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Selber schuld

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  1. Selber schuld

    Autor Die anderen sind auch noch da 30.08.10 - 17:57

    Selber schuld... .
    Preisgleichheit mit Hardcover ok.
    Dann Preisgleichheit mit Taschenbuch. Auch ok.
    Aber wenn das Taschenbuch 3-6 Monate draussen ist, droppt der Preis des Ebooks gefälligst mal jede Woche bis er akzeptable ist.

    Und das ADAC usw. ihre Mags per Internet verschicken sollte ja wohl auch klar sein.
    Und das mein ct-Abo von 80 auf 30 Euro droppt, erwarte ich dann auch mal schön.

    Aber Zeitschriften und EBooks haben keine Lust... .
    Und APple ist viel langsamer als sie sein könnten.
    iAD wird zeitnah mit iOS4/Ipad gebracht.
    Ob dann auch zeitschriften fürs Ipad kommen, mal sehen. bisher wird man genötigt, eine App zu schreiben. siehe golem-berichte. Nur Bücher sind epub. ISBN+EPUB und hochladen und geld einnehmen... . Wobei Kindle vielleicht ein verkappter Super-Monopolist ist.

  2. Re: Selber schuld

    Autor Geralt 30.08.10 - 18:24

    Neben den Preisen hält mich jegliche Form von Benutzungssperre (vulgo DRM oder Kopierschutz) erfolgreich und dauerhaft vom Kauf ab.

    Die Musikindustrie beginnt nach Jahren zu begreifen und zu lernen, als nächstes sind dann Filmindustrie und Verlage an der Reihe.

  3. Re: Selber schuld

    Autor redwolf_ 30.08.10 - 18:43

    Das werden sie nie und wenn dann nur wenige Erfolgreiche. Es wird immer alles ausgereizt was machbar ist um Kopien zu unterbinden. Vor allem wenn die Kopie zu 100% dem Orginal entspricht. Begriffen hat die Musikindustrie noch lange nicht oder wo siehst du erste Ansätze? Zur Zeit ist die rasant dabei Bürgerrechte abzubauen und auf Lobbyismus zu setzen. Genauso die Verlagslobby mit ihrem "Leistungsschutzrecht". Wird genauso ein Laden wie die Musikindustrie und ZPÜ die pauschale Abgaben auf Datenträger angestrengt hat um ihre Einnahmeverluste aufgrund ihres veralterten Marktmodells auszugleichen.

  4. Re: Selber schuld

    Autor Geralt 30.08.10 - 20:30

    redwolf_ schrieb:
    --------------------------------------------------------------> Das werden sie nie und wenn dann nur wenige Erfolgreiche. Es wird immer
    > alles ausgereizt was machbar ist um Kopien zu unterbinden.

    Dann werden sie untergehen. Früher oder später. Damit meine ich nicht unbedingt die nächsten Monate oder Jahre.


    > Vor allem wenn die Kopie zu 100% dem Orginal entspricht.

    Was bei Digitalkopien ja immer so ist :-)


    > Begriffen hat die Musikindustrie noch lange nicht oder wo
    > siehst du erste Ansätze?

    Sie haben notgedrungen DRM aufgegeben. Aber du hast völlig Recht, daß das vermutlich nicht auf Einsicht zurück geht, sondern auf pure Verzweiflung.


    > Zur Zeit ist die rasant dabei Bürgerrechte abzubauen und
    > auf Lobbyismus zu setzen. Genauso die Verlagslobby mit
    > ihrem "Leistungsschutzrecht".

    Und die meisten Leute sind dumm genug es mit sich machen zu lassen :-(

  5. Re: Selber schuld

    Autor M_Kessel 01.09.10 - 09:40

    Begreifen? Wo denn?

    Ich sehe noch keine Einsicht, außer das sie nach 'schärferen Gesetzen' -- bald Singen verboten :D -- und einer erneuten Änderung der Urheberrechte schreien. -> 'Mitverantwortung der Provider' -> deep packet inspection, etc.

    Und die Verlage leben davon, das sie 'noch' einen Vertrauensbonus bei den Bücherlesern haben, und jetzt kommt der Witz, weil hier nicht viele E-Bookreader genutzt werden.

    Denn: 1 * Film - Größe von 350 MB - 4300 MB.
    1 * Musik - Größe von 3MB - 8 MB
    1 * Buch - Größe von 600kB - 2 MB

    Wenn sich also der Vertrieb von E-Books über das Internet zum Massenphänomen entwickeln sollte, sind Verlage bald so überflüssig, wie das fünfte Rad am Wagen. Das einzige, was Autoren nämlich dann noch benötigen, sind die Lektoren der Verlage, die sich aufgrund der geänderten Sachlage, durchaus selbstständig machen könnten, um Autoren ihre Dienste anzubieten.

    Und den Respekt ihrer Leser, ihre Werke nicht zu stehlen.

    Die Verlage sind durch ihr jetziges Verhalten grade dabei den Respekt und die Achtung ihrer Kunden zu zerstören. Anstatt aus den Fehler der Musik und Filmbranche zu lernen, und auf ihre potentiellen Kunden zuzugehen, gehen sie mit offenen Augen den gleichen Weg in den Untergang.

    Autoren brauchen keine Verlage, sie brauchen nur die Dienstleistungen, die Verlage bereitstellen. Dies sind Marketing, Korrekturlesen, und vielleicht Vertrieb, falls man noch an Papierform interessiert ist.

    Dies ist die eigentliche Veränderung, die alle Vertriebsbranchen nicht vorhandener, inmaterieller Güter im Moment durchmachen, ohne es wahrhaben zu wollen.

    Die, die in der Lage sind den internen, finanziell sehr schmerzhaften Wandel in einen reinen Dienstleister mitzumachen, werden überleben.

    Die anderen nicht.

    Neue Gesetze werden sie nicht auf Dauer am Leben halten können.

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