Wenn der Kleinunternehmer nur die Dollarzeichen im Auge hat und 34.000 Deals zulässt, dann braucht der sich nicht zu beschweren.
Solche Deals beschränkt man auf eine bestimmte Anzahl.
Bereits vor über einem Jahr wurde ausführlich (auch TV) über die Gefahren berichtet und wenn jetzt noch einer darauf reinfällt... sorry Kleinunternehmer... dann ist er saublöd!
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So ist es. Wer zumindest etwas BWL Grundlage anwendet und sich den Spaß kurz durchrechnet - bevor er einem solchen Deal zusagt - sieht doch wohl ob ihn das womöglich ruinieren könnte oder ob es eine lukrative Chance ist.
Im Zweifelsfall macht man halt erstmal eine sehr begrenzte Rabatt-Aktion und wenn diese dann erfolgreich ist, dann wirft man nochmals eine solche Aktion wegen hoher Nachfrage hinterher. Wo soll da das Problem sein?
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Ich glaube nicht dass es mit Blödheit zu tun hat. Da scheint es doch an Transparenz und Aufklärung zu mangeln sonst würden solche Fälle einfach nicht passieren.
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Beide Seiten sind irgendwo schuld. Nicht jeder Unternehmer rechnet sich solche Dinge durch oder informiert sich vorher, da gibt es eben viele die haben ihren Betrieb, stellen ihre Produkte her und irgendwie läuft das Geschäft, aber die kalkulieren eben nicht immer alles durch, weil sie es wahrscheinlich auch für das alltägliche Geschäft nicht so notwendig brauchen. Das betrifft ja gerade die kleinen Betriebe, wo der Chef mehr Handwerker ist als Unternehmer. Und genau die sind dann anfällig sich so einen Deal einreden zu lassen. Dabei reicht es nicht einfach zu sagen "die sind ja selbst schuld" denn Groupon hat ja offensichtlich diese Fälle provoziert und damit sind sie genauso mitschuld an diesen problematischen Deals.
Hier sieht man wieder mal schön was so ein Börsengang aus einem Unternehmen mit so einer guten Idee machen kann, denn auch wenn sie es leugnen, natürlich haben sie zum Wohlwollen der Aktionäre auf "Raubbau-Mentalität" umgestellt, sonst würden solche Bad Deals die am Ende allen 3 beteiligten Parteien schaden nicht zustande kommen. Würden sie nachhaltig denken, wäre es nicht so schwierig einen Mechanismus zu integrieren, der es schlichtweg unmöglich macht dass Unternehmen mit Deals pleite gehen. Man nehme Betriebsgröße und Produktionsoutput und rechne damit die Begrenzung des Deals aus. Das könnte Groupon auch für ihre Kunden machen, aber stattdessen lassen sie sie gerne mal wissentlich gegen die Wand rennen um kurzfristig abzukassieren. Unternehmen die so einer Heuschreckenmentalität folgen kann man den Untergang IMHO nur wünschen.
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Blödheit nicht, aber fehlende wirtschaftliche Kompetenz.
Gutscheine sind erst mal Mindereinnahmen und reduzieren den Gewinn. Wenn ein Gutschein von 40 Euro Kosten in Höhe von 35 Euro verursachen, müssen diese irgendwie gegen finanziert werden. Also muss der Mindestbestellwert ausreichend hoch sein, dass unterm Strich daraus kein Verlust wird. Bei zu engen Margen wird dies schwierig. Dann muss man sich ein Budget fürs Marketing fest setzen, welches die Menge der Gutscheine begrenzt. So wird es wirtschaftlich zumindest umsetzbar.
Bei kleinen Firmen wird die Menge so klein, dass man diese eher durch andere Aktionen ausgibt. kleine Gewinnspiele, Anzeigen in regionaler Presse, ... .
Diese Rabattkunden (wenn nicht sowieso Stammkunden) verursachen Umsatz mit geringer bis negativer Marge bei vollem Risiko. Nur wenige der Rabattkunden kommen als Vollzahler wieder, die meisten bestellen das nächste mal wieder einen anderen mit einer Rabattaktion. Leider ist das den wenigsten tatsächlich Bewusst.
Das ganze wird dadurch verstärkt, dass derartige Dienstleister das primäre Interesse am eigenen Umsatz haben. Der Händler ist kein Partner, sondern ein Kunde dem man das möglichst dickste Paket verkaufen kann. Bekommt der Verkäufer noch eine Abschlussprovision ist eh alles verloren
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+1
Genau so sieht es aus.
Klar sollte sich der Inhaber eines mittelständischen Handwerkbetriebs vorher überlegen, ob sich so etwas und in welcher Größe wuppen lässt, und ob es überhaupt Sinn macht bzw. rentabel für sein Unternehmen ist. Aber diese Überlegungen sollten im Vorfeld auch bei Grupon statt finden und mit dem Partner besprochen und geklärt werden. Da zählt aber nur, einen neuen Kunden aufreißen und Deals vorweisen.
Traurige Abzocke das Ganze, die sich selbst tot laufen wird.
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Man kann es wohl vergleichen mit den Anzeigen in Telefonbüchern. Dort hinterfragen die Anbieter auch nicht, welche Anzeigen für den Kunde die passende ist. Da wird dann versucht den Kunde mit tollen Funktionen und deren Wirkung eine möglichst hoche Ausbaustufe zu verkaufen. Im laufe des Jahres kommt dann immer wieder der Versuch dem Kunde immer weitere Upgrades mit langen Laufzeiten zu verkaufen.
Bei Groupon und ähnlichen wird es nicht viel anders sein. Nur sind die Folgen noch extremer.
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immer wieder unfassbar, dass die leute nur schwarz/weiß sehen......
wer hier lediglich einer seite den schwarzen peter zuschieben will, wird irgendwann einmal selbst auf die nase fallen, weil er dann in einer situation, die ihn betrifft, auch nur eine seite sehen wird.
reflektieren, lernt man eigentlich schon in der schule. naja, nicht jeder scheinbar..
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michi5579 schrieb:
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> Beide Seiten sind irgendwo schuld. Nicht jeder Unternehmer rechnet sich
> solche Dinge durch oder informiert sich vorher,
Also, wer als Unternehmer solche Dinge nicht mal durchrechnet, sollte den Begriff "Unternehmer" mal ganz schleunigst hinterfragen. Unternehmer hat nicht nur was mit "unternehmen" zu tun.
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So ist es. Hier werden auf beiden Seiten Fehler gemacht.
Die Kleinunternehmen, weil sie sich etwas aufschwatzen lassen ohne sich genau darüber zu informieren, wie es funktioniert, wie (und ob!) es für ihr Unternehmen sinnvoll eingesetzt werden kann und dann nicht wirklich planen.
Groupon, weil sie offensichtlich nur am schnellen Gewinn interessiert sind und nicht langfristig orientiert. Denn dann hätten sie selbst das grösste Interesse daran, dass der Partner einen Vorteil bei dem Deal hat und die Endkunden zufrieden sind. So wie das im Moment aufgezogen ist, ist es darauf ausgelegt innerhalb eines Jahres so viel wie möglich Kohle zu scheffeln und dann die Bude zu zumachen. Auch ein Geschäftskonzept, aber halt nicht sehr nachhaltig und sicher auch nicht fair. Aber wen interessiert das heute noch? Langfristig ein Unternehmen aufzubauen und zu erhalten ist halt nicht "sexy" genug. Schnelles Geld, dicke Autos, blingbling.
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