Bill Gates hätte eine endlose Lehre daraus gezogen, das damals MS-DOS 3 nicht kompatibel zu Vorgängerversionen war.
Seitdem ist Windows sehr kompatibel zu alter Software.
Bei Symbian wo alle 6 Monate eine neue Symbian-Version verkauft werden soll, hat man vermutlich keine Lust, ständig neue Versionen zu programmieren oder für verschiedene Versionen. Golem berichtet ja gerne über die zillionen S60-Handies. Doof nur, das die meisten out sind und quasi keine neuen Anwendungen dafür herauskommen.
J2ME klingt netter, aber die Bugs und vielen Sub-Standards trüben das Bild leider doch.
Schön sind die Entwickler-Systeme wo man zentral eine Anwendung für verschiedene Plattformen (ausser IPhone) entwickeln kann.
Sowas als Eclipse oder Netbeans usw. Plugins wäre auch nett.
Inclusive Emulator und Rückmeldung, welche Version auf welchen Handies wie oft installiert wurde und wie oft crasht. Dann testet man z.b. die WebOS im Emulator bevorzugt.
Aber wirksames Testen ist ja auch bei Großprojekten wohl nicht wirklich angesagt.
>Sowas als Eclipse oder Netbeans usw. Plugins wäre auch nett. Inclusive Emulator und Rückmeldung, welche Version auf welchen Handies wie oft installiert wurde und wie oft crasht. Dann testet man z.b. die WebOS im Emulator bevorzugt.
Das Problem dabei ist aber, dass die Emulatoren eben Bugs und Modell-spezifische J2ME-Impementationen nicht abbilden. Man muss also IMMER auf dem Endgerät testen, was für eine Handysoftwareschmiede, die sich auf J2ME Entwicklung spezialisiert hat bedeutet, sie muss immer hunderte von aktuellen Handys vorliegen haben, und auf jedem muss einzeln intensiv getestet werden. Dazu kommt, dass trotz einheitlicher Java-Api immer seziell angepaßter Code notwendig ist, um auf diese Bugs und spezifische Implementation sowie die Hardwarebeschränkungen (Auflösung, Speicher, Performance) einzugehen. Für einen Entwickler ist eigentlich das iPhone ideal (wären da nicht die strengen Auflagen, die Apple für den Release im Appstore auferlegt), da man hier eine einheitliche Plattform hat, die sich lediglich bei den 3GS Modellen in der Performance unterscheidet. Daher bietet sich die iPhone Entwicklung auch für kleine Entwickler an, die sich nicht leisten können ständig einen riesigen Handyfuhrpark halten zu müssen, und sich keine Testabteilung leisten können, die die notwendigen Tests auf allen Geräten durchführt.
Danke für die Ergänzungen.
J2ME meinte ich mit Multiplattform auch nicht primär.
Diese Multiplatt-Form-Environments oder Frameworks unterstützen aber J2ME vermutlich nicht, oder die haben dann das Problem an der Backe bzw. lösen es für einen.
Ein Vorteil bei Android und IPhone ist, das man OS-Updates wohl so lange möglich bekommt. Man kann also im Gegensatz zu Symbian60.1 mit seinem IPhone viel viel länger als mit FAST allen anderen Handies vorher seine Anwendungen nutzen.
Also ist man bereit, für eine Anwendung auch zu bezahlen.
Wichtig bei den Emulatoren wären Konfigurations-Settings wo man beispielsweise die gängigen Android-Handies abbildet.
Auch Test-Daten wie große Adressbücher usw. wären hilfreich.
Dann noch strukturierte Tests oder Warnings "unter Android1.6 noch nicht verfügbar" oder "deprecated ab Android 1.2" usw.
Davon flutschen zwar immer noch Fehler durch, aber denjenigen, die ordentlich programmieren wollen, sollte man auch helfen.
Bosch hätte bei Fehlern in Chips so lange getestet, bis sie den Fehler gefunden hätten !UND! in die Chip-Test-Anlagen Testmuster ergänzt, damit dieser Fehler ab sofort gefunden wird.
Environments für solche abstrakteren Meta-Test-Beschreibungen wären schon interessant.
Compiler-Warnings sind ja etwas anderes.
Mir geht es eher um saubere und korrekte Verwendung von Libraries. Sowas wie "strcpy ist verboten, strncpy ist zu nutzen ". Oder "es werden viele tcp-connections geöffnet, aber nirgendwo geschlossen" u.ä. Dinge wie "Profis schreiben am Methoden-Ende return(++foo) statt return(foo++)" oder sowas ähnliches, auch wenn ich nicht präzise weiss, wieso. Stand mal in der ct. Hat wohl was damit zu tun, das bei einer Schreibweise ein Duplikat angelegt wird, was natürlich unnötig ist.
Ja. Das ist nicht perfekt. Aber man kann von Anfang an besseren Code bekommen und vermeidet viele wenn auch nicht alle Anfängerfehler.
Und J2ME-Implementierungen sollte man unabhängig von Nokia, LG und Konsorten selber nachpatchen und z.b. um JSR-179 nachpatchen dürfen und können. Bevor einer quengelt: Ich meine das JSR für J2ME für Positionsbestimmung. Wenn das nicht 179 war, ist es 159 oder die Nummer ist mir auch egal.
> Man kann also im Gegensatz zu Symbian60.1 mit seinem
> IPhone viel viel länger als mit FAST allen anderen Handies vorher seine
> Anwendungen nutzen.
Dieser Einwand ist Quatsch.Ich nutze Symbian Software schon seit 2002 (Nokia 7650)
.Und wenn das Gerät nicht irgendwann auseinandergeflogen wäre würden meine Zusatzprogramme, welche ich mir vom PC aus installiert habe, immer noch funktionieren
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