Wer mit SAP-Produkten arbeitet weiß, dass die Usability nicht wesentlich besser als die eines Lochkartenstanzers ist. Ich muss leider damit arbeiten und warte seit langem auf Besserung. Thumbs up, für den Sprung von SAP ins 21. Jahrhundert. Ihr schafft das, Jungs!
#sb
spambox schrieb:
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> Thumbs up, für den Sprung von SAP ins
> 21. Jahrhundert. Ihr schafft das, Jungs!
Die müssen erstmal den ins 20. schaffen.
> Ihr schafft das, Jungs!
Nicht so wie die jetzt drauf sind.
Ich habe noch nie so ein Chaos wie bei SAP erlebt. Ein Flickenwerk aus Workarounds und propietärem konfusem Kauderwelsch von vollautistischen Designern, die keinen Plan von der Real World haben.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die es jemals schaffen werden, eine Software zu entwickeln, die "Anwender gerne benutzen" wollen.
Und bei der Kluft zwischen SAP-Benutzerfreundlichkeit und Apple-Benutzerfreundlichkeit würde es sicherlich noch ein paar Jahre (oder Jahrzehnte) dauern, bis da etwas annähernd gutes rauskommt.
Abgesehen davon, dass bis dahin allgemein die Benutzerfreundlichkeit bzw. das was diese ausmacht auf ganz anderen Ebenen ist und SAP weiterhin "veraltet" sein wird, was die Usability angeht.
Augenwurst schrieb:
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> Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die es jemals schaffen werden,
> eine Software zu entwickeln, die "Anwender gerne benutzen" wollen.
>
> Und bei der Kluft zwischen SAP-Benutzerfreundlichkeit und
> Apple-Benutzerfreundlichkeit würde es sicherlich noch ein paar Jahre (oder
> Jahrzehnte) dauern, bis da etwas annähernd gutes rauskommt.
> Abgesehen davon, dass bis dahin allgemein die Benutzerfreundlichkeit bzw.
> das was diese ausmacht auf ganz anderen Ebenen ist und SAP weiterhin
> "veraltet" sein wird, was die Usability angeht.
Diese ganze Diskussion vergleicht Äpfel mit Birnen.
Zu erst einmal muss man sagen, dass die UI in den meisten Bereichen nicht halb so schlecht ist, wie die User immer sagen. Wenn ich allerdings zuschaue wie, das System teilweise bedient wird, wird mir schlecht. Da sind vor allem die IT Abteilungen in der Pflicht, ihren Anwendern zu vermitteln wie das System funktioniert.
Und jetzt zum Thema "gerne benutzen": das ist bei einem so komplexen System nicht so einfach wie z.B. bei einem Handy.
Ich entwickle selbst Software für SAP ERP und es ist immer das gleiche: die User beschweren sich darüber, dass dieses oder jenes zu kompliziert sei und machen Vorschläge wie es besser ginge. Diese Vorschläge kann man zu 99% direkt in die Tonne kloppen, weil sie nur einen Bruchteil der Thematik berücksichtigen, der notwendig ist (von gesetzlichen Anforderungen mal ganz abgesehen). Das Hauptproblem ist, dass der Enduser immer nur einen Bruchteil des gesamten Systems sieht und deshalb auch nur seinen Bruchteil optimieren möchte. Dass diese "Optimierung" in anderen Bereichen dann wieder zu Problemen führt sieht er natürlich nicht.
Darum: ERP Software ist (leider) kompliziert und eben so zu bedienen (wobei ich nicht sage, dass man die SAP Oberflächen nicht verbessern kann).
Ich kann hier nur zustimmen, ja, es gibt natürlich immer noch Verbesserungsbedarf, allerdings verkauft SAP ja nun auch kein Endkundentetris sondern hochkomplexe Business Software. Auf_zum_Atom spricht mir hier aus der Seele!
Auf_zum_Atom schrieb:
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> Augenwurst schrieb:
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> > Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die es jemals schaffen werden,
> > eine Software zu entwickeln, die "Anwender gerne benutzen" wollen.
Hm, wirklich? Also mir macht es Spass am Mac zu sitzen, selbst Buero Aufgaben sind da keineswegs so langweilig wie auf Windows. Nur die SAP Anwendngen sehen eben auch auf dem Mac mehr als unschoen aus.
> Zu erst einmal muss man sagen, dass die UI in den meisten Bereichen nicht
> halb so schlecht ist, wie die User immer sagen. Wenn ich allerdings
> zuschaue wie, das System teilweise bedient wird, wird mir schlecht. Da sind
> vor allem die IT Abteilungen in der Pflicht, ihren Anwendern zu vermitteln
> wie das System funktioniert.
