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Selbstdemontage

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  1. Selbstdemontage

    Autor Replay 15.11.10 - 15:59

    So demontiert sich das Konglomerat um das halbgare Wetab selbst, womit das Ding mehr oder weniger ein klassischer Rohrkrepierer ist.

    Na ja, es hätte mich gewundert, wenn es die Deutschen tatsächlich geschafft hätten, ein wirkliches Konkurrenzprodukt zum iPad auf den Markt zu bringen. Wäre es gut gewesen, hätte es sicherlich seinen Marktanteil haben können. Aber schon die Präsentation ging ja komplett in die Bux und diese Pleiten, Pech & Pannen-Show zog und zieht sich immer weiter fort.

    Schade. Eine gute Alternative aus Deutschland zum iPad wäre nicht schlecht gewesen.

    Die Stimmen außerhalb meines Kopfes irritieren mich am meisten...

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  2. Re: Selbstdemontage

    Autor pennbruder 15.11.10 - 16:07

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So demontiert sich das Konglomerat um das halbgare Wetab selbst, womit das
    > Ding mehr oder weniger ein klassischer Rohrkrepierer ist.
    >
    > Na ja, es hätte mich gewundert, wenn es die Deutschen tatsächlich geschafft
    > hätten, ein wirkliches Konkurrenzprodukt zum iPad auf den Markt zu bringen.
    > Wäre es gut gewesen, hätte es sicherlich seinen Marktanteil haben können.
    > Aber schon die Präsentation ging ja komplett in die Bux und diese Pleiten,
    > Pech & Pannen-Show zog und zieht sich immer weiter fort.

    besser kann man es nicht formulieren!

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  3. Re: Selbstdemontage

    Autor GrinderFX 15.11.10 - 16:21

    Und hier zeigt sich das große Problem auf, was Deutsche und Deutschland gerne nicht wahrhaben wollen.

    Deutchland hat zu viele Wirtschaftler, die auch noch das Sagen haben.
    Ingenieure und Entwickler kriegen nicht nur zu wenig bezahlt, nein sie müssen sich auch noch von den ganzen Wirtschaftsheinis sagen lassen wie und wann sie ein Produkt entwickeln.
    Alleine deswegen entwicklen die Deutschen nur noch Schrott, welcher auf dem Internationalen Markt nicht mehr konkurrenzfähig ist.
    Nur haben die Wirtschaftler eigentlich gar nichts gelernt. Wie wollen sie dem Ingenieur sagen wie er das machen soll, wenn sie es doch selber gar nicht verstehen?
    Das ist nahezu auf jeden Bereich übertragbar.

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  4. Re: Selbstdemontage

    Autor Trollversteher 15.11.10 - 16:31

    >Deutchland hat zu viele Wirtschaftler, die auch noch das Sagen haben.
    >Ingenieure und Entwickler kriegen nicht nur zu wenig bezahlt, nein sie müssen sich auch noch von den ganzen Wirtschaftsheinis sagen lassen wie und wann sie ein Produkt entwickeln.

    Und Du glaubst, das sei in anderen Ländern anders? Mag sein, daß der amerikanische "Wirtschaftler" etwas aufgeschlossener ist, und dem Ingenieur ein wenig mehr kreativen Freiraum einräumt, aber auch dort ist es so, dass das letzte Wort der Manager hat, und der entscheidet dann nach rein marktwirtschaftlichen und nicht nach technischen Kriterien.

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  5. Re: Selbstdemontage

    Autor MentalFloss 15.11.10 - 16:36

    GrinderFX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Deutchland hat zu viele Wirtschaftler, die auch noch das Sagen haben.

    Der Hoffer war aber gerade kein Wirtschaftler, sondern jemand, der in den Anfangstagen den Krempel noch selbst mitprogrammiert hat. Von daher widerlegt er eher deine Theorie.

    > Ingenieure und Entwickler kriegen nicht nur zu wenig bezahlt, nein sie
    > müssen sich auch noch von den ganzen Wirtschaftsheinis sagen lassen wie und
    > wann sie ein Produkt entwickeln.

    Wenn ich in diversen Foren sehe, daß die Mehrheit der deutschen Ingenieure und Entwickler immer noch nicht verstanden haben, was das iPad so erfolgreich macht, dann bin ich froh, wenn diese Leute nicht bestimmen, was entwickelt wird. Leider tun sie es noch viel zu häufig - siehe WeTab.

