Ich frage mich wie man auf so einen Börsenwert kommt.
Eine Aktie kostet 600$
Die Gewinnbeteiligung beträgt 2,5$
Wir nehmen an Apple geht es ewig so gut wie jetzt und es ändert sich auch nichts. Also jedes Jahr 2,5$ beteiligung.
Jetzt rechnen wir 600:2,5=240 Jahre müssen die Leute die Aktie behalten, damit die den wert drinnen haben. Aber jeder weiß, dass es keiner Firma über zweihundert Jahre immer prächtig geht kann. Warscheinlich geht sie sogar noch dieses Jahrhundert untergehen wird. Das heißt, hier wird Geld geschaffen, dass es nicht gibt. Warum tt keiner etwas gegen dieses kranke System?
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Der konservative Börsenwert setzt sich zusammen aus dem Vermögen des Unternehmens (inkl. immateriellen Gütern wie Marken und Patenten) sowie den Gewinnerwartungen für die nächsten 10 Jahre.
Ein deutlich höherer Wert kann sich aus den Erwartungen der Steigerung des Aktienwerts in der Zukunft ergeben, ist also Glücksspiel (der berühmte Shareholder Value). Ebenfalls steigt der Wert, wenn erwartet wird, dass ein Investor einen maßgeblichen Teil an Kontrolle über das Unternehmen erwerben will und dafür weit überhöhte Preise zahlt.
Yeeeeeeeeha - Nur echt mit 2^3 e
Perl-Monk, Java-Trinker, Objective-C Wizard, PHP-Kiddie, unfreiwilliger FreeBSD-/Linux-Teilzeitadmin
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Aktie kaufen -600$
10 Jahre warten +25$
Aktie verkaufen (evtl um Wert gesunken) +580$
Gewinn 5$
Das sind ja natürlich nur Beispielzahlen. Außerdem hoffen die meisten anleger auf sowas:
Aktie kaufen -600
2 Jahre warten
Wert der Aktie steig auf 650 - verkaufen: +650
Gewinn: 50
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AppRio schrieb:
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> Ich frage mich wie man auf so einen Börsenwert kommt.
auf den kommt man nicht, den erhaelt man!
Der Boersenwert ist der theoretische Wert aller Aktien eines Unternehmens ...
Da diese Aktien nur durch Kaeufe und Verkaeufe bewertet werden, "kommt" man nicht auf den Wert, sondern er ist das Ergebnis eben all dieser individuellen Bewertungen!
> Eine Aktie kostet 600$
> Die Gewinnbeteiligung beträgt 2,5$
> Wir nehmen an Apple geht es ewig so gut wie jetzt und es ändert sich auch
> nichts. Also jedes Jahr 2,5$ beteiligung.
> Jetzt rechnen wir 600:2,5=240 Jahre müssen die Leute die Aktie behalten,
> damit die den wert drinnen haben.
welchen wert "drinne" haben? wenn es apple ewig so gut geht, dann ist die aktie auch nach dem kauf noch 600$ wert ...
sprich du bekommst jedes jahr 2,5$ + besitzt ja deine 600$ noch, denn diese aktien kannst du jederzeit abstossen!
> Aber jeder weiß, dass es keiner Firma
> über zweihundert Jahre immer prächtig geht kann. Warscheinlich geht sie
> sogar noch dieses Jahrhundert untergehen wird. Das heißt, hier wird Geld
> geschaffen, dass es nicht gibt.
nicht wirklich! Apple erwirtschaftet Geld, welches dann in form von Dividenden ausgeschuettet wird!?
Und zwar an diejenigen, die Apple bereits in form von Aktienkaeufen kapital gegeben haben! Da wird kein Geld geschaffen!? wovon sprichst du?
> Warum tt keiner etwas gegen dieses kranke
> System?
Wie kommst du darauf, dass es krank ist?
Sind fussballwetten krank? ist lotto krank? ist es krank in die Ausbildung eines Kindes zu investieren?
da gibt es naemlich kaum einen Unterschied!
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Man darf natürlich auch nicht vergessen, dass der Unternehmenswert nach Auszahlung der Dividende um genau den Betrag sinkt und demnach auch der Aktienkurs. Also unterm Strich hat man am Tag der Auszahlung theoretisch genausoviel wie vorher. Allerdings ist es wahrscheinlich, dass der Kurs recht schnell danach wieder steigt, weil das Geld ja wieder erwirtschaftet wird.
Der Vorteil der Dividende ist allerdings, dass man die dann hat und die einem auch keiner mehr nimmt. Bei Kursgewinnen siehts da anders aus.
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seit wann faellt der kurs nach auszahlung einer Dividende?
Dividenden machen Aktien doch erst interessant! Somit steigt der Preis doch wohl eher!
