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  5. › Quartalszahlen: Apple kann iPhone…

Wieso immer Wachstum?

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  1. Wieso immer Wachstum?

    Autor: thomas001le 26.01.16 - 23:40

    Ich meine Apple verkauft anscheinend stabil 75 Millionen iPhones pro Jahr...das klingt für den nicht-BWLer doch erst mal sehr gut...wieso ist ausbleibendes Wachstum gleich die Hiobsbotschaft?

  2. Re: Wieso immer Wachstum?

    Autor: ManuPhennic 26.01.16 - 23:46

    klickt sich besser ;)

  3. Re: Wieso immer Wachstum?

    Autor: RandomCitizen 26.01.16 - 23:50

    thomas001le schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich meine Apple verkauft anscheinend stabil 75 Millionen iPhones pro
    > Jahr...das klingt für den nicht-BWLer doch erst mal sehr gut...wieso ist
    > ausbleibendes Wachstum gleich die Hiobsbotschaft?

    Es gab vor kurzem auf NDR eine coole Reportage dazu. Such mal in Youtube nach "NEULAND - zu viel ist nicht genug"



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.01.16 23:51 durch RandomCitizen.

  4. Re: Wieso immer Wachstum?

    Autor: llimaa 27.01.16 - 00:32

    Weil es Analysten und BWLer sind.
    Gäbe es irgendwann mal DIE Idealfirma die nach BWLer Ideal mathematisch unendlich wächst, dann würde dieser Firma die gesamte Erde gehören und darüber hinaus. Daran erkennst Du schon, dass das System zum scheitern gebaut wurde, spätestens dann auch wenn die Monopolfalle zuschnappt.

  5. Re: Wieso immer Wachstum?

    Autor: ChMu 27.01.16 - 00:49

    thomas001le schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich meine Apple verkauft anscheinend stabil 75 Millionen iPhones pro
    > Jahr...das klingt für den nicht-BWLer doch erst mal sehr gut...wieso ist
    > ausbleibendes Wachstum gleich die Hiobsbotschaft?

    Eher ein paar hundert Mio im Jahr. Installierte Basis liegt bei einer Mrd aktiven Geraeten. 75Mio waren in 3 Monaten. Die BWLer stoert, das es nur endliche Konsumenten gibt, oder vieleicht, das der Planet zu klein ist?
    Ausserdem sind die Geraete zu gut, vor allem was das iPad angeht. Die funktionieren einfach und warum sollte man sein gerade mal 2-3 Jahre altes Pad ersetzen? Fuer was?
    Schaut man sich die Zahlen an, so waechst der Services Market ueberproportional.

    Ich finde es auch immer lustig wenn Apple regelmaessig doomed ist. Man ist ja sooooo abhaengig vom iPhone. Ein 2% drop im WACHSTUM (unwichtig ob dutzende Millionen verkauft wurden) bedeutet die sofortige Pleite von Apple. Dabei uebersehen manche, das Apple OHNE iPhone, mit dem verbliebenden "Kleinzeug" noch immer Klitschen wie Microsoft oder Google uebertrumpft. Aber egal, die Analysten muessen ja irgendwie Laerm machen, wozu gibt es sie sonst?

  6. Re: Wieso immer Wachstum?

    Autor: Prinzeumel 27.01.16 - 01:01

    thomas001le schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich meine Apple verkauft anscheinend stabil 75 Millionen iPhones pro
    > Jahr...das klingt für den nicht-BWLer doch erst mal sehr gut...wieso ist
    > ausbleibendes Wachstum gleich die Hiobsbotschaft?

    Weil das gesamte system nur noch auf wachstum setzt. Hörst du doch auch bei den Politikern...dem Wirtschaftswachstum muss sich alles unterordnen. Ohne Wachstum wird unsere Welt untergehen.

