Für einen einfachen Programmierer mag das gelten. Wer Benutzeroberflächen bastelt, Apps programmiert oder Datenbankabfragen implementiert, der braucht nicht viel Erfahrung und kein breites Wissen. Rasche Auffassungsgabe, Arbeitseifer und Kenntnis dessen, was gerade aktuell ist (am besten direkt an der Uni oder FH gelernt) ist da wichtiger. Noch so mancher Student oder Schüler programmiert da seinem Professor oder Berufsschullehrer um die Ohren.
Wenn es hingegen darum geht, komplexe System von Grund auf zu entwickeln, so sieht es anders aus. Als 28jähriger Uni-Absolvent staune ich immer wieder, wie weit einem die "alten Hasen" voraus sind - trotz gefühlt extrem steiler Lernkurve während 5 Jahren Uni und 2 Jahren Berufserfahrung. Wer diesen Erfahrungsschatz wegschmeissen will, der wird sein Unternehmen an die Wand fahren.
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max2 schrieb:
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> Wenn es hingegen darum geht, komplexe System von Grund auf zu entwickeln,
> so sieht es anders aus. Als 28jähriger Uni-Absolvent staune ich immer
> wieder, wie weit einem die "alten Hasen" voraus sind - trotz gefühlt extrem
> steiler Lernkurve während 5 Jahren Uni und 2 Jahren Berufserfahrung. Wer
> diesen Erfahrungsschatz wegschmeissen will, der wird sein Unternehmen an
> die Wand fahren.
Individuell sieht die Sache sowieso immer anderst aus. Und ich bin gegen solch globalen Aussagen. Trotzdem, ist deine Einschätzung von Programmierer und Software-Engineer falsch, denn ich kenne praktisch keinen Programmierer, der nicht früher oder später den Weg zum Software-Engineer oder etwas anderem gerissen hat.
Und, ich denke, mit deiner knappen Berurfserfahrung und deinem zarten Alter, kannst du bei diesem Therma noch nicht mitfühlen.
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Heute sind die meisten beides. Mir hat man in der Berufsschule auch erklären wollen, das es zwei unterschiedliche Berufe/Personen sind (die Lehrer wurden kollektiv von der Klasse ausgelacht). Im normalen/mittelständischen Unternehmen ist dem nicht so.
Ach und die Person gibt auch Support/Schulungen/Präsentationen/schreibt die Dokumentation .... übrigens alles gleichzeitig.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.11.12 23:34 durch KleinerWolf.
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meistens sieht man dann aber auch den unterschied in der software,
ob man system hat oder irgendwie was hinzufrickelt, denn das geht ja schneller und leichter als etwas überdenken zu müssen.
softwareengineering ist mehr als nur programmieren und uml mal gesehen zu haben.
es ist aber durchaus richtig, dass sich ein programmierer das wissen, dass man im softwareengineering verwendet aneignen kann.
Dass heißt aber nicht, dass man dann gleichwertig mit einem hochschulgraduiertem ist, denn da hat man noch mehr als nur das.
dass ist die gleiche diskussion wie mit krankenschestern die meinen alles was der arzt kann, kann ich auch...
Berufserfahrung macht viel wett denn man lernt <b>in seinen gebieten</b> viel dazu was man nicht in einer allgemeinen Ausbildung lernt natülich, aber ich finde es immer etwas übertrieben die hochschulabsolventen so runter zu machen, weil die ja nichts können... man kann ja auch nicht nur weil man grade automechanik gelernt hat 'nen vorgesetzten lamborgini unbedingt reparieren... dazu fehlt einem das spezialwissen, zumindest bei best. fällen.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.11.12 10:20 durch h1j4ck3r.
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KleinerWolf schrieb:
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> Heute sind die meisten beides. Mir hat man in der Berufsschule auch
> erklären wollen, das es zwei unterschiedliche Berufe/Personen sind (die
> Lehrer wurden kollektiv von der Klasse ausgelacht). Im
> normalen/mittelständischen Unternehmen ist dem nicht so.
> Ach und die Person gibt auch Support/Schulungen/Präsentationen/schreibt die
> Dokumentation .... übrigens alles gleichzeitig.
ja schade, denn die lehrer hatten recht.
allerdings stimme ich dir zu, dass in der praxis viele auch als Software-Ingenieur eingesetzt werden. die aller wenigstens besitzen jedoch dich kompetenz dazu, selbst nach 10 jahren nicht.
das der eine oder andere da weiter ist, als seine ausbildung ihm eigentlich zugesteht ändert daran nichts. ausnahmen und überflieger gibt es immer wieder. sie sind aber seltene ausnahmen.
die meisten software-ingenieure, die imr begegnet sind, sind besten falls gute programmierer.
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KleinerWolf schrieb:
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> Heute sind die meisten beides. Mir hat man in der Berufsschule auch
> erklären wollen, das es zwei unterschiedliche Berufe/Personen sind (die
> Lehrer wurden kollektiv von der Klasse ausgelacht). Im
> normalen/mittelständischen Unternehmen ist dem nicht so.
> Ach und die Person gibt auch Support/Schulungen/Präsentationen/schreibt die
> Dokumentation .... übrigens alles gleichzeitig.
Ja genau und Geschäftsführer und Schrauber, je nachdem was sie für einen
Kittel anhaben. :-)
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h1j4ck3r schrieb:
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> softwareengineering ist mehr als nur programmieren und uml mal gesehen zu
> haben.
> Dass heißt aber nicht, dass man dann gleichwertig mit einem
> hochschulgraduiertem ist,
und um es grad mal so nebenbei herauszulassen. Nach meiner langjährigen Erfahrung sind gerade Hochschulgraduierte die schlechtesten Programmierer. Aber ich denke, das macht auch nichts, denn die sind sowiso für etwas Höheres berufen und mit solcher Arbeit überqualifiziert.
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Unsinn. Einige wenige, welche sich für was besseres halten, denken das dies 2 verschiedene paar Schuhe sind.
btw. mir wurde das vor 17 Jahren erzählt, da gab es noch so etwas wie einen Datenverarbeitungskaufmann und man hat RPG und Cobolt an IHK Prüfungen vorausgesetzt.
Heute würde das keine Sau mehr zahlen wollen und können, wenn diese 2 Dinge von 2 verschiedenen Personen erledigt würde.
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KleinerWolf schrieb:
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> Unsinn. Einige wenige, welche sich für was besseres halten, denken das dies
> 2 verschiedene paar Schuhe sind.
> btw. mir wurde das vor 17 Jahren erzählt, da gab es noch so etwas wie einen
> Datenverarbeitungskaufmann und man hat RPG und Cobolt an IHK Prüfungen
> vorausgesetzt.
>
> Heute würde das keine Sau mehr zahlen wollen und können, wenn diese 2 Dinge
> von 2 verschiedenen Personen erledigt würde.
Das Zeug heisst Cobol. Und den Datenverarbeitungskaufmann gibt es heute noch, nur unter anderem Namen. Natürlich wird auch heute noch in Funktionen unterschieden, nur dass eben der Betrieb eine gewisse Grösse haben muss. Die Zeiten, wo der
Firmeninhaber noch programmierte, dann schraubte und dann auch noch auslieferte, gilt heute als unprofessionell und ist auch überholt. (Wenn es auch noch solche Schrauber gibt, die erst mit Schraubenzieher anrücken und dann meinen, sie dürften in Personal-Union eine Lösung dem Firmen-Vorstand des Kunden präsentieren.)
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