Ich persönlich glaube noch nicht an den ökologischen Nutzen von diesen Elektro autos.
1. Sie sind durch die Akkus sehr schwer.
2. Die Energie wird weit weg vom Verbraucher erzeugt und muss mit großem Verlust durch dutzende Kilometer Leitung ins Auto geleitet werden.
3. Die Produktion und besonders die Entsorgung allein der Akkus ist sehr viel aufwendiger bzw. Umweltschädlicher als konventionelle Fahrzeuge.
4. Um den steigenden Stombedarf decken zu können muss auf Kohle und Atomenergie zurück gegriffen werden.
>1. Sie sind durch die Akkus sehr schwer.
Dafür fallen viele andere Bauteile weg im vergleich zu herkömmlichen Autos.
>2. Die Energie wird weit weg vom Verbraucher erzeugt und muss mit großem Verlust durch dutzende Kilometer Leitung ins Auto geleitet werden.
Das Benzin/Diesel wird auch weit weg vom Verbraucher erzeugt.... Der transport mit Tankwagen etc verschlingt mehr Energie als die Leitungsverluste und der Wirkungsgrad von nem Kraftwerk ist meist deutlich besser im vergleich zu nem Benzinmotor im Auto...
>3. Die Produktion und besonders die Entsorgung allein der Akkus ist sehr viel aufwendiger bzw. Umweltschädlicher als konventionelle Fahrzeuge.
Kann ich wenig dazu sagen... schon möglich dass das umweltschädlicher ist als die Herstellung eines normalen Motors... über die Lebensdauer des Fahrzeugs dürfte sich das aber relativieren.
>4. Um den steigenden Stombedarf decken zu können muss auf Kohle und Atomenergie zurück gegriffen werden.
möglicherweise schon...
Es wird insgesamt ein größerer Strombedarf herrschen, wodurch aber auch die alternative Energieerzeugung einen Schub bekommen dürfte... Und ich persönlich habe nichts gegen ein modernes Atomkraftwerk einzuwenden... zumindest die emissionen sind da sehr gering...
HD user schrieb:
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Und ich
> persönlich habe nichts gegen ein modernes Atomkraftwerk einzuwenden...
Nur leider ist das modernste AKW in Deutschland mehr als 20 Jahre alt und Neue werden nicht gebaut.
Sehe ich auch kritisch, aber aus anderen Gründne. Moderne Autos sind mit allerlei Zeug ausgestattet, die zu viel Energie saugen. Elektronische Fensterheber und ähnliches und verbrauchen deshalb mehr Energie, als sie müssten. Einige dieser Techniken mögen Sinn machen, andere nicht.
Allerdings, wenn man so wie der Augsgangsschreiber argumentiert, dürfte es keine Benzinautos geben. Der Individualverkehr ist der größte ökologische Unsinn, den man sich ausgedacht hat. Ein bis zwei Tonnen besten Materials werden verwendet, um nicht einmal 2 Zenter Mensch von Punkt A nach Punkt B zu bewegen.
Wie auch immer, die Lebensdauer von Akkus wird sich verbessern, wo der Strom herkommt, ist dem Auto egal. Was ich mich frage, sind die Dinger oder werden sie jemals effizienter als Benziner?
themenschreiber schrieb:
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> Sehe ich auch kritisch, aber aus anderen Gründne. Moderne Autos sind mit
> allerlei Zeug ausgestattet, die zu viel Energie saugen. Elektronische
> Fensterheber und ähnliches und verbrauchen deshalb mehr Energie, als sie
> müssten. Einige dieser Techniken mögen Sinn machen, andere nicht.
Allerdings muss man dazu auch noch schreiben, das die Automobilhersteller und deren Zulieferer auch nicht schlafen und auf dem besten Weg sind, den Energieverbrauch im Auto drastisch zu reduzieren.
>Nur leider ist das modernste AKW in Deutschland mehr als 20 Jahre alt und Neue werden nicht gebaut.
genau darauf wollte ich ja raus...
statt bei den alten teilen immer die Laufzeit zu verlängern oder sogar Kohlekraftwerke zu bauen (es geht hier doch auch um die Klimaerwärmung oder?) sollte ein neues, modernes AKW gebaut werden wenn der Strom nicht reicht...
Atomstrom generell mit der zeit zu reduzieren, zugunsten von alternativen Energieen ist ja ok, aber wenn kurzfristig der Energiebedarf zu hoch ist, ist das dass einzig vernünftige... 2 alte abschalten, 1 neues bauen....