Das ist jetzt ein Witz, oder? Genau darum geht es doch? Wozu eine IT Abteilung die einem etwas erklaeren muss? Das hat zu funktionieren, intuitiv und wenn es mal ne Frage gibt, sollten 2paar Augen (mit Kollege) es schaffen diese zu beantworten. Eine Software hat sich nach den Kundenwuenschen zu orientieren,nicht umgekehrt.
Meinetwegen bau nen "Experten Modus" ein, aber fuer die Masse, wohl sicher ueber 95%, die eben KEINE Entwickler, Computer Experten oder Nerds sind, sollten die regulaeren Funktionen einer Software da sein und bedient werden koennen, moeglichst mit ner kleinen Portion gesundem Menschenverstands.
Klar macht so ein Ansatz die IT Abteilungen und "Experten" nervoes, wer braucht sie dann noch? Aber die Apple Verkaeufe verdoppeln sich eben nicht Jahr fuer Jahr weil einige Fanboys die Dinger auf Halde kaufen, sondern weil mehr und mehr Leute es einfach satt haben. Und das scheint der SAP Mann erkannt zu haben.
>
Also ich habe bei Drupal 7 an der UX Verbesserung mitgearbeitet. Wir hatten das Ziel "Einfache Aufgaben einfach" zu machen. Es gibt auch in SAP mit Sicherheit einfache Aufgaben. Da kann man zunächst mal ansetzen. Es ist erstaunlich, wie viel da geht.
Natürlich kann man sich dahinter verstecken, daß dies ja eine Profi Software sei, die komplex ist und auch in der Bedienung komplex bleiben muß. Dann aber bitte nicht wundern, wenn einem die Konkurrenz das Wasser abgräbt.
Bin kei Apple Fan, aber sie haben in diesem Bereich einen enormen Beitrag geleistet, durch den Beweis, daß es geht. Und vor allem auch darin, daß die Leute das wollen und ihren Computer dann auf einmal gerne benutzen. Ich sehe ein Iphone in diesem Zusammenhang auch als Computer.
Auf_zum_Atom schrieb:
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> Diese ganze Diskussion vergleicht Äpfel mit Birnen.
Genau so isses! Unternehmens-Software, die oftmals eine Investition in Millionenhöhe darstellt, braucht zudem eine Kontinuität und Rückwärtskompatibilität über Jahre & Jahrzehnte, da kann man nicht eben mal alles während des laufenden Betriebes mit harten Schnitten umstellen wie vielleicht im privaten Consumer-Bereich, auch wenn das vielleicht wünschenswert wäre, weil sich die Technik mittlerweile weiterentwickelt hat.
ChMu schrieb:
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> Hm, wirklich? Also mir macht es Spass am Mac zu sitzen, selbst Buero
> Aufgaben sind da keineswegs so langweilig wie auf Windows. Nur die SAP
> Anwendngen sehen eben auch auf dem Mac mehr als unschoen aus.
Büro- / Officetätigkeiten sind in keinster Weise vergleichbar mit einer komplexen ERP Software.
> Das ist jetzt ein Witz, oder? Genau darum geht es doch? Wozu eine IT
> Abteilung die einem etwas erklaeren muss? Das hat zu funktionieren,
> intuitiv und wenn es mal ne Frage gibt, sollten 2paar Augen (mit Kollege)
> es schaffen diese zu beantworten. Eine Software hat sich nach den
> Kundenwuenschen zu orientieren,nicht umgekehrt.
OMG! Du hast keinerlei Ahnung von was du sprichst! Nur mal so als kleine Info an dich: wenn ich in meiner Firma SAP an eine unsere Tochtergesellschaften ausrolle, dann fallen da pro Modul mehrere Wochen Schulungsaufwand an!
SAP bildet die Geschäftsprozesse wie sie in der Wirklichkeit anfallen ab, ohne ein Grundlegendes Verständnis dieser Prozesse funktioniert das ganze nicht. Und leider sind die Prozesse in einem großen Unternehmen sehr komplex, da kommt dann schon mal der "Kundenwunsch" des kleinen Sachbearbeiters zu kurz, vor allem, weil der kleine Sachbearbeiter meist nur sein kleinen Bereich sieht und nicht das Unternehmen als ganzes. Das hat weniger mit SAP was zu tun, als viel mehr wie so ein Unternehmen funktioniert
> Meinetwegen bau nen "Experten Modus" ein, aber fuer die Masse, wohl sicher
> ueber 95%, die eben KEINE Entwickler, Computer Experten oder Nerds sind,
> sollten die regulaeren Funktionen einer Software da sein und bedient werden
> koennen, moeglichst mit ner kleinen Portion gesundem Menschenverstands.
