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  5. › Solarstrom: Desertec verliert…

Sicherheit in nahen Osten

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  1. Sicherheit in nahen Osten

    Autor: ATmega8 13.11.12 - 16:25

    Kann es daran liegen dass es im nahen Osten nicht mehr so sicher ist?

    Es scheint dort ein einziger brodelnder Krisenherd zu sein, die bräuchten dort einen riesigen Zaun und eine Armee im das Projekt zu schützen und eine weitere Armee um die Nachschubwege, Stromtrassen und Personal zu sichern.

    Wie wäre es wenn Deutschland die Wüste (mit einem Korridor bis zum Mittelmeer) von den Staaten abkauft oder besser gegen Hilfslieferungen, Aufbau eines Bildungssystems, Aufbau der Infrastruktur usw. eintauscht.

    Die können mit der Wüste eh nichts anfangen und vielleicht finden die Menschen dort am Kraftwerk einen besseren Weg ihr Leben zu bestreiten.

    Es gibt dort massenhaft kleiner Rebellenarmeen (viele der Soldaten sind dort Rauschgiftsüchtig) die plündernd und mordend von einem Dorf zum anderen ziehen.
    Es kümmert sich aber keine Hilfsorganisation darum und die Menschen die aus diesem kranken Verhalten der Rebellen entstehen sind körperlich und/oder geistig geschädigt.

    Entweder man versucht dort aktiv Stabilität reinzubringen oder man lässt es lieber bleiben.

  2. Re: Sicherheit in nahen Osten

    Autor: lugke84 13.11.12 - 16:57

    nicht mehr so sicher?? es war noch nie wirklich sicher. Religiöser Fanatismus oder einfach nur Egomanie und Waffenwahn (bei den Warlords in Afrika) waren schon immer mit am Start...

    Einen Korridor abkaufen? der dient dann nur als Angriffsziel Nummer 1.
    Hilflieferungen? machen wir doch eh schon alles. Die normale Bevölkerung findets gut, der Rest meint nur es is christlicher Bekehrungswahn oder sonst was. Mit den Lieferungen lassen sich auch sehr gut die eigenen Leute versorgen.

    Es kümmern sich genug Hilfsorganisationen. Die haben nur alle keinen Bock mehr ihre Leute da drin verrecken zu lassen...
    Außerdem verwechselst du hier irgendwelche Kongo Armeen mit den Taliban.

    Du bist also der Meinung wir sollen da mal kräftig mit der Bundeswehr einrücken und für Ordnung sorgen. XD

  3. Re: Sicherheit in nahen Osten

    Autor: robot69 13.11.12 - 17:06

    jeder befürworter von desertec gehört in die gummizelle!

    jetzt sind wir bereits beim öl abhänig von politisch instabilen,
    potenziell feindlich gesinnten nationen,

    und jetzt sollen wir uns auch noch beim strom von den gleichen
    nationen abhängig machen?

    gehts noch???

    mfg

  4. wenn da mal nicht der arabische frühling selber schuld ist?

    Autor: Rulf 13.11.12 - 17:12

    denn welche demokratie könnte/würde schon dringenst selbst benötigte ressourcen für einen spottpreis und noch dazu an die ehemaligen kolonialisten freiwillig liefern...damit sinken die gewinnmargen natürlich in den einstelligen bereich, wofür sich dann auch kein anleger/investor mehr interessiert...

    edith meinte: das sollte eigentlich ein eigener thread werden



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.11.12 17:13 durch Rulf.

  5. schlechter Transport

    Autor: irgendwersonst 13.11.12 - 17:36

    ATmega8 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kann es daran liegen dass es im nahen Osten nicht mehr so sicher ist?
    >
    > Es scheint dort ein einziger brodelnder Krisenherd zu sein, die bräuchten
    > dort einen riesigen Zaun und eine Armee im das Projekt zu schützen und eine
    > weitere Armee um die Nachschubwege, Stromtrassen und Personal zu sichern.
    >
    > Wie wäre es wenn Deutschland die Wüste (mit einem Korridor bis zum
    > Mittelmeer) von den Staaten abkauft oder besser gegen Hilfslieferungen,
    > Aufbau eines Bildungssystems, Aufbau der Infrastruktur usw. eintauscht.
    >
    > Die können mit der Wüste eh nichts anfangen und vielleicht finden die
    > Menschen dort am Kraftwerk einen besseren Weg ihr Leben zu bestreiten.
    >
    > Es gibt dort massenhaft kleiner Rebellenarmeen (viele der Soldaten sind
    > dort Rauschgiftsüchtig) die plündernd und mordend von einem Dorf zum
    > anderen ziehen.
    > Es kümmert sich aber keine Hilfsorganisation darum und die Menschen die aus
    > diesem kranken Verhalten der Rebellen entstehen sind körperlich und/oder
    > geistig geschädigt.
    >
    > Entweder man versucht dort aktiv Stabilität reinzubringen oder man lässt es
    > lieber bleiben.