...und Geld, was in Militär und andere sinnlose Dinge gesteckt wird, nutzen, um Fusionskraftwerke marktreif zu bekommen.
> Ich persönlich glaube noch nicht an den ökologischen Nutzen von diesen
> Elektro autos.
Ich glaube (kurzfristig) nicht an den ökonomischen Nutzen.
> 1. Sie sind durch die Akkus sehr schwer.
Was egal ist, sofern der Energieverbrauch kein Problem darstellt. An anderen Stellen wird dafür aber Gewicht wegfallen. z.B. beim Motor, im Tank, usw.
> 2. Die Energie wird weit weg vom Verbraucher erzeugt und muss mit großem
> Verlust durch dutzende Kilometer Leitung ins Auto geleitet werden.
Naja, das Öl wird auch gefahren, gepumpt, usw.
> 3. Die Produktion und besonders die Entsorgung allein der Akkus ist sehr
> viel aufwendiger bzw. Umweltschädlicher als konventionelle Fahrzeuge.
Dem wird wohl so sein. Das Thema muss entsprechend angegangen werden.
> 4. Um den steigenden Stombedarf decken zu können muss auf Kohle und
> Atomenergie zurück gegriffen werden.
Das müsste man erst errechnen bzw. über andere Einsparungen ausgleichen.
Mir machen da eher andere Punkte "Sorgen":
- Wer bezahlt die Infrastruktur in der Breite (die Ladesäulen bauen sich nicht von selbst, höhere Steuern werden nicht akzeptiert, einzelne Hersteller werden die Säulen nicht finanzieren -> Folge: immense Verzögerung)
- Reichweite und Ladezeit: nicht mal 200 km Reichweite und bei "normalem" Stromanschluss mehrere Stunden Ladezeit machen das Auto immens unflexibel.
- Wie sieht es mit Verbrauchern aus? Wenn ich Klimaanlage, Radio, Sitzheizung und Co. am Laufen habe, wie stark reduziert dies meine Reichweite? Ist das Auto dann überhaupt noch praxistauglich?
- Wer kann die Autos überhaupt bezahlen. Es ist heute ja so, dass Firmen noch querfinanzieren oder der Staat Unterstützung zusichert. Sowas geht aber nicht im Massenmarkt. Wer glaubt dass ein Toyota Prius (gut, ist ein Hybrid, aber aufgrund der dafür kleineren Batterie ja eigentlich billiger) für 16.000 Euro (Preis in den USA) Gewinn abwirft? Ich nicht. BYD selbst sagt, dass die E-Kiste für 17.000 Euro in China querfinanziert ist (über das Batteriengeschäft) - und das mit den dortigen Kosten und ohne den ganzen Schnick-Schnack an Ausstattung. Ich behaupte, dass ein E-Astra für 40.000 Euro im Vergleich zu nem Verbrenner für 20.000 Euro zum Scheitern verurteilt ist. Bei einer Nutzdauer von 10 Jahren wären das weit mehr als 1000 Liter Benzin pro Jahr (und da ist der Stromverbrauch noch nicht abgegolten).
- Wie sinnvoll ist es überhaupt in einem Bereich einen solchen Aufwand zu betreiben, sofern man im Ganzen keine Erfolge aufweisen kann. Koppenhagen ist da so ein Beispiel. Ebenso die vielen Transporte (Beispiel Shrimps: Schälen in Afrika -> vom Umweltaspekt her ein Kapitalverbrechen). Autos sorgen für 12-14% des weltweiten CO2 Ausstoßes. Wenn wir da die Hälfte einsparen ist am Gesamtwert nicht viel verändert.
Fazit: Wenn wir uns panisch auf Autos konzentrieren und den Rest vergessen, schwächen wir unsere Wirtschaft ohne der Umwelt wirklich etwas Gutes zu tun. In meinen Augen ist das sinnlos (und zwar aufgrund der Panikmache in Zusammenhang mit mangelnder Zahlungsbereitschaft).
Es gibt keinen Strommangel in Deutschland, ganz im Gegenteil. 2008 hat Deutschland sogar noch eine Rekordstromenge exportiert. Wenn ich mich recht entsinne etwa soviel wie 2 AKW produzieren, und das wo in dem Jahr auch noch mehrere AKW stillagen.
