einer 3,4Ghz-6-Kern-Phenom praktisch durchgehend geschlagen. Und das bei halbem Anschaffungspreis und gleichem Verbrauch. Bliebe nur der Nutzen in Systemen mit sehr vielen CPU-Sockeln... aber halt, mit 4x12=48 oder 8x12=96 CPU-Kernen können aktuelle Betriebssysteme kaum umgehen, geschweigedenn die Anwendungen (wer es schafft PostgreSQL und Apache so hinzuzwiebeln daß die nur 10 Kerne echt nutzen... der muß schon ziemlich verkorkste Anforderungen haben)
Das Stichwort heißt Virtualisierung. Bei mir in der Firma sind fast alle Server virtualisiert worden, d.h. alle Kerne werden ausgenutzt, egal wieviele es sind.
~fisch~
Fisch schrieb:
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> Das Stichwort heißt Virtualisierung. Bei mir in der Firma sind fast alle
> Server virtualisiert worden, d.h. alle Kerne werden ausgenutzt, egal
> wieviele es sind.
Virtualisierung ist der Versuch durch übertriebenen Hardwareeinsatz ein Problem zu entschärfen was man ohne Virtualisierung garnicht hätte. Was kostet eine VM für einen starken PostgreSQL? 4GB? Was kostet eine VM für einen starken Tomcat? 2GB? Was kostet eine VM für einen starken Apache? 2GB? Was kostet eine VM für alles drei zusammen? 5GB? Und trotzdem ist letzteres deutlich leistungsstärker.
Bei massiver Virtualisierung geht normalerweise die Platten-IO als erstes in den Keller. Im Prinzip braucht man pro IO-Intensiver Anwendung einen Plattenstapel und da hilft einem Virtualisierung gleich garnichts. Achja, ausser daß man noch mehr RAM braucht... Irgendwann hat man dann 12 RAID1 zu je 2 Platten im Server wobei auf jedem RAID1 maximal 100GB belegt sind...
Virtualisierung bringt nur was, wenn man viele Systeme unter einer Hardware laufen lassen muss, bei der die einzelnen Projekte nur eine geringe Auslastung verusachen. Damit spart man Geld, alles andere wäre Quatsch.
high availability ist auch ein wesentlicher vorteil der vm lösung
Man spart Platz, Strom... aber die größeren VOrteile einer VM Lösung sind meiner Meinung nach:
- extrem einfach Sicherung und Backups machen (via Snapshots etc.)
- geringerer Verwaltungsaufwand
Die Platten Performance ist in der Tat ein Problem, das kann man aber durch ein RAID10 oder durch SSDs aus der Welt schaffen.
naja. wenn man sich die durschnittliche auslastung eines serversystems anssieht, dann ist das ganze schon gerechtfertigt. wenn z.b. in ner firma ein paar testserver laufen, dann braucht man net die volle hardwaredröhnung. da reicht ein wengerl mehr ram aus und des ding belastet das restliche system eh fast net wenn bloß ein paar sachen hin und wieder drauf laufen. wenn jemand meint ein system welches hohe hardwareanforderungen hat meint auf nem noch größeren system virtualisieren zu müssen ist er selber schuld.
das trifft nur eine aussage darüber, welche dienste ihr anbietet. scheint ja nicht wirklich fordernd zu sein, was ihr macht.
"we have computers, which can beat your computers"
Tolle Idee. Man ersetzt 12 Server durch einen und virtualisiert den Rest. Fällt nun dieser aus, sind alle Dienste nicht mehr erreichbar.
Deshalb hat man ja einen entsprechenden zweiten Backup Server (sehr fein mit VMWare zu lösen) oder man hat einen Critical-Support von Dell & Co, der sagt, dass man in 4 Stunden einen neuen Server im Schrank hat. Sicherung rauf (1Stunde) und alles läuft wieder, maximal die Errungenschaften eines Tages sind weg.
what?
80 - 96 kerne kann kein system mit umgehen?
ist bei microsoft schon lange möglich:
http://www.infoworld.com/t/hardware/microsoft-windows-server-2008-r2-support-256-cpu-cores-750
die linuxgemeinde ist halt a) nicht professionell genug und hat b) gleichzeitig nicht die finanziellen kapazitäten, sich solche maschinen zum testen zu kaufen um dann mal die kernels anzupassen.
microsofts system erfüllt derartige highscalability anforderungen schon lange, auch große konzerne und forschungseinrichtungen haben das schon gemerkt und setzen jetzt auch auf nummer sicher, bei kritischen anwendungen.
linux: leer.
@software mitarbeiter: geh spielen
@Squish:
1. Es gehen auch 2 Stunden
2. Wer sinnvoll virtualisiert, benötigt keinen Backup Server und hat die VMs auf einem (redundanten) SAN/NAS liegen.
3. Es gibt auch CDR. Teilweise sind 5 Minuten (insbesondere im DB Bereich) nicht hinnehmbar.
4. 1 Stunde halte sich selbst für KMUs als sehr positiv geschätzt.
Bei Raid 10 (etc.) ist der Verschnitt viel zu groß. In der nächsten Zeit kommen immer mehr Systeme, welche dank Flash Speicher anständig viele IOPs bereitstellen können... und das sowohl lesend als auch schreibend. Durch intelligente Algorithmen kann auch ein Großteil der zu lesenden Daten im Flash vorgehalten werden. Die Schreiboperationen werden primär direkt in den Log im Flash geschrieben und danach passend auf die Platten abgekippt. Netterweise kann Dedup hier auch noch die Performance erhöhen...
Wenn demnächst zuverlässige Server SSDs erscheinen, kann man sich auf Basis von OpenSolaris/Illumos oder auch Nexenta solch ein System für günstig Geld basteln. Wers professionell mag, sollte sich bei NetApp die PAM (II) Module anschauen.
Crass Spektakel schrieb:
> Bei massiver Virtualisierung geht normalerweise die Platten-IO als erstes
> in den Keller.
Stimmt bei herkömmlichen Ansätzen meistens. Jedoch sind diese total veraltet. Bei anständigen Systemen kannst du übrigens Prioritäten zuweisen.
> Im Prinzip braucht man pro IO-Intensiver Anwendung einen
> Plattenstapel und da hilft einem Virtualisierung gleich garnichts. Achja,
> ausser daß man noch mehr RAM braucht... Irgendwann hat man dann 12 RAID1 zu
> je 2 Platten im Server wobei auf jedem RAID1 maximal 100GB belegt sind...
Spanne besser ein Raid6 über bspw. 12 Platten. Selbst mit "Low-End" Hardware (z.B. Adaptec 5000er) wird die Performance dadurch auch schreibend besser. Durch den Latenznachteil sollte man die Virtualisierung von Workloads mit vielen IOPs zumindest überdenken.
Da inzwischen auch beim Wald und Wiesen Admin Virtualisierung angekommen ist, werden bspw. Workloads > 10000 IOPs auch in VMs gesteckt. Wenn da der World Switch nicht wäre...
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