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Selbstverschuldete Unmündigkeit der Chinesen

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  1. Selbstverschuldete Unmündigkeit der Chinesen

    Autor phpwin@gmx.de 31.03.10 - 03:03

    ...ist das Unvermögen sich seines eigenen Verstandes zu bedienen. Und das trifft auf viele Bürger unseres Planten zu. Auch und insbesondere für einen Teil der chinesischen Bevölkerung.

    Dank, Immanuel Kant hat der Deutsche keine faulen Ausreden mehr. Ich hoffe das die Aufklärung in vielen Ländern Einzug erhält und in den "westlichen" Länder eine Renaissance erlebt.

    Die es interessiert: http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitalter_der_Aufklärung

    [Quote]
    Immanuel Kant: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“
    [/Quote]

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  2. Re: Selbstverschuldete Unmündigkeit der Chinesen

    Autor Prypjat 31.03.10 - 08:08

    phpwin@gmx.de schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...ist das Unvermögen sich seines eigenen Verstandes zu bedienen. Und das
    > trifft auf viele Bürger unseres Planten zu. Auch und insbesondere für einen
    > Teil der chinesischen Bevölkerung.
    >
    > Dank, Immanuel Kant hat der Deutsche keine faulen Ausreden mehr. Ich hoffe
    > das die Aufklärung in vielen Ländern Einzug erhält und in den "westlichen"
    > Länder eine Renaissance erlebt.
    >
    > Die es interessiert: de.wikipedia.orgärung
    >
    > Immanuel Kant: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner
    > selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich
    > seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet
    > ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des
    > Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne
    > Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines
    > eigenen Verstandes zu bedienen!“

    Also das ist ja alles schön und gut was Du hier aufzeigen möchtest, aber ich denke nicht, dass man diese These auf ein ganzes Volk anwenden kann. Ich denke das Immanuel Kant eher auf einzelne Personen damit abzielt. In einer Diktatur gibt es keine Unmündigkeit und auch kein Unvermögen. Jeder der sich wehrt oder gegen das System ist, wird verfolgt und bestraft. Es ist ja nicht so, dass die Chinesen ein Volk von Lämmern sind. Es ist eher so, dass viele alte Werte zählen. Was der Herr befiehlt ist mir genehm. Das war vor nicht langer Zeit bei uns auch so. Wir haben die Entwicklung schon hinter uns, die die Chinesen jetzt durch machen. Sie werden es schaffen und sie werden auch Weltoffener werden. Es geht nicht anders, wenn man in der Weltwirtschaft mitspielen möchte.

    Gruß
    Prypjat

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  3. Re: Selbstverschuldete Unmündigkeit der Chinesen

    Autor irgendwersonst 31.03.10 - 17:12

    Prypjat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > In einer Diktatur gibt es keine Unmündigkeit und auch kein Unvermögen. Jeder
    > der sich wehrt oder gegen das System ist, wird verfolgt und bestraft.
    Man sollte sich hierzu vielleicht auch mal die Maßstäbe in China vor Augenhalten. Es leben dort rund 1300 Mio Menschen, davon sind rund 3 Mio (0,2%) Soldaten, dann gibt es sicherlich noch einige Mio Polizisten.
    Diese im Vergleich zur Bevölkerung äusserst geringe Anzahl an Ordnungshütern im Verhältnis zu Bevölkerungsverteilung über das riesige Land lässt darauf schließen daß die Regierung nicht in der Lage ist die meisten Bürger zu verfolgen und zu bestrafen.
    D.h. das Regime kann nicht allein durch Einschüchterung funktionieren.

    > Es ist ja nicht so, dass die Chinesen ein Volk von Lämmern sind. Es ist eher
    > so, dass viele alte Werte zählen. Was der Herr befiehlt ist mir genehm.

    Das könnte für viele ein Beweggrund sein, ein Anderer ist aber sicherlich auch die Erziehung, wenn die Leute früh indoktriniert werden, dann glauben sie auch dran. Sieht man auch bei fanatischen Sekten wie Christen oder Moslems.

    > Das war vor nicht langer Zeit bei uns auch so. Wir haben die Entwicklung schon
    > hinter uns, die die Chinesen jetzt durch machen.

    Schön wärs, wir haben zwar keine Einparteiendiktatur, aber das Volk wird bei wichtigen Entscheidungen dennoch aussen vor gelassen obwohl Volksentscheide möglich wären. Es werden viele Gesetze erlassen, die zum Nachteil eines Großteils der Bevölkerung führt und deswegen Verfassungswidrig sind. Diese Gesetze sind aber rechtskräftig bis das Bundesverfassungsgericht diese für nichtig erklärt, und das tut es nur falls überhaupt jemand gegen das Gesetz klagt, was nicht immer rechtzeitig der Fall ist.
    Hinzu kommt, daß der "Herr" bei uns häufig nicht die Regierung sondern der Arbeitgeber ist, und der ist Diktator. Nicht um sonst sind die Krankmeldungen rückäufig, die Beschäftigten fürchten entlassen zu werden wenn sie fehlen. Sicherlich läuft hier aber auch so Einiges besser als in China.

    > Sie werden es schaffen und
    > sie werden auch Weltoffener werden. Es geht nicht anders, wenn man in der
    > Weltwirtschaft mitspielen möchte.

    China ist schon seit längerem ein großer Spieler in der Weltwirtschaft, es hat letztes Jahr Japan und England auf Platz 4 und 5 geschoben.

    Die Chinesen brauchen einen zwingenden Grund warum sie sich ändern sollten und diesen gibt es derzeit nicht.
    Die Demokratie in Deutschland z.B. ist auch nicht von "innen" gekommen, sie wurde uns von "aussen" vorgeschrieben.
    Die Chinesen sind allerdings in einer Position in der man ihnen nichts aufzwingen kann, vielmehr könnten die Chinesen ganz schnell rumgehen und uns etwas aufzwingen. Zum Glück hat China wohl kein Interesse daran.

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