Stromknappheit gibt's in D nicht.
hiasB schrieb:
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> Ich glaube (kurzfristig) nicht an den ökonomischen Nutzen.
würde wenn mensch den ökologischen nutzen würdigen, stünden wir nich am anfang einer klimakatastrophe. es wird der faktor höhere lebensqualität (weniger lärm+sauberere luft in städten) und der zu hohe benzinpreis sein, der die menschen zum umstieg bewegen wird.
Schon wieder so einer der keine Ahnung hat...ich empfehle dir wirklich nicht alles einfach nachzuplappern was du irgendwo ließt.
Statistiken können nämlich trügerisch sein. Die Überproduktion die du ansprichst kamen von den tollen neuen erneuerbaren Energien bei denen man nicht kontrollieren kann wann sie produzieren und wann nicht. Kurz: Es scheint die Sonne und weht der Wind: Massive Überproduktion zu einer Zeit zu der keiner den Strom gebrauchen kann --> Wir "exportieren" den zu Schleuderpreisen jenseits von gut und böse (da es aber eine Abnahmegarantie + Einspeißevergütung + Förderung gibt braucht das die Produzenten nicht zu interresieren, sie kriegen ihr Geld vom deutschen (Strom-)Verbraucher). Da es auch schlechtere Zeiten gibt muss ein sehr großer Teil der Basislast noch einmal in normalen und schnell anlaufenden Kraftwerken bereitstehen.
Und da liegt das Problem: Erneuerbare Energien sind nicht Basislast fähig und werden das so schnell auch nicht werden. Weder haben wir die Speichertechnik noch stehen die Kontintentalen HVDC Netze zum Lastausgleich vor der Tür und ob das mit dem Strom aus der Sahara was wird bezweifle ich ernsthaft.
Es ist ein Fakt das wir riesige Probleme bekommen wenn wir nicht bald mal anfangen uns darum zu kümmern. Ein Kraftwerk zu planen, zu genehmigen und zu bauen dauert ewig und das einzige was dank der verfehlten Energiepolitik (und Atompolitik) in der Pipeline der Energiekonzerne ist sind Kohlekraftwerke: NA DANKE.
Es geht ja auch um den Mehrverbrauch wenn flächendeckend Elektroautos rumfahren bzw wie dieser zu decken ist.
Insbesondere wenn die Pläne der Regierung umgesetzt werden und AKWs nach u nach vom Netz gehen...
> > Ich glaube (kurzfristig) nicht an den ökonomischen Nutzen.
>
> würde wenn mensch den ökologischen nutzen würdigen, stünden wir nich am
> anfang einer klimakatastrophe. es wird der faktor höhere lebensqualität
> (weniger lärm+sauberere luft in städten) und der zu hohe benzinpreis sein,
> der die menschen zum umstieg bewegen wird.
Du meinst so wie in Kopenhagen? Da hat die Welt wieder bewiesen, was ihr die Umwelt wert ist, wenn der schnöde Mammon ins Spiel kommt.
Das mit dem globalen Umweltschutz ist schon fast, wie der Glaube ans Christkind. Traurig, aber wahr ...
Da ist das wirkliche Problem doch schon offensichtlich:
"Unsere" Denkweise - also sagen wir mal die der meisten.
Nämlich:
> 2. Die Energie wird weit weg vom Verbraucher erzeugt
> und muss mit großem Verlust durch dutzende Kilometer
> Leitung ins Auto geleitet werden.
und
> 4. Um den steigenden Stombedarf decken zu können muss auf Kohle
> und Atomenergie zurück gegriffen werden.
Diese Denkweise ist aber so was von überholt ...
Stell dir mal vor, auf jedem Carport/Garage und jedem Dach wären ein paar Solarzellen, dann müsste der Strom schon großenteils nicht transportiert werden, denn in den Garagen stehen die "Verbraucher".
Dazu kommt, das die Batterien eines Elektroautos in der Garage nicht nur zum Fahren da sein müssen, sondern auch sonst als Speicher - und nicht nur für den eigenen Haushalt, sondern auch für Dritte.
http://www.nachhaltigkeit.org/201001053199/energie-kohlendioxid/hintergrund/erneuerbare-brauchen-neue-speicher
Dann wären einer echten Verbreiterung der Technologien erst die Hürden genommen, und Deine Punkte 1 und 3 hätten sich auch sehr schnell erledigt. Abgesehen davon werden Altakkus und Altbatterien nicht entsorgt, sondern Recycled.
Krille
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