Ich kann dir nicht folgen. Die Grundoberfläche von SAP ist immer gleich, das komplizierte sind die einzelnen Geschäftsprozesse. Und da muss der Sachbearbeiter eben wissen, dass man eine Faktura erst dann erstellen kann, wenn der dazugehörige Lieferschein Warenausgang gebucht ist. Das hat nichts mit Intuition zu tun, so laufen nun mal die Geschäftsprozesse. Und mit etwas nachdenken kommt man auch schnell darauf, warum das so ist.
> Klar macht so ein Ansatz die IT Abteilungen und "Experten" nervoes, wer
> braucht sie dann noch? Aber die Apple Verkaeufe verdoppeln sich eben nicht
> Jahr fuer Jahr weil einige Fanboys die Dinger auf Halde kaufen, sondern
> weil mehr und mehr Leute es einfach satt haben. Und das scheint der SAP
> Mann erkannt zu haben.
Ehrlich gesagt finde ich deine Aussage "putzig", du hast nicht die geringste Ahnung wovon du sprichst (keinen Angst, bist nicht alleine).
Am lustigsten sind immer die IT-Quereinsteiger die zuvor noch nie was mit SAP oder einer anderen ERP-Software zu tun hatten und dann in dem Umfeld tätig werden. Die wissen am Anfang auch immer alles besser und kommen dann auch immer mit Argumenten wie du sie bringst, nur um am Ende kläglichst zu scheitern, weil es eben nicht so einfach ist, wie man es sich so zusammenreimt!
Oder woher soll man den intuitiv wissen, dass z.B. in der Türkei "Durchschläge" von Rechnungen wirklich per Nadeldrucker erstellt werden müssen und nicht einfach wie bei uns doppelt auf dem Laserdrucker ausgedruckt werden?
Auf_zum_Atom schrieb:
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> ChMu schrieb:
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>
> Ehrlich gesagt finde ich deine Aussage "putzig",
Yo, ich deinen ganzen Wust auch. SAP ist und bleibt Schrott!
Demnach ist es nicht möglich Prozessabläufe in einer Abstraktionsschicht zu kapseln? Um Ihr Beispiel vorwegzunehmen: Es ist nicht möglich eine Faktura erst dann erstellen /zu können/, wenn der dazugehörige Lieferschein Warenausgang gebucht /wurde/? Ist diese Abhängigkeit kein Teil des Ablaufes?
owmelaw schrieb:
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> Demnach ist es nicht möglich Prozessabläufe in einer Abstraktionsschicht zu
> kapseln?
Natürlich ist das möglich, das wird auch ständig gemacht. Das ist ja gerade eine der großen Stärken von SAP gegenüber Wettbewerbern, dass ein Kunde die Software beinahe nach belieben anpassen und erweitern kann.
> Um Ihr Beispiel vorwegzunehmen: Es ist nicht möglich eine Faktura
> erst dann erstellen /zu können/, wenn der dazugehörige Lieferschein
> Warenausgang gebucht /wurde/? Ist diese Abhängigkeit kein Teil des
> Ablaufes?
Natürlich kann die Faktura erst dann erstellt werden, wenn der Lieferschein WA gebucht wurde, etwas anderes lässt das System nicht zu. Aber das ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass viele Sachbearbeiter eher von "schlichterem Gemüt" (Beispiele sieht man ja sehr schön hier im Forum) sind. Und solche Leute drücken teilweise 100x den "Faktura erstellen" Button, auch wenn es nicht geht (und die Fehlermeldung ihnen auch ganz klar sagt, warum nicht). Und beim 101ten Mal fangen sie dann an über das "Scheiss System" zu fluchen, weil sie einfach nicht kapieren, dass in komplexen Prozessen eine gewisse Ablaufreihenfolge zwingend einzuhalten ist. In diesem Beispiel kommt erschwerend hinzu, das hier mehrere Abteilungen betroffen sind (WA ist klassisch Logistik, Faktura ist Vertrieb / Buchhaltung): Und dem Vertriebler ist es meist völlig egal, was in der Logistik passiert (umgekehrt natürlich auch), der sieht nur sein Problem und das wars.
> Und beim 101ten Mal fangen sie dann an über das
> "Scheiss System" zu fluchen, weil sie einfach nicht kapieren, dass in
> komplexen Prozessen eine gewisse Ablaufreihenfolge zwingend einzuhalten
> ist.
Minimalismus ist gefragt. Wenn diese komplexen Prozesse zwingende Reihenfolgen einhalten müssen, dann muss SAP zusehen, wie sie das möglichst einfach verpacken.
Wenn ich mich daran erinnere, wie schwer es ist, einen Favoriten in seine Leiste zu packen, dann frage ich mich, warum SAP überhaupt so ein Marktposition hat. Innovation gibt's bei SAP jedenfalls Keine.
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