"Bei der Konkurrenz erledigten das heute Studenten zu einem Bruchteil des Preises."
Da kommt einem ja der Kaffee hoch.
Der Einsatz von Studenten erfordert eine gründliche Betreuung. Viel Zeit geht für die Einarbeitung, QS, Architekturkontrolle usw. drauf. Macht man's gründlich, ist der Student fast teurer als der hausinterne Entwickler.
Wahrscheinlich macht's die Konkurrenz aber dann doch auf die Billigtour. Wo das langfristig hinführt, kennt man...
Richtig pervers ist allerdings, dass sich hier im Endeffekt Studenten ihre eigenen Jobs killen. Wozu dann die teure Ausbildung, wenn ich meine Leistung hinterher verschleudere?
Als SAP Berater mit knapp 10 Jahren Berufserfahrung, kann ich bei sowas nur den Kopf schütteln.
Ein Student kennt sich sicherlich in der Theorie gut aus, aber das SAP Geschäft ist mehr als nur reine Implementierung.
Ich studiere wirtschaftsinformatik in karlsruhe also sogar direkt bei walldorf und habe noch nie von einem studenten gehört der SAP implementieren DARF, weder als werksstudent noch im praxissemester!
würde mich auch sehr wundern wenn firmen wie IBM studenten an so etwas heranlassen!
SAP... Liefern die immer noch die Großboxen allein zur Installation?
Das "Studenten" SAP bei einem Kunden implementieren glaube ich nicht wirklich.
Studenten jeweils vor Ort zu finden ist gewagt. Dann noch solche mit Wissen in dem Bereich ist abgehoben. Zu glauben einem Kunden einen Student zu verpachten (was dieser dann ja auch selber machen könnte) ist sehr realitätsfern.
Wer SAP eingesetzt hat und über SAP flucht, weiß, dass schon sehr gut bezahlte langjährige SAP-Berater SAP nicht zum Erfolg machen. (Ich würde nicht mal Business One von einem Studenten "implementieren" lassen. Die Hauptarbeit ist meiens Erachtens die Benutzerunterstützung und Beraten wie man Unternehmensprozesse damit irgendwie nutzen kann, oder wo man doch die Prozesse anpassen muss).
Überbevölkerung führt zu Überangebot. Überangebot führt zu geringeren Preisen.
Es gibt keinen Arbeitsmarkt. Sonst wären viele Berufe nicht überlaufen. Und der IT-Mangel ist eine Mär. Lies ct.
1 Programmierer muss 5 BWLer, deren Familien und Geliebten durchfüttern. So läuft das in IT-betrieben.
Im Bau hat man den Baulöwen, der dann aber kleine Handwerker und Subunternehmer beauftragt. Das wurde im Zusammenhang mit den Konjunkturpaketen genannt. Diese sind oft viel zu groß, als das ein kleiner Handwerker sich drum bewerben kann. Also muss es ein "Baulöwe" machen und fette Prozente einstreichen. Auch nicht besser als bei Vermittlerketten bei Handwerkern oder halt in der IT-Branche.
Und bei IT-Projekten hat man auch das große Systemhaus, welches per billig-freiberuflern oder sub-unternehmer-IT-Unternehmen Teile seiner Projekte abwickelt.
Daher gibts laut Gewerkschafts-Studie jedes Jahr in Betriebsrats-Unternehmen gut dotierte Haustarif-Verträge. Aber die vielen Sub-Unternehmer/Programmierer in den kleinen "Klitschen" haben nur kleine Löhne.
Implementieren tun bei SAP nicht die Studenten sondern die Inder in Bangalore ;)
Werden in Bangalore nicht auch die HP-Treiber geschnürt?
Wer schonmal mit den Indern oder besser gesagt mit ihrer Arbeit zu tun hatte, wird es sich zweimal überlegen dahin out zu sourcen.
---------- schrieb:
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> Werden in Bangalore nicht auch die HP-Treiber geschnürt?
Doch, in den Pausen
> Wer schonmal mit den Indern oder besser gesagt mit ihrer Arbeit zu tun
> hatte, wird es sich zweimal überlegen dahin out zu sourcen.
Sicher überlegt er sich das dann zwei mal. Leider sind die Inder aber gerade in "Verträgen" gut... --> Man wird sie nicht mehr los. Da hilft auch Einsicht nichts.
Warum ersetzen wir dann ned die Position vom Löscher selbst durch nen BWL-Studenten, der die Arbeit für nen Bruchteil der Kosten erledigt?
Anmerkung: diesen Kommentar schreibe ich gerade von meinem Arbeitsrechner im Siemens-Büro :-)
Schöne Spirale, wenn der Student fertig iss, dann iss der SAP-Pro, und dann?! Genau, arbeitslos, kommt ja nen anderer Student der´s dann macht, da wird´s doch richtig lukrativ so ein IT-Studium...
das wird auch sicherlich nicht gemacht. Das ist einfach eine Bullshit aussage des interviewten, der offenbar keine Ahnung vom Thema zu haben scheint
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