  7. Re: Wieso immer Wachstum?

    Autor: mikehak 27.01.16 - 02:23

    @ChMu
    Deine Aussage, dass apple ohne Iphone immer noch die anderen übertrifft ist komplett falsch. Denn deine zitierten Service Dienste werfen vor allem dank iphone viel app. Denn Ipad hat massiven drop in sale und somit nicht mehr so das zugpferd für service dienste. Klar ist, das bei einer mia. iphones im umlauf auch bei einem massiv drop in sales keine panik aufkommt, da diese mia nicht so schnell verschwindet und somit immer noch dienste beansprucht.

    in sachen sevice dienste ist mittlerweile ms besser aufgestellt. ihre dienste laufen auf den major os

  8. Re: Wieso immer Wachstum?

    Autor: Pldoom 27.01.16 - 05:02

    Das liegt ganz einfach an unserem Geldsystem. Unser Geld entsteht aus Schulden. Die Geldmenge steht in direktem Zusammenhang mit der Schuldenmenge. Und da diese Schulden - Zinseszins sei dank - exponentiell Wachsen, benötigt das Schneeballsystem das wir Wirtschaft nennen zwangsläufig ein Wachstum, das mindestens dem Wachstum der Schuldenmenge entspricht. Andersfalls gäbe es Schulden, die keiner bezahlt = Geld dass keinen Wert hat = Das Kartenhaus bricht zusammen. Deshalb sind sie alle auf Wachstum aus, obwohl uns normalen Menschen ein konstanter Profit genügen würde.

  9. Re: Wieso immer Wachstum?

    Autor: abcdewi 27.01.16 - 06:12

    Das sind übrigens Quartalszahlen.


    thomas001le schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich meine Apple verkauft anscheinend stabil 75 Millionen iPhones pro
    > Jahr...das klingt für den nicht-BWLer doch erst mal sehr gut...wieso ist
    > ausbleibendes Wachstum gleich die Hiobsbotschaft?

  10. Re: Wieso immer Wachstum?

    Autor: exxo 27.01.16 - 07:05

    Mal ab vom allseits beliebten reflexartigen BWLer Bashing und philosophischen VWL Diskussionen um die Schulden unserer Gesellschaft versuche ich mich mit einer objektiven Antwort:

    Der Markt für Smartphones wächst weiterhin und daher sollte der Absatz von Apple proportional ansteigen.

    Alles andere bedeutet das Apple Marktanteile verliert oder um es dramatisch auszudrücken, sie gewinnen keine neuen Kunden dazu.

    Das ist bedenklich wenn man mit einem einzigen Produkt fast den gesamten Umsatz generiert.

  11. Re: Wieso immer Wachstum?

    Autor: lottikarotti 27.01.16 - 07:24

    Weil man immer noch nicht verstanden hat, dass "unendliches Wachstum" anzustreben ein schädlicher Prozess ist. Es kann auch kein fortwährendes Wachstum geben. Sowas kennt man doch aus der Natur, bspw. bei Tumoren.

    R.I.P. Fisch :-(

  12. Re: Wieso immer Wachstum?

    Autor: Onkel_Danko 27.01.16 - 07:57

    Wachstum ist wichtig! Es geht nicht über Wachstum!

    https://youtu.be/lhbHTjMLN5c?t=81

  13. Re: Wieso immer Wachstum?

    Autor: drsnuggles79 27.01.16 - 08:49

    Stichwort: Kaputtalismus und Zinsen

  14. Re: Wieso immer Wachstum?

    Autor: Korcher 27.01.16 - 09:01

    Eine S-Stufe des iPhones hat wider Erwarten keine hohe Wachstumssteigerung mehr? Nein, das habe ich ja noch nie gehört oder gesehen. Ich kann nicht nachvollziehen wie sich Vertragskunden, die erst alle zwei Jahre eine Neufinanzierung eines Smartphones bekommen, sich nicht gezwungen fühlten das neueste iPhone zu holen. Revolution oder Evolution? S-Phone oder nicht S-Phone? Das ist hier die Frage und die meisten setzen doch lieber auf das neue ganzzahlige Phone ohne S-davor, weil sie nicht abwarten können bis alle Kinderkrankheiten in der S-Variante ausgebügelt werden. Ich will keinen dafür verurteilen, denn ich hole mir aus Ungeduld immer jeweils das neueste iPhone, aber wenn man sich für einen 2-Jahres Rhythmus entscheidet, wäre die S-Stufe die bessere Wahl. Anhand des Wachstums merkt man aber leider, wofür sich die Mehrheit doch lieber entscheidet...