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Lycake schrieb:
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> Aktie kaufen -600$
> 10 Jahre warten +25$
> Aktie verkaufen (evtl um Wert gesunken) +580$
> Gewinn 5$
>
> Das sind ja natürlich nur Beispielzahlen. Außerdem hoffen die meisten
> anleger auf sowas:
> Aktie kaufen -600
> 2 Jahre warten
> Wert der Aktie steig auf 650 - verkaufen: +650
> Gewinn: 50
Oder für die, die es richtig gemacht haben (ich gehöre leider nicht dazu):
Aktie ende 90er kaufen -12$
Aktie vor einigen Monaten verkaufen +640$
Gewinn 628$ und das ganz ohne Dividende.
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neocron schrieb:
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> seit wann faellt der kurs nach auszahlung einer Dividende?
> Dividenden machen Aktien doch erst interessant! Somit steigt der Preis doch
> wohl eher!
Der Unternehmenswert fällt mit Auszahlung der Dividende (Wert 10 Mrd - 1 Mrd an Dividende = 9 Mrd), weil eben ein Wert (in dem Falle ja Bargeld) aus dem Unternehmen entfernt wird und es somit um diesen Betrag weniger wert ist. Die Aktien sind Anteile des Unternehmens, also verlieren somit auch wieder an Wert. Sonst könnte man sich ja theoretisch auch am 13. August mit geliehenen Aktien bis unters Dach eindecken (der Kurs würde an dem Tag natürlich explodieren), am 16. die Dividende einsacken und die geliehenen Aktien am selben Tag noch ohne Kursverlust veräußern (und damit auch noch saftige Gewinne einfahren).
Ganz so einfach ists ja leider doch nicht.
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JETI schrieb:
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> neocron schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > seit wann faellt der kurs nach auszahlung einer Dividende?
> > Dividenden machen Aktien doch erst interessant! Somit steigt der Preis
> doch
> > wohl eher!
>
> Der Unternehmenswert fällt mit Auszahlung der Dividende (Wert 10 Mrd - 1
> Mrd an Dividende = 9 Mrd), weil eben ein Wert (in dem Falle ja Bargeld) aus
> dem Unternehmen entfernt wird und es somit um diesen Betrag weniger wert
> ist.
ich glaube ich habe mich falsch ausgedrueckt!
Natuerlich faellt der Boersenwert der Aktie nach der Dividendenauszahlung ... ich habe deine Ausfuehrungen so verstanden, dass der Kurs "herabgesetzt" wird sobald eine Dividende ausgezahlt wird, da das Unternehmen aufgrund des ausgeschuetteten Kapitals "an Wert verliert"! Das ist aber falsch. Der Unternehmenswert der aus Kapital entsteht, hat nichts mit dem Boersenwert zu tun!
Der Kursfall nach einer Dividendenausschuettung entsteht genau so wie sonst auch. Durch Verkaeufe der Aktien zu einem geringen Preis!
dies ist jedoch weniger reizvoll NACH Ausschuettung der Dividende! Der Dividendenabschlag entsteht durch die Anpassung der Preise Kaeufer und Verkaeufer.
Er ist nicht einmal genau der Wert der Dividende, sondern kann durchaus geringer oder hoeher ausfallen!
Als Richtwert gilt allerdings, so hast du recht, die Dividende!
> Die Aktien sind Anteile des Unternehmens, also verlieren somit auch
> wieder an Wert.
Das ist nicht der Grund. Der Grund liegt darin, dass Aktienverkaeufer und Kaeufer die Preise um die dividende Anpassen, weil sie eben NACH der Auszahlung der Dividende nicht mehr mit dieser rechnen koennen, ein Kaeufer nach Dividendenauszahlung ist eben nicht mehr bereit den gleichen Preis zu bezahlen, weil er keinen Anspruch mehr auf diese Dividende hat!
Es ist also eine reine Anpassung aufgrund der individuellen Erwartungen des Gewinns (in form von einer Dividendenauszahlung).
Mit dem Unternehmenswert hat es nichts zu tun ...
> Sonst könnte man sich ja theoretisch auch am 13. August mit
> geliehenen Aktien bis unters Dach eindecken (der Kurs würde an dem Tag
> natürlich explodieren), am 16. die Dividende einsacken und die geliehenen
> Aktien am selben Tag noch ohne Kursverlust veräußern (und damit auch noch
> saftige Gewinne einfahren).
Der Aktienkurs steigt natuerlich vor der Bekanntgabe der Dividende!
Nur weiss die ja keiner vorher, denn diese wird erst am Stichtag zur Hauptversammlung festgesetzt! Ist dieser festgesetzt und bist du somit berechtigt die Dividende zu bekommen faellt natuerlich der Anreiz fuer andere deine Aktien zu kaufen ... logischerweise um den Dividendenbetrag!
> Ganz so einfach ists ja leider doch nicht.
Der Boersenwert spiegelt doch nicht die Unternehmenswerte wieder, sondern den Wert, den Anleger in einem Unternehmen sehen (und den sie bezahlen!).