    > Nur haben die Wirtschaftler eigentlich gar nichts gelernt. Wie wollen sie
    > dem Ingenieur sagen wie er das machen soll, wenn sie es doch selber gar
    > nicht verstehen?

    Nur wieso funktioniert das in den USA so, aber in Deutschland nicht? Oder glaubst du, die Grundidee z.B. für's iPad wäre von den Entwicklern gekommen?

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  6. Re: Selbstdemontage

    Autor che 15.11.10 - 16:37

    GrinderFX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Deutchland hat zu viele Wirtschaftler, die auch noch das Sagen haben.

    Das war bei diesem Projekt wohl anders herum. Hier hat ein kleines Startup, nur von ein paar Gründern getragen, viele Fehler gemacht und ein halbfertiges Konzept nach grosser Ankündigung komplett umgeworfen. Als dann noch der wichtige Partner für die Medieninhalte absprang war das Konzept schon gescheitert.

    > Ingenieure und Entwickler kriegen nicht nur zu wenig bezahlt, nein sie
    > müssen sich auch noch von den ganzen Wirtschaftsheinis sagen lassen wie und
    > wann sie ein Produkt entwickeln.

    > Alleine deswegen entwicklen die Deutschen nur noch Schrott, welcher auf dem
    > Internationalen Markt nicht mehr konkurrenzfähig ist.
    Deutschland ist Exportmeister in der EU und das ist ein grosses Problem, soviel zur Konkurrenzfähigkeit.

    > Nur haben die Wirtschaftler eigentlich gar nichts gelernt. Wie wollen sie
    > dem Ingenieur sagen wie er das machen soll, wenn sie es doch selber gar
    > nicht verstehen?
    > Das ist nahezu auf jeden Bereich übertragbar.

    Du siehst das zu undifferenziert, bist du gerade in einer ABM?

    cu

    CHe

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  7. Re: Selbstdemontage

    Autor ABE 15.11.10 - 17:38

    Es war bestimmt eine Anordnung des Managements das die Softwareentwickler auch 6 Monate nach dem geplanten Liefertermin und 8 Monate nach den angekündigten Testmustern noch nicht mal die versprochenen Basics wie Multitouch und die Anbindung an den Android-Store am laufen hatten, oder? :-)

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  8. Re: Selbstdemontage

    Autor Yoda 15.11.10 - 18:04

    >Deutchland hat zu viele Wirtschaftler, die auch noch das Sagen haben.
    >Ingenieure und Entwickler kriegen nicht nur zu wenig bezahlt, nein sie müssen sich auch noch von den ganzen Wirtschaftsheinis sagen lassen wie und wann sie ein Produkt entwickeln.

    Ja ne is klar. Mit deiner Sorte hab ich jeden Tag zu tun. Von sich selber zutiefst überzeugte Entwickler, für die Funtionen das wichtigste sind.
    Design egal, Kosten/Nutzenverhältnis egal, Aufwand egal. Verzetteln sich mit irgendwelchen unnützen Features die nie einer beantragt hat ("Ich hab noch ne Gestensteuerung eingabut - toll oder ?" und liefern am Schluss ein grottenhässliches Design ab, das nix mit der Vorlage zu tun hat ("Funktioniert doch, was soll jetzt die Pixelschubserei ?").
    Viel zu lernen du noch hast, mein junger Padawan...

    Wenn man

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  9. Re: Selbstdemontage

    Autor Replay 15.11.10 - 20:13

    Deutschland, Debattenland. Während hier debattiert wird (Wirtschaftler <-> Entwickler), wird woanders gehandelt, was fertig gemacht, auf den Markt damit und abgeräumt. So wird ein Schuh (und ein dickes Konto) daraus. Von den Marktanteilen mal ganz zu schweigen. Man kann über Äbbl denken was man will, das iPad zeigt, wie sowas geht.

    Viel zu lernen du noch hast, mein junger Padawan...

    Die Stimmen außerhalb meines Kopfes irritieren mich am meisten...

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  10. Re: Selbstdemontage

    Autor DDD 15.11.10 - 22:13

    MentalFloss schrieb:
    -----------------------------------------------------------------

    > Wenn ich in diversen Foren sehe, daß die Mehrheit der
    >deutschen Ingenieure und Entwickler immer noch nicht verstanden
    >haben, was das iPad so erfolgreich macht

    Untypisch ist, dass eine Firma wie Apple total von ihrem Gründer/Leiter abhängig ist. Diese Art von Personenkult kennen wir nicht so wirklich bzw. können nicht wirklich was damit anfangen. Nicht im Land der Gewerkschaften, wo jede kleine Fitzelbude nichts ohne 203 Meetings machen muss damit auch jeder "Emotional" dabei ist.