  15. Re: Wieso immer Wachstum?

    Autor: Friko44 27.01.16 - 09:06

    Weil BWLler (und Aktionäre) im Glauben leben, dass es unendliches exponentielles Wachstum gibt. Also ist dies auch anzustreben. ;-)

  16. Re: Wieso immer Wachstum?

    Autor: Dragostanii 27.01.16 - 09:10

    da fällt mir nur dieses lied ein :


    https://www.youtube.com/watch?v=MTSitlFXEX8

  17. Re: Wieso immer Wachstum?

    Autor: zZz 27.01.16 - 09:12

    Friko44 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil BWLler (und Aktionäre) im Glauben leben, dass es unendliches
    > exponentielles Wachstum gibt. Also ist dies auch anzustreben. ;-)

    Da ist meine Empfehlung immer, den Adam Smith mal etwas genauer durchzulesen. Da steht genau nichts von unendlichem Wachstum oder Ausbeutung von Arbeitskraft und Resourcen - im Gegenteil. Smith war für einen Wirtschafter erstaunlich weitsichtig.

  18. Re: Wieso immer Wachstum?

    Autor: cuthbert34 27.01.16 - 09:47

    Prinzeumel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > thomas001le schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich meine Apple verkauft anscheinend stabil 75 Millionen iPhones pro
    > > Jahr...das klingt für den nicht-BWLer doch erst mal sehr gut...wieso ist
    > > ausbleibendes Wachstum gleich die Hiobsbotschaft?
    >
    > Weil das gesamte system nur noch auf wachstum setzt. Hörst du doch auch bei
    > den Politikern...dem Wirtschaftswachstum muss sich alles unterordnen. Ohne
    > Wachstum wird unsere Welt untergehen.

    Ein Stückweit ist das auch so. Das hat aber nicht so viel mit "BWLern" zu tun. Es ist die Gier des Einzelnen, die sich da aggregiert. Unser Wirtschaftssystem lebt in erster Linie durch 2 Antriebe:

    1. Das Streben des Einzelnen nach Rendite. Bis Hoch zu den Hedgefonds ist es der Einzelne, der die börsennotierten Unternehmen dazu drängt, dass es nicht nur eine stabile Rendite gibt, sondern diese jedes Jahr steigt. Das führt bei Unternehmen dazu, dass das Management nur noch kurzfristig agiert. Weil i.d.R. Renditekennzahlen zu kurzfristig "messen". Verkauft man bspw. Anlagevermögen, steigt mal direkt der ROCE. Ob das aber gut ist, fragt keiner in dem Moment. Egal, soll nur ein Beispiel sein. Schau Dir den Goldpreis an. Viele Privatleute investieren in Gold. Warum? Sie wollen der Inflation bei anderen Währungen "fliehen". Ist es aber gut, dass dadurch der Goldpreis ins unermessliche steigt? Trifft die normale Inflation den 0815 Bürger? Nö. Aber es ist die persönliche Gier, die den Einzelnen antreibt.

    2. Kredite.... unsere Wirtschaft lebt von Krediten. Was wird denn heute schon noch groß direkt bezahlt? Dabei meine ich nicht die Couch oder das Auto von Max Mustermann. Sondern die Unternehmen und Staaten. Produktionsanlagen, Energieerzeugung, Apple Headquarter. Glaubt jemand, dass das bezahlt wird. Nö, wird geleast, finanziert und bla bla bla. Für eine Kreditwürdigkeit ist aber eben ein Wachstum und die damit verbundene Renditesteigerung wichtig. Warum zedern wir, wenn unsere Wirtschaft nur noch um 2% wächst(!). Es reicht nicht, um die Neuverschuldung zu bezahlen. Ein Wachstum unter 2% bringt Deutschland schon in eine brekere Lage. Schau Dir Russland an... die schrumpfen noch nur leicht. Im Grunde kein großes Thema, aber es bringt den Staatshaushalt einem Kollaps nah.

    Wir müssen akzeptieren, dass der Mensch von Neid und Gier angetrieben wird. Unabhängig von den BWLern. Und das führt eben dazu, dass Wachstum für die menschliche Zivilisation entscheidend ist.