Mir geht's nur darum, dass der Dividendenabschlag nur am Markt entsteht durch unterschiedliche zu erzielende Gewinne vor und nach der Festlegung!
Es hat nichts mit dem Unternehmenswert zu tun!
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Was du hier beschreibst setzt aber ein überbewertetes Unternehmen voraus. Bei einem fair bewerteten Unternehmen (und Apple kann man durchaus als fair bewertet ansehen) spiegelt der Börsenwert sehr wohl den Unternehmenswert wider. Wenn der Börsenwert viel höher wäre als der tatsächliche Unternehmenswert, dann wäre das Unternehmen ja auch entsprechend überbewertet. Bei Facebook kann man von einer Überbewertung reden und das hat sich ja auch dadurch gezeigt, dass die Preise verfallen sind, sich also dem tatsächlichen Wert angepasst haben.
Aber egal, fakt ist, dass der Aktienkurs fallen wird, nachdem die Dividende ausgezahlt wurde. Die Mechanismen dahinter sind zwar interessant, aber man eh nichts daran ändern. Jetzt zu kaufen wäre jedoch kein Fehler (wenn man mal die Währungsentwicklung außer Acht lässt)
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JETI schrieb:
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> Was du hier beschreibst setzt aber ein überbewertetes Unternehmen voraus.
Weshalb?
Ich habe ueberhaupt keine Aussage darueber gemacht, ob ein Unternehmen "ueberbewertet" ist oder nicht!
> Bei einem fair bewerteten Unternehmen (und Apple kann man durchaus als fair
> bewertet ansehen) spiegelt der Börsenwert sehr wohl den Unternehmenswert
> wider.
Das bezweifle ich, das wird nicht einmal ansatzweise der Fall sein!
Der Boersenwert spiegelt eben nicht Unternehmenswerte in dem Sinne wieder, sondern die Bewertung der Zukunft eines Unternehmens!
Es kann der Marktwert ueberhaupt nicht mit dem Untenehmenswert uebereinstimmen. Da letzteres direkt aus Fakten berechnet werden kann, ersteres jedoch von Aussenstehenden bewertet wird, die weder genuegend Informationen haben, noch gaenzlich rational agieren!
> Wenn der Börsenwert viel höher wäre als der tatsächliche
> Unternehmenswert, dann wäre das Unternehmen ja auch entsprechend
> überbewertet.
Sehe ich nicht so . Der interne Unternehmenswert ist eine direkt feststellbare Groesse zu einem bestimmten Zeitpunkt. Der Boersenwert ist eine direkt feststellbare Groesse, die jedoch nicht den ist zustand bewertet, sondern den Zukunftszustand!
> Bei Facebook kann man von einer Überbewertung reden und das
> hat sich ja auch dadurch gezeigt, dass die Preise verfallen sind, sich also
> dem tatsächlichen Wert angepasst haben.
das habe ich nicht verfolgt ...
> Aber egal, fakt ist, dass der Aktienkurs fallen wird, nachdem die Dividende
> ausgezahlt wurde.
richtig!
> Die Mechanismen dahinter sind zwar interessant, aber man
> eh nichts daran ändern. Jetzt zu kaufen wäre jedoch kein Fehler (wenn man
> mal die Währungsentwicklung außer Acht lässt)
das weiss ich nicht, das ist ja auch nur eine Vermutung/Spekulation von dir!
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neocron schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Wie kommst du darauf, dass es krank ist?
> Sind fussballwetten krank? ist lotto krank? ist es krank in die Ausbildung
> eines Kindes zu investieren?
> da gibt es naemlich kaum einen Unterschied!
Ganz einfach: Es ist krank weil ich mit meinen Wetten nicht das Leben anderer Leute kaputt machen kann. Wenn aber jemand auf eine Staats- oder Firmenpleite wettet und dann durch spezielle Käufe oder Äußerungen dafür sorgt, dass das auch wirklich passiert, ist das ganz mieser Dreck...
So on...
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ahja schrieb:
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> neocron schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Wie kommst du darauf, dass es krank ist?
> > Sind fussballwetten krank? ist lotto krank? ist es krank in die
> Ausbildung
> > eines Kindes zu investieren?
> > da gibt es naemlich kaum einen Unterschied!
>
> Ganz einfach: Es ist krank weil ich mit meinen Wetten nicht das Leben
> anderer Leute kaputt machen kann.
> Wenn aber jemand auf eine Staats- oder
> Firmenpleite wettet und dann durch spezielle Käufe oder Äußerungen dafür
> sorgt, dass das auch wirklich passiert, ist das ganz mieser Dreck...
Ein staat geht nicht pleite, nur weil jemand dagegen wettet. Ein staat geht pleite durch falsche Entscheidungen!
Missmanagement ist der Grund, kein rumwetten, das ist nur das ituepfelchen, an dem man noch etwas Geld aus dem Missmanagement ziehen kann!
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