    Des weiteren hat Apple ja einen Heimvorteil, etwa Verlage die sowieso alle Macs besitzen, dazu anzustiften iPad Versionen ihrer tollen Zeitungen anzubieten. Das ist ja mehr oder weniger nur ein "Export" im Mac-Redaktionstool ;)

    Auch kann WeTab nichts dafür, dass Google sich einen Dreck um seinen Android-Market kümmert und immer wieder auf 3.0 verweist die dann total toll Pad-Fähig sein soll. Google ist eben 12 Monate hinterher was Market-Integration und weltweite Shops angeht. Noch kann man in vielen Ländern nichts aus dem Market kaufen, was immer da so lange dauert. Beim AdWords geht es doch auch!

    Meiner Meinung haben die anderen Buden die z.T. ihre Pads erst für Januar oder gar Q1/11 angekündigt haben die richtigere Entscheidung getroffen. Ich kann außerdem China-Pads bereits für 200€ kriegen, während das WePad (und das von Creative und das von Archos und und und) alle 300 und mehr kosten.

    Sehen wir es einfach ein: Apple Konkurrenz machen ist scheiße schwer und eine kleine Klitsche liefert das einfach nicht. Man hätte sich auf eine spezifische Thematik spezialisieren sollen, etwa den direkten Zugang zu den großen Zeitungen/Magazinen Deutschlands oder sowas. So ist das Ding einfach nur ein MeeToo Produkt das sich gegen Samsung, Toshiba oder Creative behaupten muss.

    Die Integration, das einfach sinnvolle Laufen, ist dass was Deutsche/EU-Leute ganz ganz selten hin gekriegt haben. Und man muss es ihnen immer und immer wieder neu erklären...Wah.

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  11. Re: Selbstdemontage

    Autor Replay 16.11.10 - 09:30

    Ausgerechnet kleine Klitschen könnten Äbbl Paroli bieten. Kleine Firmchen sind agil, können schlagfertig handeln und schneller auf Veränderungen am Markt reagieren.

    Gerade in der heutigen schnellebigen Zeit ein entscheidender Vorteil.

    Die Stimmen außerhalb meines Kopfes irritieren mich am meisten...

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  12. Re: Selbstdemontage

    Autor QDOS 16.11.10 - 10:19

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ausgerechnet kleine Klitschen könnten Äbbl Paroli bieten. Kleine Firmchen
    > sind agil, können schlagfertig handeln und schneller auf Veränderungen am
    > Markt reagieren.
    Kleinen Firme fehlt allerdings das Kapital es mit einem Riesen wie Apple aufzunehmen...

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  13. Re: Selbstdemontage

    Autor Replay 16.11.10 - 11:22

    Das wäre kein Problem.

    Stelle Dir vor, die Geschichte mit dem Wetab wäre anders abgelaufen. Das Wetab wäre richtig gut geworden, was ja eigentlich kein Problem darstellt, da man die Hardware sowieso auf dem Weltmarkt zusammenkauft. Es ist also nur eine Frage des OS und vor allem der Oberfläche.

    Soweit, so gut. Das wirklich gute Wetab kommt raus, bietet eine ordentliche Batterielaufzeit (10 Stunden in der Praxis), hat gute Hardware und diverse Anschlüsse, ein gutes GUI und ist offen. Das Ding wäre der Renner geworden. Und damit wäre das Thema finanzielle Ausstattung erledigt.

    Und was war? Schon die erste Präsentation wurde komplett verbockt, dann die Sache mit der Zwangswerbung, sehr schlechte Batterielaufzeit, Hardware Mist (Bildschirm übel, Lüfter), alles unfertig, Rezensionen gepimpt und jetzt die komplette Demontage, etc. Also eine komplette Fehlzündung, Rohrkrepierer und jetzt der Bauchplatscher.

    Wie es geht, zeigt Rohloff. Da kommt einer um die Ecke und frickelt eine perfekte Getriebenabe fürs Fahrrad zusammen und zeigt den Branchenriesen (Shimano, Sachs), wo der Hammer hängt. Und so wird aus einer One-Man-Show ein weltweit präsentes Unternehmen aus Deutschland. Na also, geht doch.

    German Engineering ist nicht ohne, man muß die Leute nur lassen. Bei Toyota gibt es da einen sehr guten Spruch. Deutsche Ingenieure sind gefährlich. Aber das weiß das Management sehr gut zu verhindern.

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