  19. Re: Wieso immer Wachstum?

    Autor: Ganta 27.01.16 - 10:11

    cuthbert34 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Prinzeumel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > thomas001le schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Ich meine Apple verkauft anscheinend stabil 75 Millionen iPhones pro
    > > > Jahr...das klingt für den nicht-BWLer doch erst mal sehr gut...wieso
    > ist
    > > > ausbleibendes Wachstum gleich die Hiobsbotschaft?
    > >
    > > Weil das gesamte system nur noch auf wachstum setzt. Hörst du doch auch
    > bei
    > > den Politikern...dem Wirtschaftswachstum muss sich alles unterordnen.
    > Ohne
    > > Wachstum wird unsere Welt untergehen.
    >
    > Ein Stückweit ist das auch so. Das hat aber nicht so viel mit "BWLern" zu
    > tun. Es ist die Gier des Einzelnen, die sich da aggregiert. Unser
    > Wirtschaftssystem lebt in erster Linie durch 2 Antriebe:
    >
    > 1. Das Streben des Einzelnen nach Rendite. Bis Hoch zu den Hedgefonds ist
    > es der Einzelne, der die börsennotierten Unternehmen dazu drängt, dass es
    > nicht nur eine stabile Rendite gibt, sondern diese jedes Jahr steigt. Das
    > führt bei Unternehmen dazu, dass das Management nur noch kurzfristig
    > agiert. Weil i.d.R. Renditekennzahlen zu kurzfristig "messen". Verkauft man
    > bspw. Anlagevermögen, steigt mal direkt der ROCE. Ob das aber gut ist,
    > fragt keiner in dem Moment. Egal, soll nur ein Beispiel sein. Schau Dir den
    > Goldpreis an. Viele Privatleute investieren in Gold. Warum? Sie wollen der
    > Inflation bei anderen Währungen "fliehen". Ist es aber gut, dass dadurch
    > der Goldpreis ins unermessliche steigt? Trifft die normale Inflation den
    > 0815 Bürger? Nö. Aber es ist die persönliche Gier, die den Einzelnen
    > antreibt.
    >
    > 2. Kredite.... unsere Wirtschaft lebt von Krediten. Was wird denn heute
    > schon noch groß direkt bezahlt? Dabei meine ich nicht die Couch oder das
    > Auto von Max Mustermann. Sondern die Unternehmen und Staaten.
    > Produktionsanlagen, Energieerzeugung, Apple Headquarter. Glaubt jemand,
    > dass das bezahlt wird. Nö, wird geleast, finanziert und bla bla bla. Für
    > eine Kreditwürdigkeit ist aber eben ein Wachstum und die damit verbundene
    > Renditesteigerung wichtig. Warum zedern wir, wenn unsere Wirtschaft nur
    > noch um 2% wächst(!). Es reicht nicht, um die Neuverschuldung zu bezahlen.
    > Ein Wachstum unter 2% bringt Deutschland schon in eine brekere Lage. Schau
    > Dir Russland an... die schrumpfen noch nur leicht. Im Grunde kein großes
    > Thema, aber es bringt den Staatshaushalt einem Kollaps nah.
    >
    > Wir müssen akzeptieren, dass der Mensch von Neid und Gier angetrieben wird.
    > Unabhängig von den BWLern. Und das führt eben dazu, dass Wachstum für die
    > menschliche Zivilisation entscheidend ist.

    Falsch! Wir müssen bzw. wir dürfen alles nur nicht akzeptieren das es so ist. Denn dann ist Feierabend. Nein wir müssen akzeptieren das das es auch noch anderes gibt außer Neid und Gier. Das müssen wir. Das andere sollten wir niemals.
    Mir fällt zu so einem Thema immer nur Volker Pispers ein.

    https://www.youtube.com/watch?v=QD-bTOfrtik

  20. Re: Wieso immer Wachstum?

    Autor: TrollNo1 27.01.16 - 10:27

    Auch schön umgesetzt hier:

    https://www.youtube.com/watch?v=MTSitlFXEX8

    Man beachte Audio und Video

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