    Die Instabilität dieser Region ist durch die NATO gewollt und teilweise auch angestachelt, wer etwas anderes glaubt ist einfach nur naiv und durfte noch nicht für unser großes Land im "militärischen Konflikt" (im Volksmund Krieg) dienen.
    Das ganze garantiert nämlich niedrige Rohstoffpreise und Schürfrechte.

    Das Projekt ist allerdings ziemlich schlecht weil dafür erst effizientere Stromtransportwege nach Europa gebaut werden müssen, und genau hier ist das Problem. Das ist nicht nur sehr teuer, sondern auch sehr sehr schwierig.
    Verluste werden durch die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung auch nicht eliminiert, sondern nur verringert.

    Es ist wesentlich besser den Strom hier vor Ort zu produzieren, das wäre nicht nur günstiger und effizienter, wir wären auch noch unabhängiger.

    https://ssl.facebook.com/help/contact.php?show_form=delete_account

  6. Re: schlechter Transport

    Autor: daspFerd 13.11.12 - 18:00

    Meinst du den Strom mit Hilfe von Solarzellen in DE zu produzieren? Die Abhängigkeit die du nicht wünscht, ist nun auch schon gegeben liegt aber in der Produktion der Solarzellen selber, nicht in der Anwendung (Thema 'Seltene Erden' aus China)

    Die Kosten der Stromgewinnung für Photovoltaik sind in den letzten Jahren rapide im Preis gesunken. Derzeit liegt der Preis bei etwa der Hälfte wie noch vor 5 Jahren, schon für das Jahr 2015 gibt es Aussagen die Behaupten, dass die Kosten der Stromproduktion in großen PV-Kraftwerken unter 10 Cent pro Kilowatt Stunde fallen können.

    Der Preis der Produktion durch Desertec liegt wahrscheinlich im ähnlichen Bereich. Nur ist dann noch nichts an Investition in die benötigte Infrastruktur geflossen...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.11.12 18:01 durch daspFerd.

  7. Re: wenn da mal nicht der arabische frühling selber schuld ist?

    Autor: daspFerd 13.11.12 - 18:11

    Ich glaube da mangelt es an den Investoren und an politischem Willen.

    Von welchen Rohstoffen sprichst du da genau? Sonneneinstrahlung in der Wüste?
    Wenn man 1000 Anlagen in der doppelten Größe nur in dem 'kleinen' Land Tunesien bauen würde, könnte man mit viel Glück eine Senkung der Durchschnittstemperatur im Promillebereich erkennen... (mit viel viel Glück)

  8. Re: schlechter Transport

    Autor: Dopeusk18 14.11.12 - 08:54

    irgendwersonst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ATmega8 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > Es ist wesentlich besser den Strom hier vor Ort zu produzieren, das wäre
    > nicht nur günstiger und effizienter, wir wären auch noch unabhängiger.


    was ist daran effizienter den Strom im schattigen Deutschland zu produzieren?

    Die wüste ist ideal.

  9. Re: schlechter Transport

    Autor: Tannenzapfen 14.11.12 - 10:53

    > was ist daran effizienter den Strom im schattigen Deutschland zu
    > produzieren?
    >
    > Die wüste ist ideal.

    Du musst die Gesamtkosten der verschiedenen Ansätze betrachten. Wenn ich in Deutschland mir eine Solaranlage aufs Dach pappe, dann habe ich geringe Ausbeute (weil "schattig") aber einen Stromleitungsweg von ein paar Metern, der quasi nix kostet. Wenn man in der Wüste nun die Solarenergie gewinnt, ist die Ausbeute zwar größer (weil "sonniger") aber der Aufwand den Strom nach Deutschland zu bringen ist um ein Vielfaches höher. Was nun effizienter und kostengünstiger ist, das zu beurteilen überlasse ich mal denjenigen Leuten, die dafür Geld bekommen das heraus zu finden...

  10. Re: Sicherheit in nahen Osten

    Autor: bofhl 14.11.12 - 11:45

    robot69 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > jeder befürworter von desertec gehört in die gummizelle!
    >
    > jetzt sind wir bereits beim öl abhänig von politisch instabilen,
    > potenziell feindlich gesinnten nationen,
    >
    > und jetzt sollen wir uns auch noch beim strom von den gleichen
    > nationen abhängig machen?
    >
    > gehts noch???
    >
    Nicht von den gleichen!
    Im Vergleich zu den "Nationen" in denen Desertec platziert werden soll, sind die Öl-liefernden Staaten als höchststabil zu bezeichnen!
    Die Ideen zu Desertec wurden in der Vergangenheit gemacht als die entsprechende Gegend unter quasi-stabiler Herrschaft einiger weniger Diktatoren mit entsprechender Machtbasis war - die Zeiten sind vorbei. Dort sind jetzt zum Teil überhaupt keine Regierungen mehr an der Macht oder wenn es denn welche gibt, stellt sich nur die Frage, wie lange diese existieren und was danach kommt!
    Daher solche Ideen dort entwickeln zu wollen, ist schon sehr abwegig...

  11. Re: wenn da mal nicht der arabische frühling selber schuld ist?

    Autor: Rulf 14.11.12 - 14:03

    ich meine ressourcen, energie also strom...elektrizität bedeutet insb in diesen heißen ländern auch wohlstand und comfort...wieso sollen die leute da jetzt wo sie ihre das volk ausplündernden diktatoren zum teufel gejagt haben immer noch drauf verzichten...auch industrie und somit arbeitsplätze könnten dort vor ort geschaffen werden, wenn die infrastruktur(sprich energieversorgung) vorhanden/gesichert ist...damit könnte man dann auch wirklich unabhängig werden...denn keines dieser länder könnte zb auch nur einen liter öl ohne hiolfe der industrienationen aus dem boden pumpen bzw verarbeiten...

  12. Re: wenn da mal nicht der arabische frühling selber schuld ist?

    Autor: daspFerd 14.11.12 - 14:45

    Die Frage dabei ist ob es schlau ist... Warum sollen ausländische Investoren gerade in einem Umfeld mit aktuellen politischen Instabilitäten investieren, wenn damit nur regional Märkte erschlossen werden 'könnten', die es aktuell in dem Umfang noch garnicht existieren.

    Viel interessanter ist jedoch in ein Land zu investieren, wo Land günstig zu erwerben ist (Wüste) und die Ressourcen (Sonne) ungenutzt im Überfluss verschwendet werden um diese zu einem existieren und wachsenden Absatzmarkt zu transportieren...

    Die von dir erwähnten Diktatoren wurden verjagt - wenn das Land auf Vordermann gebracht werden soll, muss es aber erstmal jemand besser machen. Es fehlt an Know-How, Struktur, Infrastruktur, Plänen und an Kapital... Eine Genehmigung eines solchen Projektes kann natürlich auch mit Klauseln versehen werden, die dem Volk / Land nutzen. ZB. Aufbau der Infrastruktur, die vom Land mitgenutzt werden kann, Know-How Transfer, Arbeitsplätze, Gewinnbeteiligung oder fürstliche Entschädigung der bis jetzt ungenutzten Wüstenfläche... Natürlich kann in einer solchen Situation die Lage gut ausgenutzt werden, aber nicht alles augenscheinliche ist wirklich so schlimm wie gedacht...

  13. Re: wenn da mal nicht der arabische frühling selber schuld ist?

    Autor: Rulf 14.11.12 - 19:34

    ich glaube nicht, daß man so ne teuren anlagen an jeden beliebigen ort in der wüste aufstellen kann...da braucht es sicher vor sandstürmen und wanderdünen geschützte orte, die auch anderweitig(landwirtschaftlich) genutzt werden könnten...
    und die leute haben nicht ihre diktatoren(die samt und sonders mit den ehemaligen kolonialmächten zusammengearbeitet haben) zum teufel gejagt, um sich jetzt wieder über den löffel barbieren zu lassen...die investoren müssten ihr geschäft also schon da unten machen und demensprechend auf ein paar prozentpunkte rendite verzichten...dazu haben die leute von bosch und siemens nun aber wohl keine lust